📲 Verpasse keine neue Folge: Folge jetzt dem WhatsApp-Kanal „Serienmord & Wahnsinn“ für neue Fälle und Hintergründe: https://whatsapp.com/channel/0029Vb9G9ML8qIzzWkxjVe1c Am Morgen des 18. Oktober 1977 lag an einer Straße in Los Angeles der Körper einer jungen Frau im Gebüsch. Die Stadt war riesig, laut und rastlos, doch an diesem Ort war es still. Die Frau war tot, ihr Körper war zurückgelassen worden, als sollte er gefunden werden. Sie war die 19-jährige Yolanda Washington. Noch wusste niemand, dass ihr Tod der Beginn einer Mordserie war, die Los Angeles innerhalb weniger Monate verändern würde. Die Polizei suchte zunächst nach einem Täter. Die Öffentlichkeit bekam einen Namen, der bald in Zeitungen und Fernsehnachrichten auftauchte: der „Hillside Strangler“. Die Vorstellung war zunächst die eines einzelnen Mannes, der nachts durch die Stadt fuhr, junge Frauen auswählte, sie überwältigte und ihre Leichen an Hängen zurückließ. Doch hinter diesem Namen verbargen sich zwei Männer. Einer von ihnen war Angelo Buono Jr., ein 44-jähriger Autopolsterer aus Glendale. Der andere war sein jüngerer Cousin Kenneth Bianchi. Zwischen Oktober 1977 und Februar 1978 würden zehn junge Frauen und Mädchen Opfer ihrer Gewalt werden. Ihre Altersspanne reichte von zwölf bis 28 Jahren. Und lange Zeit ahnte niemand, dass die beiden Männer, die für die Morde verantwortlich waren, nicht irgendwo im Verborgenen lebten. Sie bewegten sich mitten in der Gesellschaft. Ein unauffälliger Mann Angelo Buono war kein Mann, der auf den ersten Blick wie ein Serienmörder wirkte. Er arbeitete als Autopolsterer und betrieb sein Geschäft in Glendale. Er hatte sich auf aufwendige Innenausstattungen spezialisiert und arbeitete auch an Fahrzeugen, die mit Persönlichkeiten aus dem Showgeschäft in Verbindung standen. Buono war ein Schulabbrecher, verheiratet gewesen und Vater mehrerer Kinder. Nach außen führte er ein Leben, das in das alltägliche Bild einer amerikanischen Großstadt passte. Er arbeitete, fuhr Auto, kannte Menschen in seiner Umgebung und besaß ein Haus. Doch hinter dieser Fassade lagen Eigenschaften, die später im Zusammenhang mit den Morden eine andere Bedeutung bekommen sollten. Zeitgenossen beschrieben ihn als dominant, vulgär und frauenfeindlich. Er hatte Verbindungen zum Prostitutionsmilieu und stellte sich gern als Frauenheld dar. 1976 kam sein Cousin Kenneth Bianchi nach Los Angeles. Bianchi war deutlich jünger, wirkte gepflegter und hatte Ambitionen, im Sicherheits- oder Polizeiumfeld zu arbeiten. Er hatte den Wunsch, Polizist zu werden, und verstand es, nach außen einen seriösen Eindruck zu vermitteln. Zwischen den beiden entstand eine enge Beziehung. Später würden Ermittler und Staatsanwälte versuchen zu verstehen, wie aus dieser Beziehung eine Partnerschaft in Gewalt werden konnte. Eine eindeutige psychologische Erklärung für ihre Verbrechen gab es nicht. Sicher war jedoch, dass beide Männer gemeinsam handelten und sich gegenseitig in einer Eskalation von Macht, Kontrolle und Gewalt bestärkten. Die falschen Polizisten Ihr Vorgehen war perfide, weil es auf Vertrauen beruhte. Buono und Bianchi gaben sich als Polizisten aus. Mit falschen Abzeichen und dem Auftreten von Beamten konnten sie Frauen glauben machen, sie hätten es mit einer offiziellen Kontrolle zu tun. Für die Opfer bedeutete das, dass Widerstand zunächst nicht zwingend erschien. Die beiden konnten sie in ein Fahrzeug bringen und anschließend zu Buonos Anwesen beziehungsweise in seine Autowerkstatt führen. Dort begann die Gewalt. Die Opfer wurden sexuell missbraucht, gefesselt und misshandelt. Anschließend wurden sie getötet. In den meisten Fällen war Strangulation die Todesursache. Danach transportierten die Täter die Leichen an abgelegene oder öffentlich sichtbare Stellen in den Hügeln rund um Los Angeles. Die Körper wurden teilweise so zurückgelassen, dass sie von anderen Menschen entdeckt werden mussten. Damit entstand ein Muster. Und mit jedem neuen Fund wuchs die Angst. Zehn Tote in vier Monaten Nach Yolanda Washington folgte am 31. Oktober 1977 die 15-jährige Judith Lynn Miller. Miller war noch ein Teenager. Ihr Tod zeigte, dass die Opfer nicht einem klar erkennbaren Profil entsprachen, das der Öffentlichkeit Sicherheit hätte geben können. Dann wurde Lissa Kastin getötet, eine 21-jährige Frau, die als Kellnerin und Tänzerin gearbeitet hatte. Am 9. November verschwand die 28-jährige Jane King. Ihre Leiche wurde erst später entdeckt. Wenige Tage danach traf es zwei Mädchen. Dolores Cepeda war zwölf Jahre alt, Sonja Johnson 14. Beide wurden im November 1977 getötet. Ihre Leichen wurden gemeinsam in der Nähe des Dodger Stadium gefunden. Für die Ermittler war dieser Fund ein Wendepunkt. Zwei junge Schülerinnen waren tot. Die Opfer waren nicht länger nur einzelne Fälle, die möglicherweise keinen Zusammenhang hatten. Die Polizei sah sich mit einer Serie konfrontiert. Los Angeles begann, sich zu fürchten. Junge Frauen gingen nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein nach Hause. Eltern wurden nervös, wenn ihre Töchter unterwegs waren. Jede weitere Nachricht über eine gefundene Leiche verstärkte den Eindruck, dass ein unbekannter Täter die Stadt kontrollierte. Die Jagd nach einem Phantom Die Polizei stand vor einem Problem, das Serienmörderfälle besonders gefährlich machte: Die Täter hatten zunächst kaum etwas hinterlassen, das direkt zu ihnen führte. Die Leichen waren an verschiedenen Orten gefunden worden. Die Opfer unterschieden sich in Alter und Lebenssituation. Die Täter hatten versucht, Spuren zu beseitigen. Die Ermittler mussten deshalb aus einzelnen Tatorten ein gemeinsames Muster zusammensetzen. Eine große Sonderermittlung wurde eingerichtet. Schließlich waren mehr als 160 Beamte an der Suche beteiligt. Hunderte Hinweise gingen ein. Doch der Name des Täters blieb ein Phantom. Die Medien verstärkten die Angst. Die wöchentlichen Pressekonferenzen der Polizei wurden zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Lebens. Jede neue Leiche erzeugte neue Schlagzeilen. Der Begriff „Hillside Strangler“ setzte sich durch. Dabei beruhte er auf einer falschen Annahme. Es war kein einzelner Täter. Kristina Weckler Eine der ungewöhnlichsten Taten war der Mord an der 20-jährigen Kunststudentin Kristina Weckler im November 1977. Die Täter hatten unterschiedliche Methoden ausprobiert. Bei Weckler wurde Gas eingesetzt. Kenneth Bianchi beschrieb später, wie die Tat durchgeführt worden sei. Doch Bianchis Aussagen waren ein Problem. Er war der einzige Mensch, der Buono unmittelbar mit den Morden in Verbindung brachte. Und Bianchi war alles andere als ein zuverlässiger Zeuge. Das sollte Jahre später zu einer der größten juristischen Herausforderungen des gesamten Falls werden. Die letzten Opfer Ende November wurde die 18-jährige Lauren Wagner getötet. Sie war Schülerin an einem Business College und wurde weniger als einen Häuserblock von ihrem Elternhaus entfernt entführt, als sie von ihrem Freund zurückkam. Für die Öffentlichkeit war das besonders erschreckend. Wenn eine junge Frau praktisch vor der Haustür ihrer Familie verschwinden konnte, schien kein Ort mehr sicher. Am 13. Dezember 1977 wurde die 17-jährige Kimberly Martin getötet. Dann verstummte die Mordserie plötzlich. Für Wochen gab es keinen weiteren bekannten Fall. Doch im Februar 1978 kehrte die Gewalt zurück. Cindy Lee Hudspeth war 20 Jahre alt. Sie wurde am 16. Februar getötet. Ihr Tod war das Ende der Serie, die Los Angeles über Monate terrorisiert hatte. Danach hörten die Morde auf. Nicht, weil die Polizei Buono und Bianchi gefasst hatte. Sondern weil sich die beiden Männer voneinander entfernten. Der Bruch Kenneth Bianchi verließ Kalifornien und zog nach Washington State. Dort schien zunächst ein neues Leben möglich. Er suchte Arbeit und bewarb sich unter anderem im Polizeiumfeld. Schließlich arbeitete er als Sicherheitsmann. Doch seine Vergangenheit holte ihn ein. Im Januar 1979 wurden in Bellingham zwei junge Frauen ermordet. Die Ermittler erkannten Parallelen zu den Verbrechen in Kalifornien. Bianchi geriet ins Visier der Polizei. Er wurde festgenommen. Nun begann sich der Fall zu drehen. Die Geschichte von „Steve“ Bianchi wusste, dass ihm eine Verurteilung drohte. Zunächst versuchte er, eine psychische Erkrankung vorzutäuschen. Er behauptete, an einer multiplen Persönlichkeit zu leiden. Für die Morde, so seine Geschichte, sei eine andere Persönlichkeit verantwortlich gewesen: ein Mann namens „Steve“. Die Ermittler ließen sich nicht dauerhaft überzeugen. Psychiatrische Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass Bianchi seine Symptome vortäuschte. Damit brach seine Verteidigung zusammen. Nun blieb ihm eine andere Möglichkeit. Er konnte sprechen. Bianchi gestand schließlich seine Beteiligung an den Morden in Los Angeles und nannte Angelo Buono als seinen Partner. Für die Ermittler war es der Durchbruch, auf den sie fast zwei Jahre gewartet hatten. Für Buono begann damit der Weg vom unauffälligen Autopolsterer zum Angeklagten in einem der spektakulärsten Mordprozesse der amerikanischen Rechtsgeschichte. Der Mann, der alles bestritt Am 22. Oktober 1979 wurde Angelo Buono in seinem Autopolsterbetrieb in Glendale festgenommen. Er bestritt die Vorwürfe. Buono behauptete, nicht der Mann zu sein, den Bianchi aus ihm machte. Seine Verteidiger griffen genau dort an, wo die Ermittler am verwundbarsten waren: bei Bianchis Glaubwürdigkeit. Denn Bianchi hatte seine Aussagen mehrfach verändert. Mal behauptete er, sich an bestimmte Taten zu erinnern. Dann erklärte er, er wisse nicht, ob er überhaupt dabei gewesen sei. Seine Erinnerungen erschienen widersprüchlich und teilweise lücke