Schmid und Landolt unstrukturiert

Bildungsrevoluzer Nils Landolt und Berufswahlinnovator Simon Schmid sprechen über Neurodivergenzen und andere Herausforderungen im Leben.

  1. Jul 3

    27: Auf der Suche nach der Pendant-Schule

    Nils' Sohn sagt ihm, er rede zu langsam. Simons Frau hört den Podcast auf doppelter Geschwindigkeit. Hanna möchte am liebsten die ganze Version von Nils. Und Simon ist schlicht zu unstrukturiert, um dort weiterzuhören, wo er aufgehört hat. So beginnt die dritte Episode der neuen Staffel – mit einer Diskussion über Aufmerksamkeit, Podcadenz und ESC-Songs, die kürzer werden, weil Algorithmen kurze Lieder belohnen. Und mit der ehrlichen Frage: Wie lange soll ein Podcast eigentlich sein? Dann wird es konkreter. Simon und Nils reflektieren, was der Besuch bei Florian Knaus und time4 in ihnen ausgelöst hat. Nils formuliert eine These, die ihn nicht loslässt: Das öffentliche Schulsystem ist bereits zusammengebrochen. Man erkennt es nur noch nicht. Und dann kommt der Aufruf: Simon und Nils suchen das Pandant für freies Lernen in der Volksschule. Eine öffentliche Schule, eine Klasse, eine Lehrperson, die selbstbestimmtes und freies Lernen konsequent umsetzt – nicht einfach einen abgestuften Lehrplan. Als Massstab dient eine Matrix von Denkreise, Rahel Tschopp mit acht Dimensionen: Ziele, Methode, Medien, Materialien, Inhalt, Zeitpunkt, Lernort und Sozialform. Damit eine Schule als solches Pandant gilt, müssen mindestens sechs dieser acht Dimensionen vollständig selbstbestimmt sein – die Schülerinnen und Schüler entscheiden also selbst, ohne Rücksprache mit der Lehrperson. Wer so jemanden kennt oder selbst so arbeitet, soll sich melden. Nils verspricht den tiefsten Respekt. Und ein T-Shirt.Themen dieser Episode Zu langsam für TikTok: Warum Nils' Sohn ihm das ins Gesicht sagtESC und Algorithmen: Warum Songs kürzer werden – und was das über unsere Aufmerksamkeit sagtWie schnell hört ihr unseren Podcast? Schreibt es in die Kommentare – Gewinnchance T-ShirtReflexion nach Time4: Was der Besuch bei Florian ausgelöst hat«Das öffentliche Schulsystem ist bereits zusammengebrochen – man erkennt es nur noch nicht»Die Pandant-Schule: Simon und Nils suchen Lehrpersonen, die selbstbestimmtes Lernen wirklich lebenSelbstbestimmtes Lernen vs. abgestufter Lehrplan: Der Unterschied auf einer TabelleKinder fälschen Markenlogos auf T-Shirts – und warum Nils das nicht abwürgen will

  2. Jun 19

    26: Florian Knaus – time4, die Ausbildung die du dir selbst baust

    Wir sind zu Gast im Impacthub Zürich. Einem der Treffpunkte von time4. Florian Knaus ist Lernbegleiter, Autodidakt in Mechanik, Musik und Psychologie und Gründer von Time4. Er hat sich nicht für eine klassische Lehre oder weiterführende Schule absolviert. Hat während der Schulzeit angefangen, Töffli zu kaufen, zu flicken und weiterzuverkaufen. Irgendwann hatte er 70 Mofas und eine eigene Werkstatt. Florian ist in einer Freischule aufgewachsen – seine Eltern haben eine eigene Schule gegründet, weil der Kanton die häusliche Gemeinschaft aus drei Familien nicht mehr als Homeschooling anerkannte. Er hat nie ein Rechnungsblatt gelöst. Und er hat sich irgendwann gefragt: Warum funktioniert selbstbestimmtes Lernen und was passiert dabei im Gehirn? Time4 ist seine Antwort: eine Ausbildung, die sich Jugendliche selbst bauen. Keine Lehrstelle, kein Stundenplan. Stattdessen: eigene Projekte, alle zwei bis drei Wochen ein gemeinsames Treffen, und ein Lernbegleiter, der Fragen stellt statt Stoff vorgibt. Nicht alle werden danach selbstständig. Eine Teilnehmerin arbeitet heute in einer Buchhandlung in Glarus – und liebt es. Das Gespräch streift Neurologie, gesellschaftlichen Status, das Bildungssystem als Filtermaschine und die Frage, ob selbstbestimmtes Lernen wirklich auch im öffentlichen Schulsystem möglich ist. Themen dieser Episode Florian Knaus: Wer er ist und wie er aufgewachsen istFreischule statt Regelschule: Wenn Eltern eine Schule gründen70 Velos und eine Werkstatt: Wie Florian Unternehmertum gelernt hat – ohne es zu lernenTime4: Eine Ausbildung, die Jugendliche sich selbst bauenKein KV, kein Stundenplan – wie läuft ein Montag bei Time4?Was das Bildungssystem als Filtermaschine tut – und was es dabei verliertGesellschaftlicher Status über Berufstitel: Warum uns diese Frage begleitetSelbstbestimmtes Lernen in der öffentlichen Schule: Gibt es das?

  3. Jun 5

    25: Auf der Suche nach dem, was Schule sein könnte

    Willkommen in der neuen Staffel. Simon und Nils sind im Kraftwerk Impact Hub Zürich. Zum ersten Mal nicht zu Hause aufgenommen und raus aus der Komfortzone. Draussen gibt es Zebrakostüme, eine Schaltzentrale aus einem alten Kraftwerk, guten Kaffee und Eistee. Und drinnen beginnt «unstrukturiert» Staffel 2. Was in der Frühlingspause alles passiert ist: Das Lernhaus Sole nun 40 Kinder aufgenommen. Es gibt einen T-Shirt-Drucker, einen Lasercutter, einen Apparel Printer – und demnächst «Unstrukturiert»-T-Shirts zum Verlosen. Wer eines will, schreibt es in die Kommentare. Dann kündigen Simon und Nils an, was Staffel 2 bedeutet: Sie gehen raus. Zu den Menschen, die Bildung anders denken. Zu innovativen Lernorten, Projekten und Persönlichkeiten. Sie besuchen Time4 mit Florian Knaus, schauen sich Schulen an, die selbstbestimmtes Lernen wirklich leben – und suchen aktiv Lehrpersonen, die das im öffentlichen System umsetzen. Ach ja: Simons Drucker macht nicht mehr Probleme, doch er hat die Winterpneus immer noch nicht gewechselt. Themen dieser Episode Start in Staffel 2: on Tour im Impact Hub Kraftwerk ZürichLernhaus Sole: 40 Kinder, T-Shirt-Drucker, Lasercutter – Making at its purest«Wenn Kinder lieber zur Schule gehen als zu Hause zu chillen, läuft etwas grundlegend anders»Staffel 2: Schmid und Landolt besuchen innovative Lernorte in der SchweizT-Shirt-Verlosung: Wer gewinnt ein customized «Unstrukturiert»-Shirt?Im S&B Institut hat ist die neue Bürorakete gestartet – und eine Applikationsentwicklerin folgt im SeptemberNils sucht noch immer eine Kindergärtnerin mit Zertifikat für Kanton Glarus (auch auf Jamaikanisch)Am 10. Juni ist Tag der offenen Tür im Lernhaus Sole

  4. May 1

    Episode 24: KI in der Berufswahl, Wachstum im Sole und eine neue Rakete – Business-Update zu viert

    Wir sind nochmals zu viert – Simon, Tanja, Nils und Hanna – und machen diesmal einen ehrlichen Blick in die Bücher: Wo stehen wir gerade? Was freut uns? Was fordert uns heraus? Hanna erzählt von einem Jugendlichen, der zum Schnuppern ins Lernhaus Sole kam und danach sagte: «Heute war der schönste Freitag von meinem Leben.» Er konnte nicht glauben, dass ihn niemand zwingt, etwas zu tun. Das Lernhaus wächst – 35 Kinder, bald 40, wöchentlich kommen neue Familien zum Schnuppern. Dann gibt es bei Profolio eine grosse Ankündigung: KI im Berufswahlprozess. Ein neu gestartetes Innosuisse-Projekt mit der Fachhochschule Graubünden bringt künstliche Intelligenz in den Berufswahlprozess. Nicht als Jobbörse, die automatisch passende Stellen vorschlägt – sondern als Coach, der Jugendliche dabei unterstützt, sich selbst besser kennenzulernen. Mit Reflexionsfragen, Bewerbungstraining und echtem Bezug auf das, was jemand bereits in Profolio erarbeitet hat. Und dann ist da noch die «Office-Rakete»: Die neue Mitarbeiterin im S&B Institut startet am 1. Mai. Die letzten drei Monate des Wartens fühlen sich an wie Weihnachten. Themen dieser Episode Lernhaus Solé: 35 Kinder, bald 40 – und ein Jugendlicher, der seinen schönsten Freitag erlebtDer Junge, der einen Klassenwechsel ermöglichte – und eine Sack Toblerone verdienteProfolio KI-Projekt: Was KI in der Berufswahl leisten kann – und was nichtDer Unterschied: KI als Jobvermittler vs. KI als Spiegel zur SelbstreflexionWarum Jugendliche im Berufsprozess steckenbleiben – und wie man sie sanft anschubstChancengleichheit durch KI: Wer zu Hause keinen Support hat, bekommt ihn vom ChatbotDie Office-Rakete: Neue Mitarbeiterin kommt am 1. Mai – Warten wie auf WeihnachtenLernhaus sucht Kindergärtnerin: Wachstum braucht Menschen

  5. Apr 24

    Episode 23: Behind every great man stands a woman rolling her eyes

    Heute sind Tanja Schmid und Hanna Landolt dabei. Endlich. Wir starten mit einem Zitat von Jim Carrey: «Behind every strong man stands a woman rolling her eyes.» Ob wir zwei stark sind, lassen wir offen. Aber die Augen wurden definitiv gerollt. Hanna hat nämlich in einer frühen Podcast-Episode gehört, wie Nils ganz locker sagte, Haushalt werde bei ihnen 50-50 geteilt. Sie hat ihn beim Wort genommen. Ersten Samstag gesaugt, zweiten Samstag gesaugt – dritten Samstag hat er eine Putzfrau vorgeschlagen. Unser Podcast hat Impact. Zumindest zu Hause. Dann wird es tiefer: Wie ist das eigentlich, wenn man als Paar nicht nur zusammenlebt, sondern auch zusammen ein Gewerbe betreibt? Hanna und Nils führen das Lernhaus Sole gemeinsam. Tanja und Simon das S&B Institut und Profolio. Beide Paare erzählen, was das bedeutet – die Stärken, die Herausforderungen, und warum man am Abend manchmal einfach sagen muss: «Jetzt ist Feierabend, wir reden nicht mehr über das Business.» Und dann landet die Episode in grossen Fragen: Warum machen so viele Leute Jobs, die sie nicht erfüllen? Was ist der Unterschied zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation? Und: Ist das bedingungslose Grundeinkommen die Antwort darauf? Themen dieser Episode Tanja und Hanna: Wer sind unsere Frauen – aus ihrer eigenen SichtDie 50-50-Geschichte: Was passiert, wenn man Podcast-Aussagen ernst nimmtAls Paar ein Gewerbe führen: Chancen, Grenzen und Feierabend-RegelnWenn man nie wirklich Feierabend hat – und wie man damit umgehtDie Wunderfrage: Was wäre morgen anders, wenn über Nacht ein Wunder geschähe?Arbeit, Sinn und Hausaufgaben: Warum Schule uns auf die falsche Arbeitswelt vorbereitetExtrinsisch vs. intrinsisch: Wer arbeitet wirklich wegen dem Geld – und wer wegen dem Sinn?Bedingungsloses Grundeinkommen: Simon bekennt Farbe

  6. Apr 17

    Episode 22: Der Parolenschiesser – Über den 5 AM Club, Hörerfeedback und den Mut, etwas anders zu machen

    Nils hat sich geweigert, Winterpneus aufzuziehen. Die Natur hat ihn dafür bestraft. Und das ist eigentlich eine gute Metapher für diese ganze Episode. Simon und Nils sind wieder alleine, ohne Gast, dafür mit umso mehr Stoff. Es geht um Jahreszeiten, um Rhythmus und um die seltsame Erwartung, dass wir im Winter genauso produktiv sein sollen wie im Sommer. Die Natur hat das nicht vorgesehen. Und unser Körper auch nicht. Dann landet die Episode unvermeidlich auf LinkedIn. Dem Mann, der stolz verkündet, seit Jahren keinen Winter mehr in der Schweiz verbracht zu haben. Dem 5am-Club, dem Nils eine Weile angehört hat – und dem er jetzt bewusst nicht mehr angehört. Und der Frage, warum Lebensoptimierung irgendwann selbst zum Leistungsdruck wird. Und dann wird es ehrlich. Nils hat am Schluss der letzten Aufnahmesession keine Energie gehabt. Er hat danach nicht repostet. Nicht weil er faul war – sondern weil er einfach nichts Halbherziges rausstellen wollte. Simon sagt, was er dazu denkt. Und gemeinsam beschliessen sie: wöchentliche Podcastausgaben sind anspruchsvoll. Sie gönnen sich eine Frühlingspause. Kein Skript. Keine Inszenierung. Einfach zwei, die schwätzen. Themen dieser Episode Winterpneus im April: Wie Nils im Schnee stecken blieb – und warum Simon das kenntSaisonale Rhythmen: Warum wir im Winter gleich produktiv sein wollen wie im Sommer – und was das kostetLinkedIn-Slang: Der Typ, der keinen Winter mehr in der Schweiz verbringt – und was das eigentlich aussagtDer 5am-Club: Wer ist dabei, wer nicht – und warum beides okay istLebensoptimierung als neuer Leistungsdruck: Wenn Meditieren zur Pflicht wirdEhrliche Podcast-Bilanz: Was passiert, wenn man keine Energie hat – und trotzdem aufnimmtNeue Kadenz: Warum wöchentlich zu viel ist und was sie stattdessen planenWas den Podcast ausmacht: kein Skript, kaum Zensur, einfach schwätzenSchmid und Landolt – UnstrukturiertDer Podcast über Bildung, Berufswahl, Neurodivergenz und das Leben dazwischen. Auf Spotify, Apple Podcasts, Podcast Republic und YouTube.

  7. Apr 6

    Episode 21: Neurodiversimento mit Reena Krishnaraja über Comedy, ADHS und das Scheitern üben

    Simon hat Reena an einem Event angequatscht. Sie stand auf der Bühne, machte Comedy – und fragt ins Publikum, ob ADHSler anwesend sind. Grund genug, um sie in diesen Podcast einzuladen. Reena Krishnaraja ist 23 Jahre alt, SRF-Best-Talent und Stand-up Comedien aus Appenzell Ausserrhoden und eine der wenigen Frauen in der Schweizer Stand-up-Szene. Wie sie dazu gekommen ist? Durch Zufall, einen Lehrer, ein Abschlussprojekt an der Kanti – und weil Improvisation ihr einfach mehr liegt als einstudierte Texte. In dieser Episode reden wir über das Handwerk des Witzig-Seins: warum Comedy nicht auf Kommando funktioniert, warum ein schlechter Auftritt manchmal besser ist als keiner, und was passiert, wenn man sich zu fest vorbereitet. Reena hatte gestern einen schlechten Auftritt – und war trotzdem guter Laune. Vor drei Jahren hätte sie das noch ins Loch gezogen. Dann gibt es noch Nils Geschichte von seine Auftritt an der Landsgemeinde. Er hatte sich tagelang vorbereitet, bei jeder Partei im Kanton Glarus vorgetragen, Feedback eingeholt – und dann die schlechteste Rede seines Lebens gehalten. Die Leute haben ihn runtergeholt. Buchstäblich. Ausserdem: ADHS als Innenperspektive – warum Reena so viel macht, nicht obwohl, sondern weil sie ADHS hat. Was Neurodiversität wirklich bedeutet. Und warum Nils Roger Federer in der Badi angesprochen hat. PS. Falls du auch einen persönlichen «I ♥️ my Job» möchtest: https://sbinstitut.ch/produkt/i-love-my-job-button-mit-magnet/

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Bildungsrevoluzer Nils Landolt und Berufswahlinnovator Simon Schmid sprechen über Neurodivergenzen und andere Herausforderungen im Leben.

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