IGeL-Podcast

IGeL-Monitor

Der IGeL-Podcast ist der informative Gesundheits-Podcast des IGeL-Monitors. Um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wird es gehen, der stetig wachsende IGeL-Markt steht im Mittelpunkt, die Relevanz dieses Marktes für Versicherte, aber auch seine Bedeutung im deutschen Gesundheitssystem. Wir suchen den Dialog mit gesundheitspolitischen Akteuren, holen sie an den Tisch, diskutieren über Geld, Medizin, Rechte von Patientinnen und Patienten. Der IGeL-Podcast, das sind Hintergrundinformationen zu Gesundheitsleistungen, Gesundheitswissenschaft, Gesundheitsökonomie - für die Ohren: Die von gesundheitspolitisch Interessierten und die von allen Menschen, die im weiten Feld des Gesundheitswesens beruflich beheimatet sind. Jetzt reinhören: Einmal im Monat mit dem Medizinjournalisten Marcus Anhäuser. Und vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: sein Stück Beat Stick ist der Jingle des IGeL-Podcasts. IGeL-Monitor und IGeL-Podcast sind Initiativen des Medizinischen Dienstes Bund.

  1. MAR 5

    Cochrane: Von der Graswurzel-Bewegung zum 'Goldstandard'

    Das unabhängige Cochrane-Netzwerk zählt weltweit zu den vertrauenswürdigsten Organisationen in der Medizin. In der neuen Folge des IGeL-Podcast des IGeL-Monitors geht es darum, wie das Netzwerk entstanden ist, wie es die Evidenz von medizinischen Interventionen und diagnostischen Tests überprüft – und wie aufwändig diese Arbeit ist. Orientierung zu geben im medizinischen Informationsdschungel, sei ihre Hauptaufgabe, heißt es auf der Webseite von Cochrane Deutschland, einem der größten Ableger des internationalen Cochrane-Netzwerkes. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der über die Welt verteilten Arbeitsgruppen fassen den aktuellen Wissensstand der Forschung zu Fragestellungen aus Medizin und Gesundheit zusammen und bewerten die Belastbarkeit der zugrundeliegenden Studienergebnisse. Die strengen Kriterien von Cochrane sind weltweit als Goldstandard anerkannt. Entsprechend hoch ist der Aufwand, bis eine der bekannten systematischen Übersichtsarbeiten („Cochrane Reviews“) erstellt und veröffentlicht ist. Jörg Meerpohl, wissenschaftlicher Vorstand von Cochrane Deutschland, schildert im IGeL-Podcast die mehr als dreißigjährige Entwicklung von Cochrane – von der Gründung in Oxford durch eine kleine Gruppe von Enthusiasten für evidenzbasierte Medizin bis zu einer weltweit respektierten globalen Gesundheitsorganisation. Und er erläutert, wie das Netzwerk künftig eine zentrale Schwäche im Entstehungsprozess der Übersichtsarbeiten beseitigen will. Die Gesundheitswissenschaftlerin Sandra Messer berichtet, wie sie ihr erstes Cochrane Review erstellt hat, wo die besonderen Herausforderungen liegen und warum sie auch uneindeutige Ergebnisse hilfreich findet. Zu Gast in dieser Folge: Prof. Dr. Jörg Meerpohl, Wissenschaftlicher Vorstand Cochrane Deutschland, Freiburg Sarah Messer, M.Sc., Institut für Öffentliches Gesundheitswesen, Universität Köln Links Cochrane International https://www.cochrane.org Cochrane Deutschland https://www.cochrane.de Messer et al. (2025) Yoga for fatigue in people with cancer https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD015520/full Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions https://www.cochrane.org/authors/handbooks-and-manuals/handbook/current Handbook for Systematic Reviews of Diagnostic Test Accuracy https://www.cochrane.org/authors/handbooks-and-manuals/handbook-systematic-reviews-diagnostic-test-accuracy Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.

    41 min
  2. JAN 29

    IGeL versus GKV-Leistungen: Warum Kassenleistungen oft unterschätzt werden

    Häufig werden Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) im Gegensatz zu GKV-Leistungen als besonders attraktive Premiumleistungen angeboten und wahrgenommen. Warum dies an der Realität vorbeigeht, klärt die neue Folge des IGeL-Podcast. Viele Menschen haben falsche Vorstellungen von den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Sie unterstellen, dass GKV-Leistungen lediglich Mindestanforderungen genügen, während Selbstzahlerleistungen laut IGeL-Report 2024 häufig als „wichtig für den Erhalt der Gesundheit“ verstanden werden. Hinzu kommt, dass IGeL mitunter als medizinisch „notwendige Leistungen“ verkauft werden, die die Krankenkassen nicht übernehmen. IGeL-Leistungen werden oft als der „Mercedes“ unter den Gesundheitsleistungen wahrgenommen, das GKV-Angebot eher als „Golf-Klasse“. Warum das nicht zutrifft und Kassenleistungen auch der „Mercedes“ sein können, erklärt Dr. Martin Krasney, Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbands in der neuen Folge des IGeL-Podcast. Dabei erläutert der Jurist unter anderem, was das „Wirtschaftlichkeitsgebot“ für GKV-Leistungen wirklich bedeutet. GKV-Mitglied Anja Schiller teilt ihr persönliches Erlebnis in einer Hautarztpraxis, in der ihr die Kassenleistung zum Hautkrebsscreening lediglich abschätzig angeboten wurde, was sie durchaus kritisch sieht. Expertin und Experte in dieser Folge: Dr. Martin Krasney (Mitglied des Vorstandes), GKV-Spitzenverband Anja Schiller, selbstständig, GKV-Mitglied Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.

    21 min
  3. JAN 7

    EU-HTA: Entscheidet jetzt die EU, welche Arzneimittel in Deutschland erstattet werden?

    2025 starteten die ersten europäischen Nutzenbewertungen (EU-HTA). Das deutsche IQWiG hat als größte Health Technology Assessment-Organisation eine wichtige Rolle in diesem Verfahren. IQWiG-Chef Thomas Kaiser erklärt in der neuen Podcast-Folge, warum HTA-Bewertungen auf europäischer Ebene wichtig sind und welche Bedeutung sie für die Nutzenbewertung auf nationaler Ebene haben. Was im Bereich der Zulassung von neuen Arzneimitteln schon Standard ist, wird ab diesem Jahr auch für die anschließende Nutzenbewertung von Medikamenten und anderen medizinischen Verfahren zunehmend durchgeführt werden: Die gemeinsame Bewertung auf europäischer Ebene, kurz EU-HTA oder European Health Technology Assessment, auch Joint Clinical Assessments, JCA, genannt. Im Januar 2025 fiel der Startschuss mit den Bewertungen für onkologische Wirkstoffe und Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs). 2028 kommen Arzneimittel für Seltene Erkrankungen hinzu und ab 2030 sollen alle neu zugelassenen Arzneimittel auf europäischer Ebene gemeinsam bewertet werden. Ab 2026 werden auch ausgewählte Medizinprodukte mit hohem Risiko europaweit bewertet werden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist in der EU die größte der nationalen HTA-Organisationen und spielt daher in den Prozessen eine wichtige Rolle. IQWiG-Chef Thomas Kaiser erklärt in der aktuellen Folge des IGeL-Podcast das Vorgehen bei den EU-HTAs, welche besondere Rolle das IQWiG dabei spielt und was dies für die nationalen Entscheidungsebenen und die Festsetzung der Preise und die Erstattung durch die Krankenkassen bedeutet. Experte in dieser Folge: Dr. Thomas Kaiser, Institutsleiter Link: Thema im Fokus: Europäische Nutzenbewertung, auf der Webseite des IQWiG https://www.iqwig.de/presse/im-fokus/europaeische-nutzenbewertung/ Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.

    28 min
  4. 11/27/2025

    „Medizin transparent“: Mit evidenzbasierter Medizin gegen „Wunderwuzzis“

    Hilft Vitamin C wirklich gegen Erkältungen oder eine Vagusnerv-Stimulation am Ohr gegen Depressionen? In der neuen Folge des IGeL-Podcast erklären zwei Mitarbeitende des Faktencheck-Portals „Medizin transparent“, wie sie Gesundheitsmythen aufklären, Werbesprüche entlarven und versuchen, Menschen gegen falsche Gesundheits-Versprechen zu wappnen. Herzstück von Medizin-Transparent ist ein kostenloser Anfrageservice. Alle, die Interesse haben können bekannte Gesundheitsmythen und Behauptungen aus Werbung, Medien oder Internet zur Überprüfung an das wissenschaftliche Redaktionsteam schicken. Die Mitarbeitenden recherchieren auch eigenständig zu Themen, die Ihnen auffallen, weil sie aktuell in den Medien und im Internet kursieren. Das kleine Team um Redaktionsleiter Bernd Kerschner beschränkt sich aber nicht nur auf die Arbeit im Netz. Es verlässt zunehmend häufiger die Redaktionsräume, um Menschen jeden Alters in Workshops und Vorträgen Tipps und Kniffe zu vermitteln, wie man mit Methoden der evidenzbasierten Medizin so manches „Wunderwuzzi“(*) als heiße Luft entlarvt. Dabei lässt sich das Team des 2011 gegründeten Projekts auch nicht von juristischen Einschüchterungsversuchen von Herstellern beeindrucken, sondern nimmt diese als Gelegenheit, noch mehr für ihr unabhängiges Faktencheck-Portal zu werben. Das unabhängige Webprojekt aus Österreich ist an der „Universität für Weiterbildung Krems“ am Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation angesiedelt. Expertin und Experte in dieser Folge: Bernd Kerschner, Redaktionsleitung Dr. Jana Meixner, Medizinredakteurin Links: Webseite Medizin-Transparent: https://medizin-transparent.at (*)Wunderwuzzi: österreichisch für „Wunderschweinchen“ im Sinne eines Wundermittels. Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.

    29 min
  5. 10/15/2025

    Hyaluronsäure-Injektionen: Was sagt die Orthopädie zu den Bewertungen des IGeL-Monitors?

    In einer Pressekonferenz im August hatte der Medizinische Dienst Bund vier Bewertungen seines IGeL-Monitors zu orthopädischen Selbstzahlerleistungen vorgestellt. Darunter waren auch Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- und Hüftgelenksarthrose, die der IGeL-Monitor mit „negativ“ bewertet hat. Das Medienecho war groß, Kritik kam von Seiten der Orthopädie. Die heute erschienene erste Folge des IGeL-Podcast nach der Sommerpause präsentiert die wichtigsten Statements von der Pressekonferenz, ordnet die Ergebnisse ein und lässt einen Orthopäden und Leitlinienautor zu Wort kommen. Die Bewertungen des IGeL-Monitors von Hyaluronsäure-Injektionen stießen bei Orthopäden auf Kritik. Dr. Johannes Flechtenmacher erklärt daher im IGeL-Podcast, warum die im April 2025 aktualisierte Leitlinie die Hyaluronsäure-Injektionen bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) anders bewertet als das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors. Der Orthopäde ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und einer der Autoren und Autorinnen der Leitlinie „Prävention und Therapie der Gonarthrose“. Experten in der Folge: Dr. Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender Medizinischer Dienst Bund Dr. Stefan Lange, Leiter des Bereichs „Evidenzbasierte Medizin“, Medizinischer Dienst Bund Dr. Johannes Flechtenmacher, Orthopäde und Leitlinienautor Links: Pressemitteilungen des IGeL-Monitor: IGeL-Monitor bewertet Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- und Hüftgelenksarthrose mit „negativ“ https://www.igel-monitor.de/presse/pressemitteilungen/2025-08-19-igel-monitor-bewertet-hyaluronsaeure-injektionen-bei-knie-und-hueftgelenksarthrose-mit-negativ.html IGeL-Monitor bewertet Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter und beim Tennisarm mit „unklar“ https://www.igel-monitor.de/presse/pressemitteilungen/2025-08-19-igel-monitor-bewertet-stosswellentherapie-bei-der-kalkschulter-und-beim-tennisarm-mit-unklar.html S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Gonarthrose“. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050 Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück "Beat Stick" ist der Jingle des IGeL-Podcasts. Hinweis: Das aus der NICE-Leitlinie zitierte Textsegment in englischer Sprache wurde durch eine KI gesprochen.

    28 min
  6. 06/26/2025

    Ein Leben voller Studien und Statistik: Den Honig aus den Daten saugen

    Nach einer kurzen Pause geht es endlich weiter mit einer neuen Folge des IGeL-Podcast. Ein neuer Host löst den bisherigen Gründer und Produzenten des Podcast, Andreas Lange, ab. Der Medizinjournalist und Podcaster Marcus Anhäuser übernimmt mit dieser Folge, und stellt den neuen Leiter des Bereichs „Evidenzbasierte Medizin“ beim Medizinischen Dienst Bund, Dr. Stefan Lange, vor, der damit auch für den IGeL-Monitor verantwortlich ist. Der 62-Jährige hat nicht nur Medizin studiert und einige Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet, er war rund zehn Jahre in einer Abteilung für Biometrie einer Uni tätig, bevor er als Ressortleiter und stellvertretender Leiter das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit aufbaute, eine der wichtigsten Institutionen im deutschen Gesundheitswesen. Das IQWiG verließ Lange nach zwanzig Jahren und nach einem kurzen Abstecher in die Welt der Pharmaberatung übernahm er im April die verantwortungsvolle Position beim Medizinischen Dienst Bund. Im IGeL-Podcast erzählt Lange von seiner Leidenschaft für Zahlen und Statistik, die ihn letztlich aus der praktischen Medizin ins Akademikerleben führte, von seinem ganz persönlichen IGeL-Erlebnis in der Arztpraxis, warum er einen kurzen beruflichen Ausflug auf die Seite der Pharmaindustrie nicht bereut, und warum es den IGeL-Monitor mehr braucht denn je. Und vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück "Beat Stick" ist der Jingle des IGeL-Podcasts. Weitere Musik stammt von Podington Bear/Chad Crouch.

    29 min

About

Der IGeL-Podcast ist der informative Gesundheits-Podcast des IGeL-Monitors. Um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wird es gehen, der stetig wachsende IGeL-Markt steht im Mittelpunkt, die Relevanz dieses Marktes für Versicherte, aber auch seine Bedeutung im deutschen Gesundheitssystem. Wir suchen den Dialog mit gesundheitspolitischen Akteuren, holen sie an den Tisch, diskutieren über Geld, Medizin, Rechte von Patientinnen und Patienten. Der IGeL-Podcast, das sind Hintergrundinformationen zu Gesundheitsleistungen, Gesundheitswissenschaft, Gesundheitsökonomie - für die Ohren: Die von gesundheitspolitisch Interessierten und die von allen Menschen, die im weiten Feld des Gesundheitswesens beruflich beheimatet sind. Jetzt reinhören: Einmal im Monat mit dem Medizinjournalisten Marcus Anhäuser. Und vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: sein Stück Beat Stick ist der Jingle des IGeL-Podcasts. IGeL-Monitor und IGeL-Podcast sind Initiativen des Medizinischen Dienstes Bund.

You Might Also Like