Hätten wir's mal aufgezeichnet...!

Kimberly und Jón

Wir sind ein Juristenpärchen, dass neben all den Jura-Themen vor allem über das Leben zwischen den Paragrafen plaudert. Es geht um Entscheidungen, Zweifel, Perspektiven, Gesellschaftliches und auch Beziehungsfragen. Viele bereits geführte Gespräche hätten eigentlich ins Mikro gehört. Jetzt tun wir's - der Name ist Programm. Hier gibt's ehrliche Einblicke, eine Prise Selbstironie und Denkanstöße, die Euch vielleicht länger begleiten als der letzte Kaffeefleck im Gesetzestext. Nehmt mit, was taugt und vergesst, was niemand braucht.

  1. Sep 18

    #17 Trip-Report: Von Seattle bis San Diego

    Drei Wochen, 7.500 Kilometer, acht Nationalparks und ein Chevy, der am Ende fast zum Zuhause wurde. Bei Cognac und Fotobuch blicken wir auf unseren Roadtrip entlang der US-Westküste zurück: von Seattle über den Highway One bis San Diego, mit Abstechern nach Las Vegas, zum Grand Canyon und in den Antelope Canyon. Und wir klären, wie gut man sich nach drei Wochen auf engstem Raum noch versteht. Nach Kims LL.M.-Jahr in Boston stand noch ein großer Punkt auf der Liste: die Westküste. In dieser Folge machen wir es uns auf der Couch gemütlich, blättern durch unser Fotobuch und erzählen von drei Wochen Roadtrip durch Washington, Oregon, Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona. Wir sprechen darüber, wie wir die Reise geplant haben: mit einem nächtlichen Marathon-Telefonat über die Zeitzonen hinweg, KI-Routenplanung, die öfter danebenlag, einer klaren Aufgabenteilung und einem Budget von 100 Euro pro Nacht, und das mitten in der Fußball-WM. Geplant waren 4.500 Kilometer, gefahren sind wir 7.500. Unterwegs gab es viel zu erleben: der raue, neblige Nordwesten und Thor's Well, die gigantischen Redwoods, die Fahrt über die Golden Gate Bridge, Santa Barbara, das Feuerwerk am 4. Juli in Los Angeles, die Casino-Psychologie in Las Vegas, Zion, Bryce, Horseshoe Bend, Monument Valley, der Sonnenaufgang am Grand Canyon und 45 Grad in Phoenix. Dazu kommen ein holpriger Start mit dem Mietwagen, eine Polizeikontrolle in Nordkalifornien und die Frage, ob sich eine teure Tour durch den Antelope Canyon lohnt. Spoiler: ja. Außerdem geht es darum, wie man als Paar drei Wochen auf engstem Raum erlebt. Wir reden über Kompromisse bei der Route, spontane Umwege, die doch nicht passen, eigene Bedürfnisse ohne Rückzugsort und Rituale, die Halt geben, vom immer gleich gepackten Kofferraum bis zum morgendlichen Iced Latte aus dem Drive-through. Die Folge ist für alle, die selbst einen USA-Roadtrip planen, schon einmal einen gemacht haben oder wissen wollen, wie Reisen als Paar funktioniert, wenn man jeden Tag weiterzieht.

    #17 Trip-Report: Von Seattle bis San Diego
  2. Sep 6

    #16 Ein Jahr LL.M. an der Boston University: Ein Interview

    Ein Jahr LL.M. an der Boston University School of Law: Kim erzählt, warum sie sich für die USA entschieden hat, wie das amerikanische Jurastudium wirklich abläuft – und was ein LL.M. tatsächlich kostet. Nach fast zwölf Monaten ist Kim zurück in Deutschland – und wir nutzen die Gelegenheit für einen ausführlichen Recap ihres LL.M. an der Boston University School of Law. Zum ersten Mal im Interview-Format: Jón fragt, Kim erzählt. Es geht um die großen Fragen, die sich alle stellen, die über ein Auslandsstudium nach dem ersten Staatsexamen nachdenken. Warum überhaupt ein Master of Laws? Warum die USA, warum Boston? Wie wählt man aus über 200 Kursen aus – und lohnt sich ein spezialisierter LL.M. oder bleibt man mit dem allgemeinen Programm flexibler? Kim erzählt von ihrer Concentration im IP Law, von Kursen gemeinsam mit den amerikanischen JD-Studierenden und davon, wie anders der Unterricht in den USA funktioniert: kleine Gruppen, hunderte Seiten Readings pro Woche, Cold Calling, selbstgeschriebene Outlines und Open-Book-Klausuren. Außerdem sprechen wir offen über die Themen, die selten so konkret erzählt werden: Warum Kim sich bewusst gegen das Bar Exam entschieden hat und für wen es trotzdem Sinn ergibt. Wie lange der Bewerbungsprozess wirklich dauert, worauf es beim Personal Statement ankommt und welche Empfehlungsschreiben sie eingereicht hat. Und natürlich die Finanzierung – von externen Stipendien bis zu dem Hebel, den viele gar nicht auf dem Schirm haben: Studiengebühren lassen sich unter Umständen verhandeln. Im zweiten Teil wird es persönlich. Sprachliche Entwicklung zwischen Legal English und Alltag, WG-Leben in einem Studentenviertel in Boston, Road Trips durch New England und an die Westküste, Freundschaften aus aller Welt – und die Frage, was davon bleibt. Dazu Sport als Bostoner Grundnahrungsmittel (Red Sox, Celtics, Patriots, Bruins), wilde Truthähne auf offener Straße und zum Schluss eine Blitzrunde. Eine Folge für alle, die mit einem LL.M. liebäugeln, sich für Auslandserfahrung im Jurastudium interessieren – oder einfach hören wollen, wie sich ein Jahr anfühlt, das ziemlich viel verändert.

    #16 Ein Jahr LL.M. an der Boston University: Ein Interview

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