Vergiss Dich nicht

Christine Leyroutz & Bettina Riepl

Ein Podcast rund ums Thema Demenz… mit Herz, Hirn und Humor begleiten wir Betroffene, Angehörige und professionelle Betreuer:innen.

  1. Jul 12

    Folge 20:Der Teller, der jeden Abend voll zurückkommt.

    Für viele Angehörige ist genau das einer der schmerzhaftesten Momente im Alltag. Man kocht das Lieblingsessen, deckt liebevoll den Tisch, gibt sich Mühe – und trotzdem bleibt der Teller fast unberührt. War es nicht gut?Hat sie keinen Hunger?Lehnt sie meine Fürsorge ab?Oder ist es einfach die Demenz? In unserer neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über ein Thema, das unzählige Familien bewegt und oft mit großer Hilflosigkeit verbunden ist. Wir erklären, warum sich Geruchs- und Geschmackssinn verändern, weshalb Menschen mit Demenz manchmal vergessen zu essen oder plötzlich nicht mehr wissen, wie man Messer und Gabel benutzt – und warum hinter einem vollen Teller meist keine Ablehnung, sondern die Erkrankung steckt. Anhand der berührenden Geschichte von Rosa zeigen wir, wie kleine Veränderungen den Alltag wieder leichter machen können – für Menschen mit Demenz und für ihre Angehörigen. Diese Folge soll vor allem eines vermitteln: Niemand muss sich schuldig fühlen. Man kann eine Demenz nicht wegkochen. Aber man kann Essen wieder zu einem Moment machen, der Sicherheit, Nähe und Würde schenkt. Passend zur Podcastfolge findest du auf meinem Blog einen ausführlichen Beitrag mit Hintergrundwissen und praktischen Tipps für den Alltag. Wenn dir diese Folge hilft, teile sie gerne mit Menschen, die sie gerade brauchen könnten. Du findest:• den Podcast auf allen Podcast-Plattformen,• den Blog auf www.christineleyroutz.at,• sowie weitere Informationen, Videos und Beiträge auf Facebook und Instagram. Christine & Bettina„Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“

  2. Jul 5

    Folge 19: Karl muss noch aufs Feld – obwohl es längst verpachtet ist... warum reisen Menschen mit Demenz in die Vergangenheit?

    „Ich muss jetzt los. Das Feld ist noch nicht fertig, bevor es dunkel wird.“ Diesen Satz sagt Karl fast jeden Tag. Für seine Familie ist das zunächst kaum zu verstehen. Der Hof wurde schon vor vielen Jahren verpachtet. Es gibt keine Arbeit mehr auf den Feldern. Und doch ist Karl fest davon überzeugt, dass er dringend hinausmuss. Seine Angehörigen versuchen ihn zu beruhigen. Sie erklären ihm immer wieder, dass der Hof längst nicht mehr bewirtschaftet wird und dass alles erledigt ist. Doch je häufiger sie ihn korrigieren, desto unruhiger wird Karl. Er versteht nicht, warum ihm niemand glaubt. Er fühlt sich missverstanden, wird traurig, manchmal sogar wütend. Kommt euch das bekannt vor? Genau solche Situationen erleben unzählige Familien jeden Tag. Menschen mit Demenz möchten nach Hause, obwohl sie zuhause sind. Sie warten auf ihre Eltern, obwohl diese längst verstorben sind. Oder sie wollen zur Arbeit, obwohl sie seit vielen Jahren in Pension sind. Warum passiert das? Was geschieht dabei im Gehirn? Und wie können wir darauf reagieren, ohne ständig zu korrigieren oder in Konflikte zu geraten? In unserer neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir genau darüber. Wir erklären verständlich, warum Menschen mit Demenz so häufig in die Vergangenheit reisen, welche Rolle das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis dabei spielen und wie Angehörige diese Momente liebevoll begleiten können. Denn manchmal hilft es nicht, Menschen mit Demenz in unsere Realität zurückzuholen. Manchmal brauchen sie einfach jemanden, der sie ein Stück auf ihrer Reise begleitet. 🎧 Jetzt auf Spotify hören! Mehr Informationen, meinen Blog, den Podcast und viele weitere Inhalte rund um Demenz findet ihr auf meiner neuen Website: www.christineleyroutz.at Folgt uns auch auf Facebook, Instagram und Auguste 💕 Wenn euch diese Folge berührt oder weiterhilft, dann teilt sie bitte mit euren Freunden, eurer Familie oder Menschen, die Angehörige begleiten. Jede Weiterempfehlung hilft dabei, mehr Verständnis für Menschen mit Demenz zu schaffen. Vielen Dank, dass ihr Teil unserer Gemeinschaft seid. Gemeinsam können wir Demenz besser verstehen.

  3. Jun 28

    Folge 18: Wenn Worte versagen: Die Kraft der Berührung bei Demenz

    Neue Podcastfolge online – ein Thema, das viele Angehörige tief bewegt. „Sie erkennt mich nicht mehr.“„Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.“„Wir sitzen nebeneinander – und trotzdem fühlt es sich an, als wären Welten zwischen uns.“ Wenn Sprache nach und nach verloren geht, erleben viele Angehörige genau diese schmerzhaften Momente. Sie fühlen sich hilflos, traurig und fragen sich: Wie kann ich meinen geliebten Menschen überhaupt noch erreichen? Gibt es noch eine Möglichkeit, miteinander in Verbindung zu bleiben? Die Antwort könnte Sie überraschen. In unserer neuen Podcastfolge sprechen wir über eine Form der Kommunikation, die oft viel stärker ist als Worte. Sie erfahren, warum Berührung für Menschen mit Demenz Sicherheit, Geborgenheit und Nähe vermitteln kann – selbst dann, wenn Gespräche längst nicht mehr möglich sind. Wir erklären, was dabei im Gehirn geschieht, warum eine sanfte Berührung Angst und Unruhe lindern kann und weshalb gerade kleine Gesten oft mehr bewirken als gut gemeinte Erklärungen. Gleichzeitig sprechen wir auch darüber, wann Berührung als unangenehm erlebt werden kann und worauf Angehörige und Pflegepersonen unbedingt achten sollten. Diese Folge verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit vielen praktischen Beispielen aus unserem Berufsalltag und gibt Ihnen Impulse, die Sie sofort im Alltag umsetzen können. 💕Wenn Sie einen Menschen mit Demenz begleiten, sollten Sie diese Folge nicht verpassen. Vielleicht verändert sie Ihren Blick auf Kommunikation – und schenkt Ihnen neue Möglichkeiten, Nähe und Verbindung zu erleben. 🎧 Hören Sie jetzt rein! Begleiten Sie uns auch auf Facebook und Instagram, wo wir regelmäßig wertvolle Informationen, Tipps und Gedanken rund um Demenz teilen. Im  Blog: www.damalswieheute.com finden Sie weitere Fachbeiträge, Anregungen und praktische Hilfestellungen für den Alltag. ✨ Ich freue mich außerdem sehr: Seit gestern ist meine neue Website online!www.christineleyroutz.at Dort finden Sie alles rund um meine Arbeit als Gerontopsychologin – von Diagnostik und Beratung über Vorträge bis hin zu meinem Podcast und Blog. Und noch etwas Neues: Ab sofort begleiten Sie unsere fiktive Klientin Auguste  und ihre Familie auf ihrem Weg mit einer beginnenden Demenzerkrankung. Drei Mal pro Woche erzählen wir ihre Geschichte weiter – einfühlsam, lebensnah und fachlich fundiert. Augustes Erlebnisse zeigen, welche Herausforderungen im Alltag entstehen und wie ein wertschätzender Umgang gelingen kann. Bettina und ich wünschen Ihnen von Herzen viele berührende Momente beim Zuhören. 💕

  4. Jun 7

    Karl tanzt noch – über das, was bei Demenz wirklich bleibt Mehr als die Diagnose – die verborgenen Ressourcen bei Demenz

    Karl ist 81. Er weiß nicht immer, welches Jahr wir haben. Er erkennt seine Enkelin manchmal nicht sofort. Aber wenn im Aufenthaltsraum Musik aus den 1960ern läuft – steht er auf. Geht in die Mitte des Raums. Und tanzt. Mit Haltung. Mit Rhythmus. Mit einem Lächeln, das sagt: Hier bin ich noch. Das ist kein Zufall. Das ist das Gehirn, das eine Ressource benutzt, die noch da ist. Auch Auguste kennt solche Momente. Auguste ist 71, pensionierte Lehrerin, und lebt mit einer beginnenden Demenz. Ihre Geschichte begleitet uns regelmäßig auf Instagram, Facebook und TikTok – in kleinen Szenen aus ihrem Alltag, die zeigen, wie sich Demenz wirklich anfühlt. Von innen. Von nah. In dieser Folge wechseln Christine und Bettina die Perspektive. Nicht was verloren geht – sondern was bleibt. Welche Fähigkeiten sich länger halten als wir denken. Warum der reine Blick auf Defizite schadet – für den erkrankten Menschen, für die Beziehung, für die Pflege. Und was das ganz konkret im Alltag bedeutet: für Angehörige, für Pflegepersonen, für alle, die nah dabei sind. Mehr zu diesen und vielen weiteren Themen rund um Demenz, Angehörige und das Leben mit kognitiver Veränderung findet ihr auf damalswieheute.com – mit über 180 Artikeln, die aus dem Praxisalltag heraus entstanden sind. Und auf Instagram und Facebook unter Vergiss Dich nicht, wo Auguste jede Woche ein Stück ihrer Geschichte weitererzählt. Eine Folge über Würde. Über das, was Demenz nicht nehmen kann. Und über die Momente, in denen jemand – auf seine Art – ganz da ist.

  5. May 31

    Folge 15: Sie haben nichts falsch gemacht. Warum glaubt das niemand? Über Schuld und Scham bei Demenz

    Fast jede Familie, die eine Demenzerkrankung erlebt, kennt diesen stillen Satz: Vielleicht ist das unsere Schuld. Er wird nicht ausgesprochen. Aber er ist da – in schlaflosen Nächten, in Gedanken, die immer wieder an denselben Momenten hängenbleiben. Was hätten wir früher tun können? Warum ausgerechnet wir? In dieser Episode sprechen Christine und Bettina über das, was in Beratungen fast immer im Raum steht, aber selten direkt gesagt wird: Schuldgefühle und Scham rund um Demenz. Woher kommen sie? Was machen sie mit Familien? Und – was darf man loslassen? Und dann ist da noch Auguste. Auguste ist eine fiktive Frau, deren Geschichte wir dreimal wöchentlich auf Instagram, Facebook und TikTok erzählen – vom ersten Moment, in dem irgendetwas nicht mehr stimmt, bis dorthin, wo ihre Geschichte uns noch hinführt. Wir wissen es selbst noch nicht. Aber wir erzählen weiter. Weil ihre Geschichte die Geschichte vieler ist. Weil man in ihr sich selbst erkennen kann – oder jemanden, den man liebt. Ihr Name ist kein Zufall: Auguste D. war die erste dokumentierte Patientin mit Alzheimer-Demenz, vorgestellt 1901 von Alois Alzheimer. Eine Frau, die verwirrt war, die sich schämte, die wusste, dass etwas nicht stimmte. Unsere Auguste trägt diesen Namen als Erinnerung: Diese Erkrankung trifft Menschen. Keine Versager. Keine schlechten Familien. Menschen. Was euch in dieser Folge erwartet: Woher Schuldgefühle bei pflegenden Angehörigen entstehen – und warum das Gehirn sie fast automatisch produziert Die häufigsten falschen Überzeugungen – und warum sie falsch sind Was Scham mit Familien macht, und warum sie so gefährlich ist Was man loslassen darf – und was wirklich hilft Folgt Auguste auf Instagram, Facebook und TikTok unter Vergiss Dich nicht – und seid dabei, wenn ihre Geschichte weitergeht. Mehr zum Thema findet ihr auf damalswieheute.com – über 180 Artikel zu Demenz, Angehörigen und dem, was niemand sagt. Vergiss Dich nicht – weil hinter jeder Diagnose ein Mensch steht. Wir freuen uns auf euch ❤️

  6. May 24

    Folge 14: Meine Mutter hat mich angeschaut – und nicht gewusst, wer ich bin.

    Es ist ein ganz gewöhnlicher Mittwoch. Thomas nimmt die Gerbera aus dem Papier, so wie immer. Er kennt den Weg zum Zimmer auswendig – links, dann rechts, dritte Tür. Er hat ihn hundertmal gegangen. Er wird ihn hundertmal noch gehen. Er setzt sich neben sie. Sie sieht ihn an. Freundlich. Ruhig. Und fragt: "Sind Sie vom Pflegedienst?" Eine Sekunde. Zwei. Er lächelt. Er sagt: "Nein, ich bin nur zu Besuch." Und er hält ihre Hand. Und sie lässt es zu. Im Auto danach weint er zum ersten Mal seit Jahren. Nicht weil sie ihn nicht mehr kennt. Sondern weil sie seine Hand nicht losgelassen hat. Weil er in diesem Moment gespürt hat: Da ist noch etwas. Etwas, das keinen Namen braucht. Dieser Moment – der Moment der Nichterkennung – ist einer der schwersten, die Angehörige von Menschen mit Demenz erleben. Er kommt meist nicht angekündigt. Er trifft in eine Stelle, auf die man sich nicht vorbereiten kann, egal wie gut man es versucht. In dieser Folge nehmen Christine und Bettina genau diesen Moment unter die Lupe. Was passiert dabei im Gehirn – und warum ist es keine Ablehnung, auch wenn es sich so anfühlt? Was macht dieser Blick mit Angehörigen – und warum ziehen sich so viele danach zurück, ohne zu wissen warum? Und was bleibt eigentlich – wenn Name, Geschichte und Erinnerung nicht mehr abrufbar sind? Die Antwort auf die letzte Frage hat Thomas im Auto gespürt. Bevor er den Motor gestartet hat, hat er sich gedacht: Nächsten Mittwoch komme ich wieder. Weil sie seine Hand nicht losgelassen hat. 30 Minuten, die erklären – und gleichzeitig trösten. Mehr zu diesem Thema findet ihr auch auf damalswieheute.com – dort hat Christine einen Begleitartikel zur Folge geschrieben, mit allem, was ihr zum Nachlesen, Nachdenken und Weitergeben braucht. Die Folge gibt es auch auf YouTube – schaut gerne vorbei, abonniert den Kanal und lasst uns ein Kommentar da. Wir lesen alles. Und wenn ihr auf Instagram oder Facebook unterwegs seid – findet uns unter @vergissdichnicht_demenz. Teilt die Folge, wenn ihr jemanden kennt, der diesen Mittwoch gerade erlebt. Manchmal ist Weiterschicken die größte Geste. Danke, dass ihr zuhört. Bis gleich.

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