Weltweit Zuhause

Marcel Rottner

Willkommen bei "Weltweit Zuhause" – dem Podcast für Menschen, die wissen wollen, was Auswandern wirklich bedeutet. Nicht die Hochglanz-Version. Nicht den zehnten Ratgeber zur Firmengründung in Dubai. Sondern die echten Geschichten. Den Moment kurz vor der Entscheidung. Die Zweifel danach. Das, was wirklich mit einem passiert, wenn man alles hinter sich lässt. Ich bin Marcel. Seit 2019 lebe ich als Expat in Riga, Lettland. Ich weiß, wie sich dieser Moment anfühlt: Diese Mischung aus Aufbruch, Unsicherheit und dem leisen Gedanken, ob man das wirklich durchzieht. In meinen Interviews sitze ich Menschen gegenüber, die ihr Leben radikal neu gedacht haben. Nicht weil es einfach war, sondern weil sie irgendwann nicht mehr anders konnten. Ich frage nach dem, was andere weglassen. Und ich höre wirklich zu. Wer wirklich zuhört, bekommt andere Antworten. Die Gespräche werden nicht geschnitten. Was du hörst, ist genau das, was passiert ist. Ungefiltert, unbearbeitet, authentisch. Echte Geschichten. Keine Filter.

  1. 4d ago

    Warum willst du weg? Stefan Berns über Auswandern nach Zypern

    Stefan Berns wollte schon als Kind weg aus Duisburg. Er hatte früh ein klares Bild vor Augen: an einem Schreibtisch sitzen, aufs Meer schauen und den Horizont sehen. Aus diesem Wunsch wurde über viele Jahre eine konkrete Entscheidung. Nach 18 Jahren im Außendienst und ersten Erfahrungen mit ortsunabhängigen Geschäftsmodellen beschäftigte er sich intensiv mit der Möglichkeit, außerhalb Deutschlands zu leben. Seit zehn Jahren lebt Stefan auf Zypern. Im Gespräch erzählt er, wie eine Internet-Marketing-Konferenz ihn auf die Insel führte und wie sich nach wenigen Tagen das Gefühl einstellte, dass dort sein neuer Lebensmittelpunkt sein könnte. Sein endgültiger Umzug war für ihn kein Versuch auf Zeit. Er schloss mit seinem bisherigen Leben in Deutschland ab und richtete den Blick auf einen neuen Lebensabschnitt. Dabei wird deutlich: Auswandern ist nicht einfach ein Umzug in eine andere Stadt. Es ist eine Lebensentscheidung, ein neuer Lebensentwurf und ein neuer Lebensabschnitt. Besonders wenn Familie, Kinder, Arbeit oder ein neues Business beteiligt sind, braucht es mehr als schöne Bilder und spontane Begeisterung. Stefan betont, dass man Zypern selbst erleben muss. Videos, Foren und Podcasts können das Gefühl für die Insel nicht ersetzen. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage nach dem eigentlichen Antrieb: Willst du von etwas weg oder bewusst zu etwas hin? Stefan erlebt beide Motivationen. Manche Menschen wollen einfach raus. Andere suchen nach Jahren im Berufsleben mehr Lebensqualität, Sonne, Ruhe und einen anderen Alltag. Seine Erfahrung: Du nimmst dich selbst mit. Erwartungen, Gewohnheiten und Muster verschwinden nicht automatisch, nur weil du das Land wechselst. Stefan spricht auch über die Unterschiede zwischen Deutschland und Zypern. Auf der Insel erlebt er Gelassenheit, direkte Begegnungen, Gastfreundschaft und viele Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig kann das zypriotische „Siga, siga“ für jemanden mit deutscher Ungeduld anstrengend sein. Für ihn liegt die Antwort in der Mischung: Dinge erledigen und vorankommen, aber auch innehalten und das Leben nicht nur als To-do-Liste behandeln. Sein Ankommen auf Zypern war auch ein Ankommen in einem Netzwerk. Stefan organisierte fünf Jahre lang einen deutschsprachigen Unternehmerstammtisch. Daraus entstand seine Rolle als Berater und Netzwerker. Er unterstützt Menschen dabei, sich auf der Insel zu orientieren, passende Kontakte zu finden und Fehler zu vermeiden. Im Mittelpunkt steht für ihn nicht bloß Information, sondern die Erfahrung, welche Kontakte und Dienstleister verlässlich arbeiten. Gleichzeitig macht Stefan klar, dass die Verantwortung für die Auswanderung bei jedem selbst bleibt. Er kann einen guten Start vorbereiten und als Ratgeber zur Seite stehen. Ob jemand auswandert, ob Zypern der richtige Ort ist und wie der eigene Weg aussieht, muss jeder selbst entscheiden. Deshalb berichtet er auch davon, Menschen von einem zu schnellen Schritt abzuraten, wenn die persönliche oder unternehmerische Grundlage noch nicht trägt. Zypern beschreibt Stefan als einen Ort mit Meer, Natur, Freizeitmöglichkeiten, kultureller Vielfalt und einer internationalen Community. Besonders wichtig sind ihm die Menschen, die leicht miteinander ins Gespräch kommen, sowie die Möglichkeit, Kontakte und Freundschaften aufzubauen. Gleichzeitig erinnert er daran, dass man als Zugezogener Gast in einem anderen Land ist. Respekt, Fingerspitzengefühl und echtes Interesse sind entscheidend. Zum Ende wird es noch einmal grundsätzlich. Stefan spricht über Freiheit, innere Sicherheit und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht. Seine wichtigste Frage an Menschen mit Auswanderungsplänen lautet: Warum willst du raus? Welche Motivation steckt dahinter? Und wie viel finanziellen sowie persönlichen Puffer brauchst du, bis der neue Alltag oder ein neues Business trägt? Dieses Gespräch ist keine Anleitung zum schnellen Auswandern. Es ist ein Gespräch über den Moment, in dem der bisherige Lebensentwurf nicht mehr passt, über die Sehnsucht nach Freiheit und über die Vorbereitung, die ein bewusster Neuanfang verlangt.

  2. Oct 24

    Freiheit ohne festen Plan? Caros Weg vom Konzernjob zur Base auf Gran Canaria

    Caro geht selten den normalen Weg. Nach ihrer Ausbildung und Arbeit in der Metallindustrie studierte sie nebenberuflich, kam über Beratung mit Start-ups und Unternehmertum in Kontakt und wechselte später zu EY. Während dieser Zeit arbeitete sie an ersten Gründungsprojekten mit, übernahm Marketingaufgaben und machte sich schließlich zunächst nebenberuflich selbstständig. Ein schwieriger persönlicher Einschnitt veränderte ihren Blick auf Zeit und darauf, was sie mit ihrem Leben machen möchte. Caro löste ihre Wohnung auf, verkaufte ihren Besitz und ging full time auf Reisen. Zwei Jahre lang arbeitete sie ortsunabhängig und führte ihr Unternehmen von wechselnden Orten aus weiter. Dabei wurde ihr klar: Remote Work ist kein Urlaub. Sie arbeitet, führt Calls, kocht, treibt Sport und lebt ihren Alltag, nur an einem anderen Ort. Gleichzeitig wurde der ständige Wechsel anstrengend. Neue Unterkünfte, neue Kontakte und die Frage, wo sie als Nächstes wohnt, ließen wenig Raum, wirklich anzukommen. Vor allem die eigene Planung wurde für sie zum Thema. Weil Flüge, Unterkünfte und Termine weit im Voraus gebucht waren, konnte sie an Orten, die sich richtig anfühlten, nicht einfach bleiben. Caros Kernwahrheit: Freiheit ist nicht wirklich frei, wenn sie zu eng vorgeplant wird. Heute ist Gran Canaria ihre Base. Dort möchte sie ankommen, sich auf Sport und Business konzentrieren und offenlassen, wie es weitergeht. Außerdem spricht sie über Personal Branding. Für Caro bedeutet es, die eigene Persönlichkeit, Erfahrungen und Haltung im beruflichen Kontext sichtbar zu machen, ohne das Privatleben auszubreiten.

  3. Oct 17

    Systeme statt Disziplin: Andreas Thomas über Fitness, Leistung und Auswandern nach Zypern

    Andreas Thomas spricht offen darüber, wie stark er sich lange über Leistung definiert hat. Als Kind fand er im Kung Fu Selbstwirksamkeit und Anerkennung. In Griechenland wurde er nationaler Meister. Nach dem Wechsel nach Deutschland machte er Kung Fu weiter, betrieb Breakdance professionell und wechselte später zum Vollkontakt-Thai-Boxen. Der Preis dieser dauerhaften Performance waren Verletzungen an beiden Hüften. Nach den Operationen nahm Andreas innerhalb eines Jahres nach eigener Aussage etwa 15 bis 20 Kilogramm zu. Er beschreibt, wie unzufrieden er mit seinem Körper war und wie ein konkreter Moment den Ausschlag gab, etwas zu verändern. Sport allein brachte die gewünschte Abnahme für ihn nicht. Deshalb beschäftigte er sich intensiv mit Ernährung und den psychologischen Gründen hinter Essverhalten. Daraus entstand sein Online-Business. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht heute der Wechsel von Disziplin zu Systemen. Andreas hält wenig von der Idee, du müsstest dich nur mehr zusammenreißen oder dauerhaft verzichten. Ein funktionierendes System soll in deinen Alltag passen, Spaß machen und auch dann tragfähig bleiben, wenn sich dein Leben verändert. Nicht ein einzelner perfekter Tag zählt, sondern am nächsten Tag wieder einzusteigen, statt nach einem Rückschlag monatelang aufzugeben. Andreas spricht außerdem über die Rolle des Mindsets und den Unterschied zwischen Information und Wissen. Wissen bedeutet für ihn nicht nur zu wissen, wie etwas funktionieren könnte, sondern es im Alltag umsetzen zu können. Sein Ziel für Kundinnen und Kunden ist deshalb nicht allein eine Zahl auf der Waage, sondern mehr Bewegungsfreiheit, Energie, Gesundheit und Lebensqualität. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Verhältnis von Leistung und Erholung. Andreas hat seinen Körper nach eigener Aussage oft überhört. Heute betont er, dass Fortschritt aus dem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung entsteht. Dauerhafte Anspannung kann dagegen zerstörerisch werden. Diese Logik überträgt er auch auf Business und Alltag. Im zweiten großen Themenblock geht es um Andreas’ Auswanderungsweg. Er lebte bis zum Alter von zwölf Jahren in Athen und danach in Deutschland, unter anderem in Berlin und Magdeburg. Während der Pandemie zog er zunächst nach Kreta und lebte dort vier Jahre. Seit zwei Jahren lebt er in Zypern. Andreas erklärt, dass Zypern für ihn nicht einfach eine Flucht aus Deutschland war. Er suchte einen Ort, an dem er Griechisch sprechen kann, und entschied sich aus unternehmerischen Gründen sowie wegen Community und Netzwerken für Zypern. Klima, Meer, Atmosphäre und der mediterrane Lebensstil spielen für ihn ebenfalls eine wichtige Rolle. Gleichzeitig arbeitet er weiterhin mit einer stark deutschen Mentalität und beschreibt seinen Alltag nicht als dauernden Urlaub. Die Folge romantisiert das Auswandern nicht. Andreas macht klar, dass ein Ortswechsel allein nicht automatisch glücklicher oder erfolgreicher macht. In einem neuen Land fehlen zunächst Familie, enge Freunde und ein gewachsenes Netzwerk. Neue Sprache und kulturelle Unterschiede können dazukommen. Du musst dir dein Leben auch am neuen Ort aktiv aufbauen. Zum Abschluss geht es um provokantes Marketing, Kundenveränderungen und die Frage, was ganzheitlicher Erfolg bedeutet. Andreas verbindet Familie, Business, Fitness und Gesundheit. Sein eigener Alltag dient dabei auch als Accountability: Er will das, was er anderen empfiehlt, selbst leben.

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Willkommen bei "Weltweit Zuhause" – dem Podcast für Menschen, die wissen wollen, was Auswandern wirklich bedeutet. Nicht die Hochglanz-Version. Nicht den zehnten Ratgeber zur Firmengründung in Dubai. Sondern die echten Geschichten. Den Moment kurz vor der Entscheidung. Die Zweifel danach. Das, was wirklich mit einem passiert, wenn man alles hinter sich lässt. Ich bin Marcel. Seit 2019 lebe ich als Expat in Riga, Lettland. Ich weiß, wie sich dieser Moment anfühlt: Diese Mischung aus Aufbruch, Unsicherheit und dem leisen Gedanken, ob man das wirklich durchzieht. In meinen Interviews sitze ich Menschen gegenüber, die ihr Leben radikal neu gedacht haben. Nicht weil es einfach war, sondern weil sie irgendwann nicht mehr anders konnten. Ich frage nach dem, was andere weglassen. Und ich höre wirklich zu. Wer wirklich zuhört, bekommt andere Antworten. Die Gespräche werden nicht geschnitten. Was du hörst, ist genau das, was passiert ist. Ungefiltert, unbearbeitet, authentisch. Echte Geschichten. Keine Filter.