Erzähl mir was vom Pferd – Journalismus meets Podcast

Jan Tönjes und Anja Nehls

Der Pferde-Podcast, in dem Journalismus auf Pferdeliebe stößt. Anja Nehls und Jan Tönjes beleuchten Hintergründe, stellen die Ergebnisse ihrer Recherchen dar, erzählen True Cases und fragen nach.

  1. 3d ago

    #21 Barhuf oder beschlagen – eine Glaubensfrage? Lehrschmied Volker Schurig und Tierarzt Dr. Friedrich Appelbaum

    Der Huf ist ein perfektes ausgeklügeltes System. Die Natur wusste schon immer, wie wichtig er fürs Pferd ist. Seitdem Menschen sich mit Pferden beschäftigen gibt es aber auch Beschlag. Hufeisen gab es schon vor Christi Geburt. Pfuscht der Mensch also schon seit Jahrtausenden an den Füßen der Pferde herum? Volker Schurig ist seit 30 Jahren als Schmied tätig. Er ist der Lehrschmied an der tiermedizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin (FU). Dr. Friedrich Appelbaum ist Fachtierarzt für Pferde, FEI Tierarzt und hat seine Dissertation über Hufe geschrieben. Außerdem ist er Vorsitzender des Prüfungsausschusses staatliche Hufbeschlagsprüfung NRW. Zwei Fachmänner also, die klar machen: Bei Beschlag oder barhuf gibt es kein richtig oder falsch, kein schwarz und weiß. Was beide betonen: In Sachen Hufbearbeitung hat in allen beteiligten Personengruppen rund ums Pferd ein Umdenken stattgefunden. Wo vor 20 Jahren noch galt, dass ein Sportpferd beschlagen sein muss, haben sich längst individuelle Lösungen etabliert. Ein echter Deep Talk rund um Huf und Hufschutz. Und die Erkenntnis, dass das die knöchernen Strukturen innerhalb der Hufkapsel etwas mit unseren Zähnen im Oberkiefer gemeinsam haben. Dazu Fragen von Abrollmechanismus bis Zehenwinkel. Viele Aspekte, viel Wissenswertes – sogar historische Quellen werden zitiert. Erstaunlich, was bereits im antiken Griechenland rund um den Huf so alles bekannt war. Im Quiz geht es auch „schmiedig“ zu.

    #21 Barhuf oder beschlagen – eine Glaubensfrage? Lehrschmied Volker Schurig und Tierarzt Dr. Friedrich Appelbaum
  2. Sep 23

    #20 Wie die Stadt Niddatal das Hofgut am Mühlbach schließen und 200 Kindern das Reiten unmöglich machen möchte

    Ein Reiterhof, 14 Schulpferde, rund 200 Reitschüler und ein Streit mit der Stadt, der die Existenz des Betriebs bedroht: In dieser Folge von ERZÄHL MIR WAS VOM PFERD geht es um das Hofgut am Mühlbach in Niddatal (Hessen). Betreiberin Elisa Hergen, Pferdewirtschaftsmeisterin und Trainerin A, hat den Hof 2020 im Erbbaurecht übernommen. Dafür hat sie einen nicht unerheblichen Kredit aufgenommen. Die angrenzenden Weiden pachtet sie von der Stadt. Nun haben die Stadtverordneten beschlossen, dass Erbbaurecht und Pacht nicht mehr gelten sollen. Als Grund wird ein angeblicher Formfehler angegeben: Bei dem Geschäft vor sechs Jahren soll eine zweite Unterschrift seitens der Stadt als Eigentümerin des Areals gefehlt haben. Anja Nehls und Jan Tönjes nehmen uns per FaceTime mit über den Hof und sprechen mit Elisa Hergen und ihrem Anwalt Hans-Jürgen Wartenberg. Der Bürgermeister von Niddatal wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Als unabhängiger Experte ordnet der Jurist Thorsten Masuch den Fall ein und erklärt darüber hinaus ganz allgemein, worin sich Kauf, Miete, Pacht und Erbpacht unterscheiden und wie sicher ein Erbbaurecht ist. Schließlich steht manch ein Pferd, vom Jährling bis zum Rentner, auf einer Weide, die per Erbbaurecht erworben wurde. Zum Schluss gibt es selbstverständlich das Quiz: Was bedeutet der Name Al Shira'aa, und wie viele Schulpferde gibt es eigentlich in Deutschland? Abonniert uns, folgt uns und empfehlt uns weiter!

    #20 Wie die Stadt Niddatal das Hofgut am Mühlbach schließen und 200 Kindern das Reiten unmöglich machen möchte
  3. Aug 27

    #18 Hat die WM Aachen die Olympiachancen des Reitsports verbessert?

    Bleibt der Reitsport olympisch? 🐴🥇 Die Euphorie von Aachen war riesig – doch reicht sie, um den Reitsport langfristig im olympischen Programm zu halten? Jan Tönjes und Anja Nehls schauen in der neuen Folge von „Erzähl mir was vom Pferd“ hinter die Kulissen und auf die Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Mehr als 500.000 Zuschauer bei der WM, volle Ränge und 35.000 Menschen allein bei der Vielseitigkeit: Aachen hat eindrucksvoll gezeigt, welches Publikum der Pferdesport mobilisieren kann. Auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry war vor Ort und äußerte sich begeistert. Doch das IOC bewertet mehr als volle Stadien. Reichweite während der Spiele, Kosten, Nachhaltigkeit und Tierschutz spielen eine entscheidende Rolle. Jan und Anja fragen deshalb: Wie steht Reiten im Vergleich zu Fußball und Leichtathletik da? Was bedeutet die „More Flags“-Regel der FEI? Und ist die gemeinsame Medaillenvergabe für Frauen und Männer vielleicht eines der stärksten Argumente für den Pferdesport? Dazu gibt es O-Töne von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und Kursbauer Mike Etherington-Smith, der bereits an den Plänen für Brisbane 2032 arbeitet. Außerdem geht es um olympische Fehlplanungen, mögliche Konkurrenz durch jüngere Sportarten – und die Frage, ob die Begeisterung von Aachen auch beim IOC verfängt. Zum Schluss wie immer: das Podcast-Quiz. Diesmal mit Koalitionsverträgen und einem legendären Olympia-Ritt.

    #18 Hat die WM Aachen die Olympiachancen des Reitsports verbessert?
  4. Jul 29

    # 15 Stell dir vor, du möchtest ein Turnier veranstalten und das Veterinäramt droht mit 25.000 Euro Strafe

    Der Reitverein Hohenböken in der Gemeinde Ganderkesee im Oldenburgischen möchte wie jedes Jahr sein Turnier veranstalten. Das Programm ist reichhaltig – vom Reiterwettbewerb über Kostümspringen bis zu Prüfungen der Klasse M. Doch kurz vor dem Turnier, bei dem auch noch das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden soll, flattert ein Einschreiben ins Haus. Absender: Das Veterinäramt des Kreises Oldenburg. Im Schreiben wird eine Strafe von bis zu 25.000 Euro angedroht, sollte es zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz kommen. Außerdem wird der veranstaltende Verein informiert, dass er für verschiedene Dinge verantwortlich ist. Nicht nur, ausreichend Wasser für die Pferde vorzuhalten (eine Selbstverständlichkeit), sondern auch für unkorrekt sitzendes Zaum- und Sattelzeug soll der Reitverein haftbar gemacht werden können und für (alte) Verletzungen, die nichts mit dem Turniertag zu tun haben. Stress soll vermieden und Tiere „mit Amputationen“ – so steht es da wirklich – sollen abgesondert werden. Die Hosts von ERZÄHL MIR WAS VOM PFERD beleuchten diesen Fall, der leider kein Einzelfall ist, von allen Seiten. Die Vorsitzende des Vereins kommt genauso zu Wort wie Dr. Henrike Lagershausen, die bei Pferdesport Deutschland den Bereich Veterinärmedizin verantwortet. Außerdem werden auch juristische Aspekte angeschnitten und wie Pferdesport Deutschland, sprich die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), sich zu den immer häufiger auftretenden Problemen mit Veterinärämtern positioniert. Im Quiz sind die Leitlinien zur Pferdehaltung, die in dieser Folge eine große Rolle spielen, nochmal ein Thema. Und eine Frage lässt uns geschichtlich auf den Ursprung der FN blicken.

    # 15 Stell dir vor, du möchtest ein Turnier veranstalten und das Veterinäramt droht mit 25.000 Euro Strafe

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Der Pferde-Podcast, in dem Journalismus auf Pferdeliebe stößt. Anja Nehls und Jan Tönjes beleuchten Hintergründe, stellen die Ergebnisse ihrer Recherchen dar, erzählen True Cases und fragen nach.

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