1986 West-Berlin. Originalton.

Heiko Mehnert und Marion Hanel

West-Berlin war mehr als eine Stadt: ein Lebensgefühl – von der Mauer umgeben und trotzdem grenzenlos, ohne Sperrstunde, international, widersprüchlich und immer ein bisschen verrückt. In „1986 – West-Berlin. Originalton.“ lassen Marion Hanel, langjährige Radiostimme des rbb, und Autor Heiko Mehnert diesen Spirit wieder hörbar werden. Ausgangspunkt ist sein gleichnamiges Buch. Gemeinsam mit Menschen, die diese Stadt erlebt und geprägt haben, sprechen sie über Musik, Nachtleben, Kunst, Politik und Alltag – persönlich, lebendig und ohne "Westalgie".

Episodes

  1. 2d ago

    Brigitte Grothum in West-Berlin.

    Brigitte Grothum – Drei Damen vom Grill, Jedermann und ein Wunder vor dem Mauerfall 1986 – West-Berlin. Originalton. Der Podcast. „Das Lebensgefühl war friedlich, frei. Wir waren alle miteinander.“ Brigitte Grothum ist eine Legende des Berliner Theaters und Fernsehens. Seit mehr als sieben Jahrzehnten steht sie auf der Bühne. Für viele bleibt sie unvergessen als eine der Drei Damen vom Grill. Für andere ist sie die Frau, die den „Jedermann“ nach Berlin brachte. Und für uns ist sie vor allem eine wunderbare Zeitzeugin eines West-Berlins, das es so nicht mehr gibt. Gemeinsam mit Marion Hanel und Heiko Mehnert erinnert sie sich an eine Stadt hinter der Mauer, die sich trotzdem frei anfühlte. An die großen Berliner Bühnen, die amerikanischen Volksfeste, die Schauspielerfamilie rund um Günter Pfitzmann, Harald Juhnke und Brigitte Mira. Und an eine Zeit, in der man nach den Dreharbeiten nicht einfach nach Hause ging, sondern miteinander lebte, feierte und befreundet war. Es sind die persönlichen Geschichten, die diese Folge so besonders machen. Brigitte Grothum erzählt, wie sie 1986 gemeinsam mit Hans Rosenthal und anderen Mitstreitern das Hebbel-Theater vor dem drohenden Aus rettete. Wie aus einer spontanen Idee die Berliner Jedermann-Festspiele entstanden. Und wie sie im Juli 1989 mit ihrem West-Berliner Ensemble in der Ost-Berliner Marienkirche auftrat. Zwei ausverkaufte Vorstellungen, ein überwältigtes Publikum und Menschen, die immer wieder „Wiederkommen!“ riefen. Wenige Monate später fiel die Mauer. Und dann ist da noch diese unglaubliche Geschichte von drei Frauen, die Brigitte Grothum in der Nacht des Mauerfalls in ihr Auto einsteigen ließ. Jahrzehnte später begegnet sie zwei von ihnen wieder. Natürlich sprechen wir auch über ihre enge Freundschaft mit Brigitte Mira, über Harald Juhnkes unglaubliches Talent, über den Wandel der Theaterlandschaft und darüber, warum sie mit über 90 Jahren noch immer auf der Bühne steht. Ein Gespräch voller Wärme, Humor, Haltung und bewegender Erinnerungen. Mit einer Schauspielerin, die Berliner Geschichte nicht nur erlebt, sondern selbst mitgeschrieben hat. 1986 – West-Berlin. Originalton.Mit Marion Hanel und Heiko Mehnert. Mehr über das West-Berlin der Achtzigerjahre im Buch und Hörbuch 1986 – West-Berlin. Originalton. www.west-berlin.online Folgt uns auf Facebook und erzählt uns eure Erinnerungen. Denn die Geschichten dieser Stadt sollen nicht verloren gehen.

    Brigitte Grothum in West-Berlin.
  2. Sep 23

    René Koch in West-Berlin.

    René Koch – Glamour, Freiheit und ein Leben für die Vielfalt Er kam 1963 mit 18 Jahren nach West-Berlin – mit wenig Geld, aber ziemlich genau dem Gefühl: Hier will ich bleiben. Heute ist René Koch Starvisagist, Beautyexperte, Autor, Gründer des Lippenstiftmuseums und eine echte West-Berliner Institution. In dieser Folge von „1986 – West-Berlin. Originalton.“ nimmt uns René mit in eine Stadt zwischen Ku’damm, Kempinski, Nachtclubs und schwuler Subkultur. Er erzählt von Joan Collins und Hollywood-Glamour in Berlin, von Romy Haag, Eartha Kitt und Mireille Mathieu – und natürlich von Hildegard Knef, mit der ihn eine 25-jährige Freundschaft verband. Und von Udo Walz, seinem Freund und Wegbegleiter über fünf Jahrzehnte. Doch Renés Geschichte ist weit mehr als eine Reise durch das prominente West-Berlin. Es geht um Freiheit und Selbstbestimmung, um die schwule Szene rund um Nollendorfplatz und Motzstraße, um Travestie und Rebellion – und um die frühen Jahre der AIDS-Krise, in denen René nicht wegsah, sondern half. Eine Folge voller Geschichten, Namen und Orte – manchmal komisch, manchmal berührend und immer sehr Berlin. Und am Ende steht ein Wunsch, der vielleicht besser als alles andere beschreibt, was René Koch mit West-Berlin verbindet: „Ich wünsche mir einfach, dass die Toleranz bleibt. Mehr kann ich mir gar nicht wünschen. Die Vielfalt, das ist das Schöne, was diese Stadt ausmacht.“ 1986 – West-Berlin. Originalton.Mit Marion Hanel und Heiko Mehnert. Eine Reise zurück in eine Stadt, die von einer Mauer umgeben war – und sich trotzdem oft grenzenlos anfühlte.

    René Koch in West-Berlin.
  3. Sep 9

    Frank Lüdecke in West-Berlin.

    Frank Lüdecke – West-Berlin, Kabarett und das Gefühl, aus der cooleren Stadt zu kommen 1986 ist Frank Lüdecke 25 Jahre alt, studiert an der Freien Universität und zieht an den Nollendorfplatz – direkt gegenüber vom legendären Slumberland. Er schreibt seine ersten Kabaretttexte, sitzt im Berio, entdeckt die Bühnen der Stadt und erlebt ein West-Berlin, das sich für ihn trotz Mauer alles andere als eingeengt anfühlt. „Ich fühlte mich privilegiert, aus einer Stadt zu kommen, die einfach ein bisschen cooler war als alle anderen.“ Mit Marion Hanel und Heiko Mehnert spricht Frank Lüdecke über Ruhleben und den Nollendorfplatz, Wolfgang Neuss und Dieter Hildebrandt, Falafel, Mini-Pizza und lange Nächte, über Transitstrecken, alliierte Spuren und das Lebensgefühl einer Stadt, bei der kaum jemand glaubte, dass die Mauer wenige Jahre später tatsächlich fallen würde. Und Frank erzählt von jener Nacht im November 1989, in der er plötzlich selbst mitten im historischen Geschehen stand. Heute ist er Kabarettist, Autor, Regisseur und gemeinsam mit seiner Frau Betreiber und künstlerischer Leiter der Stachelschweine im Europa-Center – jenes Kabaretts, das er als junger Mann selbst staunend im Publikum erlebt hatte. Eine Folge voller Berliner Geschichten, überraschender Begegnungen, Erinnerungen und sehr viel Frank Lüdecke. 1986 – West-Berlin. Originalton.Der Podcast mit Marion Hanel und Heiko Mehnert über Menschen, Orte und das besondere Lebensgefühl der geteilten Stadt.

    Frank Lüdecke in West-Berlin.
  4. Aug 26

    Marion Hanel in West-Berlin.

    Marion Hanel – ein Leben fürs Radio und für West-Berlin Mit acht Jahren stand Marion Hanel zum ersten Mal beim RIAS vor dem Mikrofon – in der Kindersendung „Bei uns funkt’s“ unter der Obhut von Hans Rosenthal. Ihr erstes Interview? Muhammad Ali. Später folgten Radio France Internationale in Paris, die Anfänge des privaten Rundfunks in West-Berlin, 100,6, SFB und 88acht. Radio wurde für sie nicht einfach ein Beruf, sondern eine Leidenschaft fürs Leben. In unserer zweiten Folge von „1986 – West-Berlin Originalton“ dreht Heiko Mehnert den Spieß um und interviewt seine Podcast-Partnerin Marion Hanel. Es geht um ihren Vater Wolfgang Hanel, das langjährige Gesicht der Berliner Abendschau, um ihre Kindheit zwischen Schöneberg und Roseneck, die französische Schule, Paris und die besondere Nähe zu den Alliierten. Marion erzählt vom Aufbruch des Privatradios in den 80ern und von jener Nacht 1989, in der die Mauer fiel – und sie am nächsten Morgen wieder vor dem Mikrofon saß. Und natürlich geht es um das West-Berliner Lebensgefühl: um die Hundekehle, das Schwarze Café, die Paris Bar, den Athener Grill, Alibaba, Fofis und andere Orte, an denen man sich traf, ohne sich per WhatsApp verabredet zu haben. Eine Folge über Radio, Leidenschaft, Lebensfreude und eine Stadt, die von einer Mauer umgeben war und sich trotzdem grenzenlos anfühlen konnte. Oder, wie Marion über ihr Leben sagt: „Ich habe nie in meinem Leben arbeiten müssen. In dem Sinne, dass ich die Arbeit immer als Freude empfunden habe.“ In der nächsten Folge zu Gast: Frank Lüdecke, Kabarettist und Intendant der Stachelschweine. „1986 – West-Berlin Originalton“ mit Marion Hanel und Heiko Mehnert.Alle zwei Wochen neue Geschichten, Erinnerungen und Menschen aus dem West-Berlin der 80er Jahre. Mehr Geschichten gibt es im Buch „1986 West-Berlin. Originalton.“ von Heiko Mehnert. https://amzn.eu/d/0dzfAm3T

    Marion Hanel in West-Berlin.
  5. Aug 12

    Heiko Mehnert in West-Berlin.

    Ein Buch wie eine Kompaktkassette: voller Tracks aus einer Stadt, die es so nicht mehr gibt. „1986 – West-Berlin. Originalton.“ begann als persönliches Geschenk von Heiko Mehnert an seine Geburtstagsgäste. Daraus wurde ein Buch – und schließlich dieser Podcast. Als Co-Host konnte Heiko die langjährige Berliner Radiostimme Marion Hanel gewinnen. In der ersten Folge dreht Marion das Mikrofon zu ihm: Wer ist der Mann hinter dem Buch – und wie wurde er zu dem West-Berliner, der er bis heute geblieben ist? Heiko erzählt von seiner Kindheit in Friedenau, vom deutsch-amerikanischen Volksfest, vom RIAS unter der Bettdecke und einer Stadt, deren Mauer im Alltag oft unsichtbar blieb – bis man plötzlich vor ihr stand. Er erinnert sich an seine ersten beruflichen Träume, an David Ogilvy, den Einstieg in die Werbung und den ziemlich kühnen Entschluss, sich mit Anfang 20 selbstständig zu machen. Es geht um viel Selbstbewusstsein, noch mehr Naivität und eine erste Pleite mit 1,5 Millionen Mark Schulden. Um einen Steuerberater, der an ihn glaubte, seine Mutter als „Partner in Crime“ und die Fähigkeit, selbst dann nach vorn zu schauen, wenn der Briefkasten täglich neue schlechte Nachrichten bereithielt. Natürlich führt die Reise auch durch die West-Berliner Nächte: von Minipizza und Athener Grill über Zinc und Linientreu bis in den Dschungel, die Berlin Bar und den Rum Trader. Heiko erzählt von Miss-Big-Eden-Anzeigen für Rolf Eden, Begegnungen mit Harald Juhnke und Brigitte Mira – und von jenem Abend, an dem Udo Walz ihm ans Ohrläppchen griff und feststellte: „Na, du hast es ja faustdick hinter den Ohren.“ Dann kommt der 9. November 1989. Heiko sieht Walter Momper im Fernsehen, fährt zum Brandenburger Tor, wird auf die Mauer gezogen und steht wenig später auf der anderen Seite. Zum ersten Mal sieht er das Brandenburger Tor ohne Mauer. Gemeinsam mit Ost-Berlinern geht es durch die Dunkelheit zurück in den Westen – und weiter zum Kurfürstendamm. Von einer Sekunde auf die andere ist alles anders. Eine persönliche Reise durch West-Berlin: zwischen Eingeschlossensein und grenzenloser Freiheit, Größenwahn und Neuanfang, Currywurst und Champagner. Keine nostalgische Rückschau, sondern die Frage, was von diesem Lebensgefühl bis heute in Berlin weiterlebt. In der nächsten Folge werden die Rollen getauscht: Dann erzählt Marion Hanel von ihrem West-Berlin und von der Berliner Radio- und Fernsehgeschichte. Das Buch „1986 – West-Berlin. Ein Jahr vor dem Ende einer Ära“ gibt es als Taschenbuch, Hardcover und Kindle-Ausgabe bei Amazon: https://amzn.eu/d/0aNeJKAU

    Heiko Mehnert in West-Berlin.

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West-Berlin war mehr als eine Stadt: ein Lebensgefühl – von der Mauer umgeben und trotzdem grenzenlos, ohne Sperrstunde, international, widersprüchlich und immer ein bisschen verrückt. In „1986 – West-Berlin. Originalton.“ lassen Marion Hanel, langjährige Radiostimme des rbb, und Autor Heiko Mehnert diesen Spirit wieder hörbar werden. Ausgangspunkt ist sein gleichnamiges Buch. Gemeinsam mit Menschen, die diese Stadt erlebt und geprägt haben, sprechen sie über Musik, Nachtleben, Kunst, Politik und Alltag – persönlich, lebendig und ohne "Westalgie".

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