Gemeinsam Wirtschaft gestalten

IKB Deutsche Industriebank AG

Herzlich Willkommen bei ,,Gemeinsam Wirtschaft gestalten - Der IKB-Podcast zu Konjunktur, Branchen & Investitionen''. Ob Konjunktur, Kapitalmärkte oder Weltwirtschaft: Wer heute unternehmerisch oder strategisch denkt, braucht Orientierung. In unserem neuen Podcast liefert unser Chefvolkswirt Dr. Klaus Bauknecht gemeinsam mit Expertinnen und Experten der IKB genau das: Klare Analysen, gut und fundiert aufbereitet. Immer freitags neu. Neu dabei: Alle zwei Wochen ergänzen Stimmen aus dem Vertrieb das Format. Unsere Sektorexpertinnen und -experten berichten praxisnah aus dem Mittelstand zu allen Themen, die Unternehmen konkret bewegen. Viel Spaß beim Hören!

  1. Aug 21

    Fragen zu Konjunktur, Niedrigwasser und US-Verschuldung

    Die deutsche Wirtschaft zeigt seit drei Quartalen positive Wachstumszahlen und die Auftragsbestände sind aktuell hoch. Dennoch bleibt die Investitionsgeneigtheit der Unternehmen verhalten. Dies ist angesichts der typischerweise verzögerten Reaktion von Investitionen auf konjunkturelle Erholungen nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist, ob der aktuelle Aufschwung als hinreichend stark und nachhaltig wahrgenommen wird, um trotz bestehender Überkapazitäten, globaler Unsicherheit und mehrerer Jahre schwachen Wachstums einen zusätzlichen Investitionsimpuls auszulösen und welche Rolle das Sondervermögen und wachstumsfördernde Reformen dabei spielen können, den mittelfristigen Wachstumspfad zu stabilisieren. Damit gewinnt die Entwicklung im dritten Quartal besondere Bedeutung. Hier belastet die anhaltende Trockenheit und das Niedrigwasser des Rheins die primär die Chemieindustrie, und über deren Vorleistungsverflechtungen zumindest im geringen Maße auch die anderen großen Branchen. Von daher ist für die Chemieindustrie von einem entsprechenden Dürre-Effekt in Q3 auszugehen. Die US-Staatsverschuldung wird immer wieder zum Thema volkswirtschaftlicher Diskussionen. Angesichts eines hohen Primärdefizits und steigender Renditen auf US-Treasuries werden jüngst wieder Zweifel an der Schuldentragfähigkeit der USA geäußert. Demgegenüber steht ein nach wie vor solides nominales Wachstum, dass den effektiven nominalen Zins weiterhin übersteigt.

  2. Aug 7

    Ausblick deutsche Konjunktur und Kommentar zu Yen-Intervention

    Die deutsche Wirtschaft atmete im ersten Halbjahr auf und zeigte eine positive Entwicklung. Auch die Entwicklung der Auftragseingänge unterstützt das Bild einer moderaten Erholung. Darüber hinaus zeigten die Exporte im ersten Quartal eine Stabilisierung. Treiber für die Exportschwäche der vergangenen Jahre sind sowohl struktureller als auch konjunktureller Natur. So sind neben der schwachen globalen Nachfrage insbesondere standortspezifische Entwicklungen, Zölle und preisliche Wettbewerbsverluste, der chinesische Wettbewerb und eine Verschiebung des nachgefragten Produktmixes, wobei insbesondere KI-Investitionen und Dienstleistungen eine Rolle spielen, als Gründe anzuführen. Auch zeigen Modellschätzungen, dass die Elastizität deutscher Exporte zur globalen Nachfrage in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Gleichzeitig belastete die Entwicklung des realen effektiven Wechselkurses die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch: Der Ausblick einer sich stabilisierenden globalen Konjunktur, die insbesondere im kommenden Jahr etwas an Dynamik gewinnen dürfte, sowie die Exportentwicklung der ersten Jahreshälfte stützen das Bild einer weiteren Zunahme der Exportdynamik in der zweiten Jahreshälfte. Dementgegen stehen die niedrigen Pegelstände der deutschen Flüsse, die die Binnenschifffahrt einschränken und damit auch konjunkturell dämpfend wirken könnten. Darüber hinaus hat die Abwertung des Yen gegenüber USD und EUR die Notenbanken der USA und Japans zur Intervention bewegt. Doch wie sinnvoll ist eine solche Intervention zur Stabilisierung der japanischen Währung?

  3. Jul 3

    Wait and see - Notenbanken fahren auf Sicht

    Das Zentralbankertreffen in Sintra hat unterstrichen, dass Geldpolitik gegenwärtig unter außergewöhnlich hoher Unsicherheit operiert. Inflationsdynamik, geopolitische Risiken, Energiepreisentwicklung und konjunkturelle Resilienz prägen die geldpolitische Abwägung stärker als ein klar vorgezeichneter Zinspfad. Lagarde stellte dabei eine datenabhängige Reaktionsfunktion in den Vordergrund. Die Wirkung der Geldpolitik würde kontinuierlich anhand des Inflationsausblicks, der zugrunde liegenden Inflation sowie der geldpolitischen Transmission beurteilt. Entscheidend sei, dass Geldpolitik nicht erst mit dem formellen Zinsentscheid wirkt, sondern bereits über Erwartungen an die künftige Reaktionsfunktion der Notenbank Marktzinsen und Finanzierungsbedingungen beeinflusst. Angebotsseitige Preisschocks werden geldpolitisch vor allem dann relevant, wenn sie sich über Energiepreise hinaus auf Inflationserwartungen, Lohnsetzung und Finanzierungsbedingungen auswirken. Marktbasierte Erwartungsmaße sprechen wieder für einen Rückgang der Inflationserwartungen in Richtung Zielinflation. Die Erwartungen der privaten Haushalte bleiben demgegenüber erhöht und verweisen auf fortbestehende Prognoseunsicherheit. Die EZB wird daher vorerst einen abwartenden, datenabhängigen Kurs einnehmen. Im Juli wird sie keinen Zinsschritt vornehmen, während eine weitere Straffung im September in Abhängigkeit von den Entwicklungen im Iran-Konflikt und den Inflationserwartungen durchaus denkbar ist. Gleiches gilt für die Fed: Wurde im Rahmen der Unabhängigkeitsdebatte noch über mögliche Zinssenkungen philosophiert, halten die Märkte aktuell eine Zinsanhebung im Herbst für möglich.

About

Herzlich Willkommen bei ,,Gemeinsam Wirtschaft gestalten - Der IKB-Podcast zu Konjunktur, Branchen & Investitionen''. Ob Konjunktur, Kapitalmärkte oder Weltwirtschaft: Wer heute unternehmerisch oder strategisch denkt, braucht Orientierung. In unserem neuen Podcast liefert unser Chefvolkswirt Dr. Klaus Bauknecht gemeinsam mit Expertinnen und Experten der IKB genau das: Klare Analysen, gut und fundiert aufbereitet. Immer freitags neu. Neu dabei: Alle zwei Wochen ergänzen Stimmen aus dem Vertrieb das Format. Unsere Sektorexpertinnen und -experten berichten praxisnah aus dem Mittelstand zu allen Themen, die Unternehmen konkret bewegen. Viel Spaß beim Hören!