Wo Funken wachsen

Agustina und Kathrin

Wo Funken wachsen ist ein Podcast für Menschen, die nicht nach schnellen Antworten suchen, sondern nach Gesprächen, in denen etwas hängen bleibt. Agustina und Kathrin sprechen über Mut und Grenzen, über Fragen, die bleiben, und Gedanken, die im Alltag nachhallen. Einmal im Monat eine halbe Stunde Gespräch, Leichtigkeit und ehrliches Mitdenken. Credits Musik: Bernifox https://open.spotify.com/intl-de/artist/4UieASBgRFVVtYQ7WDfl4M?si=XXkkSXoSQYeuS4x8CyOo2g Layout: Tahnee https://tahnee-photo.de/

Episodes

  1. Jul 31

    Wieso Bilder hilfreich sein können

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Aber erkennt jeder Mensch in einem Bild dieselben tausend Worte? Und kann jeder überhaupt in Bildern denken, wenn es darum geht, eigene Gedanken, Gefühle oder Anteile von sich selbst zu beschreiben? Manchmal kann ein Bild etwas ausdrücken, für das uns die passenden Worte fehlen. Es kann an Kraft erinnern, Sicherheit geben oder eine bestimmte Seite von uns sichtbar machen. Ausgangspunkt dieser Folge ist ein Vortrag darüber, wie Tiere zu Bildern für Mut, Sichtbarkeit und innere Ressourcen werden können. Für Agustina taucht sofort der schwarze Panther auf. Kathrin merkt dagegen, wie schwer es ihr fällt, überhaupt in solchen Bildern zu denken. Daraus entsteht ein Gespräch darüber, was es bedeutet, sich mit einem Tier oder einem inneren Bild zu verbinden, und warum das für manche Menschen ein natürlicher Weg ist – und für andere vielleicht gar keiner –, um sich selbst in bestimmten Situationen zu stärken. Wir sprechen darüber, ● warum ein Tierbild bestimmte Eigenschaften oder Ressourcen greifbar machen kann ● dass es nicht immer Tiere sein müssen und andere Bilder genauso hilfreich sein können ● warum manche Menschen eher in Mustern, Situationen und Zusammenhängen denken als in Bildern ● und weshalb es am Ende darum geht, die eigene Strategie zu finden, die zur eigenen Situation passt Eine Folge über Bilder als mögliche Unterstützung in der Selbstreflektion und über die Frage, wie viel von einem Menschen in einem einzigen Bild überhaupt sichtbar werden kann. Eine Frage für dich: Gibt es ein Bild, ein Symbol, einen Ort oder eine Figur, die etwas ausdrückt, das du selbst nur schwer in Worte fassen kannst?

  2. May 29

    Veränderung ist die Konstante

    Manche Veränderungen planen wir, in andere stolpern wir hinein. Und einige verstehen wir erst, wenn wir schon längst mittendrin sind. In dieser Folge schaut Agustina auf ihr vergangenes Lebensjahr zurück und landet bei einem Thema, das sich durch viele Bereiche zieht: Veränderung. Es geht um ein Lebensrad, um die Frage, was uns Halt gibt, und um Momente, in denen wir loslassen müssen. Wir sprechen darüber, ​wie unterschiedlich wir auf Veränderung schauen​warum Veränderung oft erst rückblickend Sinn ergibt​was Loslassen mit Lebensphasen, Familie und dem eigenen Zuhause zu tun haben kann​warum Modelle helfen können und das echte Leben trotzdem nicht immer sortiert ist​wie Führung, Sichtbarkeit und Veränderung zusammenhängen​und weshalb Menopause, politische Lage und persönliche Entwicklung manchmal mehr gemeinsam haben, als man zuerst denktAm Ende bleibt ein Gedanke:Veränderung ist nicht immer der große Schnitt. Manchmal ist sie der Moment, in dem wir merken: Etwas ist anders geworden und wir auch. Eine Frage für dich:Wenn du auf dein letztes Lebensjahr schaust: Welche Veränderung hat dich am meisten wachsen lassen? Buchtipps: Stephen Covey: 7 Wege zur Effektivität (“Circle of Influence”) Dinah Rodrigues: Hormon-yoga. Das Stabdardwerk zur hormonellen Balance in den Wechseljahren Information: Die Veränderungskurve in dieser Folge orientiert sich an bekannten Modellen der Veränderungsforschung, unter anderem an den Arbeiten von Elisabeth Kübler-Ross und dem 7-Phasen-Modell nach Richard K. Streich.

  3. Mar 27

    Zwischen Gefühl und Realität: Wie gleich ist gleichberechtigt?

    Wann fühlen wir Gleichberechtigung als „erreicht“?  Und warum entsteht dieses Gefühl manchmal, obwohl sich an den realen Verhältnissen noch wenig geändert hat? In dieser Folge sprechen wir über genau dieses Spannungsfeld: zwischen dem, was wir wahrnehmen, und dem, was tatsächlich messbar ist. Wir schauen darauf, warum gleiche Regeln noch lange nicht gleiche Chancen bedeuten, wie unbewusste Denkmuster unsere Wahrnehmung beeinflussen und weshalb sich Gleichstellung oft schon „erreicht“ anfühlt, obwohl strukturelle Unterschiede weiterhin bestehen. Dabei geht es nicht um Anklage, sondern um Aufmerksamkeit. Denn viele dieser Dynamiken entstehen nicht aus Absicht, sondern aus Gewohnheit, Sprache und gesellschaftlichen Bildern, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben. Im Gespräch geht es unter anderem um: warum Gleichberechtigung auf dem Papier nicht automatisch Gleichstellung im Alltag bedeutet wie unser Gefühl von Fairness durch Wahrnehmungsverzerrungen geprägt ist weshalb Minderheiten in Gruppen häufig „größer“ wirken, als sie zahlenmäßig sind wie Sprache beeinflusst, wen wir als Norm wahrnehmen und wen als Ausnahme welche kleinen Interventionen im Alltag helfen können, Denkmuster zu hinterfragen Am Ende bleibt eine einfache, aber wirkungsvolle Frage: Welche Gedanken nehme ich eigentlich als selbstverständlich wahr und welche davon stimmen wirklich? ___________________ Studien und Forschung aus der Folge Einige der Gedanken aus der Folge basieren auf Forschung zu Wahrnehmung, Repräsentation und Gruppendynamiken diese Forschungsarbeiten zeigen, dass unser Gefühl von Ausgewogenheit stark von Wahrnehmungseffekten geprägt ist. Tokenism und Sichtbarkeit von Minderheiten Rosabeth Moss Kanter (1977)Some Effects of Proportions on Group Life: Skewed Sex Ratios and Responses to Token Women Wahrnehmung von Fairness und Repräsentation Baniamin, H. M. & Jamil, I. (2021)Effects of Representative Bureaucracy on Perceived Performance and Fairness Sprachliche Markierung von Frauen in Organisationen Smith, D. G., Rosenstein, J. E., & Nikolov, M. C. (2018)The Different Words We Use to Describe Male and Female Leaders Repräsentation und Wahrnehmung von Überrepräsentation Giakoumi, S. et al. (2021)Gender quotas and perceptions of fairness in representation Buchtipps: Caroline Criado Perez – Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert Ein eindrückliches Buch darüber, wie Datenlücken dazu führen, dass viele gesellschaftliche Strukturen, von Medizin bis Stadtplanung, eher auf Männer ausgerichtet sind. Daniel Kahneman – Schnelles Denken, langsames Denken Ein Buch zum Verständnis von Bias. Kahneman erklärt, wie unser Gehirn Abkürzungen nutzt und warum diese Denkmuster unsere Wahrnehmung verzerren. Iris Bohnet – What Works: Wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann Die Harvard-Ökonomin zeigt anhand vieler Studien, wie Organisationen Strukturen verändern können, damit Gleichstellung nicht nur ein Ziel bleibt, sondern tatsächlich umgesetzt wird. Wo du uns findest: Instagram: ⁠@wofunkenwachsen⁠ Kontakt: hey@wofunkenwachsen.de Credits Musik: ⁠⁠Bernifox ⁠⁠ Layout: ⁠⁠Tahnee

  4. Jan 30

    Mehr als eine

    Warum Konkurrenz ein Märchen ist - Oder: warum wir glauben, dass es nur einen Platz gibt „Es kann nur eine geben.“ Dieser Satz taucht überraschend oft auf, wenn es um Frauen, Führung und Sichtbarkeit geht. Wir schauen gemeinsam hin: Woher kommt dieser Gedanke, was macht er mit uns und wie kommen wir da raus? Wir sprechen darüber, warum „eine Frau im Führungskreis“ schnell als „reicht doch“ gelesen wird wie sehr uns Bilder und Vorbilder prägen, Stichwort Smurfette-Prinzip (eine Frau unter vielen Männern) wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann: „Es sind doch schon viele“ vs. „Ich bin oft allein“ warum gemischte Teams auf allen Ebenen gesünder sind wie aus Konkurrenz wieder Solidarität werden kann wie wichtig es ist auf Solidarität statt Konkurrenz zu fokussieren Quelle zu Disney-Sprechanteilen TIME (Darlena Cunha): Early Disney-Prinzessinnen (Snow White, Cinderella, Sleeping Beauty) weisen ein ausgeglichenes oder sogar frauenorientiertes Sprechrollenverhältnis auf. Ab „The Little Mermaid“ tauchen stark männlich dominierte Dialoge auf – etwa 68 % Männer, ähnlich in Mulan, Beauty and the Beast, Pocahontas, Aladdin. Auch Frozen bleibt unter 50 % weiblicher Sprechanteil. Time Buchtipps: Es kann nur die Eine geben. Carolin Kebekus Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert. Caroline Criado-Perez Wo du uns findest: Instagram: ⁠@wofunkenwachsen⁠ Kontakt: hey@wofunkenwachsen.de Credits Musik: ⁠⁠Bernifox ⁠⁠ Layout: ⁠⁠Tahnee ⁠

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Wo Funken wachsen ist ein Podcast für Menschen, die nicht nach schnellen Antworten suchen, sondern nach Gesprächen, in denen etwas hängen bleibt. Agustina und Kathrin sprechen über Mut und Grenzen, über Fragen, die bleiben, und Gedanken, die im Alltag nachhallen. Einmal im Monat eine halbe Stunde Gespräch, Leichtigkeit und ehrliches Mitdenken. Credits Musik: Bernifox https://open.spotify.com/intl-de/artist/4UieASBgRFVVtYQ7WDfl4M?si=XXkkSXoSQYeuS4x8CyOo2g Layout: Tahnee https://tahnee-photo.de/