Oli kommt ursprünglich aus Aachen und bringt eine Perspektive mit, die man in der Bauwelt so nicht oft sieht. Er kommt nämlich nicht aus der Branche. Klassisch BWL studiert, geprägt durch die Automobilindustrie und den familiären Kfz-Groß- und Einzelhandel, war Unternehmertum schon früh Teil seines Weges. Sein Studium führte ihn durch Deutschland, die Schweiz und die USA. Der Zugang zur Bauwelt kam über seinen besten Freund, der im GU-Umfeld groß geworden ist. Gemeinsam haben sie begonnen, sich intensiv mit Baustellen auseinanderzusetzen. Erste Ideen gingen sogar in Richtung automatisierter Turmdrehkräne mit Kameras. Heute liegt der Fokus klar auf Software und Prozessen. Mit Specter Automation entwickeln sie eine modellbasierte Steuerungssoftware für Baustellen, die vor allem Poliere und Bauleiter im Alltag unterstützt. Planung, Kommunikation, Dokumentation und Arbeitsvorbereitung werden gebündelt, mit dem Ziel, Baustellen transparenter und effizienter zu machen. Es geht darum, greifbar zu machen, was heute, morgen und übermorgen passiert. Der Weg dahin war geprägt von viel Zuhören. Vor der Gründung wurde ein Jahr lang vor allem eines gemacht: Gespräche führen, Baustellen besuchen und verstehen, wie dort wirklich gearbeitet wird. Daraus entstand Schritt für Schritt das Produkt. Erster Prototyp, erster Kunde, erster Vertrag und dann direkt die nächsten Schritte, auch international. Heute arbeitet das Unternehmen weltweit mit Generalunternehmern und betreut Projekte bis nach Neuseeland. Im Gespräch wird auch klar, warum Digitalisierung auf Baustellen oft noch schwerfällt. Für viele ist es ein großer Schritt und der Gedanke „Das haben wir schon immer so gemacht“ sitzt tief. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass offene Bauleiter den Mehrwert schnell erkennen und Lösungen ins Team tragen. Gerade am Anfang begleitet Specter seine Partner sehr eng. Es wird gemeinsam aufgebaut und Schritt für Schritt eingeführt. Daraus entstehen oft enge, vertrauensvolle Beziehungen. Und wenn es für jemanden nicht passt, ist das auch in Ordnung. Der Mehrwert zeigt sich im Alltag deutlich. Informationen werden durch das 3D-Modell sichtbar und verständlich. Prozesse lassen sich strukturieren und automatisieren, von der Wochenplanung bis zu Tagesberichten. Gleichzeitig entsteht ein klarer Überblick über den Projektstand, Probleme werden früher erkannt. Ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit war der gemeinsame Auftritt beim Bauforum in Köln. Der erste Bühnenmoment zusammen, der gezeigt hat, wie gut die Partnerschaft funktioniert. Langfristig geht es darum, echten Mehrwert für die Baustelle zu schaffen. Gerade vor dem Hintergrund fehlender Fachkräfte wird Effizienz immer wichtiger. Bauleiter sollen sich auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren. Ein großes Thema ist auch die künstliche Intelligenz. Sie ist längst Teil des Arbeitsalltags geworden, etwa bei Dokumentation oder Auswertungen, und wird zunehmend in die Software integriert. Der Blick geht klar nach vorne. Internationalisierung spielt eine große Rolle, Märkte wie Kanada rücken stärker in den Fokus. Gleichzeitig zeigt sich, dass deutsche Unternehmen im Ausland nach wie vor einen sehr guten Ruf genießen. Am Ende bleibt: In der Bauwelt steckt enormes Potenzial. Und manchmal braucht es genau die, die von außen kommen, um Dinge neu zu denken und wirklich voranzubringen. #podcast #baubranche #bauwesen #baustelle #bauleiter #polier #generalunternehmer #baumanagement #projektmanagement #digitalisierung #baudigitalisierung #innovationambau #bim #künstlicheintelligenz #ki