Friedenskirche Singen - Predigten und Seminare

Friedenskirche Singen

Willkommen beim Podcast der Friedenskirche Singen – hier findest du Predigten und Seminare zum Nachhören: bibeltreu, alltagsnah und ermutigend. Ob im Alltag, unterwegs oder zu Hause – lass dich durch Gottes Wort stärken und inspirieren. Wir sind eine evangelische Freikirche im BEFG und sind als Gemeinde Unterwegs - Mit Jesus - Mit dir - Für unsere Stadt. Neue Folgen erscheinen regelmäßig. Jetzt abonnieren und mit uns im Glauben wachsen! Mehr unter www.friedenskirche.de.

  1. 5d ago

    Hananias und Saphira - Predigt der Friedenskirche Singen vom 26.07.2026 von Jorin Jansen

    Prediger: Jorin Jansen Predigttext: Apostelgeschichte 4,32–5,11 Die erste christliche Gemeinde erscheint in der Apostelgeschichte zunächst wie ein vollkommenes Ideal: Die Gläubigen sind ein Herz und eine Seele, teilen ihren Besitz miteinander und sorgen dafür, dass niemand unter ihnen Not leiden muss. Doch mitten in dieses beeindruckende Bild von Einheit, Großzügigkeit und gelebter Gemeinschaft bricht die verstörende Geschichte von Hananias und Saphira hinein. Die beiden verkaufen ein Grundstück und geben einen Teil des Erlöses an die Gemeinde. Das wäre an sich kein Problem gewesen. Niemand hatte sie gezwungen, alles abzugeben. Doch sie erwecken bewusst den Eindruck, den vollständigen Betrag gespendet zu haben. Sie wollen wie Barnabas erscheinen, ohne das Herz eines Barnabas zu besitzen. Sie suchen den Ruf vollständiger Hingabe, ohne tatsächlich vollständig hingegeben zu sein. Diese Predigt stellt sich ehrlich den schwierigen Fragen dieses Textes: Warum sterben Hananias und Saphira? Was sagt diese Geschichte über die ersten Christen, über die Wahrhaftigkeit der Bibel und über Gottes Heiligkeit aus? Dabei wird deutlich: Die Bibel beschönigt nichts. Sie erzählt nicht nur von Gottes mächtigem Wirken, sondern ebenso vom Versagen, von der Schuld und von der Unvollkommenheit der Menschen. Die entscheidende Frage richtet sich deshalb nicht nur an Hananias und Saphira, sondern an jeden von uns: Wo versuche ich, geistlicher zu erscheinen, als ich tatsächlich bin? Wo zeige ich Hingabe, während ich bestimmte Bereiche meines Lebens bewusst vor Gott zurückhalte? Wo rede ich von Vertrauen, Vergebung und Großzügigkeit, obwohl mein Herz eine andere Geschichte erzählt? Gott verlangt keine perfekte Fassade. Er hat kein Problem mit unserer Schwachheit, unseren Zweifeln oder einem kleinen Glauben. Wir dürfen ehrlich zu ihm kommen und sagen: „Herr, ich kann noch nicht. Ich habe Angst. Ein Teil von mir möchte dir vertrauen, aber ein anderer Teil hält noch immer fest.“ Gott sucht keine perfekten Menschen. Er sucht wahrhaftige Menschen. Jesus ist nicht für die Version von uns gestorben, die wir sonntags präsentieren. Er gab sein Leben für den wirklichen Menschen – mit seiner Schuld, seiner Unvollkommenheit und seinen verborgenen Bereichen. Deshalb lautet die Einladung dieses Textes nicht: Streng dich mehr an, damit du nicht wie Hananias und Saphira endest. Die Einladung lautet: Hör auf, dich vor Gott zu inszenieren. Komm ins Licht. Werde ehrlich. Bitte um Vergebung und bringe in Ordnung, was in Ordnung gebracht werden muss. Denn der Heilige Geist deckt nicht auf, um uns zu vernichten, sondern um uns zu befreien. Wo Wahrheit wächst, kann echte Gemeinschaft entstehen. Und wo wir ehrlich vor Gott werden, kann seine Gnade unser Leben wirklich verändern.

    Hananias und Saphira - Predigt der Friedenskirche Singen vom 26.07.2026 von Jorin Jansen
  2. Jul 21

    Liebe deine Feinde? Ernsthaft, Jesus? Predigt der Friedenskirche Singen vom 05.07.2026 von Ulrich Martens

    Predigtthema: Liebe deine Feinde? Ernsthaft, Jesus? Prediger: Ulrich Martens Bibeltexte: Matthäus 5,9.43–48; Lukas 6,27–28; 1. Petrus 3,9 „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.“ Die Worte Jesu sind klar – und zugleich eine enorme Herausforderung. Wie soll es möglich sein, Menschen mit Liebe zu begegnen, die uns ablehnen, verletzen oder bewusst Schaden zufügen? Ulrich Martens zeigt in dieser Predigt, dass Feindesliebe nicht bedeutet, Unrecht zu verharmlosen, Verletzungen zu verdrängen oder zerstörerisches Verhalten einfach hinzunehmen. Jesus ruft uns vielmehr dazu auf, Verantwortung für unser eigenes Handeln zu übernehmen und darauf zu achten, dass von uns selbst möglichst nichts Feindliches ausgeht. Statt Böses mit Bösem zu vergelten, sollen wir beten, segnen und nach Wegen des Friedens suchen. Gerade das Gebet für schwierige Menschen kann unsere Perspektive verändern. Im Gebet bringen wir unsere Wut, unsere Verletzungen und unsere Hilflosigkeit ehrlich vor Gott. Gleichzeitig treten wir vor Gott an die Seite des anderen und können erkennen, wo vielleicht auch unser eigenes Verhalten zu einem Konflikt beigetragen hat. Feindesliebe ist dabei kein spontanes Gefühl, sondern eine bewusste Entscheidung, dem Hass nicht das letzte Wort zu überlassen. Jesus selbst hatte Feinde. Obwohl er Menschen heilte, ihnen diente, die Wahrheit sagte und kam, um die Trennung zwischen Gott und Mensch zu überwinden, wurde er abgelehnt, gedemütigt und gekreuzigt. Doch selbst am Kreuz betete er: „Vater, vergib ihnen.“ Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus Frieden mit Gott geschaffen und gezeigt, dass seine Liebe stärker ist als Hass, Schuld und Gewalt. Anhand des Beispiels von Nelson Mandela wird deutlich, wie Vergebung eine Spirale aus Vergeltung und Gewalt durchbrechen kann. Freiheit bedeutet nicht nur, die eigenen Fesseln loszuwerden, sondern auch anderen Menschen Freiheit zu ermöglichen. Versöhnung braucht Wahrheit, Verantwortung und die Bereitschaft, nicht mit neuer Gewalt auf erlittenes Unrecht zu reagieren. Jesu Aufforderung, vollkommen zu sein, ist dabei kein unerreichbarer Anspruch, der Christen unter ständigen Leistungsdruck setzt. Sie ist ein Zuspruch und eine Einladung, sich von Gottes Liebe verändern zu lassen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Jesus ähnlicher zu werden, das eigene Denken erneuern zu lassen und immer schneller den Weg der Vergebung und des Friedens zu suchen. Diese Predigt lädt dazu ein, die eigenen Beziehungen ehrlich anzuschauen: Von wem fühle ich mich verletzt? Wem begegne ich innerlich feindlich? Wo bin ich selbst aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen? Und für welchen Menschen könnte ich heute beginnen zu beten? Jesus ruft uns dazu auf, nicht Böses mit Bösem zu vergelten, sondern ein Werkzeug seines Friedens zu werden – weil wir selbst von seiner Liebe, seiner Vergebung und seinem Frieden leben.

    Liebe deine Feinde? Ernsthaft, Jesus? Predigt der Friedenskirche Singen vom 05.07.2026 von Ulrich Martens
  3. Jun 14

    Mensch vs. Gott - Der Turmbau zu Babel. Predigt der Friedenskirche Singen vom 14.06.2026 von Jorin Jansen

    Titel: Mensch vs. Gott – Der Turmbau zu Babel Prediger: Jorin Jansen Bibeltext: 1. Mose 11, 1 - 9 Beschreibung:Der Turmbau zu Babel gehört zu den bekanntesten Geschichten der Bibel. Doch sie ist weit mehr als eine Erklärung dafür, warum Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen. Sie ist eine Geschichte über menschlichen Stolz, über die Grenzen unserer Möglichkeiten und über den uralten Versuch, ohne Gott auszukommen. Die Menschen von Babel sind begeistert von ihrem Fortschritt. Mit den neuesten technischen Möglichkeiten ihrer Zeit wollen sie eine Stadt bauen und einen Turm errichten, dessen Spitze bis in den Himmel reicht. Sie wollen sich einen Namen machen. Sie wollen Sicherheit schaffen. Sie wollen groß sein. Doch hinter diesem Bauprojekt steckt mehr als Architektur. Es ist der Versuch des Menschen, selbst Gott zu sein. Auch heute hat sich daran wenig geändert. Unsere Türme heißen vielleicht nicht mehr Babel. Sie heißen Karriere, Erfolg, Wohlstand, Einfluss, Technologie oder politische Macht. Der Mensch baut immer noch an Projekten, die ihm Größe, Sicherheit und Unabhängigkeit versprechen. Und doch bleibt dieselbe Frage bestehen: Was bedeuten unsere größten Leistungen eigentlich vor Gott? Die Predigt zeigt eindrücklich, wie klein selbst die größten menschlichen Werke vor dem Schöpfer erscheinen. Während die Menschen voller Stolz nach oben bauen, muss Gott „herabfahren“, um ihren Turm überhaupt zu sehen. Was Menschen für gewaltig halten, ist vor Gott oft erschreckend klein. Doch die eigentliche Tragik von Babel liegt tiefer. Die Sprachverwirrung wird zum Symbol einer Menschheit, die sich immer weniger versteht. Konflikte zwischen Völkern, Nationen, Generationen und selbst innerhalb von Familien zeigen bis heute die Folgen einer Welt, die sich von Gott entfernt hat. Die gute Nachricht lautet jedoch: Babel ist nicht das Ende der Geschichte. Gott greift erneut ein. Nicht, um Menschen zu verwirren, sondern um sie zu sammeln. Nicht, um zu zerstreuen, sondern um zu vereinen. An Pfingsten kommt der Heilige Geist auf die Jünger herab, und plötzlich geschieht das Gegenteil von Babel: Menschen unterschiedlicher Herkunft verstehen die Botschaft Gottes. Die Trennung wird überwunden. Die Zerstreuten werden gesammelt. So führt der Weg von Babel über Golgatha bis nach Pfingsten. Dort begegnen wir einem Gott, der nicht darauf wartet, dass Menschen zu ihm hinaufbauen. Stattdessen kommt er selbst herab. In Jesus Christus erniedrigt er sich bis zum Kreuz, um Menschen zu retten und sie wieder mit sich zu versöhnen. Und schließlich richtet sich der Blick auf die Hoffnung, die noch vor uns liegt: Nicht die Stadt Babel wird bleiben, sondern das Neue Jerusalem. Die Stadt Gottes. Der Ort, an dem alle Trennung überwunden sein wird und Gott selbst alle Tränen abwischt. Eine Predigt über menschlichen Stolz und göttliche Gnade. Über die Grenzen des Menschen und die Größe Gottes. Und über die Hoffnung, dass Gott noch heute sammelt, verbindet und heilt, was durch die Sünde zerbrochen ist.

    Mensch vs. Gott - Der Turmbau zu Babel. Predigt der Friedenskirche Singen vom 14.06.2026 von Jorin Jansen
  4. Jun 10

    Der unfruchtbare Weinberg - Predigt der Friedenskirche Singen vom 07.06.2026 von Jorin Jansen

    Titel: Der unfruchtbare Weinberg Prediger: Jorin Jansen Bibeltext: Jesaja 5,1–7 & Matthäus 21,33–46 Beschreibung:Der Prophet Jesaja beginnt mit einem Lied. Es klingt zunächst freundlich, beinahe fröhlich. Ein Weinberg wird beschrieben, liebevoll angelegt, sorgfältig gepflegt und mit allem ausgestattet, was für eine reiche Ernte notwendig ist. Doch das Lied nimmt eine unerwartete Wendung. Trotz aller Fürsorge bleibt die Frucht aus. Dieses Bild wird zu einer der eindringlichsten Botschaften der Bibel. Gott vergleicht sein Volk mit einem Weinberg, in den er alles investiert hat. Er hat bewahrt, versorgt, geführt und geliebt. Doch statt Gerechtigkeit findet er Ungerechtigkeit. Statt Frucht findet er Widerstand. Statt Dankbarkeit begegnet ihm Gleichgültigkeit. Jahrhunderte später greift Jesus dieses Bild wieder auf. Im Gleichnis von den bösen Weingärtnern wird deutlich, wie weit Gottes Geduld reicht. Immer wieder sendet er seine Boten. Schließlich sendet er sogar seinen eigenen Sohn. Doch auch ihn lehnen die Menschen ab. Die Predigt führt mitten hinein in die unbequeme Frage, die beide Texte stellen: Wie steht es eigentlich um die Frucht unseres Lebens? Schnell denken wir bei solchen Worten an andere Menschen, an die Gesellschaft oder an die Kirche im Allgemeinen. Doch Jesaja und Jesus richten ihren Blick zuerst auf Gottes Volk. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Was läuft in der Welt falsch?“, sondern: „Was wächst in meinem Leben?“ Dabei wird deutlich, dass Gottes Gericht nicht zuerst in spektakulären Strafen besteht. Die erschütterndste Form des Gerichts ist, wenn Gott einen Menschen sich selbst überlässt. Wenn seine Stimme verstummt. Wenn seine Fürsorge zurückgewiesen wird. Wenn der Weinberg ohne den Weingärtner bleibt. Doch genau hier beginnt die Hoffnung des Evangeliums. Denn die Botschaft endet nicht mit dem Gericht, sondern mit der Einladung zur Umkehr. Buße bedeutet nicht bloß Reue oder ein schlechtes Gewissen. Buße bedeutet Heimkehr. Es ist die Rückkehr des verlorenen Sohnes in die Arme seines Vaters. Es ist die Entscheidung, wieder dorthin zu gehen, wo man eigentlich schon immer hingehört hat. Die Predigt erinnert daran, dass Gott bis heute nach Frucht sucht – nicht nach religiöser Perfektion, sondern nach Herzen, die sich ihm neu zuwenden. Nicht unsere guten Vorsätze retten uns, sondern Jesus Christus, der unsere Gerechtigkeit geworden ist. In ihm wird das Gericht abgewendet. In ihm finden wir Vergebung, Annahme und die Kraft zu einem neuen Leben. Eine Predigt über Gottes Geduld, die Ernsthaftigkeit der Umkehr und die überwältigende Barmherzigkeit eines Gottes, der Menschen nicht aufgibt, sondern sie nach Hause ruft. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht: „Wie weit bin ich von Gott entfernt?“, sondern: „Bin ich bereit, heute wieder nach Hause zu kommen?

    Der unfruchtbare Weinberg - Predigt der Friedenskirche Singen vom 07.06.2026 von Jorin Jansen

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