InsolvEND? - Tabuthema Unternehmerinsolvenz

Sven van Brügge und Manuel Simon

Was passiert bei einer Unternehmerinsolvenz? Sven van Brügge und Manuel Simon wissen es: Sie haben es selbst erlebt. Die Insolvenz ist das größte Tabu im Unternehmertum. In "InsolvEND?" brechen die beiden dieses Schweigen. Als Betroffene teilen sie ungeschönte Einblicke: von der Schockstarre bis zum "Tag danach". Sie liefern die Insights, die sie sich selbst gewünscht hätten, und sprechen mit Experten (Anwälte, Verwalter). Der Podcast für Unternehmer, die präventiv lernen oder akut Orientierung suchen. Wir zeigen: Scheitern ist okay. Eine Insolvenz ist eine Zäsur, nicht das Ende.

  1. Jun 15

    „Der Insolvenzantrag geht heute raus" – wie sagst Du es Deinem Team?

    „Der Insolvenzantrag geht heute raus" – wie sagst Du es Deinem Team? Es gibt diesen einen Moment, den jeder Unternehmer fürchtet: Der Insolvenzantrag ist fertig – und jetzt musst Du es Deinen Mitarbeitern sagen. Den Menschen, mit denen Du jeden Tag arbeitest, deren Familien Du kennst, deren Sorgen Du kennst. In dieser Folge nehmen wir Dich mit in genau diesen Moment. Wir sprechen darüber, wie es sich anfühlt, das Team zusammenzurufen, während niemand ahnt, worum es geht. Über die Stille im Raum und die leeren Gesichter, wenn die Nachricht ausgesprochen ist. Und über das Gefühl, „versagt" zu haben – das einen in diesem Augenblick begleitet, auch wenn man im Nachhinein weiß, wie unbegründet es oft ist. Wir teilen unsere ganz eigenen Erfahrungen: das mehrfache Verkünden an unterschiedlichen Standorten, das einsame Warten auf dem Parkplatz vor der Betriebsversammlung und die Frage des Azubis, ob er seine Ausbildung überhaupt noch abschließen kann (Spoiler: ja, er hat bestanden). Diese Fragen klären wir: Verliere ich jetzt meinen Job? Wird mir gekündigt?Muss ich mich sofort arbeitslos melden?Was passiert mit meinem Gehalt?Was wird aus Arbeitszeugnis und betrieblicher Altersvorsorge?Wir erklären, warum der Arbeitsvertrag erst einmal ganz normal weiterläuft, wie die Mitarbeiter über das Insolvenzgeld für drei Monate zu 100 % abgesichert sind und welche Rolle der Insolvenzverwalter ab jetzt spielt. Außerdem geben wir den vielleicht wichtigsten Tipp für jeden betroffenen Mitarbeiter: Kein Schnellschuss. Nicht selbst kündigen, nicht überstürzt handeln – sondern reden, fragen und den normalen Weg gehen. Eine ehrliche Folge über einen Moment, für den es keine Anleitung gibt – und über die Wege, die danach trotzdem da sind. Schreib uns: LinkedInFacebookInstagramE-Mail: post@insolvend.deDu hast Fragen oder wünschst Dir ein Thema? Wir freuen uns über jedes Feedback und jede Fünf-Sterne-Bewertung.

    „Der Insolvenzantrag geht heute raus" – wie sagst Du es Deinem Team?
  2. May 18

    Keine Zahlungen mehr! Die Schwebephase vor dem Insolvenzantrag

    Es gibt diesen einen Moment, in dem die Entscheidung gefallen ist – aber der Antrag noch nicht beim Gericht liegt. Bei Manuel waren es zwei Wochen, bei Sven eine Woche bis zur Einreichung und dann noch einmal zwei Wochen Warten. Es ist die Phase, über die kaum jemand spricht – und vielleicht die härteste der ganzen Insolvenz. Ab dem Moment, in dem feststeht „Ich stelle den Antrag", gilt die wichtigste und gleichzeitig schmerzhafteste Regel: Keine Zahlungen mehr. Mahnungen kommen rein, das Telefon klingelt, Lieferanten fragen nach – und Du darfst nicht sagen, was los ist. Gleichzeitig wartest Du auf einen Tag, an dem ein einziger Akt der Unterschrift Dein gesamtes unternehmerisches Leben umkrempelt. Wir erzählen, wie wir mit Schuld, Scham und schlaflosen Nächten umgegangen sind, warum bei Manuel die Reihenfolge der Anträge entscheidend war (Gruppeninsolvenzverfahren am Amtsgericht Düsseldorf), und wer in unserem engsten Kreis Bescheid wusste. Und warum es klug ist, sich diese Phase nicht allein zumuten zu müssen. Das erfährst Du in dieser Folge: Der Startpunkt der Schwebephase: Warum nicht die fertige Antragstellung, sondern bereits die Entscheidung zur Antragsvorbereitung den Zahlungsstopp auslöst.Gläubigerbevorzugung als Straftat: Was § 283c StGB konkret bedeutet, warum gezielte Zahlungen anfechtbar sind und welche persönliche Verantwortung Geschäftsführer einer GmbH zusätzlich tragen.Was trotzdem weiterläuft: Warum Lastschriften für Strom, Miete oder bestehende Verträge unproblematisch sind – und wo die rote Linie verläuft.Mahnungen im Briefkasten, Schweigen am Telefon: Wie wir mit dem Druck umgegangen sind, Bescheid zu wissen, ohne etwas sagen zu dürfen.Der enge Vertrauenskreis: Wer bei uns frühzeitig eingeweiht war – und warum Manuel den Steuerberater bewusst außen vor gelassen hat.Gruppeninsolvenz statt Einzelverfahren: Warum bei vier Gesellschaften die Reihenfolge der Antragstellung entscheidend ist, damit am Ende alle beim gleichen Insolvenzverwalter landen.Der Tag der Unterschrift: Wie es sich anfühlt, wenn man weiß, dass dieser Schritt nicht mehr rückgängig zu machen ist.Die Ungewissheit nach der Einreichung: Was passiert, wenn die ersten Wochen verstreichen und vom Amtsgericht erstmal nichts kommt.In der nächsten Folge geht es weiter mit dem nächsten harten Schritt: dem Moment, in dem wir unseren Mitarbeitern erzählen mussten, was los ist. Mehr von InsolvEND?Web: www.insolvend.deAlle Folgen: go.insolvend.de/podcastLinkedIn: go.insolvend.de/linkedinInstagram: go.insolvend.de/instagramFacebook: go.insolvend.de/facebookTikTok: go.insolvend.de/tiktokE-Mail: post@insolvend.de Wir sind keine Rechtsanwälte oder Steuerberater. Alle Inhalte spiegeln unsere persönlichen Erfahrungen wider. Bei einer drohenden Insolvenz ist eine individuelle Beratung durch Fachanwälte oder spezialisierte Berater zwingend erforderlich.

    Keine Zahlungen mehr! Die Schwebephase vor dem Insolvenzantrag
  3. Apr 20

    Drei Insolvenzen, ein Suizidplan und warum Thomas Marisch heute noch lebt

    Thomas Marisch ist 50, Vater von drei Kindern, mittlerweile Opa – und hat drei Insolvenzverfahren hinter sich. Nicht eines, drei. Zwei Konkurse und ein Sanierungsverfahren. Aber das ist nicht das Härteste, was er durchgemacht hat. Dazwischen lag ein Moment, den er heute offen beschreibt: ein konkreter Plan, nicht mehr weiterzumachen. Kein vager Gedanke – ein echter Plan, mit ausgesuchter Strecke, durchgelesenem Kleingedruckten der Lebensversicherung und zwei bis drei Wochen Vorbereitung. Was ihn gestoppt hat, war ein Blick in den Rückspiegel. Thomas hat 2004 gegründet. Hat Toilettenpapier palettenweise verkauft – alleine, bis zu 1,6 Millionen Euro Nettoumsatz im Jahr. Hat das erste Unternehmen in den Konkurs laufen lassen, weil er mit niemandem geredet hat. Hat neu gegründet, wieder gescheitert, wieder neu angefangen. Beim dritten Verfahren – einem geordneten Sanierungsverfahren 2022 – wusste er genau, was er tut. Heute redet er darüber. Nicht auf einer Bühne gegen Honorar. Einfach so. Wer ihn auf LinkedIn anschreibt, bekommt eine Antwort. Was in dieser Episode steckt Wie Schweigen gefährlicher ist als jedes InsolvenzverfahrenWas ein Unternehmer über Konkurs, Sanierung und den außergerichtlichen Ausgleich wissen muss – aber selten hörtWarum der Masseverwalter weder Feind noch Freund istWie Thomas' Vater mit 90 Jahren durch eine selbst entwickelte CBD-Paste sein Leben zurückbekam – und daraus die Marke Puramed entstandWie Thomas KI einsetzt: von der Buchhaltung bis zu einem Tool zur Medikamentenreduktion mit CannabinoidenWarum Kleinunternehmer mit 0–5 Mitarbeitern eine 3,7-fach höhere Suizidrate haben als die Normalbevölkerung – und was dagegen hilftDas wichtigste Takeout Je früher Du es Dir eingestehst, desto leichter wird es. Nicht nächsten Monat. Jetzt. Reden hilft. Mit der Familie, einem Freund – oder Thomas. Thomas erreichen Thomas spricht aus Erfahrung – kostenlos, ohne Coaching-Programm, einfach da.LinkedIn: linkedin.com/in/thomas-marisch CBD-Angebot von Thomas 15 % Rabatt auf CBD-Paste und CBD-Öl mit Code TOM15www.puramed.at Alle Folgen + Abonnieren go.insolvend.de/podcast InsolvEND? im Web www.insolvend.de Folge uns Facebook: go.insolvend.de/facebookInstagram: go.insolvend.de/instagramTikTok: go.insolvend.de/tiktokLinkedIn: go.insolvend.de/linkedinKrisen-Hotlines Deutschland: 0800 111 0 111 (kostenlos, 24/7)Österreich: 142 (kostenlos, 24/7)

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  4. Apr 6

    Die Inventur des Scheiterns – Welche Unterlagen Du für den Insolvenzantrag brauchst

    Was klingt wie Bürokratie, wird in der Realität zur Zitterpartie: In der neunten Folge von InsolvEND? widmen wir uns dem Thema Unterlagen – und warum gute Vorbereitung hier buchstäblich kriegsentscheidend sein kann. Sven hat seinen Insolvenzantrag selbst ausgefüllt. Mit zwei Mitarbeiterinnen, einem funktionierenden Dokumentenmanagementsystem – und trotzdem einer vollen Woche Arbeit. Wir schauen uns gemeinsam an, was dieses über 30-seitige Formular alles verlangt und warum man den Zeitaufwand keinesfalls unterschätzen sollte. Wir haben die Unterlagen in Blöcke aufgeteilt: von den Finanzdaten über das Vermögen bis hin zum Blick in die Zukunft – und erklären, welche Dokumente Du wirklich brauchst, bevor Du den Antrag beim Amtsgericht einreichst. Das erfährst Du in dieser Folge: Das Antragsformular: Wo Du es bekommst, warum es in Papierform eingereicht werden muss und wie lange die Vorbereitung realistisch dauert.Block Finanzen: BWA, Summen-Saldenliste, offene Posten, Kontostände, Kreditlinien, Darlehen und laufende Dauerschuldverhältnisse – was wirklich alles rein muss.Block Personal: Warum die Lohnjournale unverzichtbar sind und was das mit dem späteren Insolvenzgeld zu tun hat.Block Vermögen: Lagerbestände, Fuhrpark, Immobilien und Finanzanlagen – und warum Einzelunternehmer auch private Werte wie Lebensversicherungen angeben müssen.Blick in die Zukunft: Auftragsbestand, laufende Verträge und Kontoauszüge der letzten sechs Monate als wichtige Puzzleteile für das Gericht.Eigenverwaltung: Welche zusätzlichen Unterlagen nötig sind, warum Sven seinen Antrag auf Eigenverwaltung zurückgezogen hat – und was das für Dich bedeuten kann.Die wichtigste Lektion: Je früher Du Dich mit dem Thema Unterlagen auseinandersetzt, desto besser stehst Du da, wenn es ernst wird.Wir freuen uns über Dein Feedback – hast Du den Insolvenzantrag selbst erlebt oder Fragen zu den Unterlagen? Melde Dich gerne bei uns! E-Mail: post@insolvend.deLinkedIn: go.insolvend.de/linkedinInstagram: go.insolvend.de/instagramFacebook: go.insolvend.de/facebookTikTok: go.insolvend.de/tiktokSpotify: go.insolvend.de/spotifyHinweis: Wir sind keine Rechtsanwälte oder Steuerberater. Alle Inhalte spiegeln unsere persönlichen Erfahrungen wider. Bei einer drohenden Insolvenz ist eine individuelle Beratung durch Fachanwälte oder spezialisierte Berater zwingend erforderlich.

    Die Inventur des Scheiterns – Welche Unterlagen Du für den Insolvenzantrag brauchst
  5. Mar 23

    StaRUG, Eigenverwaltung oder Regelinsolvenz? Arten, mit der Krise umzugehen

    In der achten Folge von InsolvEND? tauchen wir tief in die Werkzeugkiste des Insolvenzrechts ein. Wenn die Krise anklopft, gibt es nicht "den einen" Weg, sondern verschiedene Arten, mit der Situation umzugehen – je nachdem, wie viel Zeit und Kapital noch zur Verfügung stehen. Wir sprechen darüber, warum das blinde Nachschießen von privatem Geld oft die schlechteste Option ist und warum wir heute eher in professionelle Beratung investieren würden. Wir vergleichen das diskrete StaRUG-Verfahren mit der Eigenverwaltung und der klassischen Regelinsolvenz, um Dir zu zeigen, welche strategischen Möglichkeiten Du als Unternehmer wirklich hast. Das erfährst Du in dieser Folge: Privatkapital: Warum "einfach weiteratmen" oft nur das Unvermeidliche verzögert. StaRUG: Die diskrete Sanierung ohne öffentliches Verfahren – was es kostet und für wen es sich lohnt. Eigenverwaltung: Warum dieser Weg zwar volle Kontrolle verspricht, aber extrem hohe Hürden bei der Planung bereithält. Schutzschirmverfahren: Der Unterschied zur Eigenverwaltung und wie man sich vor Zwangsvollstreckungen schützt. Insolvenzplan: Wie wir ein Verfahren durch einen Vergleich mit den Gläubigern vorzeitig beenden können. Der Fall Sven: Wie ein Geschäftsbetrieb trotz laufender Regelinsolvenz durch eine Freigabe erfolgreich weiterlaufen kann. Wir möchten Dir mit unseren Erfahrungen helfen, die verschiedenen Verfahren besser zu verstehen und frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen. InsolvEND? Webseite: www.insolvend.de Hast Du Fragen zu den vorgestellten Verfahren oder möchtest uns Dein Feedback senden? Wir freuen uns auf den Austausch mit Dir! E-Mail: post@insolvend.de LinkedIn: go.insolvend.de/linkedin Instagram: go.insolvend.de/instagram Facebook: go.insolvend.de/facebook Hinweis: Wir sind keine Rechtsanwälte oder Steuerberater. Alle Inhalte spiegeln unsere persönlichen Erfahrungen wider. Bei einer drohenden Insolvenz ist eine individuelle Beratung durch Fachanwälte oder spezialisierte Berater zwingend erforderlich.

    StaRUG, Eigenverwaltung oder Regelinsolvenz? Arten, mit der Krise umzugehen
  6. Mar 9

    Enttäuschte Erwartungen und der Kampf um das Eigenheim

    In der heutigen Folge von InsolvEND? wird es persönlich und brandaktuell. Wir werfen einen Blick auf die Ereignisse der letzten Wochen und Monate seit unserem Podcast-Start. Während wir die ersten Folgen vorproduziert haben, ist das Leben mitten in der Insolvenz nicht stehen geblieben – mit allen Höhen und tiefen Rückschlägen. Sven teilt eine große Erleichterung mit uns: Durch eine enorme familiäre Kraftanstrengung konnte das private Wohnhaus aus der Insolvenzmasse freigekauft werden. Doch die Freude wird getrübt durch die harte Realität im Umgang mit dem Insolvenzverwalter und dem Verlust anderer Immobilien, die nun verwertet werden. Die Themen dieser Folge im Überblick: Hausrettung: Wie Sven mit Hilfe der Familie das Eigenheim gesichert hat. Reaktionen aus dem Umfeld: Vom Vorwurf des „Jammerns“ bis hin zu menschlichen Enttäuschungen – wie geht man mit hartem Feedback um? Verlust der Mündigkeit: Warum sich der Kontakt mit dem Insolvenzverwalter oft anfühlt wie „hinter Gittern“. Skurrile Insolvenz-Fälle: Wenn eine Gesellschaft plötzlich wieder zahlungsfähig wird, weil Immobilien Gewinne abwerfen. Vorsorge für den Ernstfall: Warum eine Unternehmervollmacht lebenswichtig ist – besonders, wenn Geschäftspartner plötzlich versterben. Wir sprechen offen darüber, warum wir uns trotz (oder gerade wegen) der Insolvenz nicht im Keller verkriechen, sondern weiterarbeiten und diesen Podcast als wichtiges Ventil nutzen. Wir freuen uns über Dein Feedback! Hast Du ähnliche Erfahrungen mit Insolvenzverwaltern gemacht? Wie hat Dein Umfeld reagiert? Schreib uns gerne! Kontakt & Links: Webseite: www.insolvend.de E-Mail: post@insolvend.de LinkedIn: LinkedInInstagram: Instagram

    Enttäuschte Erwartungen und der Kampf um das Eigenheim
  7. Feb 23

    Liquiditätsplanung in der Krise: Methoden, Pflichten und Tools

    In dieser Folge von InsolvEND? thematisieren wir die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung. Wir erläutern, warum die Steuerung eines Unternehmens allein auf Basis des aktuellen Kontostands („Management by Kontostand“) insbesondere in Krisenzeiten nicht ausreicht und welche rechtlichen Anforderungen an Geschäftsführer gestellt werden. Wir betrachten die Unterschiede zwischen der vergangenheitsorientierten BWA und einer zukunftsorientierten Planung, die für die Früherkennung von Krisen nach dem StaRUG unerlässlich ist. Die Schwerpunkte dieser Folge: BWA vs. Liquiditätsplanung: Warum die Auswertungen vom Steuerberater oft zu zeitversetzt für eine akute Krisensteuerung sind. Rechtliche Grundlagen: Die Sorgfaltspflicht des Geschäftsführers und die Anforderungen an die Fortbestehensprognose. Methodik der rollierenden Planung: Wie wir die Liquidität auf Wochenbasis in Excel erfassen (Einnahmen, Fixkosten, Saisonalität). Vertragsmanagement: Die Bedeutung einer detaillierten Übersicht aller laufenden Verträge und Kündigungsfristen zur Kostensenkung. Unterstützende Systeme: Einblick in Software-Lösungen wie DATEV Unternehmen online und spezialisierte Planungstools. Wir verdeutlichen zudem, warum eine fundierte 6-Monats-Planung die Grundvoraussetzung für Sanierungsoptionen wie die Eigenverwaltung darstellt. Hinweis: Wir teilen in diesem Podcast unsere persönlichen Erfahrungen. Dies stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Bei akuter Krisensituation empfehlen wir die Konsultation spezialisierter Berater. Links & Ressourcen zur Folge Webseite: https://www.insolvend.de/ E-Mail: post@insolvend.de LinkedIn: InsolvEND auf LinkedIn Instagram: InsolvEND auf Instagram Facebook: InsolvEND auf Facebook

    Liquiditätsplanung in der Krise: Methoden, Pflichten und Tools
  8. Feb 9

    Einzelunternehmen vs. GmbH: Die großen Unterschiede im Insolvenzverfahren

    In der heutigen Folge von InsolvEND? gehen wir einer der zentralen Fragen nach: Macht es eigentlich einen Unterschied, ob Du als Einzelunternehmer oder mit einer GmbH in die Insolvenz gehst? Die Antwort ist ein klares Ja! Manuel und Sven beleuchten die drastischen Unterschiede im Antragsverfahren, der Haftung und dem Tempo der Gerichte. Während Manuel aus der Sicht einer Kapitalgesellschaft von digitalen Prozessen und blitzschnellen Beschlüssen berichtet, teilt Sven seine persönlichen Erfahrungen als Einzelunternehmer – von wochenlangen Wartezeiten beim Amtsgericht bis hin zum entscheidenden Moment, als das Privatvermögen in den Fokus rückte. Was Dich in dieser Folge erwartet: Antragspflicht vs. Freiwilligkeit: Wir erklären, warum Du als GmbH-Geschäftsführer gesetzlich zum Handeln gezwungen bist, während Du als Einzelunternehmer ein Antragsrecht, aber keine Pflicht zur Vermeidung von Insolvenzverschleppung hast. Haftung & Privatvermögen: Wir vergleichen den "Schutzwall" der GmbH mit der direkten Haftung des Einzelunternehmers. Was passiert, wenn das private Wohnhaus plötzlich Teil der Insolvenzmasse wird? Der Faktor Zeit: Warum die digitale Akte bei der GmbH für Tempo sorgt und Sven als Einzelunternehmer zwei Wochen auf eine Rückmeldung vom Gericht warten musste. Stolperfallen im Geschäftsalltag: Wir berichten, warum Sven trotz bezahlter Rechnungen plötzlich ohne Internet dastand und wie er seinen Betrieb dennoch fortführen konnte. Wir möchten Dir mit dieser Folge zeigen, wie unterschiedlich die Wege durch die Insolvenz je nach Rechtsform verlaufen und worauf Du Dich in Deiner spezifischen Situation einstellen musst. Links & Ressourcen: Website zum Podcast: https://www.insolvend.de/ Hast Du Fragen zu den Unterschieden der Rechtsformen oder Feedback zur Folge? Wir freuen uns, von Dir zu hören! Kontaktiere uns: E-Mail: post@insolvend.de LinkedIn: InsolvEND auf LinkedIn Facebook: InsolvEND auf Facebook Instagram: InsolvEND auf Instagram Wenn Dir diese Folge geholfen hat, freuen wir uns über Deine Bewertung auf der Plattform Deiner Wahl! Bis zur nächsten Folge bei InsolvEND?

    Einzelunternehmen vs. GmbH: Die großen Unterschiede im Insolvenzverfahren

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Was passiert bei einer Unternehmerinsolvenz? Sven van Brügge und Manuel Simon wissen es: Sie haben es selbst erlebt. Die Insolvenz ist das größte Tabu im Unternehmertum. In "InsolvEND?" brechen die beiden dieses Schweigen. Als Betroffene teilen sie ungeschönte Einblicke: von der Schockstarre bis zum "Tag danach". Sie liefern die Insights, die sie sich selbst gewünscht hätten, und sprechen mit Experten (Anwälte, Verwalter). Der Podcast für Unternehmer, die präventiv lernen oder akut Orientierung suchen. Wir zeigen: Scheitern ist okay. Eine Insolvenz ist eine Zäsur, nicht das Ende.