Tim Hugi gehört zu den Menschen, die ständig auf der Suche nach der nächsten Herausforderung sind. Nicht, weil er Rekorde sammeln oder andere beeindrucken will – sondern weil er herausfinden möchte, wozu er selbst wirklich fähig ist. Diese Haltung zieht sich durch sein ganzes Leben: von der Grenadier-RS über zweimal 100 Kilometer rund um den Zürichsee bis zum Marathon des Sables, einem der härtesten Etappenrennen der Welt mitten in der Sahara. Im Gespräch erzählt Tim, weshalb ausgerechnet das Militär sein Denken nachhaltig verändert hat und warum er dort gelernt hat, mit wenig zufrieden zu sein. Er nimmt uns mit in Momente, in denen Schlafmangel, Hitze und Schmerzen alles infrage stellen – und erklärt, wie er es schafft, genau dann einen Zustand zu erreichen, in dem plötzlich alles leicht wirkt. Besonders eindrücklich ist seine Geschichte vom 200-Kilometer-Lauf um den Zürichsee. Er spricht offen über körperliche Tiefpunkte, emotionale Momente mit seiner Familie und darüber, weshalb er eine Woche später fast noch glücklicher war als im Ziel. Nicht die Medaille blieb hängen, sondern die Erkenntnis, dass er seinen eigenen Ansprüchen gerecht geworden ist. Auch der Marathon des Sables liefert unerwartete Geschichten. Tim erzählt, weshalb ihn das Rennen weniger gefordert hat als gedacht, warum die Begegnung mit Fussball-Weltmeister André Schürrle zu einem seiner schönsten Erlebnisse wurde und weshalb in der Wüste plötzlich Status, Geld und Bekanntheit keine Rolle mehr spielen. Dort sind alle einfach nur Menschen, die gemeinsam Schritt für Schritt durch den Sand gehen. Ausserdem sprechen wir über sein Herzensprojekt Walk the Lake, mit dem er möglichst viele Menschen für lange Distanzen begeistern möchte, über seine ungewöhnliche Art, Ziele zu setzen, und über eine neue Idee, die noch verrückter klingt als alles, was er bisher gemacht hat. Diese Folge ist keine Geschichte über Extremsport. Sie ist eine Geschichte darüber, wie viel in einem Menschen steckt, wenn er den Mut hat, einfach loszugehen.