FILMREIF - Filme, Machen und andere Realitätsverweigerungen

Fabian Kratzer , Nando Dietz

Regisseur Nando Dietz und Komponist Fabian Kratzer quatschen sich durch den ganz normalen Wahnsinn der Filmbranche. Zwischen Set-Chaos, Musikstudio, kreativen Höhenflügen und gelegentlichen Nervenzusammenbrüchen geht’s um alles, was beim Filme machen (und drum herum) so passiert. Mal ernst, mal völlig absurd – wir reden über unsere Projekte, philosophieren über das Leben und feiern die kleinen wie großen Realitätsfluchten, die Kunst so schön machen. Kurz: Zwei Typen aus der Branche erzählen, wie’s wirklich läuft. Oder zumindest, wie wir’s gerne hätten.

  1. Sep 15

    Folge 39 - Filmdreh mit Kindern: Wie führt man Kinder vor der Kamera?

    Wenn ihr uns unterstützen wollt könnt ihr das hier tun und uns einen Kaffee spendieren:https://ko-fi.com/filmreif-------Wie führt man Kinder vor der Kamera? Was unterscheidet einen Kinderfilm eigentlich von einer Produktion für Erwachsene? Und wie schafft man es, trotz Zeitdruck einen Rahmen zu schaffen, in dem junge Schauspieler wirklich spielen können?Zu Gast ist Regisseurin Hanna-Lisa Paul. Sie hat an der Kunsthochschule für Medien Köln studiert, bei zahlreichen Film- und Serienproduktionen gearbeitet und sich zunehmend auf Stoffe mit und für Kinder spezialisiert.Wir sprechen darüber, warum Kinder sehr direkt zeigen, ob eine Regieanweisung funktioniert, wie viel Freiheit Improvisation am Set bekommen sollte und warum Hanna-Lisa nur selten etwas vorspielt. Außerdem erzählt sie von Drehs mit Kinderdarstellern, Tiertrainern, Doubles und sehr begrenzter Arbeitszeit – und davon, wie schnell man als Regie lernen muss, ursprüngliche Pläne loszulassen.Ein weiteres Thema ist ihr eigener Weg durch die Filmbranche: vom Setrunner und der Regieassistenz über Kinderbetreuung und Produktionsjobs bis hin zur eigenen Serien- und Kinoregie. Dabei sprechen wir auch über Machtstrukturen am Set, Sexismus, Erfahrungen als junge Regisseurin und die Frage, wie man sich eine eigene Position erarbeitet, ohne dabei den eigenen Führungsstil aufzugeben.Eine Folge über Kinderfilm, Regiearbeit, Resilienz und darüber, warum Erfahrungen an möglichst vielen unterschiedlichen Sets manchmal wertvoller sind als der geradlinigste Karriereweg.

  2. Aug 18

    37 - So viel Production Value mit so wenig Budget?

    eim Re:Frame Filmfestival in Amberg haben wir gemeinsam mit dem Festival einen Sonderpreis vergeben. Unsere Wahl fiel auf „Ebenbilder“ von Fiona – einen 13-minütigen Bachelorfilm, der uns vor allem durch seinen Look, seine Inszenierung und seinen erstaunlich hohen Production Value aufgefallen ist. In dieser Folge sprechen wir mit Fiona darüber, wie „Ebenbilder“ entstanden ist. Der Film spielt in einer Gruppentherapie für künstliche Menschen und stellt eine ungewöhnliche Frage: Was wäre, wenn künstliche Intelligenzen irgendwann ein Bewusstsein entwickeln – und mit ihrer eigenen Existenz klarkommen müssten? Wir schauen hinter die Kulissen der Produktion: Wie stellt man humanoide Roboter mit Make-up, Schauspiel, Sound und Postproduktion dar? Wie findet man eine zehnjährige Hauptdarstellerin? Wie entsteht mit Hochschultechnik, einem kleinen Team und wenigen hundert Euro Budget ein Film, der deutlich größer aussieht? Fiona erzählt außerdem von ihrem Weg Richtung Drehbuch und Regie, ihren Erfahrungen bei Bewerbungen an Filmhochschulen und ihrem Plan, nach dem Studium professionell in der Filmbranche Fuß zu fassen. Und natürlich sprechen wir über KI. Fiona hat sie bereits beim Drehbuchschreiben und in der Postproduktion eingesetzt und sieht darin weniger eine Bedrohung als ein Werkzeug, das Filmemachen künftig deutlich zugänglicher machen könnte. Gleichzeitig diskutieren wir, wo KI an ihre kreativen Grenzen stößt und warum vielleicht gerade kreative Menschen gute Voraussetzungen haben, sich an die Veränderungen anzupassen. Den Kurzfilm „Ebenbilder“, Fionas Instagram-Kanal und weitere Links findet ihr unten in der Beschreibung.

  3. Jul 8

    34 - Alternative Filmfinanzierung: So entstehen heute Independent-Filme

    Diese Folge haben wir direkt auf dem Filmfest München aufgenommen – mitten im Festivalgarten, bei sommerlichen 37 Grad und entsprechend lebhafter Atmosphäre. Die Tonqualität ist diesmal nicht ganz auf unserem gewohnten Niveau, der Inhalt dafür umso spannender.Zu Gast ist Filmemacher, Produzent und Netzwerker Felix Meinhardt. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum er nicht mehr ausschließlich auf klassische Filmförderung setzt und stattdessen eigene Wege der Filmfinanzierung entwickelt hat.Wie entstehen Spielfilme mit privaten Investoren? Welche Rolle spielen Experten, Personal Brands und strategische Partnerschaften? Warum sind Networking, Sichtbarkeit und Eigeninitiative heute wichtiger denn je? Und wie verändert Künstliche Intelligenz den Produktionsalltag, ohne das eigentliche Filmemachen zu ersetzen?Außerdem erzählt Felix von seinem Weg vom Fotografen zum Produzenten, von internationalen Filmprojekten, seinen Veranstaltungen für Filmschaffende und davon, weshalb Vertrauen oft wichtiger ist als das perfekte Pitch Deck.Eine Folge über Unternehmertum in der Filmbranche, neue Finanzierungsmodelle und die Frage, wie unabhängiges Filmemachen auch ohne jahrelange Wartezeiten möglich werden kann.Kapitel00:00 Aufnahme auf dem Filmfest München & Vorstellung von Felix Meinhardt02:00 Vom Fotografen zum Filmemacher – Sichtbarkeit, Networking und Karriere11:45 KI im Film: Werkzeug statt Ersatz15:20 Alternative Filmfinanzierung – Wie Spielfilme ohne klassische Förderung entstehen32:10 Was junge Filmschaffende heute wirklich brauchen45:00 Networking als Erfolgsstrategie – Warum Geben oft wichtiger ist als Nehmen

  4. Jun 23

    33 - Ist jetzt die perfekte Zeit für Romantic Comedies?

    Haben wir in Deutschland verlernt, romantisch zu sein? Und warum entstehen hierzulande so wenige Romantic Comedies, während Formate wie Maxton Hall oder internationale Weihnachts-RomComs weltweit Millionen Menschen begeistern?In dieser Folge spricht Fabian Kratzer mit Regisseurin Laura Plenck über das Genre der Romantic Comedy, Kitsch, Happy Ends und die Frage, warum gerade Geschichten über Liebe oft unterschätzt werden.Außerdem geht es um La La Land, Last Christmas, Shrek, deutsche RomComs der 2000er-Jahre und die Unterschiede zwischen amerikanischem und deutschem Erzählen. Laura erzählt zudem von ihrem Abschlussfilm Habe die Ehre, der Tradition und Moderne, Bayern und Ostdeutschland sowie Magie und Romantik miteinander verbindet.Ein Gespräch über Feel-Good-Filme, emotionale Ehrlichkeit und darüber, warum Filme manchmal einfach schön sein dürfen.Themen dieser Folge:- Warum gibt es in Deutschland so wenige RomComs?- Was macht eine gute Romantic Comedy aus?- Braucht eine RomCom zwingend ein Happy End?- Wann wird Romantik zu Kitsch?- Warum funktionieren Filme wie Maxton Hall oder La La Land so gut?- Wie entstand Lauras Kurzfilm Habe die Ehre?- Warum Musik und Märchenhaftigkeit für RomComs so wichtig sind- Kann das Genre in Deutschland ein Comeback erleben?Kapitel:00:00 Haben wir die Romantik verlernt?03:20 Der Kurzfilm „Habe die Ehre“ – Tradition, Moderne und Märchenpark10:45 Warum es in Deutschland so wenige RomComs gibt16:15 Kitsch, Gefühle und deutsche Zurückhaltung21:20 La La Land, Last Christmas und die Frage nach dem Happy End30:00 Maxton Hall und das Comeback der Romantic Comedy43:15 Filmmusik, Magie und die Zusammenarbeit bei „Habe die Ehre“

  5. Jun 9

    32 - Warum gute Filme nicht zufällig gut aussehen

    Wenn wir über Filme sprechen, reden wir oft über Regie, Kamera oder Schauspiel. Aber wer entscheidet eigentlich, wie die Welt aussieht, in der eine Geschichte spielt?In dieser Folge spricht Nando Dietz mit Szenenbildnerin und Setdesignerin Linda über ihren Beruf, kreative Prozesse und die oft unsichtbare Arbeit hinter dem Bild.Wie entsteht aus einem Drehbuch eine glaubwürdige Filmwelt? Wann wird eine Szenenbildnerin in ein Projekt eingebunden? Wie entwickelt man Farbkonzepte, Moodboards und visuelle Identitäten für Figuren und Geschichten?Außerdem geht es um die Realität kleiner und großer Produktionen: Arbeiten mit knappen Budgets, kreative Improvisation, Teamarbeit am Set und die Frage, warum selbst scheinbar nebensächliche Dinge wie Vorhänge, Möbel oder Requisiten eine Geschichte mit erzählen.Eine spannende Folge für alle, die verstehen möchten, wie Filme visuell entstehen – und warum gutes Szenenbild oft erst dann auffällt, wenn es fehlt.Themen dieser Folge:- Was macht eine Szenenbildnerin eigentlich?- Wie entstehen Moodboards und visuelle Konzepte?- Szenenbild vs. Kostümbild- Arbeiten mit kleinen Budgets- Warum Recherche so wichtig ist- Zusammenarbeit mit Regie und Kamera- Kreative Lösungen statt großer Geldbeutel- Die Bedeutung von Details im FilmKapitel00:00 Intro & Vorstellung von Linda01:10 Was macht eine Szenenbildnerin überhaupt?10:15 Von Drehbuch zu Moodboard: Wie Filmwelten entstehen20:00 Budget, Teamgrößen und die Realität am Set27:30 Wer kümmert sich während des Drehs um das Szenenbild?30:20 Warum Szenenbild mehr ist als Dekoration36:30 Arbeiten mit wenig Budget und kreative Improvisation

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Regisseur Nando Dietz und Komponist Fabian Kratzer quatschen sich durch den ganz normalen Wahnsinn der Filmbranche. Zwischen Set-Chaos, Musikstudio, kreativen Höhenflügen und gelegentlichen Nervenzusammenbrüchen geht’s um alles, was beim Filme machen (und drum herum) so passiert. Mal ernst, mal völlig absurd – wir reden über unsere Projekte, philosophieren über das Leben und feiern die kleinen wie großen Realitätsfluchten, die Kunst so schön machen. Kurz: Zwei Typen aus der Branche erzählen, wie’s wirklich läuft. Oder zumindest, wie wir’s gerne hätten.

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