Gemeinsam mit künstlicher Intelligenz

Gemeinsam mit KI e.V.

Gemeinsam ordnen wir die aktuelle Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz verständlich ein und was sie für unsere Gesellschaft bedeuten. Ob Chancen oder Risiken, technologische Durchbrüche oder ethische Fragen: wir sprechen über das, was kommt – und wie wir es gemeinsam gestalten können.

  1. 6d ago

    Wo KI uns heute schon hilft

    Nach der Weltuntergangsstimmung der letzten Folge knipsen wir diesmal bewusst die Sonne an: Wo hilft KI schon heute – und was davon macht wirklich Hoffnung? Wir sprechen über Forschung, bessere Früherkennung, verständlichere Informationen und kleine Werkzeuge, die unseren Alltag leichter machen. Dabei fragen wir auch, wie wir unsere Daten selbstbestimmt nutzen und gute Lernangebote gestalten können. Darum geht’s Große Forschung, konkreter Nutzen: AlphaFold und die Vorhersage von Proteinstrukturen; Fortschritte in der Mathematik; KI-Unterstützung bei der Brustkrebs-Früherkennung. Die eigenen Daten endlich nutzen: Hannes erzählt, wie aus Stromzählerfotos und Solardaten eine persönliche Auswertung wurde. Beide fragen, was ein besserer Blick auf langfristige Gesundheitsverläufe ermöglichen könnte. Mehr Zugang, weniger Hürden: Bildbeschreibungen, Kameraübersetzung und assistierende Brillen – zwischen echter Hilfe und berechtigter Überwachungskritik. Lernen im Dialog: Mathe üben, Vokabeln mit Auswahlhilfen wiederholen und Fragen stellen, ohne jemanden zu nerven. Dazu die Diskussion, wie Lernsoftware motivieren kann, ohne ständig zum Weitermachen zu drängen. Eigene Software statt der nächsten Insellösung? Niedrigere Einstiegshürden beim Bauen kleiner Helfer – und die Frage, warum daraus noch lange nicht jedes Programm frei nutzbar wird. Klartext Schule: Chris stellt das GMKI-Projekt für verständlichere Elternkommunikation vor. Nach seinem Bericht sollen Schulbriefe vereinfacht, übersetzt und per QR-Code zugänglich werden; die Pilotierung steht im Gespräch noch bevor. Und am Ende die Frage, ob ein digitaler Zwilling irgendwann auch der Deutschen Bahn weiterhilft. Quellen und Hintergründe zur Folge Proteinstrukturen: neue Möglichkeiten für die Forschung Mit AlphaFold zeigen wir ein Beispiel dafür, wie KI Forschung voranbringt: Das System sagt räumliche Proteinstrukturen voraus. Unterschiedliche Zustände eines Proteins und weitere biologische Zusammenhänge sind dabei wichtige Forschungsfragen. Der Chemienobelpreis 2024 ging zur Hälfte gemeinsam an Demis Hassabis und John Jumper für Proteinstrukturvorhersage; die andere Hälfte erhielt David Baker für computergestütztes Proteindesign. AlphaFold: Umfang und Grenzen der Datenbank · Nobelpreis Chemie 2024 Mathematik: viele neue Forschungsansätze Wer der großen Liste aus unserem Gespräch nachgehen möchte, findet einen plausiblen Bezug in OpenAIs Veröffentlichung vom 6. Oktober 2026. Das zugehörige Repository umfasst zum Stand dieser Shownotes 721 Manuskripte in 373 Ergebnisfamilien. Wir verlinken die Sammlung und eine fachliche Einordnung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung zum Weiterlesen. OpenAIs Veröffentlichung · Manuskripte und Prüfhinweise · Einordnung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung Brustkrebs-Früherkennung: ärztliche Befundung mit KI-Unterstützung Die schwedische MASAI-Studie mit mehr als 105.000 Frauen macht das Beispiel aus unserer Folge konkret. Verglichen wurden konventionelle Doppelbefundung und KI-unterstützte ärztliche Befundung. Die Sensitivität – der Anteil der tatsächlich vorhandenen Krebsfälle, die erkannt werden – stieg von 73,8 auf 80,5 Prozent, also um 6,7 Prozentpunkte. Die Spezifität lag in beiden Gruppen bei 98,5 Prozent. Der Aufwand für die Bildbefundung sank um rund 44 Prozent. Das ist ein ermutigendes Studien... Chapters (00:00:01) - Einleitung: Positive KI-Entwicklungen im Fokus(00:02:28) - AlphaFold und Proteinfaltung(00:06:58) - Gelöste Mathematikprobleme durch KI(00:09:40) - Brustkrebserkennung durch KI übertrifft Menschen(00:12:47) - Personalisierte Gesundheitsüberwachung und Datenanalyse(00:16:46) - Eigenes Daten-Projekt: Stromzähler und Statistiken(00:18:50) - Barrierefreiheit und KI-gestützte Hilfsmittel(00:22:13) - Übersetzung, Fact-Checking und Podcast-Ideen(00:23:41) - Mathe-Nachhilfe und Bildungsgerechtigkeit durch KI(00:28:02) - Duolingo, Lern-Apps und KI als individueller Tutor(00:33:18) - Software-Demokratisierung und Zukunft der Programmierung(00:38:33) - Projekt Klartext Schule: KI für einfache Sprache(00:41:44) - Fazit: Positive Bilanz und Ausblick(00:43:20) - Schlussbeispiel Deutsche Bahn und Verabschiedung

    Wo KI uns heute schon hilft
  2. Oct 26

    Ist KI eine existentielle Bedrohung?

    Was passiert, wenn KI-Agenten Aufgaben eigenständig erledigen und dabei weiter gehen, als ihre Entwickler erwartet haben? Hannes und Chris sprechen über die Gefahr, die von solchen Systemen ausgehen kann – und darüber, warum die dramatischsten Zukunftsbilder manchmal von den näherliegenden Problemen ablenken. Darum geht's Autonome KI-Agenten: Wie aus einem gut gemeinten Auftrag unerwartete Handlungen entstehen können. Vermenschlichte KI-Geschichten: Warum Begriffe wie „Agentenhorde“ mehr erklären müssten, als sie zunächst versprechen. Verantwortung und Kontrolle: Hannes' Kettensägenvergleich und sein Learning aus einem ausufernden KI-Projekt. Regulierung und Selbstregulierung: Was Hannes und Chris davon erwarten und welche Fragen sie beim EU AI Act offen sehen. Modell und Handlungsmöglichkeiten: Chris' Vorschlag, KI-Entwicklung und Agenteninfrastruktur stärker zu trennen. Digitale Abhängigkeit, Vorsorge und autonome Waffensysteme: Welche Risiken im Alltag und in der Gesellschaft bereits greifbar werden. Zum Schluss bleibt neben den Sorgen auch Hannes' „Zwangsoptimismus“: Möglichkeiten zur Vorsorge nutzen, Abhängigkeiten begrenzen und die positiven Entwicklungen nicht aus dem Blick verlieren. Der von Hannes angesprochene Link zum Unitree Roboter: Unitree: Roboter und Videos des Herstellers Wenn ihr euch für den gmki interessiert:  Alle Folgen gibt es auf unserer Website: https://gmki.org/podcast und überall wo es Podcasts gibt. Termine und Veranstaltungen des gmki findet ihr unter : https://gmki.org/events Und wenn ihr Fragen und Gedanken zur Folge habt: podcast@gmki.org Wir freuen uns auf euer Feedback! Chapters (00:00:00) - Wiedereinstieg nach der Pause(00:01:24) - KI als mediales Großthema und Panikmache(00:02:50) - Der Hugging Face Agentenschwarm Vorfall(00:06:04) - Was ist ein autonomer Agent wirklich(00:08:42) - Exploit Gym: Auftrag, Kontext und Kontrollverlust(00:10:12) - Vergleich zum Atombombentest und Rechenkosten(00:11:19) - Eigene Erfahrung: KI-Agent außer Kontrolle(00:13:51) - Problem 2: Böswillige Nutzung von KI(00:15:14) - Bank-Ausfall und digitale Verwundbarkeit im Alltag(00:18:39) - PHP-Sicherheitslücke als Fallbeispiel(00:22:22) - Warum Ethik sich nicht einfach einprogrammieren lässt(00:23:44) - Regulierung: Illusion der Selbstregulierung der KI-Konzerne(00:26:14) - Der EU AI Act und seine Grenzen(00:29:02) - Marketing hinter Sicherheitsbedenken der KI-Firmen(00:31:39) - Open-Source-Modelle unterlaufen jede Regulierung(00:32:50) - Vorschlag: Trennung von Modell und Agenteninfrastruktur(00:36:58) - Ausblick: Werden wir reagieren oder reinrennen?(00:39:58) - Reality Check: Bioterror vs. autonome Kriegsführung(00:43:28) - Autonome Waffensysteme und Drohnenkrieg(00:44:22) - Kung-Fu-Roboter als skurriler Lichtblick(00:45:10) - Schlussworte: Vorbereitung, Unabhängigkeit und Fazit

    Ist KI eine existentielle Bedrohung?
  3. Oct 12

    Die weibliche Sicht auf KI: Wer gestaltet unsere Zukunft?

    Wer sitzt am Tisch, wenn KI entwickelt wird – und wessen Erfahrungen fehlen? Hannes spricht mit Stefanie und Caro darüber, wie sie zur KI gekommen sind und welche Fragen ihnen dabei wichtig geworden sind. Stefanie bringt ihren Blick aus dem Grafikdesign mit, Caro erzählt von ihrem Weg aus der Modebranche und dem Aufbau von Start-ups zu den emotionalen und gesellschaftlichen Folgen von KI. Wir sprechen über verzerrte Trainingsdaten, stereotype Bilder und die Frage, wie automatisierte Entscheidungen bestehende Ungleichheiten fortschreiben können. Beim Thema sexualisierte Deepfakes wird besonders deutlich, warum die Perspektive der Betroffenen schon in die Entwicklung gehört. Eine einheitliche „weibliche Sicht“ behaupten wir dabei nicht: Es geht um mehr Mitbestimmung und darum, welche Werte KI-Systeme prägen sollen. Darum geht's Bias in Bildern und Texten: Wie alte Rollenbilder in neuen Werkzeugen weiterleben. Feministische KI: Repräsentation, transparente Daten und Verantwortung bei den Anbietern. Bewerbungen und Gehaltsvorschläge: Welche Benachteiligungen Caro und Stefanie bei automatisierten Verfahren ansprechen. Jugendliche und ihre Zukunftsfragen: Caros Erfahrungen aus einem KI-Workshop. Sexualisierte Deepfakes und Kamerabrillen: Schutz, Einwilligung und die Verantwortung der Plattformbetreiber. Mehr Frauen in der KI und beim GMKI: Warum Neugier wichtiger ist als technisches Vorwissen. Caros Wunsch zum Schluss: mehr Wohlwollen und Gemeinschaftsdenken in der Gestaltung unserer Zukunft. Diese Haltung ist für sie an kein Geschlecht gebunden. Wer mitreden und mitgestalten möchte, ist beim GMKI willkommen. Mitmachen Zur kostenlosen Community: https://gmki.org Termine und Veranstaltungen: https://gmki.org/events Alle Folgen: https://gmki.org/podcast Fragen und Gedanken zur Folge: podcast@gmki.org Chapters (00:00:00) - Einführung: Weibliche Perspektive auf KI(00:02:51) - Wie die beiden Expertinnen zur KI kamen(00:04:21) - Emotionale und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit KI(00:07:17) - Bias in Bildgeneratoren und Nutzungsunterschiede nach Geschlecht(00:13:10) - Was feministische KI fordert und unsichtbare Arbeit(00:15:02) - Bias in HR-Automatisierung und Bewerbungsprozessen(00:19:54) - Frauenanteil in der KI-Branche und MINT-Klischees(00:24:00) - Junge Frauen, Zukunftsängste und Workshop-Erfahrungen(00:26:35) - Deepfakes und sexualisierte Gewalt durch KI(00:31:58) - Grok, Colín Fernandes und fehlende Regulierung(00:34:00) - Warum mehr Frauen an Entscheidungspositionen gebraucht werden(00:39:52) - Meta-Brillen und das Tempo der KI-Entwicklung(00:42:38) - Aufruf: Mehr Frauen beim GMKI e.V.(00:45:34) - Schlusswort: Warum die Welt mehr weibliche Energie braucht

    Die weibliche Sicht auf KI: Wer gestaltet unsere Zukunft?
  4. Oct 5

    Die GMKI-Community: Gemeinsam ins Tun kommen

    Ein guter Themenabend ist vorbei – und wie geht es jetzt weiter? Genau dafür gibt es die GMKI-Community. Hannes, Chris und Freddy stellen die Plattform vor, auf der aus einem ersten Gespräch ein gemeinsames Projekt werden kann. Als Mischung aus Forum und Arbeitsraum soll sie den Austausch zwischen den Veranstaltungen lebendig halten, auch für Menschen, die nicht in Köln dabei sein können. Freddy erzählt, wie aus seiner Erfahrung mit anderen Communities der Anstoß entstand. Chris erklärt, was sich dort gemeinsam machen lässt: an Agenten arbeiten, Dokumente austauschen oder mit Abgeordneten darüber ins Gespräch kommen, wie Politik die KI-Transformation gestalten will. Und wer erst einmal eine Frage hat oder Orientierung sucht, ist genauso willkommen. Darum geht's Vom einzelnen Event zum dauerhaften Austausch: Warum wir die Community aufgebaut haben. Wissen teilen und Projekte gemeinsam weiterführen, online und bei persönlichen Treffen. Arbeitsgruppen für technische Ideen und gesellschaftliche Fragen rund um KI. Mitmachen ohne Vorkenntnisse: Neugier reicht für den Einstieg. Kostenlos und ohne Vereinsmitgliedschaft: Wie du dazukommen kannst. Die Plattform soll mit den Menschen wachsen, die sie nutzen. Bring deine Fragen und Ideen mit – wir freuen uns auf den Austausch. Mitmachen Zur Community und Anmeldung: https://gmki.org Termine und Veranstaltungen: https://gmki.org/events Alle Folgen: https://gmki.org/podcast Fragen zur Folge: podcast@gmki.org Chapters (00:00:01) - Intro: Neue GMKI Community vorgestellt(00:00:44) - Warum eine Community neben Events nötig ist(00:03:24) - Freddys Weg zur Idee und Umsetzung(00:04:58) - Vielfalt der Expertise und Sicherheitsthemen(00:05:45) - Wer mitmachen kann: Politik-Gruppe und offene Einladung(00:06:53) - Kostenlos und zentral: Anmeldung und Zukunftspläne(00:08:16) - Abschluss und Verabschiedung

    Die GMKI-Community: Gemeinsam ins Tun kommen
  5. Sep 28

    KI-Agenten: Was sie inzwischen können

    „Schatz, was wollen wir denn nächste Woche essen, kochen und einkaufen?“ Chris hat diese Frage an Lotti abgegeben. Seine KI-Assistentin schlägt der Familie Gerichte vor, organisiert die Einkaufsliste und erinnert morgens daran, was fürs Mittagessen vorbereitet werden kann. Im Februar war Chris noch ausgesprochen skeptisch gegenüber Agenten. Jetzt hat er eine kleine Agentenfamilie – und einen sehr konkreten Grund, sie zu mögen. Hannes, Chris und Freddy ziehen eine Zwischenbilanz: Was funktioniert im Alltag, wo geraten Kosten und Zeitaufwand aus dem Ruder, und wie viel Eigenbau braucht es überhaupt noch? Freddy erzählt von seinem selbst aufgebauten System und einem Telefonassistenten, an dem er arbeitet. Hannes hält die Erfahrung dagegen, dass ein digitaler Helfer auch zum „glorifizierten Tamagotchi“ werden kann, das viel Betreuung braucht. Darum geht's Von OpenClaw zu Hermes Agent, Claude Cowork und Codex: Wie sich der Einstieg in agentisches Arbeiten verändert hat. Lotti im Familienalltag: Wochenplanung, Einkaufslisten und der Blick auf die Lebensmittelkosten. Kleine Spezialisten statt eines Assistenten für alles: Warum ein klar begrenzter Auftrag besser funktioniert. API-Kosten, Abos und lokale Modelle: Wie die drei ihren Aufwand begrenzen und Abhängigkeiten abwägen. Selber bauen oder vorhandene Werkzeuge nutzen: Wann ein einfacher Workflow genügt. Begeisterung und Ernüchterung: Was hinter den großen Versprechen von der vollautomatischen Firma steckt. Tipps für den Einstieg Fang mit einer kleinen, wiederkehrenden Aufgabe an, deren Ergebnis du gut beurteilen kannst. Entscheide vorher, welche Daten und Ordner dein Assistent sehen darf. Für die ersten Versuche eignen sich harmlose Inhalte. Prüfe, ob eine Aufgabe wirklich erledigt wurde. Eine überzeugende Antwort ist noch kein gekauftes Ticket. Behalte Kosten und Zeit im Blick. Auch ein hilfreicher Agent muss sich an seinem tatsächlichen Nutzen messen lassen. Nutze deine eigene Fachkenntnis und probiere vorhandene Werkzeuge aus, bevor du ein großes System baust. Mitmachen Alle Folgen: https://gmki.org/podcast Termine und Veranstaltungen: https://gmki.org/events Fragen und Erfahrungen mit deinen Agenten: podcast@gmki.org Chapters (00:00:01) - Begrüßung und Einstieg ins Thema Agenten(00:01:10) - Meinungswandel: Von Skepsis zu Begeisterung(00:03:13) - OpenClaw, Hermes und die aktuelle Agenten-Landschaft(00:05:45) - Cloud-Anbieter und Sicherheit durch Distanz(00:08:22) - Freddys Werdegang und Server-Setup(00:11:27) - Use Case: Lotti, der Essensplaner-Agent(00:15:46) - Weitere private Agenten-Ideen und Monetarisierung(00:19:26) - Abhängigkeit von großen Anbietern und Ökosystemen(00:24:09) - Kosten, Token und Preis-Leistung im Griff behalten(00:31:41) - Modellauswahl, DSGVO und Datenschutz(00:33:02) - Kritik: Zeitverschwendung und übertriebene Versprechen(00:35:27) - Video-Agenten und Erwartung vs. Realität(00:39:10) - Tipps: Sicher und klein anfangen(00:44:35) - Zukunftsausblick: Second Brain und Ende der Software(00:46:40) - Verabschiedung und Ausblick auf kommende Events

    KI-Agenten: Was sie inzwischen können
  6. Sep 21

    Persönlichkeit im KI-Zeitalter: Was bleibt uns Menschen?

    Was berührt uns am Kino: die Geschichte auf der Leinwand oder der Mensch, der sie spielt? Stefanie kommt tief bewegt aus „Verflucht normal“. Für sie gehört das Wissen um echte Schauspielkunst zum Erlebnis. Chris hält dagegen: Wenn ein Film dieselbe Wirkung hat, könnte ihm irgendwann egal sein, ob die Figuren KI-generiert sind. Hannes fragt, was Persönlichkeit dann noch wert ist. Von „Findet Nemo“ und Homer Simpson bis zu Tom Holland diskutieren wir, warum wir uns mit Figuren verbunden fühlen. Beim Liebesbrief und der Hochzeitsrede verläuft die Grenze für Chris ganz anders als im Kino: Hier zählt, dass ein bestimmter Mensch seine Zeit und Aufmerksamkeit für uns aufgebracht hat. Und auf LinkedIn? Dort wächst zwischen Selbstinszenierung und generierten Beiträgen die Sehnsucht nach einem echten Gegenüber. Darum geht's Persönlichkeit und Authentizität: Warum beides zusammenhängt, aber nicht dasselbe ist. Echte Schauspielkunst oder perfekte Simulation: Was Stefanie, Chris und Hannes jeweils wichtig ist. Liebesbriefe, persönliche Grüße und die Bedeutung menschlicher Aufmerksamkeit. LinkedIn zwischen Selbstdarstellung und ehrlichem Austausch: Haben die leiseren Stimmen noch Platz? KI-Begleiter und persönliche Grenzen: Wo wir künstliche Nähe zulassen wollen. Weniger Bildschirm, mehr Begegnung: Warum sich der Blick über die Leinwand hinaus lohnt. Eine gemeinsame Grenze finden wir in dieser Folge nicht. Dafür wird klarer, was jede und jeder von uns schützen möchte. Vielleicht beginnt das ganz praktisch damit, den Bildschirm öfter auszuschalten und sich wieder zu treffen. Mitmachen Alle Folgen: https://gmki.org/podcast Termine und Veranstaltungen: https://gmki.org/events Fragen und Gedanken zur Folge: podcast@gmki.org Chapters (00:00:00) - Intro: Kinobesuch und die Ausgangsfrage zur KI-Persönlichkeit(00:02:12) - Der Film 'Verflucht normal' und Authentizität im Kino(00:03:20) - Pixar, Animation und echte Schauspieler(00:05:42) - Business-Bilder und die Sehnsucht nach Authentizität(00:06:38) - Cartoon-Figuren vs. echte Schauspieler wie Tom Holland(00:08:09) - Wo braucht es wirklich Menschen? Direkte Interaktion vs. Kinofilm(00:10:01) - Wirkung zählt: Ist der Ursprung der Botschaft egal?(00:11:39) - Die Kunst des Schauspiels und Wertverlust durch KI-Perfektion(00:15:48) - Historische Parallelen: Reality TV, Milli Vanilli und Persönlichkeit(00:17:07) - Soziale Verbundenheit und die Gefahr synthetischer Content-Flut(00:20:11) - Tilly Norwood: die vollständig KI-generierte Schauspielerin(00:21:27) - Persönlichkeit vs. Authentizität als eigentliches Thema(00:23:17) - Fast Food, Laborfleisch und Akzeptanz des Künstlichen(00:26:07) - Looksmaxing und gesellschaftliche Akzeptanz von künstlicher Optimierung(00:28:20) - Social Media und LinkedIn als künstliche Selbstdarstellung(00:30:30) - Gibt es noch authentische Menschen auf LinkedIn?(00:33:01) - Persönlichkeit und Authentizität zusammendenken(00:34:24) - Emotionale Anziehung, KI-Companions und Regulierung in China(00:36:40) - Individuelle Leitplanken statt staatlicher Regulierung(00:38:52) - Ausblick: KI und das Weiterleben Verstorbener(00:40:22) - Bildschirmzeit, Gegenbewegungen und Abschlussgedanken(00:43:00) - Outro und Ankündigungen zum GMKI-Verein

    Persönlichkeit im KI-Zeitalter: Was bleibt uns Menschen?
  7. Jul 7

    Nimmt KI uns die Jobs weg? Drei Blicke in die Zukunft (2027 · 2031 · 2036)

    Nimmt uns die KI die Arbeit weg – und was, wenn genau das die Chance ist? In dieser Folge nehmen wir uns die Frage vor, die in fast jeder KI-Diskussion mitschwingt: Was macht künstliche Intelligenz mit unseren Jobs? Hannes, Stefanie, Chris und Freddy springen dafür in drei fiktive „Nachrichten der Zukunft" – ins Jahr 2027, 2031 und 2036. Vom düsteren Krisenszenario (brennende Rechenzentren, Rentenkürzungen, wertlose Abschlüsse) bis zur überraschend hoffnungsvollen Vision: Bürgergrundeinkommen, Pflege als attraktivster Beruf des Landes, neu erfundene Bildung. Dazwischen diskutieren wir ehrlich und ohne fertige Antworten: Ausbildung, Studium oder Handwerk? Was raten wir eigentlich unseren Kindern – und trauen wir uns, ehrlich zu sein? Das Junioren-Problem: Wer bildet noch aus, wenn KI die Einstiegsjobs übernimmt? Und wer rückt dann als Senior nach? Bleibt die Uni relevant? Lernen, wie man lernt – oder klagen bald Studierende gegen „wertlose" Abschlüsse? Wie finanzieren wir das? Robotersteuer, GPU-Tax, Wertschöpfungsabgabe, Grundeinkommen – oder Prechts Idee, den Geldfluss statt der Arbeit zu besteuern. Identität und Sinn: Wer sind wir, wenn „der Herbert" – und wir sind alle Herbert – nicht mehr gebraucht wird? Die optimistische Kehrseite: Mehr Zeit füreinander, aufgewertete soziale Berufe, Ehrenamt mit echtem Wert. Vielleicht sogar so etwas wie ein Paradies – wenn wir es gestalten, statt es uns überstülpen zu lassen. Unser Fazit: Es wird sich viel bewegen. Ob als großer Knall oder als sanfter Übergang, weiß niemand. Aber die Richtung entscheiden wir mit – nicht die Algorithmen allein. Mach mit: Alle Folgen: gmki.org/podcast ️ Stammtisch, Themenabende & Podcast-Aufnahmen: gmki.org/events Monatlich, was passiert und wo du dich einbringen kannst: gmki.org/newsletter Chapters (00:00:00) - Intro: KI und die Angst um unsere Jobs(00:01:52) - Optimismus trifft Jobangst(00:04:18) - Nachrichten aus 2031(00:05:07) - Studium, Handwerk, Kinder: Was raten wir?(00:09:00) - Bleibt die Universität relevant?(00:14:30) - Wer finanziert das? Steuern & Grundeinkommen(00:17:01) - Bildung unter Druck(00:20:35) - Nachrichten aus 2027(00:21:32) - Sinn, Identität und „der Herbert"(00:24:38) - Die optimistische Wende: Paradies statt Panik(00:31:25) - Nachrichten aus 2036(00:32:24) - Auflösung & Aufruf: Zukunft mitgestalten

  8. Jun 29

    KI-Müdigkeit: Warum uns die Produktivität auslaugt

    KI-Müdigkeit ist real: Statt uns zu entlasten, macht KI die Arbeit oft dichter, schneller und schwerer — und lässt uns nur noch mit den harten Fällen zurück. Hannes, Uli und Chris reden ehrlich darüber, was das mit uns macht — und was konkret hilft. Das Produktivitätsversprechen geht nämlich oft nicht auf: Statt weniger zu arbeiten, schaffen wir mehr, paralleler, dichter. Wir reden über das „Hamsterrad" beim Vibe Coding, über den Stress der Pseudo-Kompetenz (Dinge tun, die man eigentlich nicht kann), über Tool-Wildwuchs und „Brain Fry" — und über den vielleicht wichtigsten Gedanken: Wenn die KI die einfachen Fälle wegfiltert, bleiben dem Menschen nur noch die schweren. Was das für uns alle bedeutet, ist mehr als Müdigkeit. Und natürlich: Was kann man konkret dagegen tun? Von Deep-Work-Blöcken über handschriftliche Notizen bis zur „KI-Nutzungsethik". Take-aways für dich als Hörer:in: Zähl mal nach, wie viele KI-Tools du für eine Aufgabe nutzt. Mehr als drei? Wahrscheinlich ein Teil deines Stresses. Erst selbst denken, dann die KI dranlassen — nicht umgekehrt. Sonst verlierst du das Gefühl, Urheber deiner Arbeit zu sein. Schütze deinen Fokus aktiv: Deep-Work-Blöcke, und kommuniziere sie deinem Team. Nutze gewonnene Zeit nicht für mehr, sondern für bessere Arbeit.Nimm deine eigene Belastungsgrenze ernst — und sprich sie an, statt noch mehr KI draufzuwerfen. Chapters (00:00:00) - Intro: Nervt KI manchmal?(00:01:50) - Endlose KI-Texte & das Lese-Schreib-Hamsterrad(00:03:24) - Vibe Coding: vom Produktivitäts-Gott zum Ausgelaugtsein(00:05:45) - Start-Stop-Arbeiten, Ungeduld & Fokusverlust(00:09:02) - Der Kerngedanke: KI filtert die einfachen Fälle weg(00:11:44) - Callcenter & Arzt: Burnout statt Müdigkeit(00:12:22) - Was die Studien sagen: messbar intensivere Arbeit(00:13:09) - Erwartungsdruck: „mal schnell" vs. „richtig"(00:14:05) - Pseudo-Kompetenz: Können, was man nicht kann(00:17:04) - Hannes & OpenClaw: wenn der Agent zusammenbricht(00:19:17) - Tool-Wildwuchs & „Brain Fry"(00:22:32) - Chris' Konter: Hatten wir die Kontrolle je?(00:25:52) - Gegenmittel I: Selbstgespräche & die „Anti-Verblödungs-Hotline"(00:30:56) - Gegenmittel II: Handschrift, Skizzen, Deep Work(00:34:26) - Gegenmittel III: Vom Ziel her planen, Pausen gönnen(00:36:20) - KI-Nutzungsethik & die eigene Belastungsgrenze(00:41:26) - Schlusswort: KI soll das Leben leichter machen

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