Hallo zusammen, hier ist Mumus Wunderwelt! Die Reise durch die Welt der Fossilien beginnt gleich, wir werden um die Welt reisen, um die wichtigsten Fossilienformationen zu erkunden und die bedeutendsten sowie besonderen Fossilien kennenzulernen. Heute stellen wir euch eine Region vor, die Teil des Heiligen Römischen Reiches war – ein Bundesstaat. Weiß jemand, welches Land das ist? Nicht so einfach, oder? Hier ist ein kleiner Hinweis: Es ist das Land, in dem die Mutterkonzerne von BMW und Benz zu Hause sind. Na, wisst ihr jetzt, welches Land das ist? Genau – Deutschland! Heute lernen wir ganz viele verschiedene prähistorische Lebewesen kennen: Insekten, Säugetiere, Flugsaurier, Dinosaurier und sogar ein Lebewesen, das beweist, dass Dinosaurier die Vorfahren der Vögel sind. Seid ihr bereit? Dann los geht’s! Let’s Go! Gib mir fünf Minuten, und ich nehme dich mit in eine Dinosaurierwelt. Zuerst reisen wir ins mittelalterliche Deutschland. Damals war diese Region eine Ansammlung vieler kleiner Staaten, die alle Teil eines monarchischen Reiches waren, das als Heiliges Römisches Reich bekannt ist. Heute gibt es in Deutschland noch viele mittelalterliche Bauwerke, die perfekt erhalten sind, wie zum Beispiel die Burg Hohenzollern auf einem Berg oder die Stadt Rothenburg ob der Tauber, die das komplette mittelalterliche Flair bewahrt hat. Sie sind wahre Schätze dieser Zeit. Jetzt besuchen wir ein paar Fossilienformationen, die von der Eozän-Zeit bis zum Trias reichen. Kommen wir zur Messel-Grube in Mitteldeutschland. Die Messel-Grube stammt aus dem Eozän vor etwa 50 Millionen Jahren. Hier wurden unglaublich viele Fossilien von Tieren und Pflanzen gefunden, darunter Säugetiere, Vögel, Reptilien, Fische und Insekten. In den meisten Fällen findet man nur Teile von Skeletten, aber in der Messel-Grube wurden viele Fossilien vollständig erhalten – mit Knochen, Federn, Haaren und sogar Hautabdrücken. Ich stelle euch eine riesige Ameise vor: Während des Eozäns gab es eine besonders große Ameisenart, die sogenannte Titanen-Ameise oder Titanomyrma. Diese wurde in Europa und Nordamerika gefunden, und ein vollständiges Fossil wurde in der Messel-Grube entdeckt. Wie groß war die ausgestorbene Titanen-Ameise? Die Königin – also die Ameisenmutter – konnte bis zu sechs Zentimeter lang werden, und die Arbeiterameisen, die Nahrung sammeln und die Brut versorgen, waren etwa fünf Zentimeter lang. Ist das nicht riesig? In derselben Schicht wurde auch eine Art gefunden, die Insekten, kleine Reptilien und kleine Säugetiere fraß: die Langnasen-Springmaus. Diese war von Kopf bis Schwanz etwa 60 bis 90 Zentimeter lang, maximal 50 Zentimeter hoch, hatte kurze Arme, extrem kräftige Beine und eine lange Schnauze. Stellt euch eine Mini-Version eines Kängurus vor! Warum ist die Langnasen-Springmaus ausgestorben? Am Ende des Eozäns wurde das Klima kälter, und sie konnte sich nicht anpassen. Nach dem Eozän – zack, zack, zack – kommen wir zum Solnhofener Steinbruch in Bayern. Hier stelle ich euch zwei Lebewesen aus dem Jura vor. Wisst ihr, woher der Name „Jura“ kommt? Er stammt von den Jurabergen, die an der Grenze zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz liegen. In den Felswänden der Juraberge findet man viele Meeresfossilien aus dieser Zeit, die uns zeigen, wie das Leben im Ozean damals aussah. Zurück zum Solnhofener Steinbruch: Hier wurde ein sensationelles Fossil entdeckt – der „Archaeopteryx“. Er beweist, dass Vögel von Dinosauriern abstammen. Ja, ihr habt richtig gehört: Die Vögel um uns herum sind entfernte Verwandte der Dinosaurier! Seit den Anfängen der Naturgeschichte haben Wissenschaftler die Beziehung zwischen Dinosauriern und Vögeln untersucht. Obwohl Biologen über die Evolution lange debattierten, lieferte der Archaeopteryx einen entscheidenden Beweis. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „ursprünglicher Vogel“. Er lebte vor etwa 150 Millionen Jahren im Jura und gilt als Vorfahre der modernen Vögel. 1861 wurde sein Fossil im Solnhofener Steinbruch in Bayern gefunden. Es ist so besonders, weil es Merkmale von Dinosauriern und Vögeln vereint: einen langen Schwanz und scharfe Zähne wie ein Dinosaurier, aber Federn und Flügel wie ein Vogel. Diese Mischung macht den Archaeopteryx zu einem einzigartigen Lebewesen. Er bestätigt die erstaunliche Theorie, dass Vögel direkte Nachfahren der Dinosaurier sind! Die eleganten Vögel, die heute am Himmel fliegen, sind mit den urzeitlichen Dinosauriern verwandt. Diese Entdeckung schockierte die Wissenschaft und wurde zu einem Meilenstein in der Erforschung der Evolution. Es gibt zwei berühmte Exemplare des Archaeopteryx: das Berliner Exemplar und das Londoner Exemplar, die im Naturkundemuseum Berlin und im Natural History Museum in London ausgestellt sind. Wenn ihr die Chance habt, schaut sie euch an – sie sind echt cool! Im selben Steinbruch wurde auch ein weiteres spannendes Fossil entdeckt: der „Uralte Flughandsaurier“. Dieser Flugsaurier aus dem Jura war nicht besonders groß – etwa so groß wie zwei Hände! Als Paläontologen ihn fanden, dachten sie zunächst, er sei ein Wasserbewohner, weil seine Klauenstruktur wie zum Paddeln aussah, ähnlich wie bei einer Ente. Erst 20 bis 30 Jahre später stellte sich heraus, dass er tatsächlich flog. Zum Schluss reisen wir noch weiter zurück ins Trias, vor etwa 250 Millionen Jahren, zur Trentsch-Formation in Deutschland. Dort wurde ein superalter Dinosaurier entdeckt: der Liliensternus. Dieser fleischfressende Dinosaurier war vom Kopf bis zum Schwanz etwa 5,5 Meter lang und wog vermutlich zwischen 120 und 150 Kilogramm. Paläontologen vermuten, dass er auch pflanzenfressende Dinosaurier fraß. Wisst ihr, welche pflanzenfressenden Dinosaurier es im Trias gab? Genau – Plateosaurier! Habt ihr euch die fünf vorgestellten Lebewesen gemerkt? Das sind: die bis zu sechs Zentimeter lange Titanen-Ameise, die wie ein Mini-Känguru aussehende Langnasen-Springmaus, der Archaeopteryx, der beweist, dass Vögel von Dinosauriern abstammen, der kleine Flughandsaurier mit einer Spannweite von zwei Händen und der uralte Dinosaurier Liliensternus. Das war unsere Fossilien-Weltreise für heute! Bis zum nächsten Mal – Mumus Wunderwelt sagt Tschüss!