Geimpft geschädigt geleugnet

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Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.

  1. Thomas Weigand: Das macht Angst

    4d ago

    Thomas Weigand: Das macht Angst

    Das Interview wurde erstmalig am 09. 04. 2025 veröffentlicht. Der ehemalige Bodybuilder und Personaltrainer Thomas Weigand im Gespräch mit Johannes Clasen über ein Leben, das sich nach der Corona-Impfung radikal verändert hat. Über Schmerzen, Angst und Isolation – und den verzweifelten Versuch, gehört zu werden. Ein Leben in Kontrolle Thomas Weigand war einmal ein Mann, der seinen Körper kontrollierte. „34 Jahre nonstop Krafttraining.“ 120 kg bei 6-7% Körperfett. Ein Leben im Fitnessstudio, geprägt von Disziplin und Stärke. Als selbstständiger Personaltrainer arbeitete er mit Menschen, auch in einem Studio, das an ein Pflegeheim angeschlossen war. Dort half er seinen Kunden bei Gewichtsproblemen, Depressionen, Essstörungen. Er war der, der andere motivierte und sie aufrichtete. Er führte ein Leben, das nach vorne ging. Die Entscheidung Dann kam die Pandemie. Und mit ihr eine Entscheidung, die sein Leben für immer verändern sollte. „Ich hab mir einerseits Panik machen lassen“, sagt er heute. Die Bilder aus Italien, die Bilder aus Intensivstationen hat er „als bedrohend gesehen.“ Auch beruflich schien es ohne Impfung nicht mehr weiterzugehen – vor allem wegen der Arbeit im Pflegeheim. So ließ er sich im Januar 2021 impfen. Drei Tage später reagierte sein Körper „vehement“ mit Schmerzen im linken Bein. Der körperliche Zusammenbruch Was zunächst diffus begann, wurde schnell unerträglich. Die Schmerzen im Bein wurden immer schlimmer. Wochenlang schleppte er sich noch zur Arbeit – bis er nicht mehr laufen konnte. Seine Zehen wurden rot, platzten auf. Im Krankenhaus folgte dann die erschreckende Diagnose: ein Arterienverschluss, der als Notfall eingestuft wurde. Eine Operation folgte umgehend. Für ihn war der zeitliche Zusammenhang zur Impfung offensichtlich. Für die Ärzte nicht. „Dann hieß es: Nein, keinesfalls.“ Vielmehr wurde die Verdachtsdiagnose HIV in den Raum gestellt. Der Test war negativ. Thomas wurde zur zweiten Impfung geraten. Was dann folgte, war ein körperlicher Absturz. Nach der zweiten Impfung „gingen vehemente Hautprobleme los.“ Thomas bekam Milien und Abszesse am ganzen Körper. „Ich hab ausgesehen wie ein Streuselkuchen.“ Die Haut musste chirurgisch behandelt werden, Narben blieben. Dann kamen Schmerzen – „sehr sehr starke Schmerzen am ganzen Körper.“ Er konnte kein Messer mehr halten, keine Tür mehr aufschließen. Selbst trinken wurde wegen der Schmerzen in den Fingern zur Qual. Der Mann, der einst „der Strahlemann, der Lebemann“ gewesen war, war plötzlich hilflos. Arbeiten war unmöglich. Nicht gehört werden Als er in Kliniken ansprach, dass die Impfung die Ursache sein könnte, wurde er abgewiesen und „saudumm angemacht.“ Man sprach von „wahnhaften Hypochondrien“. Menschen, die sich einbilden würden, impfgeschädigt zu sein, seien Verschwörungstheoretiker, „die auf nicht mehr arbeitsfähig machen wollen.“ Die dritte Impfung Trotz seines schlechten gesundheitlichen Zustandes ließ Thomas sich ein drittes Mal impfen. Ein Schritt, den er heute kaum begreifen kann. Er sei zu dem Zeitpunkt noch „sehr sehr gesellschaftshörig“ gewesen, sagt er selbstkritisch. Danach eskalierte alles. Sein Körper reagierte, als würde er gegen sich selbst kämpfen. „Da hab ich überall kleine Einblutungen bekommen am Körper, ähnlich wie blaue Flecken oder Thrombosen, rote kreisrunde Punkte waren das, bis es dann plötzlich losging, dass sich richtige Hubbel an meinen Oberarmen, Unterarmen, am ganzen Körper gebildet haben und es zu massiven Einblutungen unterm Gewebe kam.“ Verletzlichkeit und der Verlust von Stärke Doch der vielleicht tiefste Einschnitt war ein anderer. Sein durchtrainierter, muskulöser Körper war lange seine Ritterrüstung und sein Schutz gewesen, durch den er eine gewisse Distanz zu anderen Menschen bewahren konnte. Stärke war immer seine Identität gewesen. Und plötzlich war er, der stets starke Mann, verletzlich. „Ich hab mich sehr schwer getan, mich auch verletzlich zu zeigen, dann war ich es plötzlich. […] Das war für mich ein wahnsinniger Kampf.“ Was folgte, war nicht nur körperlicher Schmerz, sondern auch Einsamkeit und Unverständnis. Denn auch im engsten Umfeld fand er kaum Halt. Selbst in seiner eigenen Familie wurde ihm nicht geglaubt. Bis heute ist das Thema dort problembehaftet und er muss darum kämpfen, gehört zu werden. Der Weg an die Öffentlichkeit Um Gehör zu finden, ging Thomas selbst an die Öffentlichkeit, schickte Bilder, erzählte seine Geschichte. Die regionale Zeitung griff sie auf. Mehrere Artikel erschienen und seine Geschichte wurde regional sichtbar. Leben in Angst und im Ausnahmezustand Heute lebt Thomas Weigand isoliert, einsam und allein in seiner Wohnung. Mit starken Schmerzen, die ihn täglich begleiten. „Damit ich so über den Tag komm“, nimmt er starke Medikamente, darunter Tilidin, eine opiatähnliche Substanz. Nachts wird sein Zustand oft besonders schlimm. Massiv belastende Symptome wie Kopfdruck oder neurologische Aussetzer kommen hinzu. Momente, in denen er nicht mehr sprechen kann – und sie doch bewusst erleben muss. „Wenn man dann zu Hause alleine ist und sich nicht einmal mehr mitteilen kann. […] Das macht halt Angst.“ Thomas‘ Zustand ist sehr ernst und lebensbedrohlich. Schon kleine Anstrengungen wie Treppen steigen bringen ihn an seine Grenzen. Da „läuft mir der kalte Schweiß und ich krieg überhaupt keine Luft mehr und muss stehen bleiben.“ Mehrere Organe sind betroffen. Seine Diagnoseliste ist lang. Von den Ärzten fühlt er sich oft allein gelassen: „So in der Art, der hat doch einen Schuss.“ Der Versuch, Beweise zu schaffen Um sich zu schützen, begann er, alles zu dokumentieren. Fotos, Videos, Beweise gegen den Vorwurf, sich alles einzubilden. Ein Schreiben seiner Krankenkasse an einen befreundeten Anwalt, einst sein Kunde, wurde für ihn zum Wendepunkt. Darin steht: „Unstrittig ist, dass Ihr Mandant Herr Thomas Weigand in Folge der COVID-Impfungen schwer erkrankt ist.“ Seitdem wird ihm seitens der Ärzte zumindest zugehört. Doch echte Hilfe bleibt selten, denn viele Therapieansätze, die er versucht hat, blieben erfolglos. Ein Hoffnungsschimmer Linderung fand er bisher nur in einer Behandlung: der HELP-Apherese, einer Form der Blutwäsche, finanziert durch eine Spendenaktion. Drei Behandlungen konnte er initial dadurch finanzieren. Eine vierte HELP-Apherese wurde ihm durch einen Mitpatienten aus der Schweiz geschenkt. Durch diese Behandlungen geschah etwas, das er selbst kaum fassen kann: „Es war für mich ein Wunder.“ Für einige Wochen war er nahezu schmerzfrei. Er konnte seine Medikamente drastisch reduzieren und hatte zum ersten Mal seit Langem das Gefühl, wieder zu leben. Doch die Wirkung der HELP-Apheresen hielt nicht an. Die Symptome kehrten zurück in Form von Durchblutungsstörungen, Atemnot und Schmerzen. Einige Monate später konnte, wie einem Arztbrief zu entnehmen ist, durch weitere Spendenaktionen die gesamte Therapie gemäß den Behandlungsprotokollen der Charité erfolgen: 5 HELP Apheresen und 5 Autoimmunadsorptionen. Letztere hat er laut Arztbrief schlecht vertragen. So weiß Thomas heute: Er bräuchte die Behandlung mittels Blutwäsche regelmäßig. Laut Arztbrief lautet die Empfehlung „alle 3 – 6 Monate einen Zyklus mit 5 HELP-Apheresen durchzuführen.“ Doch die Krankenkasse verweigert die Kostenübernahme. Ein verändertes Weltbild Durch seine Krankheit hat sich Thomas‘ Perspektive auf die Gesellschaft grundlegend verändert. „Ich hab bemerkt, dass ich ein manipuliertes Schaf bin“, sagt er heute über seine frühere Sicht auf die Welt. Er leidet unter dem fehlenden Diskurs und unter der Ausgrenzung. Was er sich wünscht, ist eigentlich einfach: „Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir gehört werden. […] Es würde die Seele ein Stück heilen.“ Was bleibt Denn was ihn am meisten verletzt, ist oft nicht der Schmerz – sondern das Schweigen und die leisen, für ihn spürbaren Unterstellungen seiner Mitmenschen. Er würde sich wünschen, von anderen gefragt zu werden, wie sich sein Schaden äußere. Dann „könnte ich Menschen Rede und Antwort stehen.“ Doch so heißt es oft, er habe nichts Offensichtliches: „Der ist ja nicht krank, der hat ja nichts.“ Dabei hat sein heutiges Leben mit seinem früheren Leben nichts mehr zu tun: keine Arbeit, kaum soziale Kontakte, dauerhafte Schmerzen, ständige Angst. Angst vor allem vor dem, was jederzeit passieren könnte: ein Blutgerinnsel, ein Schlaganfall, ein Moment, der alles beendet. Denn wenn ein Blutgerinnsel vor dem Herzen oder Kopf stecken bleibt, „dann ist Schicht im Schacht. […] Wenn man dann zu Hause alleine ist und sich nicht einmal mehr mitteilen kann und erträgt diese Dinge einfach nur, das macht halt Angst.“ Und so bleibt ein Leben, das einmal von Kontrolle und Stärke dominiert war – und heute von Angst und zugleich der Hoffnung, nicht länger übersehen, sondern gehört und ernst genommen zu werden, geprägt ist. Möge seine Hoffnung zu seinem Wohle und zum Wohle aller Impfgeschädigten wahr werden.

    30 min
  2. Grit: Plötzlich war sie tot

    May 27

    Grit: Plötzlich war sie tot

    Das Interview wurde erstmalig am 27. 03. 2025 veröffentlicht. Grit im Gespräch mit Johannes Clasen über die Coronazeit, ihre frühe Skepsis vor den Corona-Impfungen, den plötzlichen Tod ihrer 31-jährigen Tochter, zwei kleine Enkelkinder, die ohne ihre Mutter aufwachsen müssen und über offene Fragen, die bis heute bleiben. Kraft geben ihr die Treffen im Malchower Format, die ihr helfen, trotz Trauer und Wut weiterzuleben. Eine besondere Zeit, die für Grit anders begann Die Coronazeit begann für Grit ruhig, fast sorglos. Panik spürte sie nicht – weder bei sich noch im Familien- und Freundeskreis. Sie erinnert sich noch gut an ein Interview, das sie damals hörte – ein Gespräch zwischen Christian Drosten und dem Journalisten Jörg Thadeusz im RBB, in dem „so eine Beruhigung“ vermittelt wurde. Nachrichten aus Ischgl oder die Bilder von Krankenhäusern erreichten sie zwar, verunsicherten sie aber nicht. „Ein gesunder Mensch wird das schon […] wegstecken“, so ihre Einschätzung. Auch später blieb ihre Sicht vergleichsweise gelassen. Sie hatte keine Angst vor der Krankheit selbst – eher vor den Nachrichten und den politischen Maßnahmen, die folgten: Die ließen „einen eigentlich den Kopf schütteln.“ Zu Hause war ihre Welt in Ordnung: der Garten, die Familie, das Enkelkind. „Friede, Freude, Eierkuchen“ – so beschreibt Grit diese Zeit, die durch den intensiven familiären Kontakt „auch was Schönes“ hatte. Eine Lehrerin im Lockdown Grit ist Lehrerin und war damals krankgeschrieben. Als im Frühjahr 2020 der erste Lockdown begann, hätte sie eigentlich wieder arbeiten sollen. Doch ihre Krankschreibung verlängerte sich – im Nachhinein empfindet sie das sogar als Glück. Denn vieles, was in dieser Zeit an Schulen umgesetzt wurde, empfand sie als absurd. Besonders die aus ihrer Sicht „lächerliche“ Maskenpflicht in Schulen habe sie befremdet. Frühe Zweifel an der Impfung Als gegen Ende des Jahres 2020 über die Entwicklung der Corona-Impfstoffe gesprochen wurde, hörte Grit Warnungen, die andere kaum wahrnahmen. Besonders die Aussagen von Sucharit Bhakdi blieben ihr im Gedächtnis: Hinweise auf mögliche schwere Nebenwirkungen der neuen Impfstoffe, die in der Gesellschaft kaum diskutiert wurden. Grit suchte gezielt nach Stimmen, die Panik relativierten, die sagten, dass „alles nicht so schlimm“ sei, und nach Fakten, die beruhigten. So stand für sie früh fest, dass eine Impfung weder für sie, noch für ihren Mann und ihren minderjährigen Sohn in Frage kommen würde. Grit wollte bewusst Entscheidungen treffen, informiert und eigenverantwortlich. Dem politischen und gesellschaftlichen Druck stand sie zunehmend skeptisch gegenüber. Als Lehrerin gehörte sie zu den privilegierten Gruppen, die früh ein Impfangebot erhielten. Fast alle ihre Kollegen nahmen es an. Doch sie blieb kritisch. Ihr Widerstand wurde stärker, je mehr man sie drängen wollte: „Ne, jetzt erst recht nicht. […] Warum will man das so mit Macht in die Menschen reinkriegen?“, fragte sie sich. Eine Mutter, die immer gewarnt hatte Grit warnte nicht nur ihren Mann und ihren Sohn vor der Impfung. Auch ihrer Tochter habe sie wiederholt ihre Meinung gesagt und ihr geraten: „Lass dich nicht impfen!“ Die junge Frau war verheiratet, hatte mittlerweile zwei kleine Kinder und wohnte in Berlin. Auch wenn der Kontakt eng, die Beziehung liebevoll blieb, wusste die Mutter, dass ihr Einfluss begrenzt war und die Tochter ihre eigenen Entscheidungen traf. Der gesellschaftliche Druck – Testpflichten, Maßnahmen und die Angst, Außenseiterin zu sein – lasteten schwer auf ihr. „Da war meine Tochter nicht so souverän wie ich.“ Drei Impfungen, ein letztes Weihnachten und ein plötzlicher Tod Im Sommer 2021 ließen sich ihre Tochter und ihr Schwiegersohn schließlich impfen. Die junge Frau erhielt zunächst zwei Impfungen mit Moderna. Anfang 2022 folgte die Booster-Impfung mit Comirnaty. Zunächst verlief alles normal. Ihre Tochter arbeitete, kümmerte sich um Hausbau, Familie und ihre Kinder – das Leben verlief weiter wie gewohnt. Weihnachten 2021 traf sich die Familie unter den damals geltenden Einschränkungen. Im Rückblick hat dieses Weihnachtsfest für Grit eine besondere Bedeutung. „Es war letztendlich das letzte Weihnachten mit unserer Tochter.“ Damals ahnte noch niemand, wie tragisch sich das folgende Jahr entwickeln und das Leben der ganzen Familie für immer verändern würde. Ab dem Frühjahr 2022 litt die junge Mutter unter starken Magen-Darm-Beschwerden und verlor deutlich an Gewicht. Dennoch arbeitete sie weiter, kümmerte sich um Haus, Kinder und Familie. „Die Kraft dazu war noch da“, sagt Grit im Rückblick. Sie bat ihre Tochter immer wieder, zum Arzt zu gehen. Doch diese wiegelte ab, wollte ihren Alltag aufrechterhalten. Im Juni organisierte sie noch die Geburtstagsfeier ihrer Tochter – vordergründig wirkte alles wie immer. Kurz danach schickte sie Grit an einem Sonntag noch Fotos von sich und den Kindern. Wenige Tage später, an einem Mittwoch, war sie „plötzlich nicht mehr da“, lag morgens tot in ihrem Bett. „Wir sind aus allen Wolken gefallen.“ Der Schwiegersohn hatte am Abend zuvor nichts Ungewöhnliches bemerkt. Seine Frau sei ganz normal ins Bett gegangen, habe noch Rasen gemäht. „Morgens hat sie den Wecker nicht gehört.“ Der Notarzt konnte nichts mehr tun. Da es sich um einen ungeklärten Todesfall handelte, folgten Polizei und Ermittlungen. Die Familie erstarrte in Schock und Verzweiflung. Der erste Gedanke: die Impfung In dieser unfassbaren Situation war für Grit sofort klar, was sie für die Ursache hielt. „Ich hab sofort an diese Impfung gedacht. […] Im Prinzip hat Prof Bhakdi sowas ja vorausgesagt.“ Überflutet von einem Gefühl der Hilf- und Fassungslosigkeit dachte sie: „Es ist jetzt genau das passiert und der Einschlag ist direkt bei dir.“ Neben der unermesslichen Trauer kam auch Wut: „Auf der einen Seite Trauer, auf der anderen Seite totale Wut auf alles oder auf jeden, dass das möglich war.“ Bis heute ist sie überzeugt: „Für mich steht hunderttausendprozentig fest, dass die Impfungen dafür verantwortlich waren.“ Die Obduktion – Ungereimtheiten und offene Fragen Eine Obduktion sollte Gewissheit bringen, brachte jedoch nur neue Unsicherheiten. Grit und ihr Mann befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Quarantäne und konnten ihre Tochter daher nicht mehr sehen, sich nicht mehr von ihr verabschieden. „Das ist für mich nach wie vor ein Ding, ich muss jetzt glauben, dass sie nicht da ist, ich hab irgendwie keinen Beweis dafür.“ Irgendwann sei schließlich eine Urne beerdigt worden. Nach der Obduktion wurde ein Herzfehler, der nie Probleme bereitet hatte, als angebliche Ursache genannt – ein Befund, der laut einem Internisten aus Grits Umfeld den Tod nicht erklären könne. Nach einem Jahr bat die Familie über eine Anwältin um Einsicht in die staatsanwaltliche Akte. In den Unterlagen fanden sich Hinweise auf mehrere Organschäden, die nicht erklärbar waren – unter anderem am Herzen, an der Lunge und an der Milz. „So viele Schäden, und die Anwältin sagte uns: Ihre Tochter war schwer krank.“ Dabei sei sie, so Grit, bis zum Schluss leistungsfähig gewesen. „Ich möchte gerne eine Krankheit benannt haben, die diese Schäden hat“, so ihre Forderung. Doch eine klare Aussage wurde nicht getroffen. Bis heute nicht. Eine weitere Ungereimtheit belastet Grit ebenfalls bis heute sehr: Ein Jahr nach dem Tod der Tochter versuchte sie, über Experten der MWGFD zusätzliche Untersuchungen der Gewebeproben zu veranlassen, um den Verdacht eines Impfschadens zu klären. Denn: „Meine Überzeugung ist, dass es die Impfung war, die meiner Tochter das Leben gekostet hat.“ Doch als die Familie nach den Gewebeproben fragte, erhielt sie eine überraschende Antwort: Die Proben, die eigentlich mehrere Jahre aufbewahrt werden müssten, seien bereits wenige Monate nach dem Tod ihrer Tochter vernichtet worden. Das habe sie sehr stutzig gemacht, so Grit, bis heute wisse sie nicht, warum das geschehen sei. Entweder sei gegen Vorschriften verstoßen oder ihnen nicht die Wahrheit gesagt worden. Für Grit steht der Verdacht im Raum, dass man „irgendwie nicht mehr möglich machen wollte“, dass ihr Verdacht nachgeprüft werden könne. „Das ist für mich auch noch mal so ein Schlag gewesen.“ Denn für sie wäre es ein wichtiges Ergebnis gewesen, „eine Bestätigung oder auch eine Nichtbestätigung zu bekommen. […] So bleibt das so lange ich lebe im Raum stehen.“ Für Grit bleibt damit eine für sie entscheidende Frage unbeantwortet. „Die Umstände des Todes, die Umstände der Obduktion hinterher sind für mich höchst fragwürdig“, lautet ihr Resümee. Zwei Kinder ohne ihre Mutter Am schwersten zu ertragen ist für Grit der Gedanke an ihre beiden Enkelkinder, die ihre Mutter nie wiedersehen werden: „Meine Tochter hat zwei kleine Kinder hinterlassen. Die hätte sie gerne aufwachsen sehen.“ Die junge Frau sei eine liebevolle, engagierte Mutter gewesen. „Meine Tochter war gerne Mutter“, erinnert sie sich mit leiser Stimme. Der Kontakt zum Schwiegersohn ist bis heute gut. „Das ist das Tröstliche dabei.“ Doch die Lücke, die der Verlust hinterlässt, ist unermesslich. Zwischen Trauer und Wut Vier Jahre sind inzwischen vergangen. Doch die Gefühle sind noch immer stark. „Wenn ich darüber nachdenke geht es immer hin und her zwischen Trauer und Wut. Ich bin immer hin- und hergerissen und fühle mich so ohnmächtig.“ Besonders schwer fällt ihr, wenn mögliche Impfschäden öffentlich heruntergespielt, verharmlost und „bagatellisiert“ werden. „Für mich ist das […] keine Einzelerscheinung.“ Sogar der Trauerredner habe bestätigt, dass seiner Beobachtung nach deutlich mehr junge Menschen plötzli

    45 min
  3. Thomas Dietz: Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die Propaganda gegangen

    May 23

    Thomas Dietz: Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die Propaganda gegangen

    Das Interview wurde erstmalig am 17. 03. 2025 veröffentlicht. Ruhestandspfarrer Thomas Dietz in einem berührenden Gespräch mit Johannes Clasen über eine Zeit, die ihn bis heute bewegt: über geschlossene Kirchen, ausgebliebene Debatten und die gesellschaftliche Spaltung durch die Impf- und Coronapolitik. Der evangelische Geistliche aus der Uckermark berichtet, warum er seine Kirche trotz Druck offenhielt und wie aus seiner Gemeinde ein Ort für Gespräche, Zweifel und persönliche Schicksale wurde. Ein bewegender Rückblick auf die Corona-Jahre – und auf die Frage, welche Rolle die Kirche damals spielte. Wenn Pfarrer Thomas Dietz erzählt, spürt man schnell: Hier spricht jemand, der die Corona-Zeit nicht nur beobachtet, sondern durchlebt hat. Ruhig, überlegt, warmherzig, zugewandt – so wirkt der evangelische Geistliche aus der Uckermark. Einer, der zuhören kann und der Menschen ernst nimmt. In jedem Satz, den er spricht, spürt man seine innere Überzeugung und Menschenfreundlichkeit. Denn er ist einer, der in einer der schwierigsten Phasen der jüngeren deutschen Geschichte entschieden hat, seine Kirche offen zu halten – für offene Gespräche, für Zweifel und auch für Widerspruch. Heute lebt er mit seiner Frau im Ruhestand zurückgezogen im kleinen Ort Mönkebude am Stettiner Haff. Abseits, ruhig, zwischen Wasser und Himmel. Doch die belastenden Jahre der Corona-Zeit mit ihren besonderen Bedingungen sind für ihn noch immer sehr präsent. Für seine Frau und ihn sei diese Zeit sehr anstrengend und herausfordernd gewesen, sagt er rückblickend. Denn damals stellte sich für ihn vor allem eine grundlegende Frage: „Wie erfolgt jetzt Gemeindearbeit, wie steht Kirche, wo können wir den Menschen helfen?“ Ein Pfarrer, der die Kirchen offenhalten wollte, und Briefe, auf die niemand antwortete Besonders erschüttert hat ihn zu Beginn der Pandemie, dass Kirchen geschlossen wurden. Für den Pfarrer, der in der DDR aufgewachsen ist und dort kirchlich engagiert war, war das ein tiefgreifender Einschnitt. Vieles habe er damals erlebt – aber dass Kirchen ihre Türen schließen, sei selbst in der DDR nicht vorgekommen. Dies sei ein Punkt gewesen, der ihn „sehr zum kritischen Nachdenken angeregt“ habe. Dass Ostern 2020 ohne Ostergottesdienste stattfinden sollte, habe ihn besonders bewegt. Denn das gab es seines Wissens „in der Geschichte noch nie“. Was ihn zusätzlich beschäftigte, war die Frage, ob darüber innerhalb der Kirche überhaupt ein offener Diskurs möglich sei. Doch seine Erfahrung war ernüchternd: „Der wurde überhaupt nicht zugelassen.“ Im April 2020 schrieb er einen offenen Brief an die brandenburgische Landesregierung. Darin kritisierte er unter anderem abgesperrte Spielplätze, den Umgang mit alten Menschen in Pflegeeinrichtungen und geschlossene Kitas. Gerade in seinem Pfarrgebiet kannte er viele Familien aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Für manche Kinder sei die Kita ein stabiler Ort gewesen, ein Schutzraum. Doch eine Antwort bekam er nicht. „Gar nichts.“ Auch ein zweiter Brief an die Landeskirche blieb weitgehend folgenlos. Zwar rief ihn der Bischof später an, doch Dietz hatte den Eindruck, dass grundlegende Kritik nicht wirklich aufgenommen wurde.  „Das hörte er, aber reagierte darauf überhaupt nicht.“ Die Kirchenleitung hatte sich, so Thomas Dietz, „nicht bemüßigt gefühlt“, zu handeln. Besonders schmerzte ihn der Umgang mit Kranken und Sterbenden. In vielen Einrichtungen, auch Hospizen, waren Besuche nicht mehr erlaubt. Für Dietz eine moralische Grenzüberschreitung, die er auch öffentlich anprangerte. Die Kirche habe, so seine deutliche Kritik, „an dieser Stelle ganz und gar versagt.“ Offizieller Protest sei ausgeblieben: „Da ist von den Amtskirchen gar nichts gekommen.“ Die Demonstration in Berlin am 1. August 2020 Im 1. August 2020 fuhr Dietz mit seinen Kindern und einem Freund zu einer großen Demonstration nach Berlin. Was er dort erlebte, passte für ihn nicht zu dem Bild, das vielerorts in den Medien gezeichnet wurde. „Das war für uns wirklich ein eindrückliches Erlebnis“, sagt er. Die Teilnehmer habe er als bunt gemischtes Publikum erlebt: „Ein Publikum, wie man es sich für einen Kirchentag bloß wünschen würde, durch alle Generationen durch, querbeet, Hunderttausende.“ Besonders ein Moment hat sich in ihm tief eingeprägt: Als die Polizei die Veranstaltung auflöste, standen noch einige Redner auf der Bühne. Unter ihnen auch der Arzt Bodo Schiffmann. Dietz erinnert sich sichtbar bewegt, mit den Tränen kämpfend: „Ich habe immer noch vor Augen, wie die Polizei dort schwer bewaffnet […] auftrat.“ Dann stockt seine Stimme: „Ich kuckte zu Bodo Schiffmann hin und sah, dass seine Lippen sich bewegten und er betete das Vater unser.“ Der Nordkurier – eine Regionalzeitung, die zuhört und fair berichtet. Wenige Tage nach der Demonstration meldete sich eine Zeitung bei ihm: der Nordkurier. Die Regionalzeitung hatte gehört, dass Pfarrer Dietz an der Demonstration teilgenommen hatte und bat ihn um ein Gespräch. Er sagte zu – und die Zeitung veröffentlichte einen ausführlichen Beitrag über ihn, seine offenen Briefe und seine Erfahrungen in Berlin, übertitelt mit „Pfarrer wendet sich gegen die Panikmache“. Für Thomas Dietz war das ein entscheidender Moment. Denn der Nordkurier berichtete fair, ohne ihn zu diffamieren. Der Artikel löste eine Welle von Leserbriefen aus. Rund 80 Prozent der veröffentlichten Zuschriften unterstützten ihn. Viele Menschen bedankten sich für seine Haltung. Diese Resonanz habe ihm sehr viel Kraft gegeben und ihm den Rücken gestärkt, so Dietz. Gleichzeitig habe sie ihm gezeigt, wie groß der Gesprächsbedarf war. Die Rolle der Zeitung bewertet Dietz bis heute als entscheidend. Ohne diese Berichterstattung wären seine späteren Veranstaltungen, die als „Malchower Format“ überregionale Bedeutung erlangen sollten, wohl kaum so bekannt geworden. Das „Malchower Format“ – eine Kirche wird zum Gesprächsort In den Dörfern seiner Gemeinde spürte Dietz damals eine besondere Atmosphäre: einerseits große Angst vor Krankheit und Ansteckung, andererseits aber ein enormer Wunsch nach Austausch und Kommunikation – eine stark spürbare Spannung zwischen Angst und Menschlichkeit. Aus diesem Gefühl heraus entstand eine Idee: Vorträge in seiner Kirche. Ein Ort, an dem Menschen zuhören, diskutieren und Fragen stellen konnten, ein Ort, um Menschen aufzuklären und ihnen die Angst zu nehmen. So entstand die Vortragsreihe, die später überregional bekannt wurde: das „Malchower Format“. Die erste Veranstaltung fand im Januar 2021 statt. Eingeladen war der Arzt Paul Brandenburg. Der Nordkurier kündigte die Veranstaltung an und berichtete später auch darüber – fair und sachlich. Dietz bekam schon kurz danach zahlreiche Nachrichten. Viele Menschen schrieben ihm, dass sie sich durch die Veranstaltung ermutigt fühlten, „nicht angstbesessen durch diese Zeit zu gehen.“ Viele hätten sich bedankt, wie sehr ihnen diese Treffen, die regelmäßig abgehalten wurden, geholfen hätten, „durch diese schwierige Zeit zu kommen.“ Eine Gemeinde ohne Druck In seiner eigenen Gemeinde versuchte Dietz bewusst, jede Spaltung zu vermeiden. In den Gottesdiensten gab es keine Kontrolle von Maskenattesten, keinen Druck. „Es saßen Leute, wo ich weiß, dass sie Angst weiterhin hatten, die also auch mit Maske saßen – und es saßen auch Leute natürlich ohne Maske.“ Für ihn war entscheidend, dass sich niemand ausgeschlossen fühlte. „Es war mir ein Herzensanliegen, dass ich jetzt nicht meine eigene Gemeinde spalte durch mein Engagement.“ Und tatsächlich blieb die Atmosphäre ruhig, respektvoll und offen. Die Spaltung durch die Impfpolitik Mit Beginn der Impfkampagne nahm die gesellschaftliche Spannung aus seiner Sicht deutlich zu. Seiner Erinnerung nach habe das die gesellschaftliche Spaltung stark vorangetrieben, so Dietz. Besonders kritisch sieht er in dem Zusammenhang die Rolle der Kirchen, die „selbst für die Impfung in die Propaganda gegangen sind.“ Manche Gemeinden führten sogar 2G-Regeln ein. Für Dietz war das „ganz klar ein Verbrechen“, da man „Leute wirklich ausgeschlossen hat, gänzlich ausgeschlossen hat.“ Viele Menschen, die jahrzehntelang treue Gemeindemitglieder gewesen waren – selbst in der DDR – hätten sich dadurch tief verletzt gefühlt und seien – für Dietz nachvollziehbar -  „verstört“ aus der Kirche ausgetreten. „Ich konnte dem nicht widersprechen“, sagt er dazu. Menschen erzählen ihre Schicksale Mit der Zeit rückte ein weiteres Thema in den Mittelpunkt: mögliche Impfschäden. Dietz berichtet von vielen Gesprächen mit Betroffenen. „Ich habe erlebt, dass Leute einen Rheumaschub kriegten, ich habe erlebt, dass Leute einen Entzündungsausbruch am Körper hatten, in Depression gefallen sind.“ Auch von gehäuften Krebserkrankungen und einem Hirnaneurysma habe er erfahren. Immer häufiger sprachen betroffene Menschen nach den Vorträgen mit ihm über ihre Schicksale. Besonders eindrücklich waren für ihn in dem Zusammenhang Vortragsabende mit Fachreferenten. Bei einer Veranstaltung mit Professor Cullen aus Münster standen plötzlich mehrere Besucher auf und erzählten ihre eigenen Geschichten: „Acht, neun, zehn Leute sind dann aufgestanden und haben ihre Schicksale geschildert.“ Unter ihnen war ein Mann in seinem Alter, der nach eigener Überzeugung nach der Impfung zwei Krebserkrankungen entwickelt hatte. Diesen Mann habe er „ein Vierteljahr später beerdigt“, so Dietz. Auch bei weiteren Veranstaltungen meldeten sich Betroffene zu Wort. „Auch da haben dann mehrere Leute sich gemeldet und ihre Schicksale geschildert.“ Für viele von ihnen seien die Veranstaltungen in Malchow der einzige Ort gewesen, a

    43 min
  4. Hannah Stoll: Für mich ist es so schlimm, dass mir nichts hilft

    May 20

    Hannah Stoll: Für mich ist es so schlimm, dass mir nichts hilft

    Das Interview wurde erstmalig am 03. 03. 2026 veröffentlicht. Hannah war eine junge, leistungsorientierte und hochtrainierte Läuferin. Heute ist davon nichts mehr übrig, denn nach den Corona-Impfungen erkrankte sie schwer. Was mit geschwollenen Gelenken und Erschöpfung begann, entwickelte sich zu einer komplexen, chronischen Erkrankung. Es folgte eine jahrelange Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken, zahllose Therapieversuche, invasive Behandlungen, Hoffnungen – und immer wieder Rückschläge. Doch Hannah kämpft weiter trotz Verzweiflung, sozialer Isolation und existenzieller Gedanken. Denn sie will leben. Nicht mit Schmerz und Erschöpfung – sondern mit einer echten Perspektive auf Anerkennung und Verbesserung. Hannah aus Baden-Württemberg war eine junge, leistungsorientierte, sportliche Frau, die lief, während andere noch schliefen. Über 100 Kilometer pro Woche. Jeden Tag. Ihr Körper war ihr Zuhause, ihre Kraftquelle, ihr Stolz. Kurz vor der Impfung war sie so fit wie nie zuvor. Ihr Ziel: die fünf Kilometer unter 20 Minuten. „Ich hätte das auch laut meinem Training erreicht.“ Heute kann Hannah keine Läufer mehr sehen. „Das zerreißt mir das Herz, da muss ich losheulen.“ Hannah ist trotz ihrer schweren Erkrankung mutig und stark. Denn früh ging sie an die Öffentlichkeit mit der Information, dass sie nach den Corona-Impfungen schwer erkrankt ist. Eine Entscheidung, die Courage verlangt hat – und die sie bis heute Kraft kostet. Auf die Frage, warum sie sich impfen ließ, sagt sie: „Die Frage, die stell ich mir selber tatsächlich jeden Tag.“ Die Angst vor Corona – und der Wunsch, weiterlaufen zu können Im Dezember 2020 erkrankte ihre Familie an Corona. Zuerst der Vater – schwer, mit typischen Symptomen, Geruchs- und Geschmacksverlust, totaler Erschöpfung. Dann die Mutter, leichter Verlauf. Im Januar 2021 traf es Hannah selbst. Auch sie war erschöpft, hatte grippeähnliche Symptome und starke Ohrenschmerzen, aber kein Fieber. Nur ihr Vater erhielt damals einen PCR-Nachweis. Für sie und ihre Mutter standen keine PCR-Tests zur Verfügung – eine Tatsache, die sie fatalerweise später zur zweiten Impfung veranlassen sollte. Ab Frühjahr 2021 ging es Hannah wieder gut. Sie konnte wieder laufen. Die Angst vor einer schweren Corona-Erkrankung aber blieb. Hannah hatte große Sorge, dass das Virus ihre Lunge angreifen und ihr den Laufsport nehmen könnte. Die Entscheidung für die Impfung war vielschichtig: Sie war „gutgläubig“, sagt sie heute. Und sie hatte Angst. Auch der Druck am Arbeitsplatz war hoch. Ihre Vorgesetzten waren Impfbefürworter. Tägliches Testen empfand sie als Schikane. Selbstkritisch stellt sie fest: „Ich hätte diesem Druck nicht standgehalten.“_ Erste Reaktionen nach der Impfung Zum Zeitpunkt der ersten Impfung war sie wegen einer Sportverletzung in der Leiste krankgeschrieben. Auf ihre Impfentscheidung hatte dies aber keinen Einfluss. Sie hätte sich trotzdem impfen lassen, sagt sie. Drei Tage nach der Impfung begannen die Beschwerden: geschwollene, schmerzende Kniegelenke. Sie konnte kaum noch gehen. Schmerzmittel halfen nicht. Dazu kam eine ausgeprägte Fatigue. Vor der zweiten Impfung spürte sie schon deutliche Zweifel und sprach ihren Arzt darauf an. Ob das sinnvoll sei? Sechs Wochen lagen dazwischen. Die Fatigue hatte sich etwas gebessert. Doch der Arzt riet zur zweiten Dosis. Aufgrund des fehlenden PCR-Nachweises „musste“ sie sich, im Gegensatz zu ihrem Vater, ein zweites Mal impfen lassen. Die Beschwerden wurden auf ihren intensiven Laufsport und die Sportverletzung geschoben. Nach der zweiten Impfung kam der „mega-Fatigue-Zustand“. Für sie war klar: Das konnte nicht mehr von der Leistenverletzung kommen, die zwei Monate zurücklag. Die Leiste reagierte wie „ein Rebound“, die Beschwerden wurden heftiger. Pulsierende Entzündungsschmerzen, Krämpfe in den Ellenbogen, anschwellende Finger, Eiter an den Fingernägeln, entzündete Fingerkuppen. Ein bestehendes Raynaud-Syndrom verschlimmerte sich drastisch. Es folgten Kieferschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Darmprobleme, Entzündungen und Brennen an Schleimhäuten. Sie konnte nicht einmal mehr spazieren gehen. Auf der Suche nach Antworten und Hilfe Im Herbst 2021 begann ihre Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken. Zunächst erfolgte eine stationäre Aufnahme in einer Rheumaklinik. Eine Krankenschwester sagte ihr dort, „wieviele Fälle sie hätten seit der Impfung. So viele Leute, die seit der Impfung einen Rheumaschub bekommen haben oder wo sich Rheuma entwickelt hat. Und dass es sogar die Ärzte sagen würden.“ Ihr gegenüber habe das jedoch kein Arzt gesagt. „Aber der Schwester gegenüber wohl schon.“ Rheumafaktoren wurden nicht gefunden. So blieb es offiziell bei der Annahme einer Sportverletzung. Doch Hannah spürte, dass mehr dahintersteckte, dass die Ärzte „mehr wissen als sie sagen. […] Man kriegt da irgendwie ein Gespür.“ Es folgten unzählige Arztkontakte: Rheumatologen, Neurologen, Universitätskliniken. Anfangs wurde ihren Schilderungen kein Glauben geschenkt. Ihre Beschwerden seien psychischer Natur, so die Aussagen der Ärzte. Doch im Laufe der Zeit wurden viele Diagnosen gestellt: Post Vac, ME/CFS, immunvermittelte Small Fiber Neuropathie (SFN), klinisch gesichert durch Hautbiopsie im Sommer 2024. Autoantikörper wurden nachgewiesen. Ihre Symptome passen dazu: Ganzkörperschmerzen, tief, drückend, stechend, pulsierend. Berührungsempfindlichkeit. Gestörtes Temperaturempfinden. Autonome Störungen mit Beteiligung des Magen-Darm-Trakts. Dauerschmerz, der auch durch Schmerzmittel nicht in den Griff zu bekommen ist. Typisch für Hannahs Schmerzen ist, dass sie wandern und sich verlagern. „Immer für einige Monate am Stück an derselben Stelle sehr heftige Schmerzen.“ Andere Schmerzen seien dumpfer – „damit könnte ich sogar leben.“ Es folgten entzündete Füße, eine entzündete Achillessehne – sie kam nicht mehr in geschlossene Schuhe. Später kamen massive Rückenbeschwerden hinzu. Ein privater Schicksalsschlag verschlimmerte die Situation. Die Schmerzen wurden dauerhaft. Diese heftigen Schmerzen haben „mich zurückgeworfen wie zum Teil die Zustände direkt nach der Impfung gewesen sind.“ Wenn nichts hilft Resigniert sagt sie: „Für mich ist es so schlimm, dass mir nichts hilft.“ Denn sie hat fast alles versucht: Nahrungsergänzungsmittel. Unterschiedlichste Ernährungsformen. Schmerzmittel, Statine, Sartane. LDN (Low-Dose Naltrexon). Magnetfeldmatte – die die Nervenschmerzen verstärkte. Auch eine mehrmonatige Phase ganz ohne Medikamente, um dem Körper die Chance zu geben, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nichts half. Auch invasive Behandlungen gehören zu ihren Therapieversuchen: Hannah unterzog sich sieben Immunadsorptionen in Hannover. Eine kostet 2.500 Euro. Von der Kasse wurden sie nicht bezahlt. Der Effekt: „null“. Die Verabreichung von Immunglobulinen in der Universität Tübingen wurde von der Krankenkasse bezahlt und brachte zunächst Besserung: mehr Energie, besserer Schlaf, bessere Verdauung. Hoffnung. Doch später zeigten sie keine Wirkung mehr. Nach einer Therapiepause versuchte sie es erneut mit einer ambulanten Gabe der Initialdosis. Darauf eskalierte ihr Zustand mit Herzrasen. „Sodass ich dann gesagt habe: Das macht doch keinen Sinn und ich möchte das nicht mehr.“ Viele dieser Therapien wurden privat finanziert. Ihre Familie hat sehr viel Geld investiert. Hannah weiß, dass sie sich in einer besonderen Lage befindet. Viele andere Betroffene seien finanziell ruiniert. Sie hingegen konnte nahezu jede Therapieoption ausprobieren. Dafür ist sie dankbar. Mittlerweile sieht sie sich und andere Betroffene als Versuchskaninchen. Denn viele Geschädigte seien so hoffnungslos, dass sie sich jeder Therapieform unterziehen würden, fatalerweise aber „dafür noch zahlen“ müssten. Der Gedanke an den Tod Im Dezember 2025 ging es ihr besonders schlecht. Die Universitätsklinik Tübingen bot nur noch Schmerztherapie an – viele Medikamente kann sie aber wegen einer Herzproblematik nicht nehmen. „Das war es dann halt von Seiten der Uniklinik. Das hat mich wirklich in ein richtiges Loch gezogen, ich war so verzweifelt, weil ich dachte, jetzt hab ich gar keine Optionen mehr, weil ich alle Therapien schon hinter mir hab.“ Aus Verzweiflung begann sie, über begleiteten Suizid nachzudenken. Sie wollte „mit diesen Schmerzen nicht mehr leben“, wollte nicht mehr anderen jungen Menschen beim Leben zusehen. Ein begleiteter Suizid erfordert jedoch ein psychiatrisches Gutachten, das einen lang anhaltenden Wunsch bestätigt. Sie suchte nach Möglichkeiten. Wartete auf Rückmeldungen. Bisher hat sie von dem angefragten Psychiater nichts gehört. Eine neue Hoffnung: Stammzellentherapie Doch dann hörte sie von einer anderen Option, die „vielversprechend sei“: eine Stammzellentherapie, bei der Stammzellen aus dem körpereigenen Fettgewebe entnommen, aufbereitet und wieder infundiert werden. Dies gab ihr neue Hoffnung. So sagte sie sich: „Hannah, du bist noch so jung, und eigentlich möchtest du ja leben.“ So unterzog sie sich vor einem Monat dieser Stammzellentherapie. Kosten: über 10.000 Euro. Eine sehr schmerzhafte Prozedur, an der sie noch heute laboriert. Hannahs Bauch ist noch verhärtet, Hämatome sind noch sichtbar. Der Wirkungseintritt kann bis zu einem halben Jahr dauern. Noch lässt sich nichts über den Therapieerfolg sagen. „Aber klar: […] Jede Woche die verstreicht, werde ich nervöser und hab auch wieder Angst.“ Derzeit sind Hannahs Schmerzen stärker. Vielleicht, weil sie für den Eingriff „total viel Kräfte mobilisiert“ hat „und Adrenalin in mir hatte.“ Anspannung führt bei ihr oft zu einem Crash – auch mit Schmerzverstärkung. Sie plant: Wenn sich ihr Zustand um die Stammzellentherapie lang

    55 min
  5. Dr. Helmut Sterz: Die sollten sich vor Gericht verantworten

    May 16

    Dr. Helmut Sterz: Die sollten sich vor Gericht verantworten

    Das Interview wurde erstmalig am 09. 12. 2025 veröffentlicht. Dr. Helmut Sterz, Tierarzt, MWGFD-Mitglied und früher in langjähriger leitender Funktion in der Pharmaindustrie tätig – zuletzt als Cheftoxikologe bei Pfizer –, hat viele Entwicklungen der vergangenen Jahre aus nächster Nähe erlebt. Seine berufliche Erfahrung und seine persönliche Einschätzung der Ereignisse rund um die Entwicklung und Zulassung der Corona-Impfstoffe führten schließlich zu seinem Buch „Die Impf-Mafia“. Das Werk, das am 1. Dezember erschienen ist, sorgt bereits in Fachkreisen für Aufsehen, macht Sterz zu einem gefragten Gesprächspartner und gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Bestsellerlisten. Das Gespräch zwischen Johannes Clasen und Helmut Sterz verläuft ruhig und sachlich. Doch trotz seiner Ruhe und Klarheit ist spürbar, wie tief Helmut Sterz das Thema persönlich berührt. Hinter seinen präzisen Analysen zeigt sich immer wieder Erschütterung über das, was in der Corona-Zeit geschah, insbesondere das Vorgehen der Pharmafirmen – auch jenes seines früheren Arbeitgebers Pfizer. Offen spricht er über seine Sorge um all jene, die sich gegen Covid-19 impfen ließen. Gleichzeitig ist ihm wichtig, geimpften Menschen, die bislang keine nennenswerten Nebenwirkungen verspüren, die Angst zu nehmen. Wer keine Symptome entwickelt habe, werde „auch in Zukunft sehr vermutlich keine schweren Schäden haben werden“. Gerahmt wird das Gespräch durch zwei Statements des Ehrenvorsitzenden der MWGFD, Prof. Dr. Sucharit Bhakdi. In seinem ersten Beitrag stellt Bhakdi mehrere Bücher vor, die aus seiner Sicht wesentlich zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik beitragen. Über „Die Impf-Mafia“ sagt er, es sei „eines der kostbarsten Bücher der Welt“. Sterz sei als ehemaliger Chef-Toxikologe bei Pfizer kein Verschwörungstheoretiker, sondern lege schonungslos offen, welche sicherheitsrelevanten Prüfungen seiner Ansicht nach bewusst unterlassen wurden. In seinem zweiten Statement erläutert Bhakdi die Arbeit des amerikanischen Genwissenschaftlers Kevin McKernan, der 2023 DNA-Verunreinigungen in modRNA-Impfstoffen beschrieben hatte. Bhakdi erklärt anschaulich McKernans jüngste Erkenntnisse über DNA:RNA-Hybride, die aufgrund bakterienbasierter Herstellungsprozesse und des Einsatzes von Pseudouridin-haltiger modRNA nicht mehr abgebaut werden können – mit potenziell schweren gesundheitlichen Folgen. Das modRNA-Impfprogramm müsse deshalb, so Bhakdi, umgehend gestoppt werden. Die Rolle des Toxikologen Sterz beschreibt sein früheres Arbeitsfeld klar: Der Arzneimitteltoxikologe „muss dafür sorgen, aufgrund von Versuchen mit Zellen oder auch Organen oder Tieren, eine Voraussage zu machen, ob eine zukünftig bei Menschen anzuwendende Substanz verabreicht werden kann und unter welchen Bedingungen, welchen Dosierungen.“ Er sei gewissermaßen „eine Art Sicherheitsnetz“, das mögliche unerträgliche Nebenwirkungen vor Studien am Menschen erkennen soll. Risiken sollen dadurch vorausgeahnt, verhindert, eingrenzt werden. Doch je tiefer Helmut Sterz in die Unterlagen zu den Corona-Impfstoffen einstieg, desto mehr bekam dieses Netz Risse. Große Risse. Minimale Studien – maximale Geschwindigkeit Im Rückblick auf die Entwicklung der Corona-Impfstoffe zieht Sterz ein hartes Urteil: Auf die Frage, ob die üblichen toxikologischen Standards bei der Impfstoffentwicklung eingehalten wurden, sagt er klar: „Nein, absolut nicht.“ Vielmehr hätten sich die beiden Firmen Pfizer und BioNTech aufgrund des 2005 erlassenen PREP Acts „dazu hinreißen lassen“, lediglich Minimaltoxizitätsstudien durchzuführen. Dieses US-amerikanische Gesetz stelle nämlich alle an der Entwicklung, Herstellung, Verteilung und Verabreichung von Impfstoffen Beteiligten regressfrei – von Pharmafirmen über die Ärzte bis hin zu Behörden. Für Sterz erklärt dies, warum von BioNTech und Pfizer „nur das absolute Minimum unternommen“ wurde: Prüfprogramme wurden verkürzt, Zeitdruck dominierte. Auch das enorme Tempo der Impfstoffentwicklung sieht er kritisch. In den Unterlagen erkenne man ein klares Ziel: „Das Ziel war nicht, eine erhöhte Sicherheit der Substanz zu bekommen, sondern […] es ging nur um die Zeit.“ Die Intention der Verantwortlichen in den Pharmafirmen war, „dieses Rennen so schnell wie möglich“ zu beenden, um möglichst schnell Geld zu verdienen. Dass Pfizer/BioNTech bereits am 10.12.2020 die Zulassung erhielten, bezeichnet Sterz als „völlig unglaublich“. Als Sterz Einblick in die Zulassungsdokumente erhielt, sei er erschüttert gewesen: „Da bin ich fast vom Stuhl gefallen, weil da eigentlich so gut wie nichts Relevantes für die menschliche Sicherheit unternommen worden ist.“ Es fehlte, was aus seiner Sicht niemals hätte fehlen dürfen: Mutagenitätsstudien, Immuntoxizitätsstudien, sicherheitspharmakologische Prüfungen, belastbare Studien zur Reproduktionstoxikologie. Statt umfassender, aussagekräftiger Tests habe es nur sehr begrenzte Studien gegeben — eine kurze Zwei-Wochen-Toxizitätsstudie an der Ratte sowie eine einzige reproduktionstoxikologische Studie, die er aufgrund des Studiendesigns und der verwendeten Spezies als nicht aussagekräftig bezeichnet. Besonders brisant beurteilt er auch die Verwendung toxischer Lipidnanopartikel, die, „das wusste man“, nicht „für die Anwendung beim Menschen“ zugelassen waren. Seine Kritik fasst er pointiert zusammen: „Es ist für mich ein ziemlich skandalöses Vorgehen gewesen.“ Klinische Studien und das Schweigen der Behörden Sterz zufolge habe Pfizer in seiner großen klinischen Studie zwar zahlreiche Nebenwirkungen beobachtet, aber „man hat nicht darauf reagiert.“ Todesfälle seien nicht ausreichend gemeldet worden; nach Beginn der Impfkampagne „direkt nach der Zulassung, wo dann die Substanz in großen Mengen an die Bevölkerung verabreicht wurde“ seien „in kürzester Zeit über 1000 Todesfälle“ aufgetreten. „Das hat aber niemanden gejuckt.“ Das Paul-Ehrlich-Institut kritisiert er scharf: „Das Paul-Ehrlich-Institut wurde wie viele andere Pharmakovigilanzinstitute von Nebenwirkungsmeldungen überrannt. Die kamen gar nicht mehr mit mit dem Zählen. Wer da nicht aufgewacht ist, von dem kann ich nicht glauben, dass der eine Fachkompetenz hat. […] Wenn der weiter macht und nicht sagt: Stopp! Wir müssen hier anhalten! – Dann ist das jemand, der kriminell handelt.“ Für ihn ein unverzeihlicher Vorgang, der nur durch die Angst dieser Personen erklärbar ist: „Man hat ja auch gesehen, was mit Leuten passiert ist, die sich exponiert haben.“ Zu schweigen sei eine „große Verfehlung in Zusammenhang mit einer Aufgabe, die man hat“, gewesen. Der Mensch als Versuchskaninchen in einem Humanexperiment Mit Blick auf die klinischen Prüfungen und die Massenimpfungen spricht Sterz von schwerwiegenden ethischen Problemen, da der Mensch „ein Versuchskaninchen“ geworden sei: „Man hat hier ein Humanexperiment an Milliarden von Menschen durchgeführt, ohne dass deswegen viel passiert ist.“ Dabei dürfe man nicht vergessen: „Wenn ein Mensch in einen Humanversuch eingeschlossen wird, dann muss das nach dem Nürnberger Kodex verlaufen. Wenn das nicht gemacht wird, ist die gesamte Untersuchung verboten.“ Dass Mediziner mit langer Ausbildung und Berufserfahrung diese Impfstoffe als sicher und wirksam betrachteten, kann er nicht fassen: „Wie kann so jemand seinen Verstand abschalten und sagen: Ja, ich glaube, dass das wirklich in Ordnung geht, was uns Herr Spahn oder Herr Lauterbach erzählen.“ Die Palette der Nebenwirkungen Die Palette möglicher Impfnebenwirkungen hält Sterz für umfassend. Viele Krankheitsbilder seien möglich: Probleme im zentralen Nervensystem, Schlaganfälle, Gefäßverschlüsse, Schäden an Herz, Nieren, Haut und Muskeln, Augenschäden, periphere Nervenschäden. „Es gibt eigentlich kein Organsystem, wo es keine Schäden gibt. […] Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. […] Und man braucht nur die einschlägige Literatur zu lesen und man sieht, dass eigentlich nichts verschont wird.“ Hinzu komme als zusätzliche Gefahr das durch die Impfung induzierte Spikeprotein, das mittlerweile labortechnisch nachweisbar ist (Anm. der Red.: Das MWGFD-Labor Inmodia bietet diese Untersuchung an), dauerhaft im Körper verbleiben und „überall Schäden anrichten“ könne. Fertilität und Schwangerschaft Besonders eindringlich spricht Helmut Sterz über die Gefahren bei Fertilität und Schwangerschaft. Frühe Aborte in den Tierstudien, fehlende Daten und wenig aussagekräftige oder abgebrochene Studien hätten niemals zu der für ihn unfassbaren Entscheidung führen dürfen, Schwangere zu impfen. Trotz unzureichender Daten seien werdende Mütter einbezogen worden – mit schweren Nebenwirkungen. Die goldene Regel in der Gynäkologie, mit neuen Substanzen „nie in eine schwangere Frau“ zu gehen, sei verletzt worden. Dass Ärzte diese Impfungen dennoch durchführten, nennt er einen fatalen Fehler, der Konsequenzen haben müsse: „Ich bin der Meinung, dass Ärzte, die gerade bei Schwangeren weiter impfen […] ihren Beruf verfehlt haben und ihre Approbation verlieren sollten.“ Seine Botschaft an Geimpfte: Hoffnung und Vorsicht Trotz all seiner Warnungen versucht Helmut Sterz auch, diejenigen zu beruhigen, die bislang keine Probleme haben. Wer bislang „keine nennenswerten Nebenwirkungen hatte“, habe „sehr vermutlich“ auch in Zukunft keine schweren Schäden zu erwarten – solange er sich nicht erneut impfen lasse. Die Warnung vor jeder weiteren Impfung unterstreicht er mit einem tödlichen Glücksspiel: „Für mich ist das wie russisches Roulette, wo man immer wieder eine Patrone in die Trommel schiebt und schaut, was passiert.“ Persönliche Betroffenheit Besonders be

    1h 16m
  6. Bettina Komm: Das tut mir sehr sehr leid

    May 13

    Bettina Komm: Das tut mir sehr sehr leid

    Das Interview wurde erstmalig am 17. 11. 2025 veröffentlicht. Die Ärztin Bettina Komm spricht leise und hochkonzentriert — manchmal ringt sie um Worte, manchmal kämpft sie mit den Tränen. Ihre Geschichte ist die einer Frau, die als Medizinerin dem öffentlichen Narrativ vertraute, selbst schwer erkrankte und heute tiefes Bedauern verspürt. Und es ist die Geschichte eines Menschen, der – auf der Suche nach Heilung – eine vorsichtige Hoffnung in sich trägt. Bettina Komm hat geimpft und wurde geimpft — und sie möchte offen darüber sprechen. „Mein Anliegen ist es, hier über die Erkrankung zu sprechen und auch über das Thema Impfen zu sprechen, weil ich selber geimpft wurde, davon auch Impfschäden davongetragen habe, also selber betroffen bin, und auch selber geimpft habe.“ Vertrauen auf das offizielle Narrativ Bettina Komm, eine seit 2016 approbierte, chirurgisch tätige Ärztin, schildert ihren Weg der letzten Jahre mit leiser Stimme. Immer wieder werden die Sätze der zarten, zerbrechlich wirkenden Frau von Pausen, Tränen und dem Ringen um Worte unterbrochen. Denn schon Ende 2019 musste sie ihre ärztliche Tätigkeit beenden: „Weil ich selber erkrankt bin.“ Aus dieser Erkrankung, geprägt von Symptomen, die sie rückblickend als COVID-Symptome einordnet – entwickelte sich ein komplexer Leidensweg, der ihr Leben grundlegend veränderte. Zunächst litt sie an völliger Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Gliederschmerzen und Lichtempfindlichkeit, bis – „ich hab es damals als Segen gesehen – endlich weiß jemand, was ich habe“ – eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Nach zwei Operationen und einem Rehaaufenthalt versuchte sie, wieder ins Leben zu finden. Doch dann, Anfang 2020, überschattete die Corona-„Pandemie“ ihren Alltag. Aus gesundheitlicher Schwäche, Verunsicherung und Sorge suchte sie Orientierung in offiziellen Quellen und empfohlenen Maßnahmen. So habe sie jeden Abend die Tagesschau gesehen, um auf dem Laufenden zu bleiben, erzählt sie im Gespräch mit Johannes Clasen. Auch habe sie regelmäßig den Podcast von Prof. Drosten gehört. Ihm, dem Spezialisten von der Charité, habe sie vertraut. Sie habe ihn als „kompetenten Wissenschaftler“ gesehen, der Studien zitiert habe. „Ich war im Vertrauen, dass das Hand und Fuß hat.“ Das Vertrauen in die offizielle Linie und das Gefühl, eine Vorbildfunktion im Umfeld innezuhaben, bestimmten konsequent ihr Verhalten. Bettina Komm zweifelte nicht und versuchte, alles, was seitens der Schulmedizin und der Politik empfohlen wurde, gewissenhaft umzusetzen. Die Impfung – persönliche Erfahrung und berufliches Handeln Als die Impfungen verfügbar waren, ließ sie sich im Februar 2021 erstmalig mit AstraZeneca impfen. Sie war froh darüber, sah die Impfung als den „Weg raus“ aus dem Lockdown. Doch die körperlichen Reaktionen nach der ersten Dosis waren heftig: „Diese Impfung hat mich einfach mal zwei Wochen ausgeknockt.“ „Ganz furchtbar“ sei es ihr ergangen. Dennoch ließ sie sich ein zweites Mal impfen, und entschied sich aufgrund der Studienlage bewusst erneut für AstraZeneca. Die körperlichen Probleme blieben: „Das war ähnlich schlimm, also ich hatte direkt nach der Impfung diese schlimmen Nebenwirkungen.“ Später, als AstraZeneca schon vom Markt genommen war, ließ sie sich noch ein drittes Mal impfen – diesmal mit BioNTech. Sukzessive verschlechterte sich ihr körperlicher Zustand: „Mein Lymphödem hat sich nach jeder Impfung verschlimmert, das hatte ich von der OP, das hat sich nach jeder Impfung verschlechtert, und mein Allgemeinzustand auch.“ Die körperlichen Folgen halten an bis heute – und treffen sie existenziell: „Katastrophal“ sei ihr Zustand, sagt sie unter Tränen. Bis zu ihrem körperlichen Zusammenbruch arbeitete sie, überzeugt von dem, was sie tat, neben ihrer Teilzeittätigkeit als Ärztin im Homeoffice ein bis zweimal pro Woche in Impfzentren in Berlin. Gerne habe sie diese Arbeit gemacht, sagt sie, sah sie die Impfung doch immer noch als notwendigen Weg aus dem Lockdown an. Zudem sei die Vergütung attraktiv gewesen. Da sie aufgrund ihres körperlichen Zustands nur reduziert arbeiten konnte, sei die Arbeit im Impfzentrum eine gute Möglichkeit gewesen, „dann bisschen mehr auf dem Konto“ zu haben. Rückblickend ringt sie mit der Verantwortung für die Menschen, denen sie die Impfung empfohlen und die sie selbst geimpft hat: „Da empfinde ich großes Bedauern und das tut mir sehr, sehr leid, dass ich damals nicht anders mich hab verhalten können.“ Und klar formuliert sie ihre heutige Botschaft an die, „die ich geimpft habe, … denen ich gesagt habe, lasst euch impfen.“ „Ich würde es heute nicht mehr empfehlen.“ Die Folgen: ein Leben mit ME/CFS und Grenzerfahrungen Bettina Komms Alltag ist heute geprägt von den Symptomen einer schweren ME/CFS-Erkrankung, zusätzlich getriggert durch Reaktivierungen der Cytomegalie- und EpsteinBarr-Viren. Morgens wache sie schon mit Schmerzen und einem Gefühl von körperlicher Schwere auf. Alles müsse sie sehr langsam und ruhig machen. „Aufstehen, Kaffee machen, ins Bad gehen, das braucht absolute Ruhe, […] da darf nichts von außen kommen, was mich irgendwie stresst.“ Arbeitsfähig sei sie dadurch nicht mehr. Ihrem früheren Hobby, der Jägerei, könne sie ebenfalls nicht mehr nachgehen. Da sie den Weg in das Revier nicht allein bewältigen kann, komme sie „heute nicht mehr in den Wald, nicht alleine. […] Wenn mich jemand hinbringt, dann bin ich da vielleicht eine halbe Stunde und dann muss ich wieder zurück und dann ist der Tag quasi fast vorbei.“ Finanzielle und bürokratische Hürden verschärfen ihre Lage. Bis vor Kurzem habe sie eine Berufsunfähigkeitsrente bekommen, da Gutachter „eine psychische Vermutung in den Raum gestellt und … mir ein Jahr Zeit gegeben“ hatten, „wieder fröhlicher zu werden.“ Offensichtlich sei ihr das gelungen, sagt sie bitter, da sie nun gutachterlich als gesund eingestuft wurde. So sei sie heute bei einem noch offenen Widerspruchsverfahren schwer krank und ohne Einkommen Ihre große Verzweiflung über ihren gesundheitlichen Zustand und die Aussagen „der Schulmedizin“, dass sie „halt damit leben“ müsse, dass das „jetzt immer so […] oder schlimmer“ bleiben werde, führten sie „vor zwei oder drei Jahren“ zu tiefen existenziellen Fragen. Sie beschäftigte sich mit Tod und Sterben „soweit, dass ich beim Verein für Sterbehilfe beigetreten bin, weil ich mich echt gefragt hab, möchte ich so weiterleben?“ Die Antwort war: „Vielleicht auch nicht.“ Diese Grenzerfahrung war für sie nicht nur ein Tiefpunkt, sondern ein Auslöser für Veränderung, ein Auslöser für die Entscheidung für das Leben: „Das war, so würde ich sagen, der Wendepunkt, … weil da ging auf einmal eine Tür auf.“ „Nur weil das die Schulmedizin so sieht, muss es nicht so sein.“ Dieser Wendepunkt brachte eine veränderte Perspektive mit sich: „Es kam irgendwie noch einmal von außen die Info, nur weil das die Schulmedizin so sieht, muss es nicht so sein.“ Sie fand Ärzte, die Hoffnung gaben, die ihr zusicherten, dass fünf Jahre keine Zeit für Heilung seien. So begann sie, nach Alternativen zu suchen und beschäftigt sich heute mit alternativen Methoden – Bioresonanz, Natur, Persönlichkeitsentwicklung, Bewusstseinsarbeit. Sie beschreibt einen Prozess des Ausprobierens und Findens: „Ich bin so jeden Schritt nachgegangen, wo ich gedacht habe, ja das kann’s bringen.“ Heute ist sie überzeugt: „Es gibt sicher einen Weg raus. Meine Aufgabe ist grad, den zu finden. Da bin ich sicher inzwischen. … Den darf ich halt noch finden.“ Verantwortung und Bilanz Bettina Komm will ihre Geschichte erzählen – öffentlich und ehrlich. Sie will aufklären, warnen, Verantwortung übernehmen. Denn das Bewusstsein, anderen Menschen diese Injektion verabreicht zu haben, sogar ihre Kinder zur Impfung gedrängt zu haben, macht sie traurig. Kritisch benennt sie ihre persönliche Bilanz: „Kurz vor meiner dritten Impfung hab ich so das Gefühl bekommen, wir kaufen uns ganz schön viel Nebenwirkungen ein.“ So war ihre Konsequenz: „Ich hab dann auch aufgehört zu impfen und ich hab für mich nach der dritten auch entschieden – jetzt reichts. […] Ich lass mich nicht mehr impfen.“ Bettina Komms Weg ist ambivalent: Es ist der Weg einer Medizinerin, die dem offiziellen Narrativ vertraute, einer Patientin, deren Körper und Leben durch Krankheit schwer gezeichnet sind, einer Mutter und Ärztin, die Entscheidungen getroffen hat – und dafür Verantwortung übernimmt. In dem Gespräch spricht sie nicht nur über medizinische Daten und Diagnosen. Sie spricht über ihr Erleben, über ihre Ängste, ihre Überzeugungen, über ihre Erschöpfung, ihre Erkenntnis, ihre Scham, ihre Reue und auch über ihre vorsichtige Rückkehr zu Hoffnung und Eigenverantwortung. Sie war überzeugt, das Richtige zu tun und musste ihren Irrtum erkennen. Die Schwere und Ehrlichkeit dieser Einsicht sind ihr Anstoß für das, wie sie in diesem Gespräch öffentlich macht: ein offenes „Ich habe geimpft“ und ein „Es tut mir leid“, verbunden mit der Äußerung ihres Wunsches, ihre eigene Heilungsgeschichte weiter zu suchen und zu finden. Denn Bettina Komm hat nicht aufgegeben. Trotz Krankheit, Scham und Reue kämpft sie weiter für Heilung, für Erkenntnis und für das Leben.

    46 min
  7. Senta Auth: Für mich war von Anfang an klar, irgendwas stimmt da nicht

    May 9

    Senta Auth: Für mich war von Anfang an klar, irgendwas stimmt da nicht

    Das Interview wurde erstmalig am 29. 04. 2025 veröffentlicht. Ein Gespräch mit der Schauspielerin Senta Auth über Haltung, Verlust, Aufarbeitung und Wiedergutmachung. Senta Auth ist bekannt aus der erfolgreichen Serie „Dahoam is Dahoam“, in der sie über 14 Jahre lang eine beliebte Hauptrolle spielte. Wer sie trifft, spürt sofort ihre Klarheit und innere Stärke. Sie ist eine Frau mit Rückgrat, die sich nicht verbiegen lässt – jemand, der nach seinem moralischen Kompass lebt. „Es gibt immer wieder Momente, wo man seine Moral aufrecht halten muss angesichts der gesamten Verrücktheiten, die so auf der Welt tagtäglich einem um die Ohren gehauen werden“, sagt sie gleich zu Beginn des Gesprächs mit Johannes Clasen. Doch diese Haltung hatte für sie Konsequenzen. Als 2021 die Impfkampagne begann, machte sich im Ensemble der Serie Druck breit: Man solle sich impfen lassen, damit es keine Drehausfälle gebe und alles „mit Recht und Ordnung“ zugehe. Bei einem Treffen mit Produktion und Redaktion bekannte Senta Auth jedoch offen: „Ich habe nicht vor, mir diese Injektion verabreichen zu lassen.“ Die Reaktion: „Schweigen im Walde“. Wenige Wochen später kam die Nachricht, dass man sich von ihr trennen werde. Offiziell hieß es, ihre Figur sei „auserzählt“. Interessanterweise habe man ihr noch kurz vor dieser Sitzung mitgeteilt, was man mit ihrer Figur vorhabe, in welche Richtung man sie entwickeln, welche neue Geschichten man für sie erfinden wolle. „Das war schon sehr widersprüchlich“, erinnert sich Senta Auth. „Für mich war der Zusammenhang relativ klar erkennbar, was der eigentliche Grund war.“ Ihre Überzeugung, sich nicht impfen zu lassen, war keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis gründlicher Auseinandersetzung. Sie habe recherchiert, Fragen gestellt, alternative Informationsquellen gesucht. So war schnell für sie klar, „dass das für mich gar nicht in Frage kommt und ich hab damit auch nicht hinterm Berg gehalten. … Es gab da nicht auch nur eine Sekunde, dass ich darüber nachgedacht habe, dass ich es mache. Für mich war von Anfang an klar, irgendwas stimmt da nicht.“ Je mehr Bausteine sie sammelte, desto mehr habe sie sich gewundert: „Wie kann es sein, dass ein Impfstoff so schnell zugelassen wird? Zu wenig Testphasen, zu wenig Studien, … .“ Immer mehr habe sie sich „mit diesen Geschichten befasst“, sei da „immer weiter eingestiegen“ und habe „die Dinge hinterfragt.“ Als sie sah, dass kritische Stimmen wie Sucharit Bhakdi oder Wolfgang Wodarg diffamiert wurden, war für sie endgültig klar: „Das kann nicht sein! Dass angesehene Mediziner so angegangen und systematisch zugrunde gerichtet werden.“ Ihr Misstrauen wuchs und wuchs. „Irgendwas ist doch da komisch“, habe sie sich immer wieder gedacht. „Das geht nicht mit rechten Dingen zu, da stimmt was nicht.“ Mit ihrer Haltung stand sie in ihrer Branche zunehmend allein da. „Das war eine ganz vergiftete Atmosphäre. … Ich wurde nicht mehr gegrüßt, man hat mit mir auch nicht mehr viel Kontakt gehabt hinter der Kamera.“ „Eine gruslige Geschichte“ sei es gewesen, sie habe sich wie eine Aussätzige gefühlt, „wurde von Kollegen beschimpft“. Aussagen prominenter Kollegen wie „mit Ungeimpften drehe ich nicht mehr“ waren in der Branche nicht selten zu hören und führten bei Senta Auth und anderen ungeimpften Schauspielern zum faktischen Berufsverbot. Senta Auth beklagt: „Einen Diskurs gab es da nicht“, ganz im Gegenteil. „Wir sollten gefälligst mitmachen, dass man wieder ein freies Leben führen kann.“ Für die Schauspielerin, die stets an Offenheit und Dialog geglaubt hatte, war das ein Schock. „Mein gesamtes Weltbild hat sich auf den Kopf gestellt. … Die Kultur- und Künstlerszene hat genau in dieser Zeit so dermaßen versagt, was Toleranz und frei denkende Gesellschaft betrifft.“ In der Kampagne „Alles auf den Tisch“ suchte sie schließlich selbst das Gespräch – mit einer Ärztin aus dem Köln/Bonner Raum, mit der sie das Schicksal der Kinder während der Pandemie thematisierte. „Das hat an Psychoterror gegrenzt, was man mit den Kindern in den Schulklassen gemacht hat.“ Den Kindern und Jugendlichen habe man eine wichtige Entwicklungsphase ihres Lebens genommen. „Das hat man diesen Menschen geklaut, einfach geklaut. Und zwar unter wirklich unmenschlichen Bedingungen.“ Eine Zunahme an Depressionen und Erschöpfungszuständen bei den Heranwachsenden sei nun die Folge. „Das ist ja nicht mehr aufzuholen, das ist vorbei“, so Senta Auths Einschätzung. Persönlich musste sie in der Corona-Zeit nicht nur beruflich schwere Verluste verarbeiten. Ihr Vater starb an ALS – „im Zeitraffer“ kurz nach der Impfung. Eigentlich sei er ein gesunder und fitter Mann gewesen, nach den Impfungen sei es ihm jedoch schnell sehr schlecht gegangen. Dann folgte die ALS-Diagnose – für Senta Auth ist der Zusammenhang evident. Jedoch weiß sie, dass „im Großen und Ganzen … ja die Erkrankungen nicht auf die Impfung zurückgeführt“ werden. „Wie willst du es beweisen?“, so ihre resignierte Frage. Auch im Kollegen- und Freundeskreis musste sie mehrfach erleben, dass Menschen nach der Impfung schwer krank geworden sind. Viele Kollegen würden die Impfung wegen unangenehmer Nebenwirkungen heute bitter bereuen. „Sei froh. Sei froh, dass du es nicht gemacht hast“, bekomme sie zu hören. Senta Auth ist sich jedoch sicher, dass ein Großteil derer „wieder umfallen würde“, wenn mit ähnlichen Druckmitteln gearbeitet würde. Wenn es wieder hieße „ihr dürft nicht reisen, ihr dürft nicht in die Wirtschaft gehen, ihr dürft nicht einkaufen und dieses und jenes und das, dann machen sie es wieder, hundert pro. … Das ist dieser Angst- und Druckmechanismus, der immer wieder funktioniert.“ Doch Senta Auth bleibt konsequent bei sich. „Ich bin keine Systemhure“, sagt sie entschieden. Sie hat ihren Beruf verloren, weil sie ihrer Überzeugung treu geblieben ist – doch ihre Haltung bereut sie nicht. „Je mehr dieser Druck gestiegen ist, desto sicherer war mein Entschluss.“ Auf die Frage, ob es jemals eine echte Aufarbeitung, ein Schuldeingeständnis, eine Wiedergutmachung, einen heilenden Dialog auf Augenhöhe geben könne, antwortet sie skeptisch: „Ich seh ihn bis jetzt nicht, ich seh ihn nicht. Denn jedes Mal wenn es versucht wird, wenn Leute eine Aufarbeitung herbeiführen wollen, diverse Gruppen oder Einzelpersonen, dann kriegt man Vorwürfe: Kannst du jetzt nicht mal die Vergangenheit ruhen lassen? Wollt ihr da unbedingt immer weiter bohren?“ Auch sieht sie nicht, „dass irgendjemand … zur Rechenschaft gezogen wird.“ Da die Medien, die Justiz, die Ärzteschaft und die ganze Kulturszene aktiv die Ausgrenzung betrieben und dadurch Schuld auf sich geladen hätten, sei eine ehrliche Aufarbeitung von diesen Akteuren nicht zu erwarten. „Ich seh es bis jetzt nicht. Ich hab die Hoffnung, aber ich seh’s bis jetzt nicht. … Tut mir leid ich kann leider nichts Besseres sagen.“ Und doch endet das Gespräch trotz aller Resignation und Skepsis mit einem Funken Hoffnung. Denn für Senta Auth ist klar, dass es für eine friedliche Aufarbeitung unverzichtbar ist, im Gespräch zu bleiben und einen Dialog darüber zu führen was passiert ist. So stellt sie abschließend fest: „Aufhören darf man auf keinen Fall zu sprechen, aufzuklären, Dialog zu führen.“ Und dazu ist sie bereit, trotz oder gerade wegen all des erlebten Unbills.

    41 min
  8. Familie Schuh: Früher hat er alles für uns gemacht

    May 6

    Familie Schuh: Früher hat er alles für uns gemacht

    Das Interview wurde erstmalig am 17. 09. 2025 veröffentlicht. Am Esstisch der Familie Schuh sitzen drei Generationen: Marianne, 75 Jahre alt, ihre Schwiegertochter Tanja, 50, und Selina, die mittlere von drei Töchtern, 27 Jahre jung. Gemeinsam erzählen sie von Daniel – ihrem Sohn, Ehemann und Vater. Sie erzählen von einem Mann, der einst die Stütze der Familie war, und heute schwerstgeschädigt ist, unfähig, auch nur die einfachsten Dinge alleine zu bewältigen. Der Kontakt zu Familie Schuh kam über deren Schadensmeldung auf unserer Webseite zustande. Der Bruch im Leben Daniel Schuh, heute 49 Jahre alt, erlitt nach seiner zweiten Corona-Impfung am 7. Mai 21 zwei schwere Schlaganfälle. Schon vorher war er gesundheitlich deutlich vorbelastet. Doch trotz schwerer Vorerkrankungen hatte er sich stets zurück ins Leben gekämpft, war arbeitsfähig, aktiv, für seine Familie und Freunde da. Doch nach dem 28. Mai 2021, dem Tag des 2. Schlaganfalls, war nichts mehr, wie es einmal war. „Dann ging die Reise rückwärts“, erinnert sich Ehefrau Tanja. „Massives Fieber im Krankenhaus, die wussten gar nicht mehr, wie sie das Fieber runterbekommen sollten.“ Zudem litt er an Nierenversagen, Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelzellen) und dem sogenannten Zytokinfreisetzungssyndrom, einer systemischen Entzündungsreaktion, die durch die Aktivierung von Immunzellen ausgelöst wird. „Der ganze Körper hat irgendwie rebelliert.“ Selina beschreibt den Moment, als ihr Vater nach dem zweiten Schlaganfall plötzlich nicht mehr ansprechbar war, so: „Nach dem Schlaganfall nach der zweiten Impfung war er wie eine lebendige Leiche, der war komplett weiß, der war komplett neben sich, mit dem konnte man nicht mehr reden. … Der hat hier gesessen und der war gefühlt nicht mehr da.“ Ein Mann, der nichts mehr allein kann Nach 14 Wochen im Krankenhaus kam Daniel als Schwerstpflegefall mit Pflegegrad 5 nach Hause zurück. Er kann bis heute weder laufen noch stehen, nicht allein essen, nicht einmal nachts selbstständig eine neue Lage im Bett finden oder um Hilfe rufen. „Er kann wirklich nichts, er kann gar nichts,“ so Tanja. Im Gegenteil: Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Ein Lifter ist nötig, um ihn aus dem Bett zu heben. Ein Babyphon gibt nachts Sicherheit. Um die Pflege bewerkstelligen zu können, war eine räumliche Veränderung des Hauses notwendig. Das Leben der Schuhs musste von Grund auf neu organisiert werden. „Früher hat er alles für uns gemacht, oder für die Kinder, und jetzt müssen alle Arbeiten für ihn erledigt werden“, sagt Tanja. Auch die intimsten Handgriffe wie Wickeln und Füttern übernehmen Ehefrau und Töchter – ohne Zögern. Marianne lobt ihre Familie voller Stolz: „Das muss man den drei Mädchen und auch meiner Schwiegertochter hoch anrechnen, dass sie meinen Sohn so gut versorgen. Hut ab. … Das sagt jeder hier im Ort, Hut ab vor den drei Töchtern, was die an ihrem Vater gut machen.“ Wenn Kinder sich um ihre Eltern kümmern müssen Für Selina und ihre Schwestern ist das Leben seitdem ein anderes als das ihrer Altersgenossen. Während andere junge Erwachsene ihre Freizeit genießen, übernehmen sie zu Hause den „Papa-Dienst“. „Das Wochenende ist für uns kein Wochenende in dem Sinne, wie es jemand anderes hat, wir haben am Wochenende immer, ich nenn es Papa-Dienst, weil wir teilen uns das dann auf. … Wir sind dann wirklich von morgens bis abends mit Papa zusammen, müssen uns komplett um Papa kümmern, wir müssen Mama entlasten, das ist ja ganz klar.“ Und als Daniel selbst einmal in einem „klaren Moment“ beklagte, dass er nun pflegebedürftig im Rollstuhl sitzen müsse, fanden seine Kinder liebevolle Worte: „Papa, es ist doch ganz klar. Als wir klein waren, warst du für uns da und jetzt sind wir für dich da. Das ist doch ganz normal. Wir würden den Papa und die Mama niemals hängen lassen, egal wie schwer die Zeit ist.“ Die hochtoxische Charge – und ein doppeltes Familien-Drama Besonders dramatisch ist ein Detail, das die Familie zutiefst erschüttert hat: Daniel erhielt bei seiner zweiten Impfung die Charge EX 8679 – laut Rechtsanwalt Ulbrich eine der toxischsten Chargen überhaupt. Doch nicht nur Daniel bekam diese Charge. Auch Tanjas Vater erhielt am 1. Mai 2021 EX 8679. Er erlitt kurz darauf einen Schlaganfall, entwickelte hohes Fieber, massive Entzündungswerte – die gleichen Symptome, die auch Daniel nach seiner zweiten Impfung zeigte. Am 25. Mai verstarb er. Nur drei Tage später, am 28. Mai, erlitt Daniel seinen zweiten schweren Schlaganfall. Tanja erinnert sich: „Für mich ist das abgelaufen wie im Film. Mein Vater ist am 25. Mai verstorben, mein Mann hatte am 28. Mai den zweiten schweren Schlaganfall. Ich wusste damals nicht, wo die Reise hingeht. Ich hab die Parallelen der Symptome zu meinem Vater gesehen. Mir ist schlagartig klar geworden, dass das im Prinzip dasselbe war, wie bei meinem Vater.“ Selina ergänzt: „Es war gar keine Zeit zum Trauern gewesen in der kurzen Zeit.“ Der Tod des Großvaters, dann der Schlaganfall des Vaters. „Das war alles so gleich und gleichzeitig. Das war wirklich schlimm.“ Gott sei Dank habe die ganze Familie sich gegenseitig geholfen und unterstützt, „aber Zeit zum Trauern war definitiv nicht.“ Kampf um Anerkennung – und das Schweigen der Verantwortlichen Neben der körperlichen und psychischen Belastung kommt noch eine weitere, kaum auszuhaltende Bürde hinzu: Daniel und seine Familie haben keine Anerkennung für das erlittene Leid erhalten. Vor Gericht scheiterten sie. „Der erste Satz der Richterin war, dass sie gewillt ist, dem Oberlandesgericht von Koblenz zu folgen“, erzählt Tanja. Diesem Urteil nach überwiegt der Nutzen der Impfung die Risiken bei Weitem. „Vor uns waren sieben andere Verhandlungen, alle zum gleichen Thema. … Keine Chance, wir sind nicht zu Wort gekommen. … Der letzte Satz von den Rechtsanwälten von BioNtech war: Es tut uns leid, dass es Ihren Mann so getroffen hat. Und dann war die Verhandlung vorbei.“ Doch damit nicht genug. Immer wieder hat die Familie versucht, Antworten zu bekommen – von Ärzten, vom PEI, von „Leuten, die auf höheren Stellen sitzen.“ Warum hat sich Daniels Körper so verheerend verändert? Warum hat niemand gewarnt? Warum musste es so weit kommen? Doch auf ihre Fragen bekamen sie keine Antwort – im Gegenteil. „Am schlimmsten ist es, wenn man die Leute anspricht oder nachfragt“, sagt Selina unter Tränen. „Da bekommt man nur gesagt: Sie sollten besser nicht mehr nachfragen, sonst hat das ganz andere Konsequenzen. … Wir sollten am besten aufhören, Fragen zu stellen. … Ich mein das ist ja klar, die haben alle mehr Geld und bessere Anwälte, die können sich das erlauben, aber uns glaubt halt keiner, das ist traurig, dass man nicht mal eine Antwort bekommt“, klagt sie weinend. Nur die Sanitäter aus dem Krankenwagen, denen ähnliche Schicksale bekannt seien, hätten ihnen ein Feedback gegeben und ihnen geglaubt. Auch der Hausarzt habe die Familie ernst genommen und das auch in einem Attest niedergeschrieben. Leider bislang ohne spürbare Konsequenzen. Finanzielle Not Die Rund-um-die-Uhr-Pflege hat die Familie auch in finanzielle Not gestürzt. Tanja kann nicht mehr arbeiten, weil Daniel nie allein gelassen werden darf. Die Töchter sind berufstätig, doch die Pflege fordert zusätzliche Kräfte, Zeit und Geld. Vieles, was dringend nötig wäre – bessere Hilfsmittel, spezielle Windeln, hochwertigere Pflegeprodukte – wird von der Krankenkasse nicht übernommen. Selina schildert: „Wir bekommen nur eine Sorte Windeln bezahlt von der Krankenkasse, davon wird Papa wund und bekommt Ausschlag. Wir brauchen daher spezielle Windeln, die extrem teuer sind, die werden von der Krankenkasse nicht bezahlt, da bleiben wir auf den Kosten sitzen.“ Die Familie ist auf das Pflegegeld angewiesen, um die laufenden Kosten tragen zu können. Ein Pflegedienst ist daher unbezahlbar. Die Last liegt allein auf den Schultern der Ehefrau, der drei Töchter und deren Großmutter. Bewundernswerter familiärer Zusammenhalt – und ein Appell Trotz aller Lasten – der körperlichen, der seelischen, der finanziellen – hält die Familie unerschütterlich zusammen. Drei Generationen, die gemeinsam kämpfen – gegen eine Krankheit, gegen das Vergessenwerden, gegen die Ungerechtigkeit, gegen das finanzielle Loch, in das sie gefallen sind. „Ein kleiner Piks mit verheerenden Folgen“, sagt Tanja leise, während ihr Mann im Nebenzimmer hustet. Selina fasst die Hoffnung der Familie in Worte: Da es nicht mehr zu ändern sei, wünsche sie sich, „dass man Hilfe bekommt, dass man das anerkannt bekommt, was passiert ist.“ Denn: „Die Hoffnung stirbt zuletzt, egal wie unfair das Leben ist.“

    35 min

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Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.

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