Equine Vet News

Anja Gabe

Equine Vet News – der Podcast mit aktuellen Studienerkenntnissen aus der Pferdemedizin Einmal monatlich präsentieren wir aktuelle Studienergebnisse aus der Pferdemedizin – kompakt aufbereitet und mit besonderem Fokus auf ihre klinische Relevanz für den Praxisalltag. Ich bin Dr. Anja Gabe, Fachtierärztin für Pferde mit 25 Jahren Berufserfahrung. Seit über 15 Jahren verfasse ich regelmäßig Kurzreviews für das Kompendium der Pferdeheilkundeund bringe meine Erfahrung aus Klinik und Praxis in diesen Podcast ein. Gemeinsam mit Kolleg:innen stelle ich in jeder Folge neue wissenschaftliche Studien vor, welche im tierärztlichen Alltag unmittelbar helfen, Diagnostik und Therapieentscheidungen auf Grundlage aktueller Evidenz zu treffen. Unser Ziel: fundiertes Wissen direkt aus der Wissenschaft in die Praxis bringen – damit Sie immer auf dem neuesten Stand bleiben. Ein Podcast von Tierärzt:innen für Tierärzt:innen.

Episodes

  1. May 31 ·  Video

    Mauke – Equine Pastern Dermatitis: Pathogenese, Diagnostik und Therapie einschließlich leukozytoklastischer Vaskulitis und chronisch progressivem Lymphödem

    In dieser Podcastfolge sprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Barbara Pfundt ausführlich über die Equine Pastern Dermatitis (EPD), umgangssprachlich „Mauke“, und deren unterschiedliche klinische Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten. Diskutiert werden Prädispositionsfaktoren wie unpigmentierte Haut, starker Behang, Haltungsbedingungen, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Rolle Veränderungen des Hautmikrobioms, Chorioptes-Milben und sekundäre Infektionen bei der Pathogenese spielen. Zusätzlich werden diagnostische Verfahren wie Hautgeschabsel, PCR-Untersuchungen, bakteriologische Probenentnahme und Hautbiopsien besprochen. Thema der Folge sind außerdem unterschiedliche Therapieverfahren einschließlich Optimierung der Haltungsbedingungen, schonende Krustenentfernung, lokale antimikrobielle und entzündungshemmende Therapie sowie Maßnahmen zur Stabilisierung der Hautbarriere. Anhand aktueller Studien werden die beiden Sonderformen der Equine Pastern Dermatitis – die leukozytoklastische Vaskulitis sowie das chronisch progressive Lymphödem (CPL) des Kaltbluts – ausführlich diskutiert: Crusting pastern dermatitis in a 15-year-old warmblood gelding – McKeever et al. (2025), Journal of the American Veterinary Medical Association (JAVMA); High prevalence of Chorioptes bovis: an important factor in chronic progressive lymphedema in Belgian draft horses – Brys et al. (2025), Veterinary Research Communications; Alleviating lesions of chronic progressive lymphedema in Belgian draft horses by successfully treating Chorioptes bovis infestation with moxidectin 0.5% pour-on– Brys et al. (2023), Veterinary Parasitology ; Pharmacokinetics and preliminary safety of single-dose oral fluralaner at 10 and 25 mg/kg in healthy horses revealed no adverse reactions – Morgan et al. (2025), American Journal of Veterinary Research Im Rahmen dieser Krankheitskomplexe werden immunsuppressive Behandlungsmöglichkeiten bei vaskulitischen Verlaufsformen sowie aktuelle Therapieansätze des chronisch progressiven Lymphödems einschließlich Kompressionstherapie, manueller Lymphdrainage und antiparasitärer Behandlung gegen Chorioptes-Milben besprochen. Lösen der Krusten · Shampoos mit Chlorhexidin 2 % oder Octenidin · Hydrosorb Gel · Salben-Wasserverband mit Neuroderm Pflegecreme-Lipo, Neuroderm Pflegecreme ohne Lipo oder CeraVe Feuchtigkeitscreme Topische Therapie · antibakteriell: Silber-Sulfadiazin · pflegend: CeraVe Feuchtigkeitscreme · pflegend: Dermoscent Essential 6 · entzündungshemmend: Mometasonfuroat Immunsuppressive Therapiemöglichkeiten bei leukozytoklastischer Vaskulitis Prednisolon o 1,5–2,5 mg/kg PO q24h für 7–14 Tage o anschließend Ausschleichen über 4–6 Wochen auf 0,5–1 mg/kg PO q 48h Dexamethason · o 0,02–0,1 mg/kg PO q24h für 7–14 Tage o anschließend Ausschleichen über 4–6 Wochen auf 0,01–0,02 mg/kg PO q48h Azathioprin:  · Initialdosis: o 2–3 mg/kg PO o später q48h; o langfristig 0,5 mg/kg PO q 24h ausreichend Pentoxifyllin · systemisch 8–15 mg/kg oral q12h Methotrexat · 0,2 mg/kg s.c. einmal wöchentlich Milbenbefall Moxidectin (Cydectin Pour-on): · 1,5 mg/kg Körpergewicht topisch · 0,5%iges Cydectin Pour-on · zweimalige Anwendung im Abstand von 7 Tagen https://equine-vetnews.de/ Quellen unter www.pferdepraxishofheim.com Fragen und Anmerkungen unter anjagabe@pferdepraxishofheim.com

    1h 41m
  2. Apr 21 ·  Video

    Zwei neue Studien zu Einflussfaktoren auf die Insulinkonzentration im Blut und die Gehalte von nicht-strukturellen Kohlenhydraten im Weidegras

    In dieser Folge von Equine Vet News diskutieren Dr. Anja Gabe und Dr. Caroline Wirth die Ergebnisse von zwei Studien, von welchen eine Untersuchung sich mit den unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die Insulinkonzentration – Jahreszeit, Rasse, Alter und Geschlecht – beschäftigt: „The Seasonality of Serum Insulin Concentrations in Equids and the Association With Breed, Age, and Sex“ von Ana Lopes et al., veröffentlicht 2025 im Journal of Veterinary Internal Medicine. Die zweite Untersuchung befasste sich mit saisonalen Variationen der nicht-strukturellen Kohlenhydrate (NSC) im Weidegras und deren metabolische Auswirkungen: „The Effect of Seasonal Changes in Non-Structural Carbohydrates in Pasture on the Metabolic Profile of Horses with Laminitis“ von Eva Mlyneková et al. veröffentlicht 2026 in Animals. Auch besprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Caroline Wirth den Ablauf einer durch Fruktane ausgelösten Hufrehe. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Insulinkonzentrationen als auch NSC-Gehalte jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen. Während Insulinwerte – auch bei Pferden mit Hufrehe – nicht signifikant durch die Variationen der nicht-strukturellen Kohlenhydraten verändert waren, zeigen vorberichtlich an Hufrehe erkrankte Pferde signifikante Veränderungen der Glukosekonzentration. Quellen Seasonality of Serum Insulin Concentrations in Equids and the Association With Breed, Age, and Sex von Ana Lopes et al (2025) Journal of Veterinary Internal Medicine https://doi.org/10.1111/jvim.70089 The Effect of Seasonal Changes in Non-Structural Carbohydrates in Pasture on the Metabolic Profile of Horses with Laminitis von Eva Mlyneková et al (2026) Animals https://doi.org/10.3390/ani16020267 Pasture Non-Structural Carbohydrates and Equine Laminitis. Vicky Longland et al. (2006) Proceedings of the Nutrition Society https://doi.org/10.1093/jn/136.7.2099S Equine Laminitis: Induced by Oligofructose (Fructan) Overload Christopher Pollitt et al. (2006) Journal of Veterinary Internal Medicine https://doi.org/10.2746/042516406776866327 Fruktangehalt im Gras von Pferdeweiden während der Weidesaison 2002 Dahlhoff S, Dissertation Hannover 2003

    43 min
  3. Mar 14 ·  Video

    Therapie der akuten Hufrehe mit Insulindysregulation

    In dieser Folge des Podcast EquineVetNews zur hyperinsulinämischen Hufrehe steht die Behandlung der hyperinsulinämie-assoziierten Hufrehe-Erkrankung im Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist das bereits diagnostizierte Pferd mit akuter Hufrehe und nachgewiesener Endokrinopathie. Dr. Anja Gabe und Dr. Carolin Wirth besprechen die drei wesentlichen therapeutischen Säulen: Analgesie und Entzündungshemmung, biomechanische Unterstützung des Hufes sowie die gezielte Behandlung der zugrunde liegenden Endokrinopathie. Ausführlich widmet sich die Folge der Therapie der zugrunde liegenden Endokrinopathie. Bei Pferden mit PPID wird der Einsatz von Pergolid eingeordnet. Bei Pferden mit Insulindysregulation liegt der Schwerpunkt zunächst auf dem Fütterungsmanagement. Im letzten Abschnitt werden medikamentöse Therapieoptionen zur Senkung der Insulinkonzentration diskutiert. Dabei werden Metformin und Levothyroxin kritisch eingeordnet, bevor ausführlich auf die SGLT2-Inhibitoren eingegangen wird. Besprochen werden Wirkmechanismus, klinische Erfahrungen, mögliche Effekte auf Insulinkonzentration, Body Condition Score und Hufrehesymptomatik sowie die bekannten Risiken, insbesondere die Entwicklung einer Hypertriglyzeridämie. Abschließend werden mehrere aktuelle Studien zu Ertugliflozin, Velagliflozin und zur Wirkung von Pergolid auf die Insulindysregulation bei PPID vorgestellt und hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für die Pferdepraxis eingeordnet. Hier sind die vier in der Folge besprochenen Studien:  Preliminary observations on the use of ertugliflozin in the management of hyperinsulinaemia and laminitis in 51 horses: A case series. Sundra et al. (2023) Equine Veterinary Education https://doi.org/10.1111/eve.13738; Oral sugar test responses to ertugliflozin in ten horses with insulin dysregulation. Sundra et al. (2024) Equine Veterinary Education https://doi.org/10.1111/eve.13924; Effects of the Sodium-Glucose Cotransporter-2 Inhibitor Velagliflozin on Insulin Concentrations in Horses With Insulin Dysregulation. Thane et al. (2025) Journal of Veterinary Internal Medicine https://doi.org/10.1111/jvim.70256; Effects of Pergolide on Insulin Dysregulation in Horses With and Without Pituitary Pars Intermedia Dysfunction. Gallinelli et al. (2025) Equine Veterinary Journal Dosierung Levothyroxin-Natrium: 48 mg/Pferd/Tag p.o. Velagliflozin: 0,3 mg/kg p.o. einmal täglich Ertugliflozin: 0,05 mg/kg p.o. einmal täglich

    59 min
  4. Mar 12 ·  Video

    Pathophysiologie und Diagnostik der hyperinsulinämischen Hufrehe

    Die hyperinsulinämie-assoziierte Hufrehe-Erkrankung ist heute die häufigste Form der Hufrehe beim Pferd. In dieser Folge des Podcasts Equine Vet News widmen sich Dr. Anja Gabe und Dr. Carolin Wirth den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Pathophysiologie, klinischem Erscheinungsbild und Diagnostik dieser Erkrankung. Diese Folge wurde unterstützt von Biocontrol Ingelheim.  Zu Beginn wird erläutert, welche Ursachen einer Hufrehe zugrunde liegen können. Im Mittelpunkt stehen dabei das equine metabolische Syndrom (EMS) mit Insulindysregulation sowie die Dysfunktion der Pars intermedia der Hypophyse (PPID). Anhand experimenteller Studien wird diskutiert, welche Rolle Insulin bei der Entstehung der Erkrankung spielt und wie erhöhte Insulinkonzentrationen strukturelle Veränderungen der Lamellen verursachen können. Ein weiterer Abschnitt der Folge befasst sich mit den klinischen Symptomen der Hufrehe und deren oft sehr variablem Erscheinungsbild. Ergänzend wird die radiologische Diagnostik erläutert, einschließlich der wichtigsten Messparameter wie Rotation des Hufbeins, Sohlendicke und Hufbeinsenkung sowie deren Aussagekraft für Diagnose und Prognose. Im zweiten Teil der Folge steht die Diagnostik der Insulindysregulation im Vordergrund. Besprochen werden die Bestimmung des basalen Insulinwertes, praktische Aspekte der Probenentnahme und Präanalytik sowie mögliche Einflussfaktoren wie Transportstress. Darüber hinaus wird der orale Zucker – bzw. Glukosetest vorgestellt, mit denen eine postprandiale Hyperinsulinämie nachgewiesen werden kann. Oraler Zuckertest (OST) - Nachweis einer postprandialen Hyperinsulinämie 1. Pferd sollte 6–8 h kein Kraftfutter, keine Möhren, Äpfel oder Leckerlis erhalten haben 2. Blutprobe zur Basalbestimmung des Insulins 3. 0,45 ml/kg KGW Karo® Light Corn Syrup oral verabreichen 4. zweite Blutprobe nach 60 oder 90 Minuten Ergebnis:  post-prandiale Hyperinsulinämie bei 85µIU/mL (RIA) oder >63 μIU/mL (Immulite 2000 xpi)  Oraler Glukosetest (OGT) - Nachweis einer postprandialen Hyperinsulinämie 1. Pferd über Nacht nüchtern 2. Basale Blutprobe 3. 1 g Glukose/kg KGW als 20 %ige Lösung über Nasenschlundsonde 4. Blutprobe nach etwa 120 Minuten 5. Beurteilung der Insulinantwort auf definierte Glukosebelastung 6. Keine α₂-Agonisten (v. a. Xylazin) verwenden, da sie den Insulinwert beeinflussen können Ergbenis: Cut-off Wert  110 µLU/mL nach 120 min  Aufbereitung der Blutprobe für die Insulinbestimmung 1. Blutprobennahme 2. Probe stehen lassen – Blutgerinnnung 3. Abzentrifugation idealerweiser innerhalb 4h (Laborangabe) 4. Abzentrifugation auch möglich nach 3 Tagen (Veröffentlichung) 5. Serum oder Heparinplasma- in die Kühlung 6. Möglichst gefroren versenden

    43 min
  5. Jan 27 ·  Video

    Diagnose von equinem Asthma mit besonderem Focus auf Endoskopie und bronchoalveolärer Lavage

    Equines Asthma ist die häufigste chronische Atemwegserkrankung beim adulten Pferd. In dieser Folge widmen sich Dr. Anja Gabe und Dr. Caroline Wirth ausführlich den diagnostischen Möglichkeiten dieser Erkrankung – mit besonderem Fokus auf die bronchoalveoläre Lavage (BAL) und die Interpretation zytologischer Befunde. Im Mittelpunkt stehen auch Vorbericht und klinische Untersuchung: Weder Anamnese, Auskultation noch Klinik erlauben eine sichere Unterscheidung zwischen gesunden Pferden, Pferden mit gering- bis mittelgradigem Asthma oder hochgradigem Asthma in Remission. Der validierte HOARSI-Fragebogen ist hilfreich zur Identifikation von hochgradigem Asthma, die Aussagekraft ist bei gering- bis mittelgradige Asthma eingeschränkt. Ein Belastungstest (5min. Schritt - 5min. Trab – 5min. Galopp-Beruhigung der Atemfrequenz innerhalb von 15min.) kann bei fehlender Klinik hilfreich sein. Ausführlich diskutiert werden die Endoskopie der Atemwege, der Einfluss der Sedation auf die Kehlkopfbefundung, die Aussagekraft von Mukusmenge und -viskosität sowie die fehlende klinische Relevanz der Carina-Dicke. Ein zentraler Abschnitt der Folge behandelt die Durchführung der BAL – sowohl mit als auch ohne Endoskop – inklusive praktischer Tipps zur Probengewinnung, Aufbereitung, Versand und Interpretation. Die BAL erlaubt eine zuverlässige Phänotypisierung anhand der Zellpopulationen (neutrophil, mastozytär, eosinophil, Mischtyp). Kurzanleitung BAL unter Sedation BAL-Katheter 300cm 10 ml Spritze für Ballon, 60ml Spritzen, 500ml körperwarme sterile physiologische Kochsalzlösung Xylocaingel auf die Nüsternschleimhaut auftragen Zügiges Einführen des BAL Katheters und Inflation des Ballons Unter leichtem Druck Instillation von 200-250ml Kochsalzlösung Vorsichtige Aspiration zur Rückgewinnung der Spülflüssigkeit Instillation und Rückgewinnung des zweiten Aliquotes Kochsalzlösung. Deflation des Ballons und Entfernen des BAL-Schlauchs Vermengung der beiden Aspirate (NICHT schütteln)Anfertigen der Ausstriche Abfüllen des vermengten Aspirats in 5-10ml große Röhrchen Zentrifugation für 10 min bei 300-500g Resuspendieren des Zellpellets Probe über den gesamten Objektträger ausstreichen (ca. 1 Tropfen/Objektträger) zügig lufttrocknen (evtl. Fön zur Hilfe nehmen)Probe gekühlt in die Praxis  bringen oder vor Ort verarbeiten.  4 Ausstriche und 30-50ml ihrer Spüllösung zu. Bei längerer Transportzeit oder höheren Außentemperaturen hilft die Zugabe einer Formalin-oder Alkohollösung (Volumenanteil etwa 1 : 20) Im zweiten Teil der Folge werden drei aktuelle Studien detailliert vorgestellt: Associations between clinical signs, endoscopic and cytological findings in equine bronchoalveolar lavage samples (2025) Larsen et al https://doi.org/10.1111/eve.14174; Association between fungal detection, airways inflammation and diagnosis of moderate to severe asthma in horses (2025) Barbazanges et al https://doi.org/10.1111/evj.14205 ; Influence of a standardized lunging exercise test on BALF cytology in horses suffering from mild–moderate equine asthma(2025) Lendl et al https://doi.org/10.3390/ani15162428 Quellen: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-6/

    1h 5m
  6. 12/22/2025 ·  Video

    Atypische Weidemyopathie

    In dieser Folge besprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Victoria Kratzmann die Klinik, Pathophysiologie und toxischen Ursachen der atypischen Weidemyopathie. Im Mittelpunkt stehen drei Studien aus dem Jahr 2o25: Assessment of tree- associated atypical myopathy risk factors in Acerpseudoplatanus(sycamore) seeds and leaves; González-Medina et al (2025) Equine Vet ; Unravelling Faecal Microbiota Variations in Equine Atypical Myopathy: Correlation with Blood Markers and Contribution of Microbiome; Francois et al (2025) Animals und In Vitro Investigation of Equine Gut Microbiota Alterations During Hypoglycin A Exposure¸Francois et al (2025) Animals Klinische Symptome der Atypischen Weidemyopathie · Schwäche, Steifheit, Dyspnoe, Myoglobinurie, Festliegen · Mortalitätsrate bis 75%, in der Regel 72h nach Beginn der Symptome Betroffen · Pferde mit 24h Weidegang ohne Zufütterung · Oft unter 3 Jahre alt und eher dünn · Vor allen im Herbst Auslöser · Toxischer Metabolit des Hypoglycin A von Samen des Berg- oder Eschenahorn · Inhibierte Acyl-CoA-Dehydrogenasen dadurch Störung der beta-Oxidation · Betroffen ist der Energiestoffwechsel der Typ I Muskelfasern in Halte- und Atemmuskulatur Therapie · symptomatisch Einflussfaktoren auf die Hypoglycin A Konzentration in Samen des Bergahorns · Hohe Variabilität der Konzentration der Samen bei einem Baum · Mechanische Zerkleinerung erhöht die Hypoglycin A Konzentration o Wärme (>4°C) und Feuchte steigern die Hypoglycin A Konzentration dieser beschädigten Samen · Geschädigte Samen können Wasser kontaminieren Sonstiges · Intestinale Mikroflora ist in der Lage Hypoglycin A abzubauen · Hypoglycin A Konzentration kann im kontaminiertem Heu über Jahre verbleiben · Eine Intoxikation von Fohlen über Muttermilch oder transplazentar ist möglich Quellen: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-5/

    38 min
  7. 11/27/2025 ·  Video

    Hypersalivation ohne oder mit Schluckstörung – und es sind weder die Zähne noch eine Schlundverstopfung

    In dieser Folge besprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Laura Schröter die wichtigsten Ursachen von Hypersalivation beim Pferd, sowohl ohne als auch mit Schluckstörung, und beleuchten mehrere aktuelle Veröffentlichungen zu Stomatitis, futterbedingten Hypersalivation und zur sonographischen Diagnostik von Zungenveränderungen. Besonders beleuchtet werden die Studienergebnisse der Veröffentlichungen “Extensively harvested hay contaminated with common windgrass induced an ulcerative stomatitis–gingivitis outbreak in horses“ von Vervuert et al (2025, Equine Veterinary Education, https://doi:10.1111/eve.14070); “Feed-induced hypersalivation in horses from Austria, Germany and Switzerland “ von Böswald et al (2025, Equine Veterinary Journal, https://doi:10.1111/evj.14433) und “Sonographische Diagnose lingualer Abszessbildung bei zwei Pferden mit Futteraufnahmestörung “ von Pelli et al (2025, Tierärztliche Praxis https://doi:10.1055/a-2588-9597). Ursachen für Stomatitis Mechanisch: Grannen Viren: Herpes-, Orthopox- und Arteritisviren Toxine: Cantharidin, Pestizide Medikamente: NSAIDs Wolfsmilchgewächse Elektronenmikroskopische Untersuchung für den Nachweis von ViruspartikelHypersalivation ohne Läsionen und ohne Schluckstörung Aufnahme von Mykotoxinen: Slaframin, Swainsonin, Ergotalkaloide Gebildet von phytopathogenen PilzenHypersalivation durch Schluckstörung Botulismus          Frühanzeichen: verlangsamte Futteraufnahme beim Hafer-Test (150-200g) Tetanus Zentrale neurologische Erkrankungen Erkrankungen oder Verletzungen der ZungeQuellenangaben unter: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-4/

    35 min
  8. 11/10/2025 ·  Video

    Medikamentöse Therapie bei equinem Asthma

    In der dritten Folge von Equine VetNews sprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Victoria Kratzmann über die medikamentösen Therapiemöglichkeiten beim equinen Asthma. Ausgangspunkt ist die Behandlung eines akuten Asthmaschubs mit Dyspnoe, gefolgt von einer Darstellung der unterschiedlichen Wirkmechanismen der eingesetzten Medikamente – darunter Glukokortikoide, Clenbuterol, Butylscopolamin, Dembrexin und die Hyperinfusionstherapie. Ein besonderer Fokus liegt auf der aktuellen Studie “The efficacy of N-acetylcysteine in decreasing airway inflammation and mucus accumulation in horses with 18 hours of head confinement” von Tavanaeimanesh et al. (2024, Journal of Veterinary Internal Medicine, https://doi.org/10.1111/jvim.16976), die den Einfluss von Acetylcystein auf Klinik, Mukus-Score und BALF-Zytologie unter simulierten Transportbedingungen untersuchte. Abschließend werden ergänzende therapeutische Ansätze mit Kräutern und Omega-3-Fettsäuren diskutiert. Diese Episode vermittelt praxisnahes, evidenzbasiertes Wissen für die gezielte Behandlung von Pferden mit Asthma – kompakt, aktuell und direkt anwendbar im Praxisalltag. Liste der Dosierungen Glukokortikoide: Zur Verbesserung der Klinik und der Lungenfunktion Dexamethason:  0,04-0,1mg/kg - intravenös bei Dyspnoe Prednisolon:  0,5-1mg/kg oral        ° nach 10-14 Behandlungsdauer nicht abrupt absetzen                  ° Dosis alle 3-4 Tage um die Hälfte reduzieren Dexamethason 0,04 - 0.08 mg/kg  oral  Bronchodilatatoren Butylscopolamin 0,3mg/kg - intravenös bei Dyspnoe Clenbuterol 0,8µg/kg oral               ° Achtung - Tachyphylaxie               ° Bronchodilatation -  Steigerung der mukoziliären Clearance -  Entzündungshemmung Mukolytika Dembrexin 0,3mg/kg 2x tgl. Acetylcystein 20mg/kg 2x tgl. oral  - Ev. entzündungshemmendQuellen unter: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-3/

    31 min
  9. 10/11/2025 ·  Video

    Managementmaßnahmen und Inhalationstherapie bei equinem Asthma

    In der zweiten Folge von Equine VetNews sprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Victoria Kratzmann über Inhalationstherapie und Managementmaßnahmen bei equinem Asthma. Nach einer kurzen Einführung in das Krankheitsbild, Diagnosemöglichkeiten, akuten Therapiemaßnahmen erläutern wir die für die Behandlung notwendigen Managementmaßnahmen sowie mögliche Inhalationstherapien. Wir befassen uns genauer mit den Ergebnissen der Studie A CONSORT-guided, randomized controlled clinical trial of nebulized administration of dexamethasone and saline on lower airway cytokine mRNA expression in horses with moderate asthma von Bond S., Léguillette R. (2024), https://doi.org/10.1111/jvim.16983. Thema ist die Inhalation von Dexamethasoninjektionslösung und Kochsalzlösung sowie deren Effizienz für Klinik, Zytologie-Ergbenisse der BALF und Expression von mRNA von proinflammatorsichen Zytokinen. Es wird daraufhin genau auf mögliche Inhalationsmedikamente für die Therpie beim equinen Asthma eingegangen. Diese Folge liefert praxisrelevantes Wissen für Therapiemaßnahmen bei equinem Asthma, das direkt in die tägliche Arbeit einfließt. Liste der Dosierungen für Inhalationsmedikamente Glukokortikoide: Zur Verbesserung der Klinik und der Lungenfunktion · Ciclesonid:   2700µg (q12h)-4116µg (24h)  MDI-Spray · Budenosid:   900µg – 1800µg (q 12h)   Lösung · Fluticason   1100µg (q 24-48h) – 1980µg (q12h)  MDI-Spray · Fluticason/Salmeterol  2500µg/250µg (q12h)   MDI-Spray Bronchodilatatoren · Ipratropiumbromid 1-1,5mg 2-4 x tgl  Lösung · Salmeterol 63-2110µg 2-3x tgl.  MDI-Spray Sonstiges · Lidoacin HCL o 1,0mg/kg KW als 4%ige Lösung verdünnt auf 20ml mit 0,9iger NACl-Lösung · Natriumchromoglykat o 80mg in 0,02%iger Lösung 1-2x tgl. oder 200mg 1-2xtgl MDI-Spray MDI- Dosieraerosol oder Metered-Dose Inhaler, KW – Körpergewicht Quellen unter: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-2/

    29 min
  10. 09/23/2025 ·  Video

    Diagnose der Dysfunktion der Pars intermedia der Hypophyse (PPID) oder auch Cushing Syndrom mit dem TRH-Stimulationstest

    In dieser ersten Folge von Equine VetNews sprechen Dr. Anja Gabe und Dr. Laura Schröter über die Diagnostik des equinen Cushing-Syndroms (Dysfunktion der Pars intermedia der Hypophyse, PPID) mit Hilfe des TRH-Stimulationstests beim Pferd. Nach einer kurzen Einführung in das Krankheitsbild erläutern wir die korrekte Durchführung des Tests – von der Probennahme über die Dosierung des TRH, der Probenaufbereitung bis hin zu den wichtigen Zeitintervallen für die Blutabnahmen. Wir befassen uns genauer mit den Ergebnissen der Studie `Clinical implications of imprecise sampling time for 10- and 30-min thyrotropin-releasing hormone stimulation tests in horses ` von Vorster et al (https://doi.org/10.1111/evj.13991) , und zwar inwiefern die zeitungenaue Probenentnahme einen Einfluss auf die Klassifizierung PPID erkrankt oder nicht hat. Diese Folge liefert praxisrelevantes Wissen, das direkt in die tägliche Arbeit einfließt und die diagnostische Sicherheit bei PPID erhöht. Durchführung eines TRH-Stimulationstest · Vor dem Test 12h kein Getreide · 1. Blutprobe in ein EDTA-Röhrchen verfüllen · Intravenöse Injektion von TRH o > 250kg Lebendgewiccht – 1mg TRH o 250kg Lebendgewicht – 0,5mg TRT · 2. Blutprobe genau nach 10 oder 30 Minuten in ein EDTA-Röhrchen verfüllen · Probe gekühlt aufbewahren und möglichst schnell abzentrifugieren · Plasma zur Analyse innerhalb von 24h in ein Labor, sonst einfrieren Zwischen Juli und Dezember falsch positive Ergebnisse möglich Quellen unter: https://pferdepraxishofheim.com/equine-vetnews/folge-1/

    16 min

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Equine Vet News – der Podcast mit aktuellen Studienerkenntnissen aus der Pferdemedizin Einmal monatlich präsentieren wir aktuelle Studienergebnisse aus der Pferdemedizin – kompakt aufbereitet und mit besonderem Fokus auf ihre klinische Relevanz für den Praxisalltag. Ich bin Dr. Anja Gabe, Fachtierärztin für Pferde mit 25 Jahren Berufserfahrung. Seit über 15 Jahren verfasse ich regelmäßig Kurzreviews für das Kompendium der Pferdeheilkundeund bringe meine Erfahrung aus Klinik und Praxis in diesen Podcast ein. Gemeinsam mit Kolleg:innen stelle ich in jeder Folge neue wissenschaftliche Studien vor, welche im tierärztlichen Alltag unmittelbar helfen, Diagnostik und Therapieentscheidungen auf Grundlage aktueller Evidenz zu treffen. Unser Ziel: fundiertes Wissen direkt aus der Wissenschaft in die Praxis bringen – damit Sie immer auf dem neuesten Stand bleiben. Ein Podcast von Tierärzt:innen für Tierärzt:innen.

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