Medizin neu gedacht

Jacqueline Kaiser

💐 Willkommen in meinem Podcast „Medizin neu gedacht“! (Spotify & Co.) Ich heiße Jacqueline, arbeite als  Physician Assistant B.Sc. im medizinischen Team, habe eine psychotherapeutische Ausbildung und bin auf dem Weg zur Therapeutin in der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI). In der kPNI werden Psyche, Nervensystem, Immunsystem, Stoffwechsel, Evolution und soziale Komponenten zusammen betrachtet– alles hängt miteinander zusammen. Genau dieser Gedanke hat mich an der klinischen Psychoneuroimmunologie von Anfang an begeistert! Denn sie betrachtet den Menschen nicht als Ansammlung einzelner Symptome, sondern fragt: Was beeinflusst sich gegenseitig – und warum? Warum verändert Stress unsere Verdauung? Warum können Schlaf und Entzündungsprozesse unsere Stimmung, Energie oder unseren Appetit beeinflussen? Welche Rolle spielen Ernährung, Hormone, Bewegung, Beziehungen oder unser Lebensumfeld? kPNI verbindet diese Zusammenhänge und versucht zu verstehen, welche Mechanismen hinter Beschwerden stehen und wodurch sie aufrechterhalten werden können. Für mich bedeutet das aber nicht, Gesundheit zum nächsten Selbstoptimierungsprojekt zu machen. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, den eigenen Körper besser zu verstehen und herauszufinden, was im persönlichen Alltag tatsächlich veränderbar ist. In meinem Podcast werden genau diese komplexen, fachlichen Inhalte und Zusammenhänge verständlich erklärt.  So, dass nicht nur der Arzt versteht um was es geht, sondern vor allem der Mensch hinter den Beschwerden und den offenen Fragen: Es geht um Mensch-zentrierte (und nicht Symptom-zentrierte) Kommunikation und Therapie.  

  1. Oct 7

    Der Grund warum du durch Stress nicht abnehmen kannst

    Du willst abnehmen trotzdem scheint dein Körper einen völlig anderen Plan zu verfolgen? In dieser Folge schauen wir darauf, was Stress mit Energie, Stoffwechsel, Hunger und Gewichtsregulation zu tun hat. Warum stellt dein Körper unter Stress zusätzliche Energie bereit? Warum haben wir ausgerechnet nach einem anstrengenden Tag plötzlich Lust auf Schokolade, Pizza & Co.? Und warum reagieren zwei Menschen auf exakt dieselbe Belastung völlig unterschiedlich? Es geht um Cortisol, Glukose, unseren Energiehaushalt und vor allem um die Frage: Warum macht dein Körper manchmal genau das Gegenteil von dem, was du dir gerade von ihm wünschst?Denn Gewichtsregulation ist komplexer als „einfach gesünder essen und mehr bewegen“. Quellen Kudielka BM, Wüst S. Human models in acute and chronic stress: assessing determinants of individual hypothalamus-pituitary-adrenal axis activity and reactivity. Stress. 2010;13(1):1–14. Zänkert S, Bellingrath S, Wüst S, Kudielka BM. HPA axis responses to psychological challenge linking stress and disease: What do we know on sources of intra- and interindividual variability? Psychoneuroendocrinology. 2019;105:86–97. van der Valk ES, Savas M, van Rossum EFC. Stress and Obesity: Are There More Susceptible Individuals? Curr Obes Rep. 2018;7(2):193–203. Geiker NRW, Astrup A, Hjorth MF, Sjödin A, Pijls L, Markus CR. Does stress influence sleep patterns, food intake, weight gain, abdominal obesity and weight loss interventions and vice versa? Obes Rev. 2018;19(1):81–97. Adam TC, Epel ES. Stress, eating and the reward system. Physiol Behav. 2007;91(4):449–458. Sominsky L, Spencer SJ. Eating behavior and stress: a pathway to obesity. Front Psychol. 2

  2. Sep 25

    Wenn Stress zu Schmerz wird und was unsere Kindheit damit zu tun hat

    Warum reagieren manche Menschen auf Stress stärker als andere – und welche Rolle spielen dabei frühkindliche Prägungen? In dieser Folge geht es darum, wie frühe Belastungen unsere Stresssysteme langfristig mitprägen können und warum akuter Stress biologisch etwas anderes bedeutet als eine dauerhaft veränderte Stressregulation. Wir schauen darauf, wie relevante biologische Areale funktionieren, welche Rolle Gehirn und Schmerzverarbeitung spielen und wie chronischer Stress mit Veränderungen von Immunsystem und Stoffwechsel zusammenhängen kann. Denn Stress betrifft nicht nur unsere Psyche. Stresshormone und Stresssysteme kommunizieren eng mit Immunfunktion, Entzündungsregulation und Energiestoffwechsel – und auch zwischen chronischem Stress und chronischem Schmerz bestehen komplexe Wechselwirkungen. Und genau hier geht es in der nächsten Folge weiter: Welche Rolle spielen chronischer Stress, HPA-Achse und Cortisol bei Stoffwechsel, Essverhalten, Fettgewebe und Übergewicht? Und warum ist die Verbindung zwischen Stress und Körpergewicht wesentlich komplexer als „zu viel essen und zu wenig bewegen“? Quellen: Gunnar, M. R., Doom, J. R. & Esposito, E. A. (2015). Psychoneuroendocrinology of stress: Normative development and individual differences. Handbook of Child Psychology and Developmental Science, 1–45. Danese, A. & McEwen, B. S. (2012). Adverse childhood experiences, allostasis, allostatic load, and age-related disease. Physiology & Behavior, 106(1), 29–39. Cohen, S., Janicki-Deverts, D. & Miller, G. E. (2007). Psychological stress and disease. JAMA, 298(14), 1685–1687. Hannibal, K. E. & Bishop, M. D. (2014). Chronic stress, cortisol dysfunction, and pain: A psychoneuroendocrine rationale for stress management in pain rehabilitation. Physical Therapy, 94(12), 1816–1825. Tomiyama, A. J. (2019). Stress and obesity. Annual Review of Psychology, 70, 703–718. McEwen, B. S. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation: Central role of the brain. Physiological Reviews, 87(3), 873–904.

  3. Aug 4

    Wenn dein Körper ums Überleben kämpft, muss dein Darm warten

    Stress ist weit mehr als ein Gefühl oder Zustand. Er beeinflusst dein Nervensystem, dein Immunsystem und damit auch deinen Darm. Doch warum reagiert unser Körper überhaupt so? Und weshalb können selbst eine gesunde Ernährung, Probiotika oder Ballaststoffe manchmal nicht ausreichen, wenn der Körper dauerhaft im Alarmzustand lebt? In dieser Folge erfährst du, warum unser Körper aus evolutionärer Sicht zuerst ans Überleben denkt – und warum Verdauung, Regeneration und Darmgesundheit in belastenden Lebensphasen häufig in den Hintergrund rücken. • Warum unser Körper nicht für das moderne Leben entwickelt wurde, sondern für das Überleben. • Weshalb Stress die Verdauung beeinflusst – auch ohne Veränderungen der Ernährung. • Welche Rolle das vegetative Nervensystem für deinen Darm spielt. • Warum die Darmbarriere unter chronischem Stress leiden kann. • Weshalb unser Immunsystem sicherheitsorientiert arbeitet. • Was hinter dem sogenannten Sickness Behavior (Krankheitsverhalten) steckt. • Warum Müdigkeit, Brain Fog oder Antriebslosigkeit nicht immer mangelnde Disziplin bedeuten. • Weshalb Gesundheit immer aus dem Zusammenspiel von Nervensystem, Immunsystem, Darm und Lebensstil entsteht. • Praktische Impulse, wie du deinem Körper wieder mehr Sicherheit vermitteln kannst. Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn du den Podcast abonnierst, bewertest oder ihn mit Menschen teilst, für die dieses Wissen ebenfalls hilfreich sein könnte. Persönliche Termine buchbar unter: www.circle-of-health.com Instagram: medizin_neu_gedacht

  4. Feb 24

    Wer hat dir beigebracht, deinem Körper zu misstrauen?

    Triggerwarnung! In dieser Folge spreche ich über sensible medizinische Themen. Unter anderem geht es um schwere Erkrankungen wie Krebs sowie um Spontanremissionen und Immunreaktionen. Wenn dich diese Themen aktuell emotional stark belasten oder betreffen, höre diese Episode bitte nur, wenn du dich stabil genug fühlst – oder überspringe sie. 🎙️ Wer hat dir beigebracht, deinem Körper zu misstrauen? Wir haben verlernt, unserem Körper zuzuhören. Sobald Symptome auftreten, wollen wir sie möglichst schnell loswerden. Fieber? Senken. Entzündung? Blockieren. Reaktion? Unterdrücken. Aber was, wenn Symptome keine Fehler sind? Was, wenn dein Immunsystem nicht dein Gegner ist – sondern deine wichtigste Ressource? In dieser Sonderfolge spreche ich darüber: warum wir die Sprache unseres Körpers verlernt haben warum Fieber und akute Entzündung zunächst einmal Funktionen sind was chronischer Stress und Schlafmangel mit unserem Immunsystem machen und warum moderne Medizin und Immunaktivierung kein Widerspruch sind Außerdem führe ich eine neue Kategorie ein: „Medizinische Wunder“. Ich erzähle die historisch dokumentierte Geschichte von William Coley – einem Chirurgen des 19. Jahrhunderts, der beobachtete, dass Tumore sich nach schweren Infektionen zurückbilden konnten – und der damit ungewollt den Grundstein für die moderne Immuntherapie legte. Folgt mir gerne auf Instagram: medizin_neu_gedacht

About

💐 Willkommen in meinem Podcast „Medizin neu gedacht“! (Spotify & Co.) Ich heiße Jacqueline, arbeite als  Physician Assistant B.Sc. im medizinischen Team, habe eine psychotherapeutische Ausbildung und bin auf dem Weg zur Therapeutin in der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI). In der kPNI werden Psyche, Nervensystem, Immunsystem, Stoffwechsel, Evolution und soziale Komponenten zusammen betrachtet– alles hängt miteinander zusammen. Genau dieser Gedanke hat mich an der klinischen Psychoneuroimmunologie von Anfang an begeistert! Denn sie betrachtet den Menschen nicht als Ansammlung einzelner Symptome, sondern fragt: Was beeinflusst sich gegenseitig – und warum? Warum verändert Stress unsere Verdauung? Warum können Schlaf und Entzündungsprozesse unsere Stimmung, Energie oder unseren Appetit beeinflussen? Welche Rolle spielen Ernährung, Hormone, Bewegung, Beziehungen oder unser Lebensumfeld? kPNI verbindet diese Zusammenhänge und versucht zu verstehen, welche Mechanismen hinter Beschwerden stehen und wodurch sie aufrechterhalten werden können. Für mich bedeutet das aber nicht, Gesundheit zum nächsten Selbstoptimierungsprojekt zu machen. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, den eigenen Körper besser zu verstehen und herauszufinden, was im persönlichen Alltag tatsächlich veränderbar ist. In meinem Podcast werden genau diese komplexen, fachlichen Inhalte und Zusammenhänge verständlich erklärt.  So, dass nicht nur der Arzt versteht um was es geht, sondern vor allem der Mensch hinter den Beschwerden und den offenen Fragen: Es geht um Mensch-zentrierte (und nicht Symptom-zentrierte) Kommunikation und Therapie.