(Un)sichtbar Chronisch

Andrea und Marc Löffler

„Du siehst doch gar nicht krank aus!“ – Doch was, wenn unsichtbare Krankheiten wie Morbus Menière, Hashimoto oder Migräne den Alltag bestimmen? Andrea, Physiotherapeutin und Resilienz-Trainerin, ist selbst betroffen. Gemeinsam mit ihrem Mann Marc spricht sie über den Weg zurück ins Leben. Hier findest du authentische Einblicke, Expertenwissen und mentale Strategien, um trotz chronischer Erkrankung wieder sichtbar zu werden. Von Tipps für den Arztbesuch bis zum Umgang mit Hilflosigkeit – wir schenken dir Kraft und Mut. Jeden 2. Dienstag neu! Dieser Podcast ersetzt keine ärztliche Beratung.

  1. 4d ago

    #35 - Post-Concussion-Syndrom: Die Diagnose, die kaum jemand kennt

    „Ich wollte nur eine Pille, die es wieder weg macht“ — Franziska über acht Jahre nach einem Rollerunfall Franziska ist 40, Coach für Menschen in beruflicher Veränderung. Vor acht Jahren stürzte sie in Thailand mit einem Roller. Gehirnerschütterung, vermutlich ein Schleudertrauma. Nichts Großes, dachte sie. Danach war sie nicht mehr dieselbe. Vorher Halbmarathon, danach keine Treppenstufe mehr. Kein Licht, keine Menschen, keine Reize. Ihr persönlicher Lockdown — Jahre vor Covid. In dieser Folge erzählt Franziska von einem Arzt auf der Insel mit pinken und blauen Pillen, von einer fünfstündigen Fahrt ins Krankenhaus und von dem, was danach kam: über hundert Ärzte und Therapeuten, Untersuchungen in den USA, ein Upright-MRT, Atlastherapie. Immer wieder diese Hoffnung, das ist es jetzt. Und immer wieder die Enttäuschung. Was mich besonders berührt hat: Sie ist nach der Rückkehr direkt wieder arbeiten gegangen. Kundentermine, Mittagessen, Verkaufsgespräche — und abends hat sie sich hinter der Haustür flach auf den Boden gelegt. Zwei Monate lang. Bis gar nichts mehr ging. Wir sprechen darüber, warum der Satz „du musst nur wollen“ bei chronischen Erkrankungen nicht funktioniert. Über Depression als Standarddiagnose. Und über etwas, das Franziska jahrelang nicht verstanden hat, obwohl es ihr alle sagten: „Du musst in deinen Körper kommen.“ Heute sagt sie: Das Leben, das sie jetzt lebt, ist echter als das davor. Was Dich in dieser Folge erwartet: Der Unfall in Thailand — und warum die Behandlung vor Ort fast surreal warPost-Concussion-Syndrom und HWS-Syndrom: Die Diagnosen, die am Ende bliebenWarum Franziska zwei Monate lang weitergearbeitet hat, obwohl nichts mehr ging„Du musst nur positiv denken“ — und was dieser Satz anrichtetMeditation als einziges Werkzeug, das wirklich halfWenn Ärzte nichts finden: Zwischen Hypochonder-Verdacht und BeruhigungsmittelnWarum Franziska bei Ärzten die Starke gespielt hat — und was das kosteteIdentitätszerfall: Wenn auch die Bewältigungsstrategie wegfälltWas ihr heute hilft: Bewegung, Blutzucker, grüner Tee, kleine RoutinenIhr wichtigster Rat: Nimm Dir Zeit. Du bist nur für Dein eigenes Leben unersetzlich.Warum sie glaubt, dass das Leben für uns passiert — auch wenn sie das zwischendurch bezweifelt hatEine Folge für alle, die sich nach einem Unfall oder einer Diagnose selbst abhandengekommen sind. Und für alle, die immer noch funktionieren, obwohl es längst nicht mehr geht. 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  2. Oct 23

    #34 - Morbus Menière ohne Schwindel: Wenn die Diagnose nicht ins Raster passt

    26 Jahre bis zur Erklärung — Diana über Morbus Menière, Ertaubung und zwei CIs Diana ist 47, kommt aus Bayern und seit drei Jahren komplett ertaubt. Sie trägt zwei Cochlea-Implantate — eins sichtbar, eins vollständig unter der Haut. Beiden hat sie Namen gegeben: Hörlibert und Hörmine. Ihre Geschichte beginnt mit 18: der erste Hörsturz. Dann zwei pro Jahr, später vier, irgendwann einer pro Monat. Jahrzehntelang hieß es: zu viel Stress. Das junge Mädchen stresst sich rein. Die junge Mutter hat Probleme. Mach mal Meditation. Erst bei der CI-Operation — 26 Jahre später — machte ein Operateur ein hochauflösendes DVT. Und sah, was vorher niemand gesucht hatte: Löcher im Schädelknochen zwischen Innenohr und Gehirn. Wenn dort Hirnwasser eindringt, kippt der Druckausgleich und der Menière-Anfall beginnt. In dieser Folge erzählt Diana, wie sie sich ihr Leben zurückgeholt hat. Sie beschreibt einen Moment, der mich sehr berührt hat: Nach Monaten, in denen sie das Haus nicht mehr allein verlassen hat, zog sie ein schickes Kleid an und ging drei Kilometer in den Nachbarort — Kaffee trinken, mit sich allein. Das war ihr Highlight. Und der Anfang zurück. Wir sprechen auch über Trauer. Darüber, dass man beim Verlust eines Menschen trauern darf — beim Verlust des Gehörs aber bitte sofort alles akzeptieren soll, weil es ja eine Lösung gibt. Diana hat das lange überspielt, bis es sie eingeholt hat. Was Dich in dieser Folge erwartet: Warum Dianas Morbus Menière jahrzehntelang atypisch verlief — Hörstürze ohne SchwindelDas DVT, das nach 26 Jahren die anatomische Ursache zeigteZwei CIs, zwei Gehirnhälften: Wie sich einseitige und beidseitige Versorgung unterscheidenWie Tinnitus durch die Implantate in den Hintergrund tratTrauer um das verlorene Gehör — und warum sie sein darfWas in einem Menière-Anfall wirklich passiert und wie Diana sich vorbereitetIhre Notfallausstattung im Auto und in der HandtascheWarum Gruppen und Restaurants auch mit zwei CIs eine Herausforderung bleibenAlex, der Friseur, der einfach mitdenkt — Dianas Beispiel für echte RücksichtDas No-Go: „Passt schon, war nicht wichtig”Warum sie bei älteren Schwerhörigen besonders hinschautVon der Steuerfachangestellten zur AudiotherapeutinEine Folge für alle, denen jahrelang gesagt wurde, es liege am Stress. Und für alle, die wissen wollen, wie ein Leben nach der Ertaubung aussehen kann. Diana schreibt einen eigenen Blog auf Steady — Informationsbeiträge rund um Hörbehinderung sind dort frei zugänglich. 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  3. Oct 9

    #33 - Vestibuläre Migräne: Symptome, Diagnose und was wirklich hilft

    Melanie ist 41, kommt aus dem Rheinland und hat Migräne mit Aura, seit sie 15 ist. Vor gut vier Jahren kam etwas dazu, das ihr Leben komplett umgekrempelt hat: vestibuläre Migräne. Auf Instagram klärt sie als dizzy_migraines darüber auf — weil kaum jemand diese Form kennt. Angefangen hat alles mit einem Tagestrip nach Göteborg. Auf der Rückfahrt Windstärke 10. Nach der Schifffahrt konnte sie nicht mehr geradeaus laufen. Bei ihrem Mann war das nach drei Tagen vorbei, bei ihr nicht. Am Anfang kam sie nicht einmal mehr allein zur Toilette. Was danach folgte, kennen viele: ein Neurologe, der ihr sagte, eine vestibuläre Migräne gebe es nicht, das sei psychosomatisch, hier haben Sie ein Antidepressivum. Der Job in der Probezeit war weg. Die Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt — sie sei doch noch so jung und fit. In dieser Folge erzählt Melanie, wie sie sich zurückgekämpft hat. Über die siebte Prophylaxe, die endlich greift. Über Hormone als unterschätzten Faktor. Und über den Satz ihrer Therapeutin, aus dem später ihre eigenen Selbsthilfegruppen entstanden sind: Ich verstehe neurologisch, was bei Ihnen passiert — nachempfinden kann ich es nicht. Wir haben viel gelacht in diesem Gespräch, obwohl das Thema alles andere als lustig ist. Vielleicht gerade deshalb. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was vestibuläre Migräne eigentlich ist — und warum sie ganz ohne Kopfschmerzen auftreten kannWarum die Diagnose fast nur über ein gutes Anamnesegespräch läuftMelanies Symptome rund um die Uhr: Schwankschwindel, Benommenheit, Kopfdruck, GangunsicherheitMal de Débarquement — wenn der Körper nach der Reise nicht wieder an Land ankommtHormone als Trigger: zwölf Jahre Ruhe durch die Spirale, dann die PerimenopauseIhre Trigger: Licht, Lärm, Bewegung, Schlafmangel, Alkohol — und der VollmondWarum Einkaufen für sie eine Trainingseinheit istNordic Walking und Gleichgewichtstraining als SicherheitsnetzDer Weg durch sieben Prophylaxen bis zum GamechangerWelche Supplemente ihr helfen — und warum Blutwerte allein nichts aussagenDurchs Raster gefallen: Krankengeld, Nahtlosigkeit, und was dann?Die Entscheidung gegen den Rechtsstreit und für die eigene GesundheitWenn die eigene Mutter nicht versteht, warum das Dorffest eine Symptomparty istFreunde, die mitdenken — und warum das so viel wert istMelanies Rat: Sei so liebevoll zu Dir wie zu Deiner besten FreundinMelanie findest Du auf Instagram — dort klärt sie über vestibuläre Migräne auf und organisiert ihre Selbsthilfegruppen: https://www.instagram.com/dizzy_migraines/ Erwähnt in der Folge: Der Infoflyer zur vestibulären Migräne der Deutschen Hirnstiftung, die Migräne Liga, das Schwindelzentrum Essen 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  4. Oct 2

    #32 - Medical Gaslighting — Wenn Dir Deine Symptome abgesprochen werden

    Zwischen den Stühlen — Sarah über zu gesund für Hilfe, zu krank fürs Arbeiten Sarah ist 33, kommt aus Hamburg und war Werbefotografin — international unterwegs, Marathonläuferin, 100 Kilometer Training pro Woche, 50-Stunden-Wochen. Heute ist sie froh, wenn sie drei Stunden am Stück etwas schafft. Nach einer Operation entwickelte sie ein CRPS, ein komplexes regionales Schmerzsyndrom. Dazu kommen Symptome, die denen von ME/CFS ähneln. Sie läuft an Unterarmgehstützen. Und trotzdem gilt sie offiziell weder als schwerbehindert noch als gehbehindert. In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele chronisch Kranke kennen: zu gesund, um Ansprüche durchzusetzen, zu krank, um voll leistungsfähig zu sein. Sarah führt aktuell vier Verfahren gegen verschiedene Institutionen. Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung wurde über eine Klausel für nichtig erklärt — jahrelang eingezahlt, im Schadensfall fristlos gekündigt. Wir reden auch über Medical Gaslighting, über die sieben Minuten Behandlungszeit pro Termin und darüber, warum so selten jemand im weißen Kittel sagt: Ich weiß es nicht. Und Sarah bringt einen Satz mit, der hängenbleibt: Nur weil wir es noch nicht messen können, heißt es nicht, dass es nicht da ist. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was CRPS ist — und warum es nach rund 5 % aller orthopädischen OPs auftrittDie Überschneidungen zwischen CRPS und ME/CFSPacing bei schwankenden BelastungsgrenzenWarum psychosomatische Diagnosen eigentlich am Ende stehen sollten, nicht am AnfangSarahs Erfahrung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung und den GesundheitsfragenWarum sie heute Rechtsschutz vor BU empfehlen würdeWie man einen Rollstuhl verweigert bekommt, weil man „zu gesund" istDer Unterschied zwischen einem schlechten Tag und dem, was andere davon sehenWege zu schnellerer psychologischer Hilfe: Dringlichkeitsüberweisung, 116 117, sozialpsychiatrische DiensteWarum Sarah Arztgespräche heute höflich abbrichtIhre wichtigsten Tipps: dokumentieren, filmen, Symptomtagebuch führenEine Folge für alle, die schon einmal gehört haben, dass es doch nicht so schlimm sein kann. Und für alle, die gerade mitten in einem Antragsverfahren stecken. Sarahs Community: Auf Instagram, mit Schwerpunkt Medical Gaslighting und unsichtbare Erkrankungen 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  5. Sep 24

    #31 - „Da kommt nichts mehr" — Uta über plötzlichen Hörverlust und ihr CI

    „Da kommt nichts mehr" — Uta über plötzlichen Hörverlust und fünf Wochen Hoffnung Uta ist 51, kommt aus Esslingen, leitet ein Team im Jugendamt und arbeitet nebenbei als Kinderwunschberaterin. Vor drei Jahren, mit 48, verlor sie von heute auf morgen das Gehör auf einem Ohr. Die Ursache: eine ganz normale Mittelohrentzündung. Die Entzündung war so stark, dass sie Gehör, Trommelfell und Gleichgewichtsorgan zerstörte. Ein Satz eines Arztes hat sich eingebrannt: „Da kommt nichts mehr." In dieser Folge erzählt Uta, wie es ihr in dem halben Jahr bis zum Cochlea-Implantat ging. Sie dachte zuerst, so schlimm sei das doch nicht — sie habe ja noch ein gutes Ohr. Dann kam die Erschöpfung, die sie nie erwartet hätte. Abends nach der Arbeit ging nichts mehr, Restaurants und Partys wurden unmöglich. Besonders bewegend fand ich ihren Umgang mit der Wartezeit. Nach der OP sagte ihr Arzt, es sei nicht klar, ob sie mit dem Implantat überhaupt hören könne — es habe Komplikationen gegeben. Und dann: „Aber es gibt immer noch die Hoffnung." Aus diesem Satz machte Uta fünf Hoffnungswochen. Jeden Tag ein Zitat, ein Bild, ein Vers in ihrem WhatsApp-Status. Irgendwann schickten ihr Freunde eigene Hoffnungsbilder zurück. Aus dieser Zeit ist ein Buch entstanden: „Hören verloren und Hoffnung gefunden." Wir sprechen auch über etwas, das Uta erst durch ein Coaching gelernt hat: dass sie trauern darf. Vorher hat sie sich gesagt, stell dich nicht so an, andere haben Krebs, es ist doch nur ein kleines Ohr. Erst als sie den Verlust als Verlust anerkannte, wurde die Akzeptanz möglich. Was Dich in dieser Folge erwartet: Wie eine Mittelohrentzündung drei Organe zerstören kannLeben mit nur einem Gleichgewichtsorgan — und was der Körper ausgleichen kannWarum die Erschöpfung bei einseitiger Ertaubung so unterschätzt wirdDer Zeitdruck bei Entzündungen: Warum die OP schnell passieren mussUtas fünf Hoffnungswochen und was daraus wurdeTrauern dürfen: Warum „stell dich nicht so an" der falsche Weg istDer Moment der Erstaktivierung nach fünf Wochen UngewissheitWarum Hörtraining bei einseitiger Versorgung besonders wichtig istUtas Buch und warum sie es zunächst nicht veröffentlichen wollteWas sie sich von der Gesundheitspolitik wünschtUtas Buch: „Hören verloren und Hoffnung gefunden" Utas Engagement: Sie ist Ansprechpartnerin der Selbsthilfe für einseitige Ertaubung in Baden-Württemberg Erwähnte Hörtrainings: Schallwelle, Soundstep — eine Übersicht findest Du im Hörwiki 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  6. Sep 17

    #30 - Glaub mir einfach — Was chronisch Kranke sich wirklich wünschen

    „Mich gibt es nur im Gesamtpaket" — Simona über Freundschaften, Familie und das, was bleibt Simona ist zum zweiten Mal bei uns zu Gast. Sie lebt mit Mukoviszidose, einem speziellen insulinpflichtigen Diabetes und einer Hochtonschwerhörigkeit — und arbeitet in der Hamburger Kulturbehörde als Referentin für Kinder- und Jugendkulturprojekte. Diesmal geht es um eine Frage, die viele chronisch Kranke beschäftigt: Was macht eine Erkrankung mit den Beziehungen zu den Menschen um uns herum? Simona erzählt offen, dass aus ihrer Schulzeit keine einzige Freundin übrig geblieben ist. Dass Menschen sich nicht laut verabschieden, sondern sich ausschleichen — nicht mehr anrufen, nicht mehr einladen, weil „die kommt ja sowieso nicht". Sie erzählt von ihrer ersten Ehe, in der so getan wurde, als sei sie gesund. Und von ihrem jetzigen Mann, mit dem sie seit rund 23 Jahren zusammen ist und der sie mit ihrem Gesamtpaket nimmt. Ein Thema geht besonders nah: Simona hat den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen. Erst professionelle Hilfe hat ihr geholfen zu verstehen, was da eigentlich lief — und dass Familie nicht automatisch Rückhalt bedeutet. Wir sprechen über den Satz, den fast alle chronisch Kranken kennen: „Man sieht Dir doch gar nicht an, dass Du krank bist." Über das absurde Vorurteil, eine Schwerbehinderung bringe „Vorteile". Und über das Gefühl, mitten unter Menschen einsam zu sein. Simona nennt sich selbst eine „Über-die-Grenzen-Seglerin". Sie weiß meistens, dass sie am nächsten Tag dafür bezahlen wird. Und tut es trotzdem — bewusst. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Simona in einer Beziehung wirklich braucht — und warum Lösungen nicht immer helfenWie Freundschaften sich verändern, wenn man nicht mehr „einfach handelbar" istIhre erste Ehe: Wenn beide überfordert sind und einer verschwindetDer Unterschied zwischen Nachteilsausgleich und „Vorteilen"Warum Simona bei neuen Bekanntschaften selbst recherchiertEinsamkeit mitten unter Menschen — und das Gefühl, mit dem eigenen Thema zu nervenDer Ärztemarathon als zweiter VollzeitjobWann professionelle Hilfe der richtige Schritt istWarum die Schuldfrage in die Sackgasse führtZuhören, das keins ist: Wenn das Gegenüber nur auf seinen Einsatz wartetWas Simona tun würde, wenn eine Freundin plötzlich erkranktEine Folge für alle, die schon mal gemerkt haben, dass sie seltener eingeladen werden. Und für alle, die jemanden im Leben haben und nicht wissen, wie sie fragen sollen. 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  7. Sep 8

    #29 - Darth Vader im Ohr — Wie sich ein CI wirklich anhört

    Ines ist 36, verheiratet, zwei Kinder, selbstständig als Online-Business-Managerin. Und seit knapp zwei Jahren auf dem linken Ohr ertaubt. Nicht schleichend, sondern an einem Sonntagmorgen beim Möbelaufbau mit der Familie. Was danach kam, war ein Marathon: Hörsturz, 24 Stunden später der Ausfall des Gleichgewichtsorgans, zwölf Stunden Erbrechen bei jeder kleinsten Bewegung, stationäre Behandlung, eine Tympanoskopie zur Diagnostik — und am Ende der Satz des Chefarztes: „Wir können aktuell nichts mehr für Sie tun, informieren Sie sich über das CI." In dieser Folge erzählt Ines, wie sie diesen Weg gegangen ist. Sieben Monate bis zur OP, dann die Erstaktivierung. Sie beschreibt es bis heute so, als läge noch ein Deckel drauf — aber das Original hört sie dahinter. Und ihr Satz, der vielen Unentschlossenen Mut macht: „Eins ist besser als null. Wenn ich gar nichts mehr höre, habe ich nichts zu verlieren." Wir sprechen auch über das, was zwischen Ines und mir eine besondere Verbindung schafft: Wir sind beide links ertaubt, beide CI-Trägerinnen, beide Linkshänderinnen. Aber unsere Wege dorthin waren völlig verschieden — ich bin über 20 Jahre unversorgt geblieben, Ines hat nach sieben Monaten gehandelt. Und wir räumen mit einem Irrtum auf, der noch immer verbreitet ist: Einseitige Ertaubung kann heute mit einem CI versorgt werden. Vor zehn oder fünfzehn Jahren hieß es oft noch „Sie haben ja noch ein Ohr". Ines bekommt regelmäßig Nachrichten von Menschen, die davon nie erfahren haben. Was Dich in dieser Folge erwartet: Wie sich ein Hörsturz anfühlen kann — und warum Ines ihn zunächst nicht ernst nahmDer Ausfall des Gleichgewichtsorgans und warum der Schwindel alles andere überdeckteKortison als Tablette oder intravenös: Ines' BehandlungswegWarum bei einem Hörsturz oft keine Ursache gefunden wird — und warum „das kommt vom Stress" zu kurz greiftDer Weg zum Cochlea-Implantat: Voruntersuchung, OP, ErstaktivierungWie es klingt: Darth Vader, Micky Maus — und was daraus mit der Zeit wirdWarum ein Akustiker ihr das CI ausreden wollte und Ines trotzdem dranbliebHörtraining im Alltag statt unter Druck: Musik und Podcasts direkt aufs CI streamenWarum das Gehirn „clever, aber faul" ist und die gute Seite bevorzugtGrad der Behinderung 20 bei einseitiger Ertaubung — und warum das zu niedrig gegriffen istDas schlechte Gedächtnis, das keins ist: Wenn alle Kapazität ins Verstehen gehtDer Moment, in dem es nicht mehr geht — und warum Ines dann gehtWas ihr Mann getan hat, das den größten Unterschied machteEine Folge für alle, die gerade einen Hörsturz haben und nicht wissen, wie es weitergeht. Und für alle, die jemanden begleiten, dem man nichts ansieht. Ines findest Du auf Instagram (@ineskasuch)— dort nimmt sie ihre Community mit auf ihre Hörreise und klärt über einseitige Ertaubung und das CI auf. 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

  8. Sep 1

    #28 - Ines' Weg aus der Neurodermitis

    Ines Gerecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Psychosomatik. Sie arbeitet online aus Berlin und begleitet Menschen dabei, hinter ihre Symptome zu schauen — auf das, was seelisch darunter liegt. Ines kennt den Weg aus eigener Erfahrung. Mit 19 hatte sie Neurodermitis am ganzen Körper, das Gesicht offen, Kortison half nicht mehr. Ihre erste Heilpraktikerin fragte nicht nach der Haut, sondern nach ihrer Familie — und riet ihr auszuziehen. „Eben hatte ich noch ein Hautproblem, jetzt habe ich ein Immobilienproblem", dachte Ines damals. Rückblickend war es der Anfang von allem. Wir sprechen über Prägungen, die über Generationen weitergegeben werden. Über Kinder als Symptomträger im Familiensystem. Über den Unterschied zwischen Schuld haben und sich schuldig fühlen. Und über Ines' Beobachtung aus zehn Jahren Praxis: dass hinter Migräne oft Perfektionismus und ein hoher innerer Leistungsdruck stehen. Ich habe an einigen Stellen bewusst nachgehakt — etwa bei der Frage, wie weit der seelische Anteil bei Infektionen, bei Kindern oder bei Krebs reicht. Ines betont dabei klar: Es geht nie um Schuld, und die schulmedizinische Abklärung steht immer an erster Stelle. Ohne Kortisoncreme, sagt sie, wäre sie damals nie in der Lage gewesen, überhaupt auf die seelische Ebene zu schauen. Ein Thema, das uns beide besonders beschäftigt: Was tun, wenn Ärztinnen und Ärzte nichts finden und alles als „psychosomatisch" abtun? Ines' Antwort: bei sich bleiben, nicht an der eigenen Wahrnehmung zweifeln, weitere Meinungen einholen. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Psychosomatik für Ines bedeutet — und warum sie Schulmedizin und seelische Arbeit als „sowohl als auch" verstehtWarum das Wort Schuld in ihrer Arbeit keinen Platz hatKinder als Spiegel und Symptomträger im FamiliensystemEpigenetik: Was wir von Eltern, Großeltern und Urgroßeltern in uns tragenNutzen und Preis: Warum wir an Mustern festhalten, die uns eigentlich schadenDer eigene „Seismograf" — welches Symptom bei Dir zuerst anspringt und was es Dir zeigtWarum Akzeptanz kein Ziel ist, das man erreicht — und man auch den Widerstand annehmen darfInes' Weg: von 18 Jahren Versicherung zur eigenen PraxisWas tun, wenn Ärzte nichts finden und alles ins Psychische schiebenIhre Einladung zum Schluss: Wie fühlst Du Dich mit Deinem Symptom — und woher kennst Du dieses Gefühl? Ines findest Du hier: https://inesgerecht.de/ 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch

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