Box Office Inside

Chris Schinke und Florian Koch

Box Office Inside - eine Show über Filmbusiness, Kino- und Serienkultur. Die Kultur- und Filmjournalisten Chris Schinke und Florian Koch beleuchten in diesem Podcast im Wochentakt den deutschen und internationalen Kinomarkt. Im Zentrum stehen in Box Office Inside Zahlen, Trends und Geschichten rund um das Kino- und Streaming-Geschehen. Das Format verbindet Markt- und Branchenanalyse mit kultureller Betrachtung, Kritik und einem Funken Glamour.

  1. 3d ago

    Drama um den Mathäser Filmpalast! Netflix vor dem Umbruch? Warum floppt "The Social Reckoning"? Die Streaming-Sensation "Carrie"! Und warum hat einer der gehyptesten US-Filme keinen deutschen Verleih?

    Deutschlands erfolgreichstes Kino ist vom Abriss bedroht. Der Münchner Mathäser Filmpalast könnte in einigen Jahren einem Neubau mit Büros und Wohnungen weichen. Wir diskutieren, warum die Stadtpolitik bislang so wenig Widerstand leistet, welche kulturellen und ökologischen Folgen ein Abriss hätte und was der mögliche Verlust des Multiplexkinos über die Zukunft der deutschen Kinolandschaft verrät. Auch in Hollywood herrscht Umbruchstimmung: Steven Soderbergh übernimmt überraschend die Regie bei „The Batman Part II“, während Netflix nach dem Abgang von Contentchefin Bela Bajaria mit Peter Rice einen erfahrenen Hollywoodmanager an die Spitze seiner Programmabteilung holt. Kann der Streamingriese angesichts stagnierender Märkte und abwandernder Kreativer wieder zu alter Stärke finden? Außerdem sprechen wir über den spektakulären ersten Trailer zu Greta Gerwigs „Narnia“. Derweil erleben wir einen außergewöhnlich starken Serienherbst. Mike Flanagans „Carrie“ begeistert mit einer zeitgemäßen Neuinterpretation des Stephen-King-Klassikers. Dazu diskutieren wir die Netflix-Produktionen „East of Eden“, „Below“ und den deutschen Thriller „Die Falle“. Im Box-Office-Briefing blicken wir auf einen enttäuschenden deutschen Kinoherbst. Während Andreas Dresens „Alte Liebe“ zum Arthouse-Erfolg werden könnte, scheitern Aaron Sorkins „The Social Reckoning“ und Tom Cruises „Digger“ am Publikum. Was müssen Kinofilme heute bieten, um noch als Ereignis wahrgenommen zu werden? Zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: „Street Fighter“, Volker Schlöndorffs „Heimsuchung“ und den ungewöhnlichen Survival-Horrorfilm „Whalefall“. Besonders gespannt sind wir auf Nathan Fielders „You Can See Everything“ über Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes, der in den USA zum Überraschungshit werden könnte – in Deutschland aber bislang keinen Verleih hat.

  2. Oct 7

    "Digger" stürzt ab - eine Zeitenwende fürs Kino? Warum funktioniert "Verity"? Keine Family-Titel, keine guten Boxoffice-Zahlen? Die Folgen des "Corpus Delicti"-Flops. Rekord für "Avengers: Doomsday"!

    Ist „Digger“ das Ende des großen Autorenkinos? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über den spektakulären Absturz von Alejandro G. Iñárritus neuem Film mit Tom Cruise. Trotz Starpower, gewaltigem Budget und großen künstlerischen Ambitionen entwickelt sich „Digger“ zum Box-Office-Fiasko. Das wirft eine größere Frage auf: War der Film nur ein einzelner Fehlschlag – oder erleben wir gerade das Ende jener Ära, in der Hollywood-Studios Regisseuren wie Iñárritu, Paul Thomas Anderson oder Ryan Coogler dreistellige Millionenbudgets für eigenwillige Stoffe anvertrauten? Gerade bei Warner bekommt diese Frage zusätzliche Brisanz. Nach der Fusion mit Paramount und dem Führungswechsel zeichnet sich ein Programm ab, das deutlich stärker auf bekannte Marken, Sequels und Franchises setzt. „Digger“ mag gescheitert sein – gleichzeitig könnte der Film für eine Art von Hollywoodkino stehen, die künftig immer seltener wird. Ganz anders sieht es beim neuen Spitzenreiter „Verity“ aus. Die Colleen-Hoover-Verfilmung mit Dakota Johnson, Anne Hathaway und Josh Hartnett lockt in Deutschland knapp 300.000 Menschen zum Start ins Kino – mit einem überwiegend weiblichen Publikum. Wir fragen uns, warum diese Filme momentan so zuverlässig funktionieren. Außerdem schauen wir schon auf Weihnachten. „Avengers: Doomsday“ hat in Deutschland mehr als zwei Monate vor Kinostart bereits rund 118.000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt. Was bedeutet dieser enorme Hype für „Dune: Part Three“, der zur selben Zeit um ein ähnliches Publikum konkurriert? Weniger spektakulär läuft es derzeit im Streaming. „East of Eden“ startet bei Netflix trotz Florence Pugh eher solide als sensationell, und auch „Schumacher ’94“ bleibt hinter unseren Erwartungen. Hat eine weitere Schumacher-Dokumentation ohne wesentlich neue Einblicke überhaupt noch genug Ereignischarakter? Im deutschen Kino zeigt sich derweil ein anderes Problem: Das Family Entertainment schwächelt. „Shaun das Schaf“, „Bibi Blocksberg“ und „Emil und die Detektive“ liefern keine Zahlen, die an die großen Familienhits der vergangenen Jahre heranreichen. Vor einem Jahr dominierte „Die Schule der magischen Tiere 4“ zu diesem Zeitpunkt mit mehr als einer halben Million Besuchern an einem Wochenende die Charts. Ein vergleichbarer Titel fehlt in diesem Herbst. Wir schauen deshalb auf die kommenden Monate und fragen: Woher soll der nächste große Familienhit kommen? Auch abseits des Familienkinos tut sich deutsches Genrekino schwer. Die Juli-Zeh-Verfilmung „Corpus Delicti“ erreicht trotz breitem Start nicht einmal 30.000 Besucher. Warum funktionieren Thriller und Horror aus Deutschland im Kino seit Jahren so selten – während dieselben Genres im Fernsehen und bei Streamingdiensten durchaus ihr Publikum finden? Bei den Neustarts diskutieren wir „The Social Reckoning“, Aaron Sorkins Rückkehr in die Welt von Facebook und Mark Zuckerberg. Jeremy Strong übernimmt die Rolle, die Jesse Eisenberg in „The Social Network“ geprägt hat. Chris hält ihn trotz Schwächen für überraschend packend und dringlich, Florian sieht angesichts des Marketings und der eher spröden Materie schwarz für die Kinokasse. Passend dazu sprechen wir noch einmal über die auffällige Häufung von Filmen über Big Tech: von Luca Guadagninos „Artificial“ über Alex Gibneys vierstündige Musk-Dokumentation bis zu „You Can See Everything“ über Elizabeth Holmes. Gerade bei letzterem bleibt die Situation bemerkenswert: Während der Film in den USA bereits am 16. Oktober startet, hat er in Deutschland weiterhin keinen Verleih und keinen Kinostart. Und schließlich schauen wir auf „Die Lügen meiner Mutter“ und DreamWorks’ „Forgotten Island“ sowie auf die schwierigen Wochen, die dem deutschen Kino bevorstehen. Auch „Street Fighter“, „Sacrifice“ und eine neue „Sinn und Sinnlichkeit“-Verfilmung sehen nicht unbedingt nach den Filmen aus, die den Herbst retten werden. Müssen am Ende ausgerechnet die großen Hits des Sommers noch einmal ran?

  3. Oct 2

    Warner/Paramount wird zu Skydance - das steckt dahinter! Heiß diskutiert, aber ein Flop? "Digger"! Sylvester Stallone packt aus! Die Doku "Schumacher'94" ein Hit? Erotikthriller im Kommen: "Verity"!

    Der große Paramount-Warner-Merger steht unmittelbar vor dem Abschluss. Nach monatelangem politischen und juristischen Tauziehen hat eine US-Richterin grünes Licht gegeben – und schon dreht sich das Personalkarussell. Wir schauen darauf, wie sich der neue Mediengigant namens Skydance aufstellt, welche Rolle HBO, CNN und Paramount+ künftig spielen und was die Fusion für Hollywood und den ohnehin angespannten Kinomarkt bedeutet. Heftig diskutiert wird derweil „Digger“, der neue Film von Alejandro G. Iñárritu mit Tom Cruise. Die Satire über einen Öl-Milliardär, der nach einer von seinem Konzern verursachten Katastrophe plötzlich die Menschheit retten will, wird von Teilen der Kritik regelrecht verrissen. Bei uns gehen die Meinungen ebenfalls auseinander: Für Yannick ist „Digger“ einer der Filme des Jahres, Chris ist von der groben Kapitalismuskritik genervt – aber fasziniert von Emmanuel Lubezkis Bildern, dem Produktionsdesign und Tom Cruises ungewöhnlicher Performance. Warum provoziert der Film derart heftige Reaktionen? Und könnte er trotz allem in der Award Season eine Rolle spielen? Außerdem sprechen wir über Sylvester Stallone, dessen erstaunlich offenes Interview über seine schwierige Jugend einen neuen Blick auf den „Rocky“-Star ermöglicht, und über das Biopic „I Play Rocky“, das uns mit Anthony Ippolitos Stallone-Darstellung bereits ziemlich begeistert hat. Dazu kommt die Netflix-Doku „Schumacher ’94“, die sich auf jenes dramatische Formel-1-Jahr konzentriert, in dem Michael Schumacher endgültig zum deutschen Popkulturphänomen wurde. Und natürlich schauen wir auf die Kinokassen. Nach dem starken ersten Halbjahr hat das deutsche Box Office zuletzt an Tempo verloren – und die Marke von 100 Millionen Besuchen ist noch längst nicht sicher. Hoffnung macht ausgerechnet die nächste Colleen-Hoover-Verfilmung „Verity“, die mit Dakota Johnson und Anne Hathaway ein großes Publikum erreichen könnte. Gleichzeitig gelingt dem Re-Release von „Avengers: Endgame“ der Sprung an die Chartspitze, „Resident Evil“ entwickelt sich zunehmend zum Langläufer und „Heart of the Beast“ mit Brad Pitt überrascht stärker als erwartet. Dazu sprechen wir über „Primetime“ mit Robert Pattinson und Regisseur Lance Oppenheim – und über dessen nächstes Projekt „You Can See Everything“, das gemeinsam mit Nathan Fielder entstanden ist und zu den meistdiskutierten Dokumentarfilmen der aktuellen Award Season gehört. Während der Film in den USA bereits Mitte Oktober startet, hat er für Deutschland bislang weder einen Verleih noch einen Kinostart. Warum eigentlich nicht? Zum Schluss blicken wir auf die kommenden Starts: Welche Chancen haben „Shaun das Schaf“ und die Juli-Zeh-Verfilmung „Corpus Delicti“ am deutschen Box Office?

  4. Sep 23

    Warner/Paramount ein Done Deal? Warum schwächelt "Resident Evil" in Deutschland? Wo sind die Ideen - brutale Personal-Rochade bei Prime, Apple+, Netflix! Brad Pitt überrascht mit "Eiserne Wildnis"!

    Warum läuft „Resident Evil“ überall bombastisch – nur in Deutschland so verhalten? Die Neuverfilmung von Zach Cregger entwickelt sich international zum Überraschungshit: In den USA startet der Horrorfilm deutlich über den Erwartungen, auch weltweit fallen die Zahlen stark aus. Nur das deutsche Publikum zeigt sich auffällig zurückhaltend. Wir sprechen darüber, warum der Film hierzulande trotz Constantin-Power und breitem Kinostart nicht richtig zündet – und ob die deutsche Skepsis gegenüber Horror, Videospielverfilmungen und Genrekino dabei eine Rolle spielt. Außerdem schauen wir ausführlich auf den deutschen Streamingmarkt, auf dem gerade einiges in Bewegung gerät. Bei Netflix, Prime Video, Apple TV und Disney+ wechseln Verantwortliche oder verschwinden Positionen ganz, während gleichzeitig auffällig viele deutsche Produktionen auf den Markt kommen. Doch statt großer, eigenständiger Serien dominieren bekannte Marken, Krimis, Adaptionen und vermeintlich sichere Stoffe. Was ist aus der Aufbruchsstimmung der frühen Streamingjahre geworden? Und droht nach „Dark“, „Der Pass“ und „Babylon Berlin“ eine neue Phase der deutschen Serienkonfektion? Auch bei Paramount und Warner gibt es eine entscheidende Entwicklung: Die kartellrechtlichen Widerstände gegen den Zusammenschluss schwinden, nachdem sich Paramount mit einer Gruppe von US-Generalstaatsanwälten geeinigt hat. Wir schauen auf die Zugeständnisse, die Zukunft von CNN und CBS News, mögliche Stellenstreichungen – und darauf, was der Deal langfristig für Studios, Streamingdienste und den deutschen Markt bedeuten könnte. Passend zur laufenden Award Season ziehen wir außerdem Bilanz vom Toronto International Film Festival. Netflix’ „La Bola Negra“ geht mit dem Publikumspreis und reichlich Oscar-Buzz aus dem Festival, während „I Play Rocky“ als möglicher Publikumsliebling auf sich aufmerksam macht. Dazu sprechen wir über weitere Filme, die in den kommenden Monaten eine Rolle spielen könnten – und über die ewige Frage, wie weit Kritikerlieblinge und Publikumserfolge in der Award Season auseinanderliegen. Im Box-Office-Briefing blicken wir auf ein deutlich ruhigeres Wochenende in Deutschland. „Spider-Man: Brand New Day“ hat inzwischen mehr als fünf Millionen Tickets verkauft, „Die Odyssee“ zieht an „Oppenheimer“ vorbei und „Vaterland“ entwickelt sich mit inzwischen mehr als 300.000 Besucher:innen zu einem bemerkenswerten Arthouse-Erfolg. Wir sprechen darüber, was gerade dieser Film dem deutschen Kino vormacht. Zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: Brad Pitt kämpft sich in „Heart of the Beast – Eiserne Wildnis“ gemeinsam mit einem Militärhund durch die Wildnis, während eine neue „Emil und die Detektive“-Verfilmung um das junge Publikum kämpft. Dazu kommen „Primetime“ und die Extended Version von „Avengers: Endgame“ – bevor mit „Verity“ bereits der nächste potenzielle Publikumsmagnet vor der Tür steht.

  5. Sep 17

    Elon-Musk-Doku vor dem Aus? Der Venedig-Aufreger "Naza". Resümee der Emmy-Verleihung. JustWatch als Streaming-Alternative. All In für Tom Cruise und Warner mit "Digger". Comeback für "Resident Evil"!

    Wie viel Macht hat Big Tech inzwischen über Hollywood? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über Alex Gibneys vierstündige Elon-Musk-Dokumentation, die nach ihren Festivalpremieren in Venedig und Toronto für Aufsehen sorgt – deren internationaler Kinostart aber plötzlich in der Schwebe hängt. Universal hält die Rechte außerhalb Nordamerikas, hat bislang jedoch keinen Starttermin angekündigt. Wir diskutieren, ob der Druck eines der mächtigsten Tech-Unternehmer der Welt inzwischen bis in die Veröffentlichungspolitik Hollywoods reicht – und was das für kritische Filme über Musk, Zuckerberg und die Silicon-Valley-Elite bedeutet. Außerdem blicken wir auf die Emmys und einen Streamingdienst, der sich immer stärker zum neuen Prestigezentrum des Seriengeschäfts entwickelt: Apple TV+ räumt erneut groß ab und stellt mit seinen Comedy-Erfolgen neue Rekorde auf. Ist Apple inzwischen das neue HBO? Oder fehlt den aufwendig produzierten und von Kritikern gefeierten Serien noch jener kulturelle Impact, den „The Sopranos“, „Game of Thrones“ oder „Succession“ einst hatten? Yannick zieht zudem seine Bilanz der Filmfestspiele von Venedig. Im Mittelpunkt steht die politische Kontroverse um „Naza“, den neuen Dokumentarfilm der „No Other Land“-Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor. Der einzige Dokumentarfilm im Wettbewerb wurde bewusst ans Ende des Festivals gesetzt, erhielt minutenlangen Applaus und den Spezialpreis der Jury – löste anschließend aber auch heftige Reaktionen in Israel aus. Wir diskutieren seine Perspektive auf den Gaza-Krieg und die Frage, was ein politischer Dokumentarfilm leisten muss und wo seine Grenzen liegen. Auch aus der deutschen Branche kommen Nachrichten: Nach der Übernahme von Sky durch RTL sollen rund 500 Stellen wegfallen. Wir sprechen über die Folgen der anhaltenden Konsolidierung im Mediengeschäft – und darüber, ob der Zusammenschluss wenigstens das bisher ziemlich unübersichtliche Nebeneinander von Sky, WOW und RTL+ vereinfachen könnte. Dazu gibt es Neues aus dem Streamingmarkt: JustWatch wird vom Streaming-Guide selbst zum Streaminganbieter und will mit einem werbefinanzierten Angebot unter anderem in Deutschland starten. Könnte ausgerechnet der Dienst, bei dem wir bislang nach Filmen gesucht haben, die bei Netflix & Co. fehlen, einige der immer größer werdenden Lücken in den Streamingkatalogen schließen? Im Boxoffice-Briefing feiern wir einen außergewöhnlichen Erfolg: Das Kinofest bringt die deutschen Top 20 auf mehr als zwei Millionen Besucher und beschert zahlreichen Filmen enorme Zuwächse. „Spider-Man“ überspringt die Fünf-Millionen-Marke, „Die Odyssee“ nähert sich 4,2 Millionen, „Toy Story 5“ wird zum Besuchermillionär und auch „Das gewisse Etwas“, „Vaterland“ und das „Steckerlfischfiasko“ profitieren kräftig. Nach diesem Wochenende stellt sich umso mehr die Frage: Braucht Deutschland ein zweites Kinofest im Jahr? Und dann ist da noch „Resident Evil“. Zach Creggers Reboot der Videospielreihe ist für uns eine der großen Horrorüberraschungen des Jahres – und könnte für Constantin zu einem dringend benötigten internationalen Box-Office-Hit werden. Wir sprechen darüber, warum der Film als Videospieladaption so gut funktioniert, wie Cregger nach „Weapons“ seinen nächsten Genre-Coup landet und ob „Resident Evil“ am Wochenende sogar „Spider-Man“ von der Spitze der deutschen Kinocharts verdrängen kann. Außerdem: Tom Cruises ungewöhnliche PR-Offensive für „Digger“, die Stephen-King-Neuauflage „Carrie“, Quentin Tarantinos neue Projekte und die Frage, welche Neustarts in den kommenden Wochen an der Kinokasse durchstarten könnten.

  6. Sep 9

    Das Feld der Oscar-Anwärter lichtet sich! Das Kinofest auf Rekordkurs. Brutale Preiserhöungen bei Netflix, Apple TV & Co. Ein Sensationserfolg namens "Vaterland" und die PR-Katastrophe "The Uprising"

    Wie teuer darf Streaming noch werden? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über die nächste Runde der Preiserhöhungen bei Netflix, Apple TV+ & Co. Nachdem Streaming in den vergangenen Jahren bereits deutlich teurer geworden ist, ziehen die Anbieter 2026 erneut kräftig an. Gleichzeitig stellt sich immer drängender die Frage: Wird das Angebot eigentlich im gleichen Maße besser? Wir diskutieren, wann bei den Abonnenten die Schmerzgrenze erreicht ist – und ob ausgerechnet das Kino von der wachsenden Streaming-Müdigkeit profitieren könnte. Passend dazu schauen wir auf das Kinofest am 12. und 13. September. Für fünf Euro pro Vorstellung wollen die deutschen Kinos wieder Millionen Menschen in die Säle locken. Im vergangenen Jahr kamen rund 1,65 Millionen Besucher. Wir fragen, warum solche Aktionen funktionieren – und ob sich die Branche angesichts steigender Ticket- und Concession-Preise nicht häufiger mit günstigen Angeboten bei ihrem Publikum bedanken sollte. Natürlich blicken wir auch auf die Award Season. Nach den Filmfestspielen von Venedig und den ersten Reaktionen aus Telluride kristallisieren sich die frühen Favoriten heraus. Lee Chang-dongs „Possible Love“ gehört zu den heißesten Anwärtern auf den Goldenen Löwen und könnte auch bei den Oscars eine Rolle spielen. Jesse Eisenbergs „The Debut" bringt vor allem Julianne Moore ins Oscar-Gespräch, während Andrew Scott mit „El Señor“ eine weitere viel beachtete Performance vorlegt. Besonders spannend ist in diesem Jahr das Dokumentarfilmfeld. Alex Gibneys vierstündiges „Musk“ nimmt sich Elon Musk und dessen politischen Einfluss vor. Noch größere Begeisterung löst in Telluride „You Can See Everything“ aus: Nathan Fielder und Lance Oppenheim begleiten darin Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes unmittelbar vor ihrem Haftantritt. Ein ungewöhnlicher Hybrid aus Dokumentation, Inszenierung und Reality-TV, der schon jetzt zu den großen Gesprächsthemen der Award Season gehört. Außerdem sprechen wir über drei neue Trailer: „Artificial“ mit Andrew Garfield bringt die Macht der KI-Unternehmen als düsteren Tech-Thriller auf die Leinwand. Tom Cruise zeigt sich in „Digger“ als exzentrischer Milliardär in einer zunehmend absurd und bissig wirkenden Satire. Und M. Night Shyamalan verbindet für seinen neuen Film mit Jake Gyllenhaal ausgerechnet Nicholas-Sparks-Romantik mit übernatürlichem Horror. Im Box-Office-Briefing bleibt „Spider-Man: Brand New Day“ in Deutschland auf Erfolgskurs und nähert sich der Marke von fünf Millionen Besuchern, während „Die Odyssee“ auch in der achten Woche erstaunlich stark läuft. Besonders erfreulich: Mit „Das gewisse Etwas“, „Vaterland“ und dem „Steckerlfischfiasko“ stehen gleich mehrere deutsche beziehungsweise deutsch koproduzierte Filme weit oben in den Charts. Vor allem der Schwarz-Weiß-Film „Vaterland“ entwickelt sich zum bemerkenswerten Arthouse-Erfolg. In den USA feiern unterdessen „Coyote vs. Acme“ und eine Horror-Komödie starke Holds, während der 4K-Rerelease von „Akira“ einmal mehr zeigt, welches Potenzial Anime inzwischen an der Kinokasse besitzt. Und zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: Warum der in Bayern gedrehte Historienfilm „Uprising“ mit Andrew Garfield für uns trotz Paul Greengrass hinter der Kamera eine herbe Enttäuschung ist – und weshalb der neue „Resident Evil“ schon jetzt nach einem der nächsten großen Horrorhits aussehen könnte.

  7. Sep 7

    Sonderfolge direkt vom Lido: Die Tops, Flops und heißen Oscaranwärter - unsere erste große Bilanz der Filmfestspiele von Venedig 2026.

    Sonderfolge vom Lido: Die Filmfestspiele von Venedig eröffnen traditionell die heiße Phase der Award Season – und auch 2026 versammelt sich wieder ein großer Teil des internationalen Autorenkinos an der Lagune. Für diese Folge sprechen wir direkt mit Yannick Vollweiler vor Ort über die ersten Favoriten, Enttäuschungen und Oscar-Hoffnungen des Festivals. m Zentrum steht „Wild Horse Nine“, die neue Komödie von Martin McDonagh. Der Film über zwei CIA-Agenten, die kurz vor dem chilenischen Militärputsch 1973 auf die Osterinsel geschickt werden, gehört bislang zu den großen Publikumslieblingen am Lido. Vor allem John Malkovich sorgt für Gesprächsstoff und bringt sich früh als möglicher Oscar-Kandidat in Stellung. Auch Sam Rockwell, Steve Buscemi, Parker Posey und Tom Waits gehören zum prominent besetzten Ensemble. Große Erwartungen gab es auch an „Primetime“ mit Robert Pattinson. Der Film rekonstruiert die Geschichte der kontroversen US-Realityshow „To Catch a Predator“ und untersucht, wie sich investigativer Journalismus, moralischer Kreuzzug und quotengetriebene Inszenierung miteinander vermischen. Pattinson überzeugt in der Hauptrolle – doch reicht das in einem bereits jetzt stark besetzten Oscar-Jahr für eine Nominierung? Auch der Eröffnungsfilm über Rupert Murdoch und den Aufstieg der britischen „Sun“ sorgt für Diskussionen. Danny Boyle erzählt vom Siegeszug eines Boulevardjournalismus, der Skandal, Sensation und Reichweite zum Geschäftsmodell macht. Mit Jack O’Connell, Guy Pearce und Claire Foy ist der Film prominent besetzt und hoch unterhaltsam – bei seiner politischen Medienkritik bleibt er aus unserer Sicht allerdings widersprüchlicher. Weniger überzeugt hat dagegen Werner Herzogs neuer Spielfilm, obwohl der deutsche Regieveteran mit prominenter Besetzung in den Wettbewerb zurückkehrt. Auch Nanni Moretti und Paul Schrader bleiben mit ihren neuen Arbeiten hinter den Erwartungen zurück. Ganz anders die Reaktionen auf den südkoreanischen Oscar-Beitrag „Possible Love“, der sich nach den ersten Vorführungen zu einem der Favoriten auf den Goldenen Löwen entwickelt. Wir sprechen außerdem darüber, was Venedig in diesem Jahr auffällig fehlt: die ganz großen Hollywood-Studiofilme. Trotzdem zeigt sich, dass ein Festival auch ohne Blockbuster-Premieren genügend Aufmerksamkeit erzeugen kann – solange die wichtigen Autorenfilme liefern. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob sich die großen Studios dauerhaft von den Festivals entfernen oder schon bald wieder verstärkt zurückkehren. Natürlich bleibt auch die Politik am Lido präsent. Offene Briefe, Gaza-Debatten und politische Statements gehören inzwischen fast selbstverständlich zur Begleitmusik der großen Festivals. Besonders gespannt wird auf „Naza“, den neuen Dokumentarfilm der „No Other Land“-Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor, gewartet, der sich erneut mit dem Krieg in Gaza beschäftigt und bewusst erst spät im Festival gezeigt wird. Und während in Venedig noch um den Goldenen Löwen gerungen wird, kommen bereits die nächsten Signale aus Telluride und der beginnenden US-Award-Season. Besonders Nathan Fielders „You Can See Everything“, ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm über den Theranos-Skandal, sorgt für erste euphorische Reaktionen. Auch Julianne Moore bringt sich mit einem weiteren Titel früh als mögliche Oscar-Favoritin ins Gespräch. Abschluss ziehen wir eine erste Zwischenbilanz: Welche Filme haben bislang die besten Chancen auf den Goldenen Löwen? Kann „Possible Love“ seine Favoritenrolle verteidigen – oder entscheidet sich die Jury am Ende für einen international sichtbaren Award-Contender wie „Wild Horse Nine“?

  8. Sep 2

    Hype um GTA Vl auf Netflix! Warum floppte Ridley Scotts "The Dog Stars"? Die Kontroverse um das Comeback von Ali G. Disney+ und CinemaxX arbeiten zusammen! Hat "Das gewisse Etwas" das Zeug zum Hit?

    Donald Trump als Retter Hollywoods? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über einen überraschenden Vorstoß des US-Präsidenten: Mit dem „Motion Picture, Television and Entertainment Revitalization Act“ soll ein bundesweiter Steueranreiz für Film- und TV-Produktionen geschaffen werden. Warum unterstützt ausgerechnet Trump eine Branche, mit der er politisch seit Jahren fremdelt? Und was würde ein nationaler Tax Incentive für den Produktionsstandort USA – aber auch für Deutschland und Europa – bedeuten? Außerdem geht es um zwei vollkommen gegensätzliche Box-Office-Geschichten. Ridley Scotts neuer postapokalyptischer Film „The Dark Stars“ legt trotz prominenter Besetzung mit Jacob Elordi, Josh Brolin und Guy Pearce eine empfindliche Bauchlandung hin. Wir fragen, warum das Publikum bei dem Pandemie-Thriller nicht mitgeht, welche Rolle die zunehmende Eventisierung des Kinos spielt und ob Ridley Scotts Name allein heute noch genügend Zugkraft besitzt. Ganz anders sieht es bei „Coyote vs. Acme“ aus: Der bereits 2023 fertiggestellte Looney-Tunes-Hybridfilm sollte ursprünglich komplett verschwinden und wurde von Warner Bros. Discovery aus steuerlichen Gründen abgeschrieben. Nach jahrelangen Fan-Protesten und einer ungewöhnlichen Rettungsaktion durch den Indie-Verleih Ketchup Entertainment kommt der Film nun doch ins Kino – und startet überraschend ordentlich. Eine Geschichte über Fankultur, Konzernpolitik und darüber, wie ein Film bereits lange vor seinem Kinostart ein eigenes Narrativ entwickeln kann. Kontroversen gibt es auch um Sacha Baron Cohen. Sein neues „Ali G“-Comeback sorgt noch vor Kinostart für Boykottaufrufe und Rassismusvorwürfe. Wir diskutieren, ob Cohens provokanter Humor aus den Nullerjahren heute noch funktioniert – und wo die Grenze zwischen satirischer Auseinandersetzung mit Stereotypen und ihrer bloßen Reproduktion verläuft. Dazu schauen wir auf die Veränderungen im Streaminggeschäft: Ein 27-minütiger Promo-Film zu „GTA VI“ wird zum meistgesehenen Netflix-Titel der Woche und zeigt, wie stark sich die Plattform inzwischen über klassische Filme und Serien hinaus entwickelt. Gleichzeitig startet Disney+ gemeinsam mit CinemaxX den Disney+ Kino-Dienstag – ein weiteres Beispiel dafür, dass Streaming und Kino längst nicht mehr nur Konkurrenten sind. Und auch Tom Cruise blickt schon wieder nach vorne: „Days of Thunder 2“ soll kommen, diesmal mit Anne Hathaway an seiner Seite. Wir sprechen darüber, warum Paramount ausgerechnet diesen Kultfilm wiederbelebt und wie sehr der Erfolg von „F1“ und „Top Gun: Maverick“ die neue Rennfilm-Welle befeuert. Im Box-Office-Briefing werfen wir wie immer einen Blick auf die deutschen Kinocharts: „Spider-Man“ bleibt an der Spitze, „Die Odyssee“ zeigt auch in Woche sieben enorme Ausdauer und „Pandora – Spaziergang nach Syrakus“ entwickelt sich zum erfreulichen Arthouse-Erfolg. Deutlich schwächer laufen dagegen viele Neustarts. Zum Schluss schauen wir voraus auf „Das gewisse Etwas“, die neue Constantin-Produktion von Marc Rothemund, und fragen, ob die Feel-Good-Komödie das Potenzial zum nächsten deutschen Millionenhit hat.

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Box Office Inside - eine Show über Filmbusiness, Kino- und Serienkultur. Die Kultur- und Filmjournalisten Chris Schinke und Florian Koch beleuchten in diesem Podcast im Wochentakt den deutschen und internationalen Kinomarkt. Im Zentrum stehen in Box Office Inside Zahlen, Trends und Geschichten rund um das Kino- und Streaming-Geschehen. Das Format verbindet Markt- und Branchenanalyse mit kultureller Betrachtung, Kritik und einem Funken Glamour.

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