Auslaufmodell

Monika Schell

Irgendwann ist irgendwann vorbei. Hat bei mir auch nur 61 Jahre gedauert, bis dieser Satz wirklich angekommen ist. Und genau deshalb gibt es Auslaufmodell. Ich erzähle Geschichten aus meinem Leben. Ziemlich offen wahrscheinlich. Manchmal vielleicht ein bisschen zu offen. Das hier ist kein Coaching. Den Heiligen Gral habe ich nicht gefunden und ich werde euch auch nicht erklären, wie Leben richtig geht. Vielleicht hört ihr irgendwann eine Geschichte und denkt: Ach guck. Die auch. Vielleicht aber auch: Oh nee, Monika. Überhaupt nicht meins. Beides ist völlig in Ordnung. Ich weiß selbst noch nich

Episodes

  1. Sep 22

    Folge 5: KI ist super. Leider

    KI beim Schreiben, Recherchieren und im Alltag: praktisch, schnell - und manchmal eine hervorragende Methode, um sich zusätzliche Arbeit zu machen. Ich nutze KI ständig. Ich lasse Texte prüfen, Formulierungen verbessern und frage Dinge nach, die ich auch selbst recherchieren könnte. Und dann geht es los. Die KI erzählt mir mit beeindruckender Überzeugung Unsinn. Ich kontrolliere nach. Ich diskutiere mit ihr. Im schlimmsten Fall hole ich noch eine zweite KI dazu und streite mich anschließend mit zwei Maschinen. Beim Schreiben wird es nicht besser. Die KI macht meinen Text schöner. Leider klingt er danach manchmal nicht mehr nach mir. Also bitte ich die KI, meinen eigenen Stil wiederherzustellen. Man muss sich das wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen. In dieser Folge geht es um meinen ziemlich widersprüchlichen Umgang mit künstlicher Intelligenz: um Zeitersparnis, die plötzlich Zeit frisst, um Bequemlichkeit und um die Frage, wann Unterstützung eigentlich anfängt, das eigene Denken zu ersetzen. Und natürlich um meine ganz persönliche Doppelmoral: Ich erkenne KI-Texte inzwischen oft ziemlich schnell. Ich rege mich darüber auf. Und kurz danach lasse ich meine eigene Mail „höflich und wertschätzend“ formulieren. Konsequenz kann man schließlich nicht überall erwarten. Und ja: Auch diese Shownotes sind mit KI-Unterstützung entstanden. Natürlich. Wäre ja sonst inkonsequent. Themen dieser Folge:KI im Alltag und beim Schreiben, eigene Stimme behalten, KI-Fehler und Halluzinationen, Recherche mit KI, Schule und Studium, künstliche Intelligenz als Arbeitserleichterung - und als neue Beschäftigungstherapie. 🎧 Auslaufmodell – nicht fertig, nur älter.

  2. Aug 25

    Folge 1: Der rote Mittelfinger

    In dieser ersten Folge von Auslaufmodell geht es um rote Fingernägel, graue Haare, einen viel zu kurzen rosa Rock – und um die Regeln, die wir uns manchmal selbst auferlegen, obwohl niemand sie ausgesprochen hat. Ich habe jahrelang im Brandschutz gearbeitet und mir eingeredet, rote Fingernägel würden irgendwie nicht zu einer technischen Männerdomäne passen. Gesagt hat das nie jemand. Ich habe das ganz allein für mich entschieden. Bei meinen Haaren war es ähnlich: mein Kopf, mein Geld – und trotzdem habe ich mich lange nicht getraut, einfach das zu machen, was ich eigentlich wollte. Mit 60 saß ich dann zum ersten Mal im Nagelstudio. Die Nägel wurden rot. Der Mittelfinger bekam Glitzer. Und kaum hatte ich beschlossen, mich nicht mehr so sehr darum zu kümmern, was andere denken, sprang meine eigene innere Sittenpolizei an, als mir eine Frau über 50 in einem extrem kurzen rosa Rock begegnete. So einfach ist das also offenbar nicht mit dem Älterwerden, der Freiheit und dem berühmten „Jetzt ist mir alles egal“. In dieser Folge geht es um Frauen ab 50 und 60, um Älterwerden, Selbstbild, graue Haare, Schönheit im Alter, Selbstbewusstsein, gesellschaftliche Erwartungen, Anpassung, Mut, Angst vor Bewertung und um die Frage, warum wir uns manchmal selbst Grenzen setzen, die draußen überhaupt niemand gezogen hat. Es geht aber auch um die andere Seite des Älterwerdens: darum, dass manches heute leichter fällt und anderes plötzlich schwerer. Früher hätte ich vielleicht Bungee-Jumping gemacht. Heute stelle ich mir beim Reiten schon vor, wie ich nach einem Sturz auf dem Rücken liege wie ein alter Käfer und mit gebrochenen Knochen nicht mehr hochkomme. Ausgesprochen unattraktiv. Auslaufmodell ist ein Podcast über das Leben ab 50 und 60, über Neuanfänge, Älterwerden, Frauenleben, Arbeit, Beziehungen, Geld, Freiheit, Selbstzweifel und all die Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man merkt: Die Zeit ist nicht unendlich – aber vorbei ist sie eben auch noch lange nicht. Manche dieser Gedanken sind banal. Manche schwer. Manche wahrscheinlich vollkommen überflüssig. Aber vielleicht erkennt sich die eine oder andere darin wieder. Wenn du wissen willst, was mir sonst noch so durch den Kopf geht, folge Auslaufmodell auf deiner Podcast-Plattform. Folge 1: Der rote Mittelfinger – Auslaufmodell, der Podcast für Frauen ab 50 und 60 über Älterwerden, Selbstbestimmung, gesellschaftliche Erwartungen und das ganz normale Chaos im eigenen Kopf.

About

Irgendwann ist irgendwann vorbei. Hat bei mir auch nur 61 Jahre gedauert, bis dieser Satz wirklich angekommen ist. Und genau deshalb gibt es Auslaufmodell. Ich erzähle Geschichten aus meinem Leben. Ziemlich offen wahrscheinlich. Manchmal vielleicht ein bisschen zu offen. Das hier ist kein Coaching. Den Heiligen Gral habe ich nicht gefunden und ich werde euch auch nicht erklären, wie Leben richtig geht. Vielleicht hört ihr irgendwann eine Geschichte und denkt: Ach guck. Die auch. Vielleicht aber auch: Oh nee, Monika. Überhaupt nicht meins. Beides ist völlig in Ordnung. Ich weiß selbst noch nich