Zweieinhalb Sonderpädagogen

Donatus, Horst und David

Zweieinhalb Sonderpädagogen beschäftigt sich mit systemischer Pädagogik und einem etwas anderen Blick auf Schule, Unterricht und Beziehungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verhalten entsteht und welche Rolle unsere eigenen Haltungen, Annahmen und Interaktionen dabei spielen. Es geht um Widerstand, Beziehungsgestaltung, Selbstwert, Selbstwirksamkeit, den eigenen „Rucksack“ und Wertschätzung – praxisnah, reflektiert und mit Blick auf die Herausforderungen des Schulalltags. Wir sind Horst, David und Donatus alle 3 Lehrer an einem SBBZ Lernen in Baden-Württemberg.

Episodes

  1. Oct 5

    06 – Ein Nein als Ja zur Beziehung - Regeln, Grenzen und Konsequenzen | Systemische Pädagogik

    Regeln aufstellen, Grenzen setzen, Konsequenzen einfordern – und dabei trotzdem eine gute Beziehung zu Schülerinnen und Schülern aufrechterhalten. Geht das überhaupt zusammen? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum es als Lehrkraft manchmal so schwerfällt, konsequent „Nein“ zu sagen. Wir kennen die Sorge: Was, wenn der Schüler mich danach nicht mehr mag? Was, wenn die Beziehung darunter leidet? Und was passiert, wenn wir aus Angst vor Ablehnung zu lange Dinge laufen lassen? Wir schauen uns klassische Maßnahmen wie Nachsitzen, Strafarbeiten oder Maßnahmen nach § 90 Schulgesetz an und fragen, wie nachhaltig diese eigentlich sind. Dennkurzfristig kann Druck für Ruhe sorgen – eine langfristige Verhaltensänderung entsteht dadurch aber nicht unbedingt. Stattdessen geht es um Klarheit, Transparenz und die Verantwortung von Lehrkräften: Regeln müssen verständlich sein, Konsequenzen nachvollziehbar und Grenzen Konsequent eingefordert werden. Dabei bedeutet Konsequenz nicht Wut, Abwertung oder einenKampf um Macht. Ein „Nein“ kann klar sein, ohne die Beziehung abzuwerten. Mit dabei sind ein Polizist an der roten Ampel, ein Verkehrsübungsplatz und eine etwasungewöhnliche Geschichte über eine Disco. Wir sprechen darüber, warum Schülerinnen und Schüler klare Grenzen durchaus akzeptieren können – und warum es manchmal wichtiger ist, ernst genommen zu werden, als unbedingt gemocht zu werden. Eine Folge über Regeln, Grenzen und Konsequenzen – undüber die Frage, warum ein klares „Nein“ manchmal genau das sein kann, was eine tragfähige Beziehung braucht.

  2. Sep 28

    05 – Das Klassenzimmer als Mobile – Warum wir systemisch denken müssen | Systemische Pädagogik

    Warum stört ein Schüler eigentlich? Warum macht eine Schülerin nicht mit? Und was verändert sich, wenn wir nicht nur isoliert auf das Verhalten von Schülerinnen und Schülern schauen, sondern auf das ganze System, in das dieses Verhalten eingebettet ist? In dieser Folge schauen wir genauer darauf, was systemische Pädagogik eigentlich bedeutet. Das Klassenzimmer als Mobile hilft uns dabei, Schule einmal anders zu betrachten: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern, Schulleitung und viele weitere Faktoren beziehungsweise Elemente sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Dabei geht es um die Frage, wie unsere eigene „Brille“ bestimmt, was wir wahrnehmen und wie wir Verhalten bewerten. Denn als Lehrkräfte stehen wir nicht außerhalb des Systems – wir sind selbst Teil davon. Das kann herausfordernd sein, eröffnet aber gleichzeitig Handlungsmöglichkeiten. Wir sprechen darüber, warum störendes Verhalten auch als Hinweis verstanden werden kann, warum es sich lohnt, den Kontext mitzudenken und weshalb systemisches Denken weniger ein Werkzeugkasten mit fertigen Lösungen ist als eine Haltung, die sich mit der Zeit entwickelt. Eine Folge über den Perspektivwechsel, die Komplexität von Schule und die Frage, was sich verändert, wenn wir nicht nur fragen: „Was macht der Schüler da?“, sondern auch: „Was passiert hier eigentlich gerade im System?“

About

Zweieinhalb Sonderpädagogen beschäftigt sich mit systemischer Pädagogik und einem etwas anderen Blick auf Schule, Unterricht und Beziehungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verhalten entsteht und welche Rolle unsere eigenen Haltungen, Annahmen und Interaktionen dabei spielen. Es geht um Widerstand, Beziehungsgestaltung, Selbstwert, Selbstwirksamkeit, den eigenen „Rucksack“ und Wertschätzung – praxisnah, reflektiert und mit Blick auf die Herausforderungen des Schulalltags. Wir sind Horst, David und Donatus alle 3 Lehrer an einem SBBZ Lernen in Baden-Württemberg.

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