MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

  1. May 26

    Escherichia coli

    Es ist wohl einer der bekanntesten und wichtigsten Mikroorganismen der Wissenschaftsgeschichte: Escherichia coli. Millionen dieser Bakterien leben in unserem Darm und spielen dort eine wichtige Rolle für das mikrobielle Gleichgewicht. Gleichzeitig ist E. coli ein absolutes Arbeitspferd der modernen Molekularbiologie und prägt bis heute Forschung, Gentechnik und Biotechnologie. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! sprechen wir über die Entdeckung des Bakteriums, seinen Weg zum Modellorganismus und seine vielfältige Anwendung. Kapitel 00:00 – Intro 01:19 – Erstbeschreibung von Escherichia coli 03:32 – E. coli und Homo sapiens – eine lebenslange Beziehung 04:41 – E. coli als Krankheitserreger 08:11 – Der Weg E. colis zum Star der Molekularbiologie 15:18 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… E. coli ist eines der bedeutendsten Bakterien in der Forschungslandschaft. Seine Verfügbarkeit, leichte Kultivierbarkeit und Fähigkeit Fremd-DNA aufzunehmen und zu nutzen, machten das Bakterium in den vergangenen 100 Jahren zu einem wahren Arbeitspferd der Molekularbiologie und Biotechnologie. Insgesamt gibt es mehrere hundert verschiedene Stämme, die in der Spezies E. coli zusammengefasst sind. Als Darmbakterium ist E. coli ein bedeutender Bestandteil der Darmflora, hilft vermutlich bei der Erstkolonisierung von Neugeborenen und beeinflusst unseren Alltag. Gelangt es auf Nahrungsmittel oder Gewässer, kann das Bakterium schwere Erkrankungen auslösen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Erstbeschreibung und Benennung Escherich, T. (1886). Enke. Castellani, A., & Chalmers, A. J. (1920). W. Wood. Migula, W. (1895). W. Engelmann. Bielaszewska, M. et al. (2011), The Lancet Infectious Diseases, 11(9), pp. 671–676. Mikrobiologischer Überblick und historischer Rückblick Eitinger, T. (2014) Allgemeine Mikrobiologie. 9. Edited by G. Fuchs and H.G. Schlegel. Georg Thieme Verlag. Blount, Z.D. (2015), eLife, 4, p. e05826. Ruiz, N. and Silhavy, T.J. (2022), Journal of Bacteriology, 204(9), pp. e00230-22. Genomsequenzierung Blattner, F.R. et al. (1997), Science, 277(5331), pp. 1453–1462. Rolle als Darmbakterium Eckburg, P.B. et al. (2005), Science, 308(5728), pp. 1635–1638. Foster-Nyarko, E. and Pallen, M.J. (2022), FEMS Microbiology Reviews, 46(3).  E. coli auf Münzgeld Angelakis, E. et al. (2014), Future Microbiology, 9(2), pp. 249–261.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro! Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    18 min
  2. May 12

    Methanocaldococcus jannaschii

    Welches ist das schnellste Lebewesen der Welt? Der Gepard, der mit bis zu 120 km/h sprinten kann? Der Wanderfalke, der im Sturzflug bis zu 350 km/h erreicht? Oder liegt die Antwort vielleicht doch in der Welt der Mikroben? In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! lernen wir Methanocaldococcus jannaschii kennen, eine Archaee, die alle Geschwindigkeitsrekorde knackt. Mit bis zu 500 Körperlängen pro Sekunde schießt sie durch die Welt der hydrothermalen Quellen am Meeresgrund. Wie das geht und warum die Archaee das braucht? Hört rein und findet es heraus! Kapitel 00:00 – Intro 00:36 – Das schnellste Lebewesen der Welt – eine Mikrobe? 04:33 – Hydrothermale Quellen als Lebensraum 06:34 – Wie und warum Methanocaldococcus jannaschii so schnell ist 09:16 – Hydrothermale Quellen als Ursprung des Lebens 11:17 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Das schnellste Lebewesen der Welt ist die Archaee M. jannaschii. Mit 500 Körperlängen pro Sekunde erreicht es Rekordgeschwindigkeiten, zumindest wenn man die Geschwindigkeit auf die Größe des Lebewesens skaliert. Methanocaldococcus lebt in hydrothermalen Quellen. Seine Geißeln können die Archaee in den Mineraltürmen verankern, aber auch helfen, sollte die Mikrobe ins umgebende Meer gespült werden. Dann kann sie schnell wieder zu einem Ort mit heißerem Wasser zurückschwimmen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Pressemeldung der Uni Regensburg ‘Die schnellsten Lebewesen der Welt’ Erste Beschreibung und Genom von M. jannaschii Jones, W.J. et al. (1983), Archives of Microbiology, 136(4), pp. 254–261. Thennarasu, S. et al. (2013), Genome Announc, 1(4), pp. e00481-13. Schwimmverhalten von M. jannaschii Herzog, B. and Wirth, R. (2012), Appl. Environ. Microbiol., 78(6), pp. 1670–1674. M. jannaschii am Ursprung des Lebens Helmbrecht, V. et al. (2025), Nat Ecol Evol, 9(5), pp. 769–778.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    12 min
  3. Apr 27

    Magnetospirillum gryphiswaldense

    Bakterien, die sich am Erdmagnetfeld orientieren? Ja, die gibt es wirklich. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro beschäftigen wir uns mit Magnetospirillum gryphiswaldense. Hört gerne rein und lernt, wie das Bakterium entdeckt wurde, warum es magnetisch ist und was das alles mit Leben auf dem Mars und der Medizintechnologie der Zukunft zu tun hat. Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil. #AudioAward #BestesDebutAudio Kapitel 00:00 – Intro 01:27 – Erste Beschreibungen von Magnetospirillum 03:56 – Die Entdeckung von M. gryphiswaldense 05:00 – Magnetosomen – Wie der Magnetsinn in Bakterien funktioniert 08:07 – Magnetosomen als Zeichen von Leben im All? 09:26 – Magnetospirillum in der aktuellen Forschung 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… M. gryphiswaldense ist ein Bakterium, dass sich entlang des Erdmagnetfelds ausrichtet. Die korkenzieherförmige Mikrobe nutzt dafür eisenhaltige Magnetitkristalle, die in sogenannten Magnetosomen zu Stabmagneten werden. Entlang der Feldlinien kann sich Magnetospirillum in Gewässern in weniger sauerstoffhaltige Schichten bewegen. Hier findet es ideale Wachstumsbedingungen. Magnetosomen finden vielseitige Anwendung in der medizinischen Forschung - ob als Kontrastmittel, zur Steuerung von Mikrorobotern, oder in der Tumortherapie. Sogar im Gestein eines Marsmeteoriten wurden schon Magnetosomen-ähnliche Strukturen gefunden. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Mikrobe des Jahres 2019 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. Video von Magnetospirillen unter dem Mikroskop Entdeckung und Erstbeschreibung von Magnetospirillum Bellini, S. (2009), Chinese J. Oceanol. Limnol., 27(1), pp. 3–5. Blakemore, R. (1975), Science, 190(4212), pp. 377–379. Maratea, D. and Blakemore, R.P. (1981), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 31(4), pp. 452–455. Schleifer, K.H. et al. (1991), Syst. Appl. Microbiol., 14(4), pp. 379–385. Bildung und Funktionsweise der Magnetosomen Schüler, D. (1999), J. Mol. Microb. Biotech., 1(1), pp. 79–86. Blakemore, R.P. and Frankel, R.B. (1981), Sci. Am., 245(6), pp. 58–65. Magnetosomen in Marsgestein Friedmann, E.I. et al. (2001), Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., 98(5), pp. 2176–2181. Magnetospirillum in der Bioremediation Krawczyk-Bärsch, E. et al. (2022), J. Hazard. Mater., 437, p. 129376. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen und hinterlasse gerne eine Bewertung. Merch gibt es in meinem Spreadshop!

    12 min
  4. Apr 14

    Halomonas titanicae

    Am 14. April 1912 um 23.40 Uhr kollidiert die RMS Titanic mit einem Eisberg. Wenige Stunden später wird das als unsinkbar geltende Schiff untergehen. Fast 75 Jahre liegt das Wrack am Grunde des Meeres und verwittert. In Folge seiner Entdeckung wird deutlich: eisenfressende Mikroben setzten dem Wrack stark zu. Halomonas titanicae könnte dafür verantwortlich sein, dass von der sagenumwobenen RMS Titanic bald nichts mehr übrig ist. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! tauchen wir in die Geschichte der Titanic ein und erkunden, wie H. titanicae auch die robustesten Stahlstrukturen dem Meeresgrund gleichmacht. Kapitel 00:00 – Intro 01:38 – Die RMS Titanic 04:40 – Die Entdeckung des Wracks 06:25 – Der Wrackfresser H. titanicae 07:51 – Wie H. titanicae das Wrack der Titanic verschwinden lässt 09:37 – Was wir von H. titanicae lernen können 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Am 14. April 1912 stieß die RMS Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg zusammen, was zu ihrem Untergang in den frühen Morgenstunden des 15. April 1912 führte. Fast 75 Jahre lang lag das Wrack dann unentdeckt am Meeresgrund. An den Rostbärten der Titanic wurde das Bakterium Halomonas titanicae gefunden. Es nutzt das Eisen aus dem Stahl der Titanic zur Energiegewinnung und sorgt somit dafür, dass der Stahlkoloss Stück für Stück verschwindet. Durch seine Fähigkeit, solide Stahlstrukturen abzubauen, könnte Halomonas titanicae auch genutzt werden, um den Rückbau mariner Altlasten zu beschleunigen. Erkenntnisse über den Prozess der Biokorrosion helfen, Materialien der Zukunft widerstandsfähiger zu machen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Allgemeines zur Titanic  Datenblatt Titanic, Deutscher Titanic-Verein von 1997 e.V. (Aufgerufen: 13 April 2026). ‘History of RMS Titanic - Woods Hole Oceanographic Institution’ (Aufgerufen: 13 April 2026). Ballard, R.D. and Archbold, R. (1988) The discovery of the Titanic.  Entdeckung von H. titanicae Sánchez-Porro, C. et al. (2010), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 60(12), pp. 2768–2774. Salazar, M. and Little, B. (2017), J. Marit. Archaeol., 12(1), pp. 25–32. Biokorrosion der Titanic Johnston, R.C.& L. (2003) ‘Biodeterioration of the RMS Titanic’, Encyclopedia Titanica (Aufgerufen: 13 April 2026). Lu, S. et al. (2025), J. Mater. Sci. Technol., 224, pp. 257–266. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    12 min
  5. Mar 30

    Haloquadratum walsbyi

    Was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an Mikroben denkt? Wahrscheinlich etwas kugeliges, rundes oder bohnenförmiges. Umso überraschter waren Forschende im Jahre 1980, als sie in einer Wasserprobe aus einem Salzwasserbecken auf ein kleines, lebendiges Quadrat trafen. 25 Jahre sollte es dauern bis Walsby’s square bacterium im Labor kultiviert werden konnte. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! finden wir heraus, warum Haloquadratum walsbyi eigentlich gar kein Bakterium ist, wie es sich vor Austrocknung in extrem salzhaltigen Wasserbecken schützt und wie ihm seine quadratische Form und winzige Gasbläschen bei der Energiegewinnung helfen. Kapitel 00:00 – Intro 01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi 03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren 04:02 – Die Domänen des Lebens 05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht 06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist 09:20 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Mit seiner ungewöhnlichen quadratischen Form überraschte Haloquadratum walsbyi Forschende in den 1980er. Dieser Mikrobe lebt in sehr salzhaltigen Gewässern und gehört zur Domäne der Archaeen, die erst in den 1990er Jahren neben den Eukaryoten (zu denen auch Menschen gehören) und den Bakterien anerkannt wurde. Über 25 Jahre vergingen zwischen der ersten Beschreibung und der erfolgreichen Isolation und Kultivierung der kleinen Quadrate. Heute wissen wir, wie sie es schaffen, die salzigen Bedingungen zu überleben und wie ihnen dabei auch ihre quadratische Form hilft. Halomucin, ein archaeles Protein schützt vor Austrocknung und Phagen. Die flache Form mit großer Oberfläche erlaubt eine effiziente Nährstoffaufnahme und Lichtabsorption. Gleichzeitig helfen gasgefüllte Vakuolen den Zellen bei der idealen Positionierung im Wasser. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71. Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004), Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291. Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169 Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp. 387–392. Funktionsweise von Halomucin Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    11 min
  6. Mar 17

    Aliivibrio fischeri

    In den kristallklaren Wassern vor Hawaii lauert eine tödliche Gefahr – zumindest, wenn man eine Garnele ist. Der Hawaiianische Zwergtintenfisch Euprymna scolopes ist ein nachtaktiver Jäger, der sich auf sehr ungewöhnliche Weise vor seinen eigenen Fressfeinden verbirgt: in dem er leuchtet. Diese sogenannte Gegenillumination zur Tarnung erreicht der kleine Tintenfisch allerdings nicht allein, sondern durch eine ungewöhnliche Symbiose mit dem lumineszenten Bakterium Aliivibrio fischeri. Wie diese beiden Meeresbewohner zusammenarbeiten und wie Aliivibrio fischeri dazu beigetragen hat, dass wir in Bakterien nicht nur als einsam herumschwimmende Lebewesen wahrnehmen, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes 02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und E. scolopes 05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum Sensing) 08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri 09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester 10:23 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Der Hawaiianische Zwergtintenfisch nutzt Gegenillumination, um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Durch das Leuchten von Aliivibrio fischeri, die in seinem Leuchtorgan leben, imitiert er die Reflektionen von Mondlicht auf dem Wasser und wird dadurch nahezu unsichtbar. Das Leuchten von A. fischeri ist streng reguliert und an den circadianen Rhythmus des Tintenfisches angepasst. Die Bakterien stimmen sich untereinander durch einen Prozess ab, der sich Quorum Sensing nennt. Nur wenn genug von ihnen am selben Ort sind, beginnen sie zu leuchten. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes Symbiose mit E. scolopes Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), pp. 666–679. Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), p. 654. Quorum Sensing in A. fischeri Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp. 4620–4626. Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp. e00035-24. Geschichte und Namensgebung Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829. Anwendung in Wasserqualitätstests Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938. Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    11 min
  7. Candidatus Electronema

    Mar 3

    Candidatus Electronema

    Biologisch abbaubare Kabel, die unsere elektronischen Geräte mit Strom versorgen und dabei ganz aus Bakterien bestehen? Das klingt wie aus einem Science-Fiction Roman, ist aber näher an der Realität als man vielleicht denkt. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! beschäftigen wir uns mit Candidatus Electronema, einer Gattung von Kabelbakterien. Diese haben die Fähigkeit Elektronen aus sauerstoffarmen in sauerstoffreiche Sedimentschichten zu übertragen. Damit haben sie sich eine einzigartige ökologische Nische erarbeitet. Wenn ihr wissen wollt, wie das funktioniert und wie dieser Prozess genutzt werden kann, hört gerne rein! Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Die Entdeckung von Candidatus Electronema 03:52 – Strom leiten als Überlebensstrategie 07:03 – Electronema als echtes Kabel 07:54 – Einsatz zur Bioremediation und Reduktion von Treibhausgasemissionen 09:44 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Candidatus Electronema ist in der Lage Elektronen, also Strom, zu leiten. Dazu schließen sich zehntausende Bakterien zu einem mehrere Zentimeter langen, kabelartigen Filamenten zusammen. Ihre einzigartige Fähig erlaubt es Candidatus Electronema, im tiefen Sediment von Flüssen, Seen und Meeren zu überleben. Dort können sie auch in sauerstoffarmen Schichten Sulfide zur Energiegewinnung nutzen. Die anfallenden Elektronen werden dann entlang der Filamente in sauerstoffreiche Regionen transportiert, wo sie dann abgegeben werden können. In Zukunft könnte Candidatus Electronema in der Bioremediation zur Reinigung belasteter Gewässer, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Reisanbau und eventuell als Basis für biobasierte elektronische Materialien eingesetzt werden. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Entdeckung von Candidatus Electronema Nielsen, L.P. et al. (2010), Nature, 463(7284), pp. 1071–1074. Pfeffer, C. et al. (2012), Nature, 491(7423), pp. 218–221. Nickel-haltige Proteinfasern leiten Elektronen Boschker, H.T.S. et al. (2021), Nature Communications, 12(1), p. 3996. Kabelbakterien in der Bioremediation Dong, M. et al. (2024), Trends in Microbiology, 32(7), pp. 697–706. Scholz, V.V. et al. (2020), Nature Communications,11(1), p. 1878. Entdeckung weiterer Kabelbakterien-Arten Hiralal, A. et al. (2025), Geomicrobiology, 91(5), pp. e02502-24.   Pressemeldung VAAM zur Mikrobe des Jahres 2024, inkl. Bildern Kunstinstallation von Anna Pasco Bolta Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    11 min
  8. Feb 17

    Photorhabdus luminescens

    Im April 1862 tobt der amerikanische Bürgerkrieg in Tennesse. Verletzte Soldaten entdecken ein unheimliches Leuchten, den Angel’s Glow auf ihren Wunden, der dafür zu sorgen scheint, dass sich keine Infektionen bilden und Wunden schneller heilen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Spurensuche, die uns ins Erdreich führt. Wir schauen uns an, wie Photorhabdus luminescens eng mit Würmern und Pflanzen zusammenlebt, als Insektizid wirken kann und was das alles mit erfolgreicher Wundheilung zu tun hat. Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh 03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern 06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte 09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen. Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten. P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier, Links & weitere Infos Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow https://allthatsinteresting.com/angels-glow Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183. Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377. Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens. Toxine und Pathogenität Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747. Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19. Eintrag im MicrobeWiki Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

    12 min

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

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