Zukunft Natur

Naturbotschafter - Michel Hänggi

In diesem Podcast erzählen Fachpersonen aus der Naturförderung von ihrer Arbeit, Projekten und den zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Natur. Sie teilen ihr Wissen und geben praktische Tipps, wie du die Tier- und Pflanzenwelt zu Hause, in deiner Gemeinde, im Verein oder im Berufsalltag aktiv fördern kannst. Zu Gast sind Expertinnen und Experten aus der Landschaftspflege, der Wildhut, dem Forstwesen, aus Ökobüros, Gärtnereien, Universitäten und dem Naturschutz. Hier erhältst du Sicherheit und Inspiration, damit wir auch in Zukunft auf eine gesunde Natur hinarbeiten.

  1. 4d ago

    #31 Einblicke in die Welt des Schweizerischen Nationalpark

    In dieser Folge spreche ich mit Hans Lozza über den Schweizerischen Nationalpark und warum er bis heute ein weltweit einzigartiges Schutzgebiet ist. Wir erfahren, weshalb der Nationalpark heute nicht mehr als klassischer Nationalpark, sondern als Wildnisgebiet gilt und was ihn von vielen anderen Nationalparks unterscheidet. Hans erzählt von der über 100 Jahre alten Nationalparkidee, die trotz zweier Weltkriege und enormen gesellschaftlichen Veränderungen bis heute Bestand hat und wir einen Blick in die Vergangenheit. Denn die Flächen des heutigen Nationalparks wurden vor seiner Gründung intensiv genutzt. Auch nach über einem Jahrhundert ohne Bewirtschaftung ist die Natur deshalb noch immer dabei, sich zum ursprünglicheren Zustand zu entwickeln. Ein spannender Punkt ist die Entwicklung der Biodiversität. Obwohl in ungenutzten Landschaften oft ein Rückgang einzelner Arten erwartet wird, zeigt sich im Schweizerischen Nationalpark insgesamt ein anderes Bild. Langjährige Untersuchungen zeigen, dass die Artenvielfalt zunimmt. Gleichzeitig verändert der Klimawandel die Artenzusammensetzung. Wärme liebende Pflanzen und Schmetterlinge wandern in höhere Lagen, während an Kälte angepasste Arten zunehmend unter Druck geraten. Wir sprechen zudem über die sichtbarsten Veränderungen im Nationalpark. Das Verschwinden von Gletschern und Permafrost prägt die Landschaft ebenso wie die Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Dank einzigartiger Forschungsdaten, die teilweise über 100 Jahre zurückreichen, lassen sich diese Entwicklungen besonders eindrücklich dokumentieren. Ein weiteres Thema ist die grosse Beliebtheit des Nationalparks. Obwohl Besucherinnen und Besucher strenge Regeln einhalten müssen, fasziniert das Gebiet jedes Jahr zahlreiche Menschen. Hans erklärt, weshalb Umweltbildung, Schulbesuche und die Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse entscheidend sind, um Verständnis und Begeisterung für den Nationalpark zu schaffen. Zum Schluss sprechen wir über den PCB-Unfall im Spöl, den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten und die Herausforderungen bei der Renaturierung. Abschliessend beantwortet Hans die Frage, ob eine Erweiterung des Schweizerischen Nationalparks in Zukunft möglich ist. Links: Schweizerischer Nationalpark

  2. Aug 6

    #30 Wildnis in der Schweiz - Wie viel gibt es davon noch?

    In dieser Folge spreche ich mit Sebastian Moos über die Wildnis in der Schweiz und darüber, was Wildnis überhaupt bedeutet. Unsere Vorstellung von wilden Landschaften stimmt nicht immer mit der Realität überein. Und Spoiler: der Schweizerischer Nationalpark ist nicht das wildeste Gebiet des Landes Sebastian erklärt, wie eine schweizweite Studie den Wildnisgrad verschiedener Landschaften bewertet. Wir sprechen darüber, welche Kriterien dabei berücksichtigt werden, weshalb die Ergebnisse teilweise für Diskussionen sorgten und warum einige Gebiete weniger wild sind, als viele Menschen vermuten. Sebastian zeigt auch, wie sich der Wildnisgrad einer Fläche erhöhen lässt. Vom wilderen Privatgarten bis hin zu grossflächigen Schutzgebieten wie Nationalparks oder Wildnisschutzgebieten. Wir diskutieren, weshalb mehr Wildnis nicht nur der Natur zugutekommt, sondern auch den Tourismus fördert und die Attraktivität unserer Landschaften steigert. Wichtig: Mehr Wildnis bedeutet nicht automatisch mehr Artenvielfalt. Vielmehr entstehen Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten, die auf natürliche Dynamik und möglichst ungestörte Lebensräume angewiesen sind und andernorts kaum noch Platz finden. Dann sprechen wir auch darüber, wo sich die wildesten Gebiete im Schweizer Mittelland befinden und wo Interessierte diese entdecken können. Zum Schluss geht es darum, wie man Wildnis schützt, wenn sie oft abgelegen und nur schwer zugänglich ist? Nach dem Motto «Man schützt nur, was man kennt» sprechen wir, wie Begeisterung und Verständnis für Wildnis entstehen können, ohne diese empfindlichen Lebensräume gleichzeitig stärker zu belasten. Links: Forum Wildnis Schweiz Mountain Wilderness Schweiz Buch „Das Potenzial von Wildnis in der Schweiz“ Mehr zu Wildnis und Verwilderung Mehr zu Sebastian Moos Unterstütze den Podcast: IBAN: CH21 0900 0000 1663 4991 8 TWINT: 079 585 99 16

  3. Jul 30

    #29 Millionen von Quadratmeter für Kletterpflanzen

    Pflanzenliste von Corinne ganz unten In dieser Folge spreche ich mit Corinne Rüedi von "Natur am Haus" über die Möglichkeiten der Vertikalbegrünung und warum Hausfassaden ein enormes Potenzial für Klima, Biodiversität und Lebensqualität bieten. Corinne erklärt zuerst mal den Unterschied zwischen bodengebundener Begrünung und Vertikalbegrünung. Sie stellt die verschiedenen Begrünungssysteme vor und zeigt, welche technischen Lösungen und Kletterhilfen je nach Gebäude zum Einsatz kommen. Zudem erfahren wir, weshalb in der Schweiz Millionen von Quadratmetern Fassaden für eine Begrünung geeignet wären. Anschliessend sprechen wir über die passenden Pflanzen. Corinne erklärt, welche Arten sich für vertikale Begrünung eignen, welche Pflanzen selbstständig an Fassaden klettern und welche eine Rankhilfe benötigen. Dabei geht es auch über eine oft diskutierte Pflanze, dem Efeu und ob diese tatsächlich Schäden an Hausfassaden macht, oder ist ihr schlechter Ruf unbegründet? Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einfluss begrünter Fassaden auf das Gebäude und das Mikroklima. Corinne zeigt anhand von Messergebnissen, wie Pflanzen die Fassade vor Hitze schützen, die Gebäudehülle isolieren und warum Begrünungen mit Rankhilfen häufig eine noch stärkere kühlende Wirkung erzielen als selbstkletternde Pflanzen. Wir sprechen zudem über die zahlreichen Tierarten, die begrünte Fassaden als Lebensraum nutzen, und darüber, wie das Konzept des Animal Aided Design dazu beitragen kann, Gebäude von Anfang an naturfreundlich zu planen. Zum Schluss gibt Corinne praktische Tipps für die Umsetzung. Sie erklärt, welche Fehler häufig gemacht werden, warum Unsicherheit viele Menschen vom Begrünen ihrer Fassade abhält und wie auch Mieterinnen und Mieter eine Vertikalbegrünung realisieren können. Zudem erfahren wir, welche Gemeinden solche Projekte bereits finanziell oder beratend unterstützen. Link: naturamhaus.ch Efeu: Selbstklimmer und einheimisch, Haftwurzeln haften an Mauer Dreispitzige Jungfernrebe: Selbstklimmer Haftscheiben halten am Mauer Waldreben (diverse einheimische und Europäische Arten): Benötigt gitterartige Rankhilfen Kletterrosen (einheimische): Benötigt gitterartige Rankhilfen, essbar Kletterrosen (obbenblütige): Nicht einheimisch, benötigt gitterartige Rankhilfen Echter Wein: Benötigt vertikale Rankhilfen, Trauben sind essbar Hopfen: Einheimisch, benötigt vertikale oder horizontale Rankhilfen Waldgeissblatt: Einheimisch, benötigt vertikale oder horizontale Rankhilfen Spalierobste (z.B. Aprikosen, Mini-Kiwi, Birnen, Sauerkirsche): Teils einheimisch, benötigt Holzgitter oder klassisches Spalier Unterstütze den Podcast:IBAN: CH21 0900 0000 1663 4991 8TWINT: 079 585 99 16

  4. Jul 23

    #28 Bauern und Biodiversität - Eine gemeinsame Zukunft

    In dieser Folge spreche ich mit Kilian Baumann von der Kleinbauern-Vereinigung über das Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Biodiversität und warum beide langfristig nur gemeinsam erfolgreich sein können. Zu Beginn erklärt Kilian die Aufgaben der Kleinbauern-Vereinigung und weshalb sie längst nicht nur Kleinbetriebe vertritt. Im Mittelpunkt stehen eine vielfältige, nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft sowie faire Rahmenbedingungen für die Schweizer Bäuerinnen und Bauern. Wir sprechen über die Unterschiede zwischen kleineren und grösseren Landwirtschaftsbetrieben und darüber, weshalb kleinere Betriebe häufig eine höhere Biodiversität auf ihren Flächen aufweisen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Direktzahlungen, der Zollschutz und weitere politische Instrumente, welche die Schweizer Landwirtschaft unterstützen. Kilian erklärt, weshalb diese Massnahmen für die Versorgungssicherheit und die Ernährungssouveränität der Schweiz von grosser Bedeutung sind. Gleichzeitig diskutieren wir, warum einzelne Direktzahlungen immer wieder auf Unverständnis stossen, obwohl sie langfristig sowohl der Biodiversität als auch einer resilienten Landwirtschaft dienen sollen. Wir gehen zudem der Frage nach, welche Förderinstrumente tatsächlich einen messbaren Beitrag zur Artenvielfalt leisten und weshalb dies in der Praxis oft schwieriger zu beurteilen ist, als es auf den ersten Blick scheint. Ich konfrontiere Kilian auch mit meiner Wahrnehmung, dass die politische Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft häufig wenig sichtbar ist. Er zeigt anhand aktueller Beispiele auf, welche Entwicklungen bereits stattfinden und wo noch Handlungsbedarf besteht. Zum Schluss richten wir den Blick auf unseren Einkauf. Kilian erklärt, welche Labels und Hinweise Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung bieten und wie wir mit unseren Kaufentscheiden die Schweizer Landwirtschaft und gleichzeitig die Biodiversität gezielt unterstützen können. Links: Kleinbauern-Vereinigung Kilian Baumann Zusammenfassung Biodiversitätsförderung Unterstütze den Podcast: IBAN: CH21 0900 0000 1663 4991 8 TWINT: 079 585 99 16

  5. Jul 16

    #27 Rehkitzrettung - Wie zehntausende Rehe vor Mähmaschinen gerettet werden

    Zahlen zur Rettung im 2026: Mit 800 Teams, 73'000 Hektare kontrolliert und 7590 Rehkitze gerettet! In dieser Folge spreche ich mit Jon Cantieni von Rehkitzrettung.ch über die Rehkitzrettung in der Schweiz und den grossen Einsatz, der jedes Jahr Tausenden Jungtieren das Leben rettet. --> Dabei gab es noch ein Versprecher: Die Rehkitzrettung hat 62 tausend Hektaren abgeflogen und nicht 260 tausend. Zu Beginn erklärt Jon die faszinierende Überlebensstrategie der Rehe. Wir erfahren, warum Rehkitze in den ersten Lebenswochen regungslos im hohen Gras liegen, wie die Rehgeiss ihre Jungen möglichst geruchsfrei hält und weshalb genau diese Strategie während der Mähsaison zur grossen Gefahr werden kann. Jon gibt tiefe Einblicke in den Ablauf einer Rehkitzrettung. Er erzählt, wie Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt werden und wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Drohnenpilotinnen und -piloten, Jägern, Landwirten und freiwilligen Helfenden ist. Nur durch eine gute Kommunikation können die Rehkitze rechtzeitig gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Wir sprechen auch darüber, welche Folgen es haben kann, wenn viele Wiesen gleichzeitig gemäht werden und dadurch wichtige Rückzugsorte für die Kitze verschwinden. Zudem erklärt Jon, wann die Hauptsaison der Rehkitzrettung beginnt und endet und warum Hunde nicht nur während der Setzzeit der Rehe an die Leine gehören. Ein weiteres Thema sind die Geburtsvorbereitungen der Rehgeiss sowie die vielfältigen Einsätze der Drohnenpilotinnen und -piloten ausserhalb der Rehkitzsaison. Im Rahmen von RKS+ helfen sie unter anderem bei der Suche nach vermissten Hunden oder Nutztieren und unterstützen Behörden bei der Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest. Zum Schluss erfährst du, wie du auch ohne eigene Drohne einen Beitrag zur Rehkitzrettung leisten kannst, an wen du dich wenden solltest, wenn du ein Rehkitz entdeckst und warum es besonders wichtig ist, in dieser Situation richtig zu handeln. Links: Rehkitzrettung.ch Unterstütze den Podcast: IBAN: CH21 0900 0000 1663 4991 8 TWINT: 079 585 99 16

  6. Jul 9

    #26 Mehr Natur durch Weidetiere

    In dieser Folge spreche ich mit Jonas Landolt vom Verein Wilde Weiden Schweiz über ein Naturschutzkonzept, das Weidetiere wieder zu natürlichen Landschaftsgestaltern macht. Zu Beginn klären wir die Unterschiede zwischen konventionellen Weiden, Naturschutzweiden und wilden Weiden. Jonas erklärt, weshalb sich die Dynamik auf wilden Weiden grundlegend von herkömmlichen Weidesystemen unterscheidet und welche Vorteile dadurch für die Biodiversität entstehen. Wir sprechen über die Tierrassen, die auf wilden Weiden eingesetzt werden, warum diese Flächen bewusst unterhalb von 1'000 Metern über Meer geplant werden und welche natürlichen Prozesse dort wieder zugelassen werden. Natürlich geht es auch um den Verein selbst. Jonas gibt Einblicke in den aktuellen Stand des Projekts, die nächsten Entwicklungsschritte, die Vereinsstruktur sowie die Finanzierung. Gleichzeitig spricht er offen über die Herausforderungen beim Aufbau eines solchen Projekts. Ein weiteres Thema ist die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Wie werden Landwirtinnen und Landwirte entschädigt, wenn sie Flächen für wilde Weiden zur Verfügung stellen? Warum stammt hochwertiges Fleisch und Milch oft von Tieren, die auf naturnahen Weiden leben? Und welche Pflege- und Herdenschutzmassnahmen sind notwendig? Zum Schluss verrät Jonas, wo bereits heute beeindruckende Wilde Weiden besucht werden können, wie Menschen ohne eigenes Land das Projekt unterstützen können und weshalb dieses Beweidungskonzept ein wichtiger Baustein für die Förderung der Biodiversität in der Schweiz sein könnte. Links: Verein Wilde Weiden Buch "Wildes Land" Buch "Gracing Ecology" (Englisch) Verein Naturnahe Weidelandschaften

  7. Jul 2

    #25 Eine Tierart fördern und 1000 Arten unterstützen

    In dieser Folge spreche ich mit Valentin Moser über den Biber und warum kaum ein anderes Tier unsere Landschaft so stark verändert wie er. Valentin gibt spannende Einblicke in das Leben des Bibers. Wir sprechen darüber, was er frisst, wie sein Familienleben funktioniert und weshalb er bis zu zwei Meter hohe Dämme bauen kann. Gerade in Zeiten des Klimawandels gewinnt der Biber zusätzlich an Bedeutung. Während Hitzeperioden bleibt sein Lebensraum angenehm kühl und seine Dämme speichern Wasser in der Landschaft. Davon profitieren nicht nur Biber, sondern auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten. Wir sprechen darüber, welche Arten besonders von Biberrevieren profitieren, welche weniger gut mit den Veränderungen zurechtkommen und warum die Dämme für Jungfische oft wertvolle Lebensräume schaffen. Auch erfahren wir, wie wandernde Fische Biberdämme überwinden können. Natürlich thematisieren wir auch die Konflikte. Biber können Schäden an landwirtschaftlichen Flächen und an der Infrastruktur verursachen. Valentin erklärt, welche Lösungen bereits bestehen und warum er sich kreativere politische Ansätze wünscht. Beispielsweise könnten überflutete Flächen als Biodiversitätsförderflächen anerkannt und entsprechend entschädigt werden. Ausserdem erfährst du, wie du dich verhältst, wenn du einem Biber begegnest, warum Wölfe erstaunlich erfolgreiche Biberjäger sein können und was jede und jeder von uns tun kann, um den Biber und seine wertvolle Arbeit zu unterstützen. Zum Schluss erzählt Valentin von seinem Lieblingstier, der Zwergmaus, die nach langer Zeit in der Nordostschweiz wieder nachgewiesen werden konnte. Links: Wie der Biber die Biodiversität fördert Biber und Fledermäuse Video wie Fische einen Biberdamm durchbrechen

  8. Jun 25

    #24 Die Umwelt so sehen wie sie wirklich ist

    In dieser Folge spreche ich mit Antonio Diblasi von sanu future learning über Umwelt- und Naturbildung und warum sie eine zentrale Rolle für die Zukunft unserer Natur spielt. Antonio erklärt, weshalb viele Menschen den Zustand der Schweizer Natur deutlich positiver einschätzen, als er tatsächlich ist. Unsere Erinnerungen an Landschaften und Artenvielfalt stimmen oft nicht mehr mit der Realität überein. Da hilft das Thema dieses Podcasts. Die Umweltbildung hilft, diese Wahrnehmung zu schärfen und ein besseres Verständnis für die Herausforderungen unserer Zeit zu schaffen. Doch was ist Umweltbildung überhaupt? Antonio zeigt, dass sie viel mehr ist als reine Wissensvermittlung. Es geht darum, die eigene Rolle zu erkennen und ins Handeln zu kommen. Deshalb setzt sanu auf praxisnahe Weiterbildungen, die konkrete Lösungen vermitteln und Menschen befähigen, in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld etwas zu bewirken. Dabei richten sich die Angebote sowohl an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger als auch an erfahrene Fachpersonen. Ein weiteres Thema ist die Kritik, die häufig entsteht, wenn neue Naturflächen angelegt werden. Frisch umgesetzte Aufwertungen wirken oft ungewohnt oder sogar „verwüstet“, obwohl sie langfristig wertvolle Lebensräume schaffen. Antonio erklärt, wie mit solchen Reaktionen umgegangen werden kann, welche Rolle Kommunikation dabei spielt und welche 3 Hebel am besten wirken bei aufkommender Kritik. Wir sprechen zudem über die Erwartung vieler Menschen, dass es für Naturförderung einfache Rezepte und Standardlösungen gibt. In der Praxis sind die Bedingungen jedoch von Fläche zu Fläche unterschiedlich. Antonio zeigt, wie trotzdem erfolgreiche und artenreiche Lebensräume entstehen können. Zum Schluss werfen wir einen Blick auf die Arbeit von Gemeindemitarbeitenden und Pflegeverantwortlichen. Oft werden ihre Entscheidungen vorschnell beurteilt, obwohl die Anforderungen und Herausforderungen in der Naturpflege sehr individuell und komplex sind. Also, wer die Natur kennenlernen will, kann bei den Bildungsangeboten von sanu vorbeischauen. Link: sanu future learning

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In diesem Podcast erzählen Fachpersonen aus der Naturförderung von ihrer Arbeit, Projekten und den zentralen Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Natur. Sie teilen ihr Wissen und geben praktische Tipps, wie du die Tier- und Pflanzenwelt zu Hause, in deiner Gemeinde, im Verein oder im Berufsalltag aktiv fördern kannst. Zu Gast sind Expertinnen und Experten aus der Landschaftspflege, der Wildhut, dem Forstwesen, aus Ökobüros, Gärtnereien, Universitäten und dem Naturschutz. Hier erhältst du Sicherheit und Inspiration, damit wir auch in Zukunft auf eine gesunde Natur hinarbeiten.

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