Zeitlupe – Der Podcast über Sport und Geschichte

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

In diesem Podcast erzählen wir Episoden aus der Sportgeschichte.

  1. Jul 9

    L.I.S.A. - Faszination Sport. Von der Antike bis zur Fußball-WM

    Sportereignisse schaffen immer wieder gemeinschaftsstiftende Erlebnisse und Begegnungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Gleichzeitig ist der Sport kein Allheil­mittel: Bisweilen macht er bestehende Bruch­linien und gesell­schaft­liche Spaltungen besonders sichtbar, immer wieder wird er politisch instrumen­ta­li­siert. Worin besteht also die Faszination des Sports? Wie alt ist sie und wie gelingt es dem Sport sich immer wieder gegenüber politischen, wirtschaft­lichen oder reli­giö­sen Logiken zu behaup­ten? Darüber haben wir mit dem Althistoriker und Experten für die Geschichte des antiken Sports Prof. Dr. Christian Mann (Universi­tät Mann­heim) gesprochen: eine Tour de Force durch die Sport­geschichte – vom Sport im antiken Griechen­land bis zu den globalen Sportevents der Gegenwart. Diese Podcastfolge wurde im Rahmen des Jubiläums­festes zum 50jährigen Bestehen der Gerda Henkel Stiftung am 18. Juni 2026 vor Publikum aufge­zeich­net. Der Experte: Prof. Dr. Christian Mann ist Lehrstuhlinhaber für Alte Geschichte an der Universität Mannheim. Christian Mann erforscht die griechische und römische Geschichte in ihren langen Traditions­­linien, die bis zur heutigen Gesell­schaft reichen. Zu seinen Forschungs­schwer­punk­ten zählen neben der Geschichte der antiken Demo­kratie und Demagogie seit langem die antike Sportgeschichte. Auf diesem Gebiet veröffentlichte er zuletzt die Monographie „Griechische Athleten. Eine Sozialgeschichte“ (2025), die im Rahmen eines Opus Magnum-Stipen­di­ums der Volkswagen­Stiftung entstanden ist. Seit 2022 ist Christian Mann Mitglied des Wissen­schaft­lichen Beirats der Gerda Henkel Stiftung. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_faszination_sport

  2. May 28

    L.I.S.A. - Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)

    Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meister­titeln der Vereins­ge­schich­te. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten auslän­di­schen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolg­reichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Macht­über­nahme der National­sozia­listen trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Welt­kriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen. In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenk­stätte Neuengamme und Mitglied des „Netz­werks Erinne­rungs­arbeit“, über den Hamburger SV im National­sozia­lis­mus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fan­szene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen. Die Expertin: Paula Scholz ist wissen­schaft­lich-päda­go­gische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort ver­ant­wor­tet sie die Organisation und kon­zep­tio­nel­le Weiter­­ent­wick­lung der Erwachsenen­bildung. Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im National­sozia­lis­mus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der histo­risch-poli­tischen Bildungs- und Erinnerungs­arbeit, unter ande­rem im „Netzwerk Erinne­rungs­arbeit“ des Hamburger SV. Ihre Master­arbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv

  3. May 14

    L.I.S.A. - 1. FC Nürnberg – Fußballvereine im Nationalsozialismus (2)

    Anfang der 1930er Jahre ist der 1. FC Nürnberg einer der erfolgreichsten Fußball­vereine Deutschlands und steht für schichten­über­grei­fen­de Fußball­­be­geis­terung und Sportsgeist. Doch ausgerechnet der angesehene Trainer des „Clubs“, Jenő Konrád, wird 1932 zum Opfer einer antisemi­ti­schen Kampagne der lokalen National­sozia­listen. Nicht einmal ein Jahr später wird der Verein den Aus­schluss seiner jüdischen Vereins­mit­glieder be­schließen – und sich Stück für Stück in den Dienst der NS-Herr­schaft stellen. In der neuen Folge von „Zeitlupe“ zeich­nen wir mit dem Zeit­histo­ri­ker Dr. Matthias Braun die Geschichte des 1. FC Nürnberg im National­sozia­lismus nach und blicken auch darauf, wie der „Club“ nach 1945 mit diesem Erbe umging. Der Experte: Dr. Mathias Braun ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschäfts­bereich Kultur der Stadt Nürnberg und ist dort in der Stabsstelle „Ehemaliges Reichs­partei­tags­gelände Zeppelin­tribüne/ Zeppelinfeld“ tätig. Der Historiker wurde mit einer Biographie des national­sozia­lis­tischen Bürger­meisters von Nürnberg, Willy Liebel, promoviert: Hitlers liebster Bürger­meister. Willy Liebel (1897-1945), Nürnberg 2012. Weiterführende Literatur: Braun, Matthias: Der 1. FC Nürnberg und die „Stadt der Reichs­partei­tage“ – Verein und national­sozia­lis­tische Kommu­nal­politik, in: Stadt­ar­chive in der Metropol­region Nürnberg (Blog), 14. März 2025, https://stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de/der-1-fc-nuernberg-und-die-stadt-der-reichsparteitage-verein-und-nationalsozialistische-kommunalpolitik/. Siegler, Bernd: Heulen mit den Wölfen. Der 1. FC Nürnberg und der Ausschluss seiner jüdischen Mitglieder, Fürth 2022. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_nuernberg_fussball_nationalsozialismus

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