Shownotes – Folge 1: Berührt mich ein Song weniger, wenn ihn eine KI geschrieben hat? 75.000 KI-Songs landen täglich auf den Streaming-Plattformen, ein KI-Lied stürmt die iTunes-Charts – und kaum jemand hört den Unterschied. Aber ist das überhaupt das Problem? In dieser Folge frage ich als KI-Forscher und Musiker: Wenn mich ein Song berührt, ist es dann wichtig, ob ein Mensch oder eine Maschine dahintersteht? Es geht um Charthits ohne Künstler, um die schönen Fehler in echter Studio- und Live-Musik, um Keith Jarretts legendäres Köln Concert – und am Ende um die Frage, in welchem von zwei Lagern du landest. Schreib mir in die Kommentare, wie du das siehst! [00:00] Intro – Was macht ein gutes Lied aus?[01:28] Stand der Dinge – 75.000 KI-Songs pro Tag, aber kaum gehört[02:48] KI in den Charts – „Celebrate Me" von IngaRose[05:10] Können wir KI-Musik erkennen? – Deezer & die Studie aus Singapur[07:38] Menschlichkeit und Imperfektion – Beispiele aus dem Studio[11:05] Livekonzerte – Keith Jarretts Köln Concert[13:43] Regelbruch und Revolutionen – Nirvana, Skrillex & Co.[15:38] Finale Gedanken – Die zwei LagerIngaRose – „Celebrate Me" (KI-generiert)Der KI-Song, der im April 2026 in fünf Ländern die iTunes-Charts anführte. Erstellt mit dem KI-Tool Suno; IngaRose ist https://open.spotify.com/track/1UcCAYT16qXS2Tts2NdHhM?si=94f5257c2c9e4164 Suno (KI-Musik-Tool)Die KI-Plattform, mit der u. a. „Celebrate Me" und die Songs der Singapur-Studie erzeugt wurden – und mit der sich in Minuten ein kompletter Song aus einem Text-Prompt generieren lässt.→ https://suno.com Keith Jarrett – The Köln Concert (ECM Records, 1975)Eines der meistverkauften Jazz-Alben der Geschichte – entstanden auf einem mangelhaften Klavier und trotzdem (oder gerade deshalb) ein Meisterwerk.https://open.spotify.com/album/0I8vpSE1bSmysN2PhmHoQg?si=ab37e62bc878498b Meine Band: Groovy PenguinsDie Studio-Beispiele in dieser Folge stammen aus unseren eigenen Aufnahmen.https://open.spotify.com/artist/64l9vML5Gr8FAYnROclvIJ?si=1blT0A5dTtCNOo8OLIxmdg Im Schluss namentlich erwähnt: Nirvana, Skrillex, The Beatles, Daft Punk, B.B. King, Axl Rose (Guns N' Roses), Janis Joplin, Taylor Swift, Eminem. [1] Deezer zu KI-Uploads (April 2026) – 75.000 KI-Songs pro Tag, ca. 44 % aller Uploads; tatsächlicher Konsum nur 1–3 % der Streams; 97 % der Befragten unterscheiden KI- nicht zuverlässig von menschlicher Musik; 80 % wünschen sich eine Kennzeichnung.https://newsroom-deezer.com/2026/04/ai-generated-tracks-represent-44-of-new-uploaded-music/ [2] Studie aus Singapur zur „KI"-Kennzeichnung – Chia, S.; Hartanto, A.; Tong, E. M. W.: Do Listeners Devalue AI-Generated Pop Music? Exploring Negative Biases in Listeners' Responses to AI-Labelled vs Human-Labelled Pop Music. Computers in Human Behavior: Artificial Humans (2025), 100217.https://doi.org/10.1016/j.chbah.2025.100217 [3] IngaRose / „Celebrate Me" an der iTunes-Spitze – Berichterstattung, April 2026 (Platz 1 in USA, UK, Frankreich, Kanada, Neuseeland; erstellt mit Suno).https://www.dexerto.com/entertainment/ai-generated-song-takes-1-spot-on-itunes-global-charts-3353485/ [4] Kurt-Cobain-Interview (im Podcast zitiert)https://www.youtube.com/watch?v=tSNUYTBao7I Wie siehst du das – ist dir wichtig, dass hinter der Musik ein Mensch steht, oder zählt nur, ob sie dich trifft? Schreib's in die Kommentare. Wenn dir die Folge gefallen hat: abonnieren und gerne weiterempfehlen. Hinweis: Die im Podcast verwendeten Tonbeispiele stammen aus eigenen Aufnahmen oder sind selbst erzeugt. Urheberrechtlich geschützte Originalaufnahmen (z. B. das Köln Concert oder „Celebrate Me") werden nicht abgespielt, sondern nur verlinkt.