Es gibt Themen, die in der Coaching-Arbeit immer wieder auftauchen, ganz unabhängig von Methode, Schule oder Sprache. Für mich gehören dazu drei zentrale Elemente: mein Selbst, mein Raum und meine Grenzen. In dem Video wird deutlich, warum diese drei Felder nicht nur „nice to have“ sind, sondern die eigentliche Grundlage für gutes Coaching, für stimmige Beziehungen und für innere Klarheit. Wer sie ernst nimmt, arbeitet nicht nur an einem Problem – sondern an der Qualität der eigenen Präsenz. 1. Mein Selbst: genug sein Mit „mein Selbst“ ist nicht das gemeint, was Applaus braucht, sich beweisen will oder Anerkennung sucht. Gemeint ist das wahre Selbst: ein innerer Ort, der sich selbst genug ist. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn wenn ich mich über andere erhebe, mich besonders wichtig mache oder narzisstisch „aufblase“, verliere ich den Kontakt zu diesem wahren Selbst. Ich zahle einen hohen Preis: Ich entferne mich von meiner inneren Ruhe – und gleichzeitig von echtem Kontakt auf Augenhöhe. Im Coaching ist genau das entscheidend. Denn wenn ich mich selbst erhöhen muss, gibt es keinen echten “Common Ground” mehr mit meinem Gegenüber. Dann begegnen sich nicht zwei Menschen, sondern nur noch Rollen, Strategien oder Schutzmechanismen. 2. Mein Raum: rein, erfüllt, stimmig Der zweite Fokus ist der eigene Raum. Damit ist nicht nur der Körper gemeint, sondern der gesamte innere Erfahrungsraum: das, was sich nach „mir“ anfühlt. Oft ist dieser Raum nicht ganz klar. Da tauchen fremde Überzeugungen auf, übernommene Erwartungen, familiäre Muster oder gesellschaftliche Glaubenssätze. Manchmal sind auch Dinge, die eigentlich zu mir gehören, nicht mehr wirklich bei mir. Dann entsteht ein Gefühl von Mangel, Unschärfe oder innerer Unstimmigkeit. Ein sauberer, erfüllter Raum macht Entscheidungen leichter. Ein fremd besetzter Raum dagegen führt oft zu Reaktionen, die nicht wirklich aus dem eigenen Wesen kommen. 3. Meine Grenzen: klar und wertschätzend Wenn ich gut mit meinem Selbst verbunden bin und meinen Raum wahrnehme, wird es leichter, Grenzen zu setzen. Und zwar sprachlich klar, respektvoll und ohne Härte. Das ist ein wichtiger Punkt: Viele Menschen spüren innerlich schon ein Nein, sagen aber trotzdem Ja. Manche passen sich zu stark an. Andere grenzen sich eher übermäßig ab und teilen gar nichts mehr mit. Beides kann Ausdruck einer gestörten Beziehung zu sich selbst sein. Grenzen setzen heißt nicht, den anderen abzuwerten. Es heißt, die eigene Autonomie zu achten – und gleichzeitig die Autonomie des anderen. Das ist reife Beziehung.Mehr dazu in meiner nächsten FREE Online Session am 15. Sep. 2026 von 17 - 18 Uhr mit dem Titel: “Autonomie-basierte Kommunikation”. Reserviere dir noch heute deinen Platz: https://www.ulrichbuehrle.de/ausbildungen/online-kurse/#live-session 4. Der Raum des anderen Ein zentrales Gegenstück zu den eigenen Grenzen ist der Respekt vor dem Raum des anderen. Auch der andere hat ein Selbst, einen Raum und ein Recht auf seinen eigenen Willen. Das Video benennt hier sehr klar zwei problematische Haltungen: die Tendenz, wie eine Dampfwalze über andere hinwegzugehen, und die Tendenz, die Führung im „Boot des anderen“ übernehmen zu wollen. Beides verletzt den gemeinsamen Boden. Gerade in Coaching, Partnerschaft und Führung ist das essenziell: Ich muss nicht wissen, was für den anderen richtig ist. Ich kann interessiert sein, ohne zu vereinnahmen. Ich kann präsent sein, ohne zu überrollen. 5. Drei Reflexionsfragen für die Praxis Im Video werden vier Reflexionsfelder vorgestellt, aus denen sich sehr konkrete Fragen ergeben: * Wie gut bin ich in diesem Kontext mit meinem Selbst in Kontakt? * Wie rein und erfüllt fühlt sich mein eigener Raum an? * Wie gut gelingt es mir, Grenzen zu setzen? * Wie respektvoll bin ich gegenüber dem Raum des anderen? Besonders hilfreich ist es, nicht abstrakt zu denken, sondern einen konkreten Kontext zu wählen: beruflich, privat, partnerschaftlich oder im Coaching. Denn oft gelingt uns das in manchen Situationen sehr gut – und in anderen deutlich weniger. 6. Was Coachingmethoden hier leisten können Der spannende Teil des Videos ist nicht nur die Reflexion, sondern die Verbindung zu konkreten Methoden. Und genau da wird sichtbar, wie unterschiedlich Coachingansätze dasselbe Ziel unterstützen können. The Work Bei The Work geht es darum, belastende Glaubenssätze zu prüfen. Ein Beispiel aus dem Video: „Wenn ich darüber gehe, bin ich hilfreich.“ Diese Annahme kann dazu führen, dass ich mich selbst verlasse, um scheinbar für andere nützlich zu sein. Mit den vier Fragen und den Umkehrungen wird sichtbar, dass das Gegenteil ebenfalls wahr sein kann: Wenn ich bei mir bleibe, bin ich nicht weniger hilfreich – oft sogar mehr. Das ist ein wichtiger Perspektivwechsel. Denn manchmal ist die eigentliche Hilfe nicht das Eingreifen, sondern die innere Klarheit.Hole dir das THE WORK FREEBIE: https://www.ulrichbuehrle.de/ausbildungen/online-kurse/#two-basis Wholeness Work Wholeness Work setzt an der unmittelbaren Erfahrung an. Im Video wird beschrieben, wie sich Präsenz unter Stress aus dem Körper „wegbewegen“ kann – nach vorne, hinten, nach oben oder unten, bis hin zu einem Gefühl von Abwesenheit. Über die Arbeit mit Polaritäten und innerer Wahrnehmung kann diese Präsenz wieder integriert werden. Das Ergebnis ist nicht nur ein kognitives Verstehen, sondern eine direkte körperlich-erlebte Rückkehr zu sich selbst.Hole dir das The Wholeness Work FREEBIE:https://www.ulrichbuehrle.de/ausbildungen/online-kurse/#tww-basis Core Transformation Core Transformation wird dort relevant, wo ein Anteil in mir immer wieder eine bestimmte Bewegung auslöst – zum Beispiel, in den Raum des anderen zu gehen oder die eigenen Grenzen zu verlassen. Statt nur gegen das Verhalten zu kämpfen, fragt diese Methode nach der positiven Absicht des Anteils. So wird aus einem störenden Muster eine verständliche Schutzstrategie. Und genau dadurch entsteht die Möglichkeit, tiefer an die Wurzel zu kommen.Hole dir den Core-Transformations Online Kurs:https://www.ulrichbuehrle.de/aktuelle-termine/nlp-core-transformation-online-kurs-live/ 7. Die eigentliche Botschaft Für mich liegt die zentrale Botschaft des Videos in einem einfachen Satz: Gute Coaching-Arbeit beginnt mit innerer Heimkehr. Wenn mein Selbst präsent ist, mein Raum klar ist und meine Grenzen bewusst sind, dann wird Beziehung stimmiger. Dann muss ich mich weder aufblasen noch verstecken. Dann kann ich bei mir sein – und gleichzeitig dem anderen wirklich begegnen. Und vielleicht ist genau das die schönste Form von Coaching: nicht jemanden zu optimieren, sondern zurück in die eigene Integrität zu begleiten. Schlussgedanke Je mehr ich bei mir ankomme, desto mehr kann ich dem anderen wirklich Raum lassen.Mehr dazu in meiner nächsten FREE Online Session am 15. Sep. 2026 von 17 - 18 Uhr mit dem Titel: “Autonomie-basierte Kommunikation”. Reserviere dir noch heute deinen Platz: https://www.ulrichbuehrle.de/ausbildungen/online-kurse/#live-session Get full access to Ulrich Bührle at wholenesswork.substack.com/subscribe