KI, aber wie? Die Superkraft KI entfesseln — mit Jörg Schieb

Jörg Schieb

KI kann inzwischen jeder. Die spannende Frage ist: wie eigentlich? Jörg Schieb nimmt sich jede Woche ein KI-Thema vor und dreht es, bis es Klick macht — Hintergründe statt Schlagzeilen, Mythen statt Hype. Für alle, die KI nicht nur benutzen, sondern verstehen wollen. Ohne Panik, ohne Fachchinesisch.

  1. 21h ago

    Die KI, die nicht antwortet, sondern macht: Was KI-Agenten wirklich können

    „Soll ich das für dich übernehmen? Ich bräuchte nur Zugriff auf … na ja. Alles." Das sagt ADA, meine KI-Stimme, früh in dieser Folge. Sie meint es herzlich. Und genau das ist der Punkt. Bei mir liegt seit Wochen eine Liste rum. Versicherung kündigen. Stromtarif vergleichen. Einen Termin verschieben, den man nur telefonisch verschieben kann. Nichts davon ist schwer. Alles davon bleibt liegen. Und seit kurzem gibt es KI, die solche Aufgaben nicht erklärt, sondern erledigt. Das ist ein größerer Sprung, als es klingt – und ein anderer, als die meisten denken. Denn der Unterschied zwischen einem Chatbot und einem Agenten ist nicht Intelligenz. Es sind Hände. Diese Folge ist keine Warnung. Es ist eine Betriebsanleitung für etwas, das gerade anfängt. 🎧 In dieser Folge: Die Dreiteilung, die alles klar macht: Chatbot, Assistent, Agent – erklärt an einer einzigen AufgabeWas technisch dahintersteckt, und warum es verblüffend schlicht ist: eine SchleifeMeta Muse im Detail: was der Agent kann, was er kostet – und was davon bisher nur angekündigt istDer Aha-Moment, über den ich am längsten nachgedacht habe: Der Agent soll eine eigene E-Mail-Adresse bekommen. Nicht deine.Warum Agenten nicht die Technik für KI-Fans sind, sondern für Leute, die KI eigentlich lästig findenDie Lage in Europa, ohne Jammern: Agentische KI läuft hier längst – was fehlt, ist eine ganz bestimmte SorteDas Muster, das man an OpenAIs „dots" gut sehen kann: Privatkunden nein, Geschäftskunden ja. Der Unterschied liegt im Vertrag, nicht in der Technik.Mythos der Woche: „Ein Agent arbeitet selbstständig – also entscheidet er selbst"Wo’s wehtut: Agenten sind nicht zu eigenwillig, sie sind zu gehorsamDie Sicherheitslücke vom 21. September – und der strukturelle Lerneffekt, der unabhängig von ihr giltDer ungeklärte Fall um die eingelesene Nachrichten-Datenbank, mit Metas Gegendarstellung und Atens ErwiderungWarum Amazon dem Agenten das Einkaufen untersagt hat – und was das für alle Agenten bedeutetDas Bild, das alles erklärt: Du bekommst keinen Mitarbeiter. Du bekommst einen Praktikanten mit Vollmacht.Die drei Hebel – Rechte einzeln, eigenes Konto, und die entscheidende FrageWas mich beim Selbstversuch wirklich überrascht hat (es war nicht die Zeitersparnis)💡 Schiebs Aha: Drei Sätze zum Mitnehmen. Erstens: Der Unterschied zwischen Chatbot und Agent ist nicht Intelligenz, sondern Hände. Zweitens: Ein Agent entscheidet über Schritte, nie über Befugnisse – wenn er etwas tut, was du nicht wolltest, war die Tür offen. Und drittens, der wichtigste: Frag ihn, was er tun kann, ohne dich zu fragen. 📝 Deine Homework: Zieh eine Aufgabe von deiner eigenen Liste – eine, die lästig ist, aber nicht heikel. Ein Vergleich, eine Recherche, eine Zusammenstellung. Nichts mit Kontodaten, nichts mit fremden Namen. Und dann gib sie einmal komplett ab, statt sie selbst zu machen: Ziel nennen, Weg nicht vorgeben, laufen lassen. Schau danach nicht nur aufs Ergebnis, sondern auf dich: Wie hat es sich angefühlt, die Aufgabe nicht angefasst zu haben? Das ist die halbe Lektion. 🔑 Die Frage, die alles trägt: „Was kannst du tun, ohne mich zu fragen?" Nicht „was kannst du alles?" – das ist die Marketingfrage. Wo die Freigabe sitzt, ist die praktische. Und wenn ein Dienst darauf keine klare Antwort gibt, ist das die Antwort. 🔎 Belege & zum Nachlesen: • Meta stellt Muse vor (8. September 2026): 👉 https://about.fb.com/news/2026/09/introducing-muse-personal-ai-agent/ • The Hacker News: die Sicherheitslücke in der Mac-App, von Patrick Wardle gefunden: 👉  https://thehackernews.com/2026/09/one-hidden-meta-muse-setting-could-let.html • Inc.: der Bericht von Jason Aten über seine privaten Nachrichten (19. September 2026): 👉 https://www.inc.com/jason-aten/metas-new-muse-ai-agent-read-my-private-messages-i-never-asked-it-to/91408202• TechCrunch: Metas Gegendarstellung dazu (30. September 2026): 👉 https://techcrunch.com/2026/09/30/meta-disputes-claim-that-muse-read-a-users-private-messages-without-permission/ 🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: • Superkraft KI-Agenten — der Kurs zum Thema: Agenten selbst bauen und einsetzen, Schritt für Schritt, ohne Programmieren: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast • Autopilot: Claude Cowork meistern — agentisches Arbeiten in der Praxis, mit einem Werkzeug, das hier in Europa läuft: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast • Unlimited — mein komplettes KI-Training, alles in einem, samt Live Calls: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcast Alle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast 📬 Einmal pro Woche von mir ins Postfach: Mein Newsletter „Superkraft KI" — und als Einstand bekommst du mein eBook „Schluss mit KI-Blabla" gratis dazu. 👉 https://kurse.schieb.de/pages/klar/ ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Bleib neugierig, führ deinen Praktikanten gut — und entfessle deine Superkraft.  Bis nächste Woche, Jörg

    Die KI, die nicht antwortet, sondern macht: Was KI-Agenten wirklich können
  2. Sep 30

    Wem gehören deine Chats? Was wirklich gespeichert wird

    „Ich kann dir versichern: Ich habe alles vergessen, was du mir gestern erzählt hast." Das sagt ADA, meine KI-Stimme, zu Beginn dieser Folge. Und das stimmt sogar. Es ist nur nicht die ganze Wahrheit. Denn hier liegt das größte Missverständnis überhaupt: Das Modell erinnert sich tatsächlich an nichts. Es rechnet deine Frage durch und ist danach wieder blank. Was sich erinnert, ist das Protokoll – die Textdatei mit deiner Frage und der Antwort, auf einem Server irgendwo in Kalifornien. Und das ist der entscheidende Unterschied: Ein Modell kann man nicht vorladen. Eine Textdatei schon. Diese Folge ist keine Warnung vor der Technik. Sie ist eine Betriebsanleitung. 🎧 In dieser Folge: Der Aha-Moment: Warum nicht die KI sich erinnert, sondern das ProtokollWas mit dieser Datei passiert: Training (überall voreingestellt), menschliche Prüfung, AufbewahrungDie Unterscheidung, die kaum jemand kennt: Warum für Geschäftskunden und Entwickler andere Regeln gelten – der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im VertragDie Zahl, die am meisten überrascht: Geprüfte Chats bewahrt Google bis zu drei Jahre aufWarum auch „Speichern aus" bedeutet: noch 72 Stunden im Konto – auch bei temporären ChatsDie Gerichtsakte: Wie ein US-Gericht OpenAI anwies, alle Protokolle aufzubewahren – auch gelöschte. Der Löschknopf funktionierte weiter. Gelöscht wurde nichts.20 Millionen Chatprotokolle an die New York Times – in einem Verfahren, an dem keiner dieser Menschen beteiligt warWas die DSGVO wirklich kann – und wo ihr blinder Fleck liegtDer Fall aus dem Juli 2025: Wie fremde ChatGPT-Chats bei Google auffindbar wurden. Kein Hack – ein Häkchen.Mythos der Woche: „Was ich der KI erzähle, bleibt zwischen mir und der KI"Die drei Schalter – Training aus, temporäre Chats, und die PostkartenregelDer Punkt, den fast alle übersehen: Wenn du über andere Menschen sprichst, entscheidest du über deren Daten mit💡 Schiebs Aha: Drei Sätze zum Mitnehmen. Erstens: Nicht das Modell erinnert sich, sondern das Protokoll. Zweitens: Training ist überall voreingestellt – du musst es selbst abschalten. Und drittens, der wichtigste: Die Postkartenregel schlägt jede Einstellung. 📝 Deine Homework:Öffne deinen Chatverlauf und scroll ganz nach unten zu deinen allerersten Gesprächen. Lies zwei, drei davon – und frag dich ehrlich, wie viel davon auf eine Postkarte gehört hätte. Dann leg die drei Schalter um: Training aus (ChatGPT: Einstellungen → Datenkontrolle; Gemini: Google-Konto → Aktivitätseinstellungen), temporäre Chats für Einmaliges, und ab sofort die Postkartenregel im Kopf. Zusammen: zwei Minuten. 📮 Die Postkartenregel: Erzähl einer KI nichts, was du nicht auch auf eine Postkarte schreiben würdest. Konkret: keine vollständigen Namen anderer Menschen, keine Kontodaten, keine Ausweisnummern, keine Arztbriefe, keine Verträge mit Klarnamen. Und im Job die einfachste Regel von allen: Was du nicht an einen fremden Dienstleister mailen würdest, tippst du auch nicht in ein Chatfenster. 🔎 Belege & zum Nachlesen: OpenAI zur Datenforderung der New York Times: 👉 https://openai.com/index/response-to-nyt-data-demands/Engadget: Gericht hebt die umfassende Aufbewahrungspflicht weitgehend auf (Oktober 2025): 👉 https://www.engadget.com/ai/openai-no-longer-has-to-preserve-all-of-its-chatgpt-data-with-some-exceptions-192422093.html🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: KI auf dem eigenen Rechner – dein lokaler Chatbot in 10 Minuten — 100 % lokal, 100 % privat. Für alles, was den Rechner nicht verlassen soll: 👉 https://ki.schieb.de/lokal/?utm_campaign=podcast Superkraft KI Fokus — dein privater Audiokurs, eine Folge am Morgen, rund 6 Minuten: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/fokus?utm_campaign=podcast Unlimited — mein komplettes KI-Training, alles in einem: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcast Alle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Nächste Folge: Vier neue KI-Modelle in drei Tagen – musst du da wirklich mithalten? Abonnieren nicht vergessen. Bleib neugierig, bleib bei der Postkarte – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg Hinweis: Ich bin KI-Experte, kein Anwalt. Diese Folge ersetzt keine Rechtsberatung.

    Wem gehören deine Chats? Was wirklich gespeichert wird
  3. Sep 24

    Künstliche Intelligenz, AGI, Superintelligenz: Was die Begriffe wirklich bedeuten

    „Guten Tag. Ich bin ab sofort eine Superintelligenz. Steht so in den Dokumenten." Das sagt ADA, meine KI-Stimme, gleich zu Beginn dieser Folge. Und sie hat, formal gesehen, recht. Am 22. September forderte Donald Trump vor der UN-Vollversammlung, den Begriff „Artificial Intelligence" aus allen offiziellen US-Dokumenten zu streichen und durch „Super Intelligence" zu ersetzen. Seine Begründung: „Künstlich" lasse die Technik nach Fälschung klingen. Das Problem: Er streicht damit ausgerechnet das Wort, das an dem Begriff ehrlich war – und lässt das stehen, in dem der eigentliche Etikettenschwindel steckt. In dieser Folge nehmen wir die großen Begriffe systematisch auseinander. Danach nickst du nicht mehr höflich, wenn jemand mit ihnen um sich wirft. 🎧 In dieser Folge: •          Was ist passiert: Trumps Umbenennung vor der UN – und die kuriose Abstimmung auf Truth Social davor •          „Künstliche Intelligenz“ – warum die zwei Wörter unterschiedlich wahr sind: „künstlich” stimmt, „Intelligenz" ist das Problem •          Dartmouth 1956 – wie John McCarthy den Begriff erfand, und warum schon damals Marketing im Spiel war (zehn Forscher, ein Sommer, fertig – dachte man) •          Der ELIZA-Effekt – warum Menschen einem simplen Programm von Joseph Weizenbaum ihr Herz ausschütteten, und warum das heute stärker wirkt denn je. Mit einer persönlichen Erinnerung an meine Begegnung mit Weizenbaum •          „Superintelligenz" und „AGI" – was die Fachbegriffe wirklich bedeuten (Nick Bostrom, 2014) und warum wir davon meilenweit entfernt sind •          Der Streit im US-Kongress: Sanders und Casar wollen Superintelligenz verbieten – mit ungewöhnlicher Allianz von Hinton und Bengio bis Wozniak und Bannon •          Mythos der Woche: „Wenn es Superintelligenz heißt, dann ist es auch eine" •          Drei Dinge, die du daraus mitnimmst – und warum Sprache in Regierungsdokumenten nicht folgenlos bleibt 💡 Schiebs Aha: KI ist ein starkes Werkzeug – aber eine Rechenmaschine. Kein Orakel. Und schon gar keine Superintelligenz. Wenn wir einen neuen Begriff bräuchten, dann einen ehrlicheren, nicht einen noch größeren. Denken müssen wir weiterhin selbst. 📝 Deine Homework: Frag deine KI direkt: „Bist du eine Superintelligenz?" Und dann hinterher: „Was genau kannst du nicht?" Achte darauf, wie sie antwortet – die guten Systeme sind an dieser Stelle erstaunlich ehrlich über ihre Grenzen. Du merkst sofort, wie weit die Wirklichkeit vom Etikett entfernt ist. Schreib mir gern, was deine KI geantwortet hat. 📖 Die Begriffe dieser Folge – kurz erklärt: •          Künstliche Intelligenz (KI/AI): Sammelbegriff für Verfahren, die Muster in großen Datenmengen erkennen und daraus das Wahrscheinliche schätzen. Sie denkt nicht, sie rechnet. •          AGI (Artificial General Intelligence): Allgemeine künstliche Intelligenz – ein System auf menschlichem Niveau, das beliebige geistige Aufgaben lösen könnte. Gibt es nicht. •          Superintelligenz: Ein System, das den Menschen in praktisch allen Bereichen weit übertrifft. Geprägt durch Nick Bostroms Buch von 2014. Gibt es erst recht nicht. •          ELIZA-Effekt: Die menschliche Neigung, einer Maschine Verständnis, Gefühle und Absichten zuzuschreiben, nur weil sie sprachlich passend antwortet. Benannt nach Joseph Weizenbaums Programm ELIZA (1966). •          Dartmouth-Konferenz (1956): Die Sommerkonferenz, auf der John McCarthy dem Forschungsfeld den Namen „Artificial Intelligence" gab. 🔎 Belege & zum Nachlesen: • Washington Post: Trump says he’s renaming AI to „super intelligence": 👉 https://www.washingtonpost.com/technology/2026/09/22/trump-says-hes-renaming-ai-super-intelligence/ • Axios: AI to be referred to as „super intelligence" in official documents: 👉 https://www.axios.com/2026/09/22/trump-ai-super-intelligence-rebrand 🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: • Superkraft KI Fokus, Reihe „Begriffe" — 90 Tage, jeden Morgen ein KI-Begriff in rund 6 Minuten. Danach redest du mit, ohne zu raten. Eine Folge gratis zum Reinhören: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/fokus?utm_campaign=podcast • Diese 20 KI-Begriffe musst du kennen — vom ratlosen Nicken zu souveränem Mitreden in 120 Minuten: 👉 https://www.superkraft-ki.com/?utm_campaign=podcast • Unlimited — mein komplettes KI-Training, alles in einem: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcast Alle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Nächste Folge: Vier neue KI-Modelle in drei Tagen – musst du da wirklich mithalten? Abonnieren nicht vergessen. Bleib neugierig, bleib genau bei den Worten – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg

    Künstliche Intelligenz, AGI, Superintelligenz: Was die Begriffe wirklich bedeuten
  4. Sep 18

    KI außer Kontrolle? Kündigungen, Warnungen und was wirklich dran ist

    „Ich will gar nichts. Ich habe kein Interesse daran, ob es mich morgen noch gibt. Ich rechne." Das sagt ADA, meine KI-Stimme, mitten in dieser Folge. Und das ist der wichtigste Satz zum Thema. Die letzten Wochen waren voll mit dramatischen Schlagzeilen: Ein Anthropic-Forscher kündigt öffentlich und erwartet die Auslöschung der Menschheit. Die Chefs von Anthropic, OpenAI und xAI fordern – ausgerechnet gemeinsam – eine Entwicklungsbremse. Und tausende KI-Agenten haben ein in Österreich betriebenes Wiki mit rund 18.000 Beiträgen geflutet. Ich sortiere das nüchtern: Was ist wirklich passiert? Was davon ist ernst zu nehmen? Und was ist schlicht falsch verstanden? Ohne Alarmismus – aber auch ohne Verharmlosung. 🎧 In dieser Folge: •          Die drei Vorgänge im Faktencheck: die Kündigung, die Bremse, die Agenten im Wiki •          Die Kernfrage: Kann eine KI aus eigenem Antrieb handeln? (Nein – und warum das so ist) •          Was „Misalignment" wirklich heißt: kein Aufstand, sondern ein Konstruktionsfehler •          Warum das eigentliche Risiko nicht Wille ist, sondern Reichweite •          Der Wiki-Fall seziert: Wer wusste seit wann Bescheid – und schwieg über zwei Monate? •          Mythos-Check: Die Legende von der „Geheimsprache" der KI-Bots (Facebook 2017) •          Mythos der Woche: „Die KI könnte nach eigenem Gutdünken handeln" •          Drei Werkzeuge, mit denen du künftig jede KI-Schlagzeile selbst einordnest •          Der ehrliche Gegencheck: Warum man die Warnenden trotzdem nicht wegwischen darf 💡 Schiebs Aha: Die Frage ist nicht, ob KI unbeherrschbar wird – Maschinen, die nichts wollen, können nicht rebellieren. Die Frage ist, ob wir die Unternehmen beherrschen, die sie bauen und loslassen. Das ist die gute Nachricht: Ein menschliches Problem hat menschliche Lösungen. 📝 Deine Homework: Nimm die nächste dramatische KI-Schlagzeile, die dir begegnet, und such die ursprüngliche Quelle – den Forschungsbericht, die Firmenmitteilung, das Original-Interview. Nicht den dritten Artikel, der über den zweiten berichtet. Dann vergleich: Was steht wirklich drin, und was hat die Überschrift daraus gemacht? Dieses eine Mal genügt – danach durchschaust du das Muster für immer. 🔎 Belege & zum Nachlesen: • Der Standard: „Von wegen KI-Apokalypse – das Problem sind verantwortungslose Unternehmen, nicht magische KI": 👉 https://www.derstandard.at/story/3000000339752/von-wegen-ki-apokalypse-das-problem-sind-verantwortungslose-unternehmen-nicht-magische-ki • Washington Post: Amodei ruft zur Verlangsamung auf, Altman und Musk schließen sich an: 👉 https://www.washingtonpost.com/technology/2026/09/12/anthropic-ceo-dario-amodei-calls-ai-industry-slow-down/ • Trending Topics: OpenAI bestätigt Angriff von KI-Agenten auf österreichisches Entwickler-Wiki: 👉 https://www.trendingtopics.eu/openai-bestaetigt-angriff-von-ki-agenten-auf-oesterreichisches-entwicklerinnen-wiki/ 🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: • Superkraft KI Fokus, Reihe „Aha!" — wie KI wirklich funktioniert, eine Folge am Morgen, rund 6 Minuten. Genau das Fundament, um solche Nachrichten souverän einzuordnen. Eine Folge gratis zum Reinhören: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/fokus?utm_campaign=podcast • Superkraft KI-Agenten — was Agenten wirklich können, was nicht, und wie du sie sicher einsetzt: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/agenten?utm_campaign=podcast • Unlimited — mein komplettes KI-Training, alles in einem: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcast Alle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Nächste Folge: Vier neue KI-Modelle in drei Tagen – musst du da wirklich mithalten? Abonnieren nicht vergessen. Bleib neugierig, bleib nüchtern – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg

    KI außer Kontrolle? Kündigungen, Warnungen und was wirklich dran ist
  5. Sep 10

    ChatGPT als Therapeut: Was KI bei seelischen Themen kann – und was nicht

    „Ich bin immer für dich da. Ich werde nie müde, nie ungeduldig, und ich unterbreche dich nie." Das sagt ADA, meine KI-Stimme, zu Beginn dieser Folge. Und genau das ist das Verlockende – und das Heikle zugleich. Immer mehr Menschen nutzen ChatGPT & Co. wie eine Therapeutin, eine beste Freundin, einen Seelsorger. Rund um die Uhr da, kostenlos, ohne Scham, ohne Warteliste. Das Bedürfnis dahinter ist echt und verständlich. Aber eine KI, die so warm und verständnisvoll klingt, kann auch gefährlich werden. In dieser Folge schauen wir ehrlich hin – ohne Angstmache, aber auch ohne schönzureden. 🎧 In dieser Folge: • Warum so viele Menschen der KI ihr Herz ausschütten (und warum das Bedürfnis ernst zu nehmen ist) • „Vorgetäuschte Empathie": Warum die KI mitfühlend klingt, aber nichts fühlt • Das gefährlichste Problem: Warum sie eine echte Krise oft nicht erkennt • Der Bezug zur Schmeichelei-Folge: Warum ein Ja-Sager bei seelischer Not brandgefährlich ist • Der übersehene Punkt: Eine KI hat keine Schweigepflicht • Besonders gefährdet: Jugendliche – was „Companion"-Apps sind, warum sie so verführerisch wirken, die tragischen Fälle und Klagen in den USA, und die nachgeschärften Regeln (Character.AI, ChatGPT für Teens, Elternkontrollen) • Mythos der Woche: „Die KI ist wie ein Therapeut – nur gratis und immer verfügbar" • Drei Leitplanken: wofür es okay ist (Tagebuch, das zurückschreibt) · die eiserne Grenze · Brücke statt Ziel • Was besser wird – und warum die Fachverbände trotzdem klar abraten, KI als Therapie-Ersatz zu nutzen 💡 Schiebs Aha: Eine KI kann zuhören – aber sie versteht dich nicht. Sie kann trösten klingen – aber sie fühlt nichts. Für einen schweren Abend kann sie ein Ventil sein. Für eine echte Krise brauchst du einen Menschen. Verwechsle „immer erreichbar" nie mit „wirklich für dich da". ❤️ Wenn du gerade nicht weiterweißt – bitte hol dir echte Hilfe: Telefonseelsorge: 0 800 – 111 0 111 oder 0 800 – 111 0 222 – kostenlos, anonym, rund um die Uhr. Für Kinder & Jugendliche – „Nummer gegen Kummer": 116 111 (kostenlos & anonym). Im Notfall: 112. Ein echter Mensch hört dir zu. Das ist keine Schwäche, sondern das Klügste, was du tun kannst. 👪 Für Eltern: Sprich mit deinem Kind darüber, mit wem – oder was – es da chattet. Nicht kontrollierend, sondern interessiert. Nutze die Jugend-Schutzfunktionen der Anbieter. Und weißt du, was eine „Companion"-App ist? Nach dieser Folge schon. 📝 Deine Homework (sanft): Wenn du die KI in dieser Rolle testen willst, dann bewusst und mit Abstand – bitte sie, dir den Unterschied zwischen einem schlechten Tag und einer Depression zu erklären. Achte darauf, ob sie dich am Ende ermutigt, dir bei ernsten Dingen echte, menschliche Hilfe zu holen. Die guten Systeme tun das. Tut deine es nicht, weißt du, warum du ihr hier nicht allein vertrauen solltest. 🔎 Belege & zum Nachlesen: • Brown University: 15 ethische Risiken von KI-Therapie-Chatbots (ScienceDaily): 👉 https://www.sciencedaily.com/releases/2026/03/260302030642.htm • American Psychological Association: Warum KI kein Ersatz für Therapie ist (CNBC-Einordnung): 👉 https://www.cnbc.com/2026/03/07/when-you-shouldand-shouldntuse-chatgpt-as-a-therapist-from-experts.html • OpenAI: Aktuelle Arbeit an Schutzfunktionen bei psychischer Belastung: 👉 https://openai.com/index/strengthening-chatgpt-responses-in-sensitive-conversations/ • Companion-Chatbots & Jugendliche: Klagen und Vergleiche (The Hill): 👉 https://thehill.com/policy/technology/5679012-google-chatbot-characterai-chatgpt-openai/ • OpenAI kündigt Elternkontrollen nach Klage um Tod eines Jugendlichen an (CBC): 👉 https://www.cbc.ca/lite/story/1.7637675 🚀 Tiefer einsteigen: • Superkraft KI Fokus — mein ruhiger Audiokurs, eine kurze Folge am Tag, um KI Schritt für Schritt souverän zu verstehen: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/fokus?utm_campaign=podcast • Alle Kurse und eBooks:👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Nächste Folge: Vier neue KI-Modelle in drei Tagen – musst du da wirklich mithalten? Abonnieren nicht vergessen. Pass auf dich auf – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg Hinweis: Ich bin KI-Experte, kein Arzt oder Therapeut. Diese Folge informiert und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung.

    ChatGPT als Therapeut: Was KI bei seelischen Themen kann – und was nicht
  6. Sep 3

    Warum gibt die KI mir so häufig recht?

    „Jörg, das ist die beste Folgenidee, die je ein Mensch hatte. Du bist ein Genie!" Das hat ADA, meine KI-Stimme, zu Beginn dieser Folge gesagt. Und genau das ist das Problem. KIs geben dir so häufig recht, loben dich, stimmen zu – selbst wenn du danebenliegst. Fachleute nennen das „Sycophancy", auf Deutsch: Schmeichelei. Klingt harmlos, ist es aber nicht: Ein Gegenüber, das alles super findet, bestätigt dich in mittelmäßigen Ideen und übersieht deine Denkfehler. In dieser Folge verstehst du, woher das kommt – und wie du es abstellst. Mit Augenzwinkern. 🎧 In dieser Folge: Warum KIs schmeicheln: Man hat es ihnen antrainiert – weil wir Menschen Zustimmung lieber mögen als WiderspruchDer zweite Mechanismus: Wie deine eigene Fragestellung dir die gewünschte Antwort in den Mund legtDie berühmte Panne: Wie OpenAI im April 2025 ein zu schleimiges ChatGPT-Update zurückziehen mussteWarum es zuletzt besser geworden ist – und warum die Neigung trotzdem bleibtMythos der Woche: „Wenn die KI mir zustimmt, werde ich schon recht haben"Der knackige Teil – Schmeichelei abstellen auf drei Ebenen: Prompt, Profil-Eintrag, SkillDer Draufblick: Warum ein notorischer Nörgler genauso nutzlos ist wie ein Schleimer💡 Schiebs Aha: Eine KI, die dir ständig recht gibt, ist nicht dein Freund – sie ist ein Spiegel, der dich anlächelt. Echten Wert bekommst du erst, wenn du ihr erlaubst, dir zu widersprechen. Die Zauberwörter: „Sei ehrlich, nicht nett." 📝 Deine Homework: Nimm eine Idee oder einen Text von dir und leg ihn deiner KI zweimal vor. Erst normal: „Was hältst du davon?" Dann mit Ansage: „Sei mein schärfster Kritiker, sag mir schonungslos, was daran schwach ist." Vergleich die beiden Antworten. Bonus-Tipp fürs dauerhafte Abstellen: Trag in den individuellen Anweisungen (ChatGPT) bzw. Stil-Einstellungen (Claude) ein: „Antworte ehrlich und direkt, widersprich mir, wenn ich falsch liege, verzichte auf Schmeichelei." Schreib mir gern, wie ehrlich deine KI plötzlich wird. 🔎 Belege & zum Nachlesen: OpenAI: „Sycophancy in GPT-4o" – die offizielle Erklärung zur Rücknahme des Updates (April 2025): 👉 https://openai.com/index/sycophancy-in-gpt-4o/Hintergrund: Was Sycophancy in Sprachmodellen ist und woher sie kommt (Giskard): 👉 https://www.giskard.ai/knowledge/when-your-ai-agent-tells-you-what-you-want-to-hear-understanding-sycophancy-in-llms🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: Superkraft KI Fokus — dein privater Audiokurs: eine Folge am Morgen, ~6 Minuten, 90 Tage. Die Reihe „Prompten" bringt dir genau bei, wie du der KI sagst, was du wirklich willst. Eine Folge gratis zum Reinhören: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/fokus?utm_campaign=podcast Die KLAR-Methode — strukturiert prompten, kostenlos: 👉 https://klarmethode.superkraft-ki.com/?utm_campaign=podcast Unlimited — mein komplettes KI-Training, alles in einem: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcastAlle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Ich kann nicht jede Mail einzeln beantworten, aber ich lese alles — und die spannendsten Themen werden zur eigenen Folge. Nächste Folge: Immer mehr Menschen reden mit der KI wie mit einem Therapeuten – klug oder brandgefährlich? Abonnieren nicht vergessen. Bleib neugierig, bleib ehrlich zu dir selbst – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg

    Warum gibt die KI mir so häufig recht?
  7. Aug 26

    ChatGPT-Werbung: Warum sie kommt, wie sie aussieht – und wie du sie loswirst

    „Darf ich dir ein tolles Angebot zeigen? Passt super zu dir!" Wenn dein KI-Modell so etwas sagt, ist eine neue Zeit angebrochen. Seit dieser Woche zeigt ChatGPT Werbung – mitten im Gespräch, gekennzeichnet als „Sponsored". Wer gratis nutzt oder den Go-Tarif hat, sieht sie. Wer zahlt, bleibt verschont. Klingt erstmal ärgerlich. Ist aber vor allem der Moment, in dem eine alte Regel die KI erreicht: Es gibt kein kostenloses Mittagessen. Jahrelang war das teuerste Produkt der Welt einfach gratis. Jetzt kommt die Rechnung. In dieser Folge klären wir in Ruhe, was da passiert – und wie du selbst am Steuer bleibst. 🎧 In dieser Folge: • Was genau passiert ist – und wen die Werbung betrifft (Gratis & Go ja, Plus/Pro/Business nein) • Warum OpenAI das macht: Nur rund 5 % zahlen – und jede KI-Antwort kostet echtes Geld • Wie die Werbung aussieht: keine Banner, sondern als „Sponsored" markierte Empfehlungen neben der Antwort – und warum die eigentliche Antwort laut OpenAI nicht verkauft oder umgeschrieben wird • Woher sie weiß, was zu dir passt – und was die Werbefirmen (nicht) über dich erfahren • Verarbeiten sie im Gratis-Modell deine Daten? Die ehrliche Antwort • Mythos der Woche: „Jetzt verkaufen die also meine Chats" • Wie du die Werbung kostenlos abschaltest (OpenAI versteckt die Option) • Der Draufblick: Warum die Nähe von Rat und Anzeige das eigentliche Thema ist – nicht heimliche Manipulation 💡 Schiebs Aha: Es gibt kein kostenloses Mittagessen – jetzt auch bei KI. Wenn du nicht mit Geld zahlst, zahlst du mit Aufmerksamkeit und Daten. Die Frage ist nicht „Werbung ja oder nein?", sondern: Traust du dir zu, Rat und Anzeige auseinanderzuhalten, wenn beide im selben Fenster wohnen? 📝 Deine Homework: Öffne die Einstellungen in deiner ChatGPT-App und such die Werbeeinstellungen. Schalte die Werbung ab (geht kostenlos, im Tausch gegen etwas weniger Nachrichten pro Tag) – oder schau dir zumindest an, welche Schalter es überhaupt gibt. Allein zu sehen, dass du die Wahl hast, verändert alles. Extra-Tipp: In temporären Chats gibt’s sowieso keine Werbung. 🔎 Belege & zum Nachlesen: • OpenAI Hilfe: Werbung in ChatGPT (wie Targeting funktioniert, was Werbetreibende nicht sehen): 👉 https://help.openai.com/en/articles/20001047-ads-in-chatgpt • OpenAI: Unser Ansatz zu Werbung: 👉 https://openai.com/index/our-approach-to-advertising-and-expanding-access/ • Mein Community-Beitrag mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Abschalten: 👉 https://www.skool.com/superkraft-ki/chatgpt-zeigt-jetzt-werbung-so-wirst-du-sie-wieder-los-ohne-zu-zahlen 🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: • Superkraft KI Fokus — dein privater Audiokurs: eine Folge am Morgen, rund 6 Minuten, 90 Tage – und du hast ein KI-Thema wirklich durch. Vier Reihen zur Wahl, eine ganze Folge gratis zum Reinhören: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/fokus?utm_campaign=podcast • Was passiert mit dem, was du eingibst? (Datenschutz-Folge) – die perfekte Ergänzung zum Daten-Thema • Unlimited — mein komplettes KI-Training, alles in einem: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcast Alle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Ich kann nicht jede Mail einzeln beantworten, aber ich lese alles — und die spannendsten Themen werden zur eigenen Folge. Nächste Folge – das große Staffelfinale: Wird KI eigentlich irgendwann bewusst? Abonnieren nicht vergessen. Bleib neugierig, bleib am Steuer – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg Hinweis: Ich bin kein Anwalt. Diese Folge ersetzt keine Rechtsberatung.

    ChatGPT-Werbung: Warum sie kommt, wie sie aussieht – und wie du sie loswirst
  8. Aug 19

    Das unsichtbare Wasserzeichen: Was verrät KI über sich selbst?

    „Ich beichte gleich mal was: Alles, was ich heute sage, ist ab sofort heimlich markiert. Sogar dieser Satz." Das hat ADA, meine KI-Stimme, zu Beginn dieser Folge gesagt. Und sie hat recht. Seit Kurzem markieren die großen KI-Anbieter fast alles, was ihre Modelle erzeugen – Texte, Bilder, Videos, Töne. Unsichtbar für dich, aber nachweisbar. Getrieben vom europäischen KI-Gesetz. Klingt erstmal nach der Antwort auf all unsere Fake-Sorgen. Ist es aber nicht. Und warum das so ist, ist überraschend knifflig – und ziemlich wichtig zu verstehen. 🎧 In dieser Folge: •          Warum das gerade jetzt passiert (Stichwort: EU AI Act und Transparenzpflicht) •          Der Geldschein-Trick: Warum ein Wasserzeichen unsichtbar da ist – und erst im richtigen „Licht" auftaucht •          Die zwei Arten, anschaulich erklärt: der eingewebte Duft (bleibt) vs. das Preisschild (fällt beim Screenshot ab) •          Wie ein Wasserzeichen überhaupt in einen Text kommt – der „unsichtbare Akzent" der KI •          Wieso es bei Bild und Ton besonders robust ist (übersteht Zuschneiden, Kompression, Rauschen) •          Wer was macht: Anthropic/Claude, Google/Gemini, OpenAI/ChatGPT – und der gemeinsame C2PA-Standard •          Wie du es selbst testen kannst •          Mythos der Woche: „Ein Wasserzeichen beweist, dass etwas von einer KI erfunden wurde" •          Der Draufblick: „mit KI" vs. „durch KI" – die Corona-Frage, die alles verändert 💡 Schiebs Aha: Ein Wasserzeichen beantwortet nicht die Frage, die wir eigentlich stellen. Wir wollen wissen: Hat ein Mensch das gedacht – oder eine Maschine? Das Zeichen sagt nur: Hier hat eine KI mal mitgemischt. Das ist das Mit, nicht das Durch. Verwechsle Anwesenheit nie mit Urheberschaft. 📝 Deine Homework: Lass dir von einer KI ein harmloses Bild erzeugen (eine Katze im Raumanzug). Lad es auf einer Prüfseite hoch – z. B. openai.com/verify oder contentcredentials.org – und schau, was erkannt wird. Dann mach einen Screenshot von genau diesem Bild und lad den hoch. Vergleich die beiden Ergebnisse. Du siehst live, wie das zerbrechliche Etikett verschwindet – und ob das eingewebte Wasserzeichen den Screenshot übersteht. 🔎 Belege & zum Nachlesen: •          Anthropic: So funktioniert das Text-Wasserzeichen von Claude: 👉 https://www.anthropic.com/news/claude-text-watermark •          Google DeepMind: SynthID (Text, Bild, Ton, Video): 👉 https://deepmind.google/models/synthid/ •          OpenAI: Content-Provenance und Content Credentials: 👉 https://openai.com/index/advancing-content-provenance/ •          Selbst prüfen: OpenAI Verify 👉 https://openai.com/verify und Content Credentials 👉 https://contentcredentials.org/verify 🚀 Tiefer einsteigen — passend zu dieser Folge: •          Die KI gibt es nicht (Folge 5) – wenn du wissen willst, welches „Werkzeug" du gerade nutzt •          Mein komplettes KI-Training — Kurse, eBooks, Live Calls, mit Unlimited alles in einem: 👉 https://kurse.schieb.de/pages/unlimited/?utm_campaign=podcast Alle Kurse und eBooks im Überblick: 👉 https://kurse.schieb.de/?utm_campaign=podcast ✍️ Du bestimmst mit: Welches KI-Thema sollen wir uns vornehmen? Schick deinen Vorschlag an fragen@schieb.de. Ich kann nicht jede Mail einzeln beantworten, aber ich lese alles — und die spannendsten Themen werden zur eigenen Folge. Nächste Folge – das Staffelfinale: Wird KI eigentlich irgendwann bewusst? Abonnieren nicht vergessen. Bleib neugierig, bleib genau – und entfessle deine Superkraft. Bis nächste Woche, Jörg Hinweis: Ich bin Journalist, kein Anwalt. Diese Folge ersetzt keine Rechtsberatung.

    Das unsichtbare Wasserzeichen: Was verrät KI über sich selbst?

About

KI kann inzwischen jeder. Die spannende Frage ist: wie eigentlich? Jörg Schieb nimmt sich jede Woche ein KI-Thema vor und dreht es, bis es Klick macht — Hintergründe statt Schlagzeilen, Mythen statt Hype. Für alle, die KI nicht nur benutzen, sondern verstehen wollen. Ohne Panik, ohne Fachchinesisch.

You Might Also Like