Kreisky Forum Talks

Kreiskyforum

Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit. Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften. Der Podcast zur Stunde. Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/

  1. 2D AGO

    Lazarević, Tschinderle & Majić: DER WESTBALKAN

    Vedran Dzihic im Gespräch mit Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle und Danijel Majić DER WESTBALKANIm Wartezimmer der EU   Seit dem Krieg in der Ukraine wird wieder über etwas diskutiert, das schon fast für tot erklärt wurde: Die Erweiterung. Die EU will wieder neue Mitglieder aufnehmen, zumindest signalisiert das die Kommission in Brüssel. Aber kann das gelingen? Eine Union, die von Helsinki bis Tirana, von Lissabon bis nach Chisinau reicht? Sicher ist: Noch nie in der Geschichte der EU gab es so lange keine Erweiterung. Fast ein Vierteljahrhundert schon warten sechs Staaten auf dem so genannten Westbalkan auf ihre Mitgliedschaft. Ein neues Buch beleuchtet ihr Schicksal im Warteraum der EU. Wird Montenegro das 28. Mitglied der EU? Kann man ein Land wie Serbien, wo Präsident Vučić zunehmend autoritär regiert und historisch enge Verbindungen zu Russland bestehen, wirklich aufnehmen? Und warum gilt das kleine Albanien plötzlich als neuer Frontrunner? Die Journalistin Franziska Tschinderle sowie die Journalisten Krsto Lazarević und Danijel Majić berichten seit Jahren aus der Region. In ihrem Buch lassen sie vielfältige Perspektiven zu Wort kommen und analysieren die zentralen politischen Konflikte und Akteure. Den Namensstreit um Nordmazedonien, die politische Blockade in Bosnien-Herzegowina, die jüngsten Korruptionsaffären in Albanien sowie die Massenproteste in Serbien. Vor allem aber die große Frage, die über der Erweiterung schwebt: Müssen wir wieder wachsen, um ein geopolitischer Akteur zu werden? Oder könnten wir am Ende daran zerbrechen? Darum und um vieles mehr wird es bei der Diskussion im Kreisky Forum gehen.   Krsto Lazarević, geboren 1989, ist Journalist. Er berichtete für deutschsprachige Medien aus Belgrad, Sarajevo und Wien über Südosteuropa. Außerdem arbeitete er im Europäischen Parlament und für die europäische Presseschau euro|topics. Er ist neben Danijel Majic´ einer der beiden Hosts des Podcasts „Neues vom Balla-balla-Balkan“. Franziska Tschinderle, geboren 1994, ist Journalistin mit dem Schwerpunkt Süd-osteuropa. Sie schreibt für das Außenpolitik-Ressort des österreichischen Nachrichtenmagazins profil. Seit 2022 lebt sie in der albanischen Hauptstadt Tirana und berichtet von dort für diverse deutschsprachige Medien. Danijel Majić, geboren 1981, arbeitet als freier Journalist vor allem für den Hessischen Rundfunk. Zuvor war er lange Jahre Redakteur der Frankfurter Rundschau. Zusammen mit Krsto Lazarevic´ produziert und moderiert er den Podcast „Neues vom Ballaballa-Balkan“. Moderation:Vedran Dzihic, Senior Researcher am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip); unterrichtet an der Universität Wien und an der Universität für Angewandte Kunst Wien; Leiter des Center of Advanced Studies Southeastern Europe an der Universität Rijeka, Mitglied von „Balkans in Europe Policy Advisory Group“ (BiEPAG); er koordiniert gemeinsam mit Partnern die Engaged Democracy Intitative (EDI) des European Fund for the Balkans.

    1h 16m
  2. 6D AGO

    Linda Kreuzer & Wolfgang Palaver: DONALD TRUMP UND DIE GOTTESKRIEGER

    Robert Misik im Gespräch mit Linda Kreuzer und Wolfgang Palaver DONALD TRUMP UND DIE GOTTESKRIEGERPolitische Theologie 2.0 „Trumps Gotteskrieger“ titelte der „Spiegel“ vor einigen Wochen. Tatsächlich bildet sich in den USA eine eigentümliche neue Allianz aus High-Tech und einem neuen christlichen Fundamentalismus, der nicht nur die üblichen evangelikalen Milieus umfasst, sondern auch den Neo-Katholiken und Vizepräsidenten J. D. Vance. Der Tech-Milliardär Peter Thiel wiederum beschäftigt sich im Nachklang an Carl Schmitts „politische Theologie“ und andere Quellen zunehmend mit Apokalyptik und spricht vom „Katechon“, der den „Antichristen“ aufhält. Wolfgang Palaver, Innsbrucker Theologe, ist als ebenso kritischer wie intensiver Gesprächspartner Thiels bekannt – und ein guter Kenner des neuen „Denkens des Silicon Valley“. Linda Kreuzer wiederum beschäftigt sich mit der Ästhetisierung des Ideologischen, insbesondere etwa am Beispiel der „US-amerikanischen katholischen Trad-Wives“, also Frauen, die auf moderne Weise einen traditionellen, frommen Lebensstil propagieren. Geht das alles über die gewohnte „Religiösisierung“ der US-Politik hinaus? Welche Bedeutung haben autoritäre Ideologien, welches Gewicht ihre theologische Grundierung? Was hat es mit dem christlichen Fundamentalismus auf sich? Und wie denkt das Valley?   Linda Kreuzer, Universitätsassistentin an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, Fachbereich Sozialethik Wolfgang Palaver, Professor em. für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck und Präsident von Pax Christi Österreich; als Lehrbeauftragter an der PTH Brixen in den theologischen und religionspädagogischen Studiengängen sowie im USG Angewandte Ethik tätig; seit April 2025 Sonderbeauftragten gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Moderation:Robert Misik, Autor und Journalist

    1h 15m
  3. APR 1

    Boroujerdi, Citrinowicz & Feichtinger: THE IRAN WAR: FROM REGIONAL CONFLICT TO GLOBAL CONSEQUENCES

    ONLINE EVENT via Zoom on 24 March 2026 Gudrun Harrer in conversation with Mehrzad Boroujerdi, Danny Citrinowicz and Walter Feichtinger THE IRAN WAR: FROM REGIONAL CONFLICT TO GLOBAL CONSEQUENCES The Iran war and its political and economic repercussions in the region – even if eventually it should be halted – carry the danger to evolve into one of the most consequential geopolitical crises in recent years. The conflict began on 28 February 2026, when coordinated airstrikes by the United States and Israel targeted sites across Iran, triggering a wave of Iranian retaliatory missile and drone attacks against Israel and Arab countries. What US president Donald Trump thought to be a limited strategic military operation against the Iranian regime has since expanded into a wider confrontation affecting multiple countries, global energy markets, and international security. This panel discussion will examine the causes, escalation dynamics, and potential outcomes of the conflict. We will react to latest developments. Mehrzad Boroujerdi, Vice Provost and Dean of College of Arts, Sciences, and Education at Missouri University of Science and Technology. Danny Citrinowicz, nonresident fellow with the Atlantic Council’s Middle East Programs, fellow at the Institute for National Security Studies. Previously, he was senior fellow at the Institute of Policy and Strategy (IPS) and the Abba Eban institute at Reichman University. Walter Feichtinger, former Austrian brigadier in the Austrian Armed Forces and a political scientist. From 2002 to 2020, he was Director of the Institute for Peacekeeping and Conflict Management at the National Defence Academy in Vienna. Moderation: Gudrun Harrer, Lecturer in Modern History and Politics of the Near and Middle East at the University of Vienna and the Diplomatic Academy of Vienna; former Senior Editor at Der Standard (until 2025).

    1h 5m
  4. MAR 28

    Wolfgang Schmidt: WIE KANN MAN HEUTE NOCH REGIEREN, HERR SCHMIDT?

    Robert Misik im Gespräch mit Wolfgang Schmidt WIE KANN MAN HEUTE NOCH REGIEREN, HERR SCHMIDT?Aus dem Maschinenraum der Macht Regieren heute: Schwierigkeiten, Kompliziertheiten und Dilemmata. In welches Land man blickt, frustrierte Wähler und Kommentatoren in den Medien sind sich einig: Die Regierenden bringen nichts zuwege, sie verkeilen sich in Konflikte, alles geht zu langsam. Zugleich setzen sich die Parlamente zunehmend aus einer Vielzahl von Mittel- und Kleinparteien zusammen, die in der Folge in komplizierte Koalitionen gezwungen sind, die andauernd Kompromisse erfordern – was dann die Frustration erst recht erhöht. Wie ist in einer solchen Szenerie Regieren überhaupt noch möglich – und wie können Erwartungshaltungen der Bevölkerung erfüllt werden? Wie hält man im Maschinenraum von Regierungen die Partner zusammen und sorgt dafür, dass geräuschlos etwas weiter geht? Wie verfolgt man langfristige Pläne, deren Früchte dann allenfalls Nachfolgeregierungen ernten? Und nicht zuletzt: Wie ist progressives Regieren im 21. Jahrhundert möglich – und wie bringt man die europäischen Sozialdemokratien wieder nach vorne. Es gibt wahrscheinlich kaum einen besseren Gesprächspartner für all diese Themen als Wolfgang Schmidt, dem Weggefährten von Olaf Scholz, Kanzleramtsminister der Ampelkoalition und vormaligen Staatssekretär im deutschen Bundesfinanzministerium. Wolfgang Schmidt (* 23. September 1970 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD). Von 2021 bis 2025 war er Bundesminister für besondere Aufgaben und als solcher Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion war er außerdem Beauftragter für die Nachrichtendienste des Bundes. Von März 2011 bis März 2018 war Schmidt Staatsrat der Senatskanzlei Hamburg und Bevollmächtigter der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, bei der Europäischen Union und für Auswärtige Angelegenheiten und im Anschluss bis Dezember 2021 Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Moderation:Robert Misik, Autor und Journalist

    1 hr
  5. MAR 25

    Reyna-Ganteaume, de Alba & Virgil: WHAT NEXT FOR VENEZUELA UNDER THE “DONROE DOCTRINE”?

    Irene Horejs in conversation with Mariano de Alba, Feliciano Reyna-Ganteaume, Roxanna Virgil WHAT NEXT FOR VENEZUELA UNDER THE “DONROE DOCTRINE”? In cooperation with the Reseach Group Latin America/University of Vienna and Österreichisches Lateinamerika Institut On January 3rd  2026, the US launched a military attack against Venezuela´s capital Caracas and captured president Nicolas Maduro and his wife. Little later, US President Trump announced the detention of Maduro for his alleged involvement in “narco-terrorism”. Underlining somehow the renewed US aspiration for hegemony in the region, he also announced the US would “run” Venezuela, seize its oil exports and manage oil revenues “for the good of the American and the Venezuelan people”. Although clearly in breach of international law, critique of the US attack was rather timid both within the US and among the international community. The EU issued a flaw statement reinstating the need for respect to international law in very general terms and Latin-American countries remained divided on the issue. Many Venezuelans living outside the country reacted joyful in hope for regime change and the end of political repression and the deep humanitarian crisis in the country which had pushed 8 million Venezuelan into exile, mostly in neighboring countries and the US. Yet, President Trump sidelined Peace Nobel Prize winner Maria Corina Machado and Delcy Rodriguez, Vicepresident of Nicolas Maduro was sworn as Venezuela’s new president leaving the government of the country largely unchanged and many questions about the US plans for Venezuela so far without clear answers. What comes next for Venezuela – is there any hope for regime change, for political prisoners, for humanitarian relief and economic recovery? What does this renewed hegemonic US policy – called by some “the Donroe-doctorine” mean for the region, in particular for “Venezuela´s allied like Cuba and Nicaragua? Panelists: Roxana Vigil, international affairs fellow at the Council on Foreign Relations, former director for Andean affairs at the National Security Council, Washington, online  Mariano de Alba, Venezuelan lawyer specialized in international law Associate Fellow at the International Institute for Strategic Studies, London; former expert on Venezuela for the International Crisis Group. Feliciano Reyna-Ganteaume, Venezuelan human rights activist, member of the coordination platform of humanitarian NGOs and co-author of various reports on the human rights situation in Venezuela for the UN Human Rights Council Moderator:Irene Horejs, Former EU Ambassador, curator at the Bruno Kreisky Forum specialized on Africa and Latinamerica as well as development and humanitarian policy

    1h 9m
  6. MAR 23

    Zsófia Bán & Zoltán Ádám: HUNGARY - LAST CALL FOR THE ELECTORAL AUTOCRACY?

    Cathrin Kahlweit in conversation with Zsófia Bán and Zoltán Ádám HUNGARY: LAST CALL FOR THE ELECTORAL AUTOCRACY?   On the evening of April 12th Viktor Orbán will know whether he won the parliamentary elections in Hungary for the fifth time in a row. Although the polls show his main challenger Péter Magyar in the lead, many foreign experts and Hungarians themselves are sceptical: Orbán has changed the country into an electoral autocracy which makes it extremely hard to beat his party, Fidesz, legally. And then: legality is not a moral issue that is on the top of Orbán’s mind. His campaign is based on threats, money and fake news, his opponents speak of blackmail and pressure. Will the Hungarian voters end the era of the long time prime minister? And how are the chances of the country to return to the rule of law, given that Fidesz changed the texture of society, the juridical system, media and science to stay in power? Zsófia Bán, appraised writer, scholar and critic, and  Zoltán Ádám,  political economist at ELTE university with an expertise in regime change and authoritarian populism will talk about the elections and their consequences with Cathrin Kahlweit, specialist on Eastern Europe and long-time Hungary correspondent.   Zsófia Bán, Hungarian writer, essayist, and literary and art critic Zoltán Ádám,political economist with an interest in regime change, democratic backsliding and authoritarian populism; senior research fellow at ELTE Centre for Social Sciences in Budapest, in Sep. 2025 – Feb. 2026 fellow at WIKO Berlin Cathrin Kahlweit, langjährige SZ-Korrespondentin, Publizistin und Moderatorin

    1h 12m
  7. MAR 20

    Erich Follath: MIT DIKTATOREN REDEN

    Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Erich FollathMIT DIKTATOREN REDEN Erich Follath über seine Treffen mit Gewaltherrschern und die Hintergründe ihres Aufstiegs und Falls. Kann man Tyrannei und Mordlust beschreiben? Ihre Ursachen erklären? Erich Follath, fast fünf Jahrzehnte lang Reporter und Auslandskorrespondent von STERN, SPIEGEL und ZEIT, erzählt in seinem neuen Buch von ungewöhnlichen Begegnungen und kontroversen Gesprächen mit einigen der schlimmsten Politikern unserer Zeit. Und auch von den Folgen, mit denen er bei seinen Recherchen persönlich konfrontiert war. So heißt es schon im Vorwort: „Wie ich einmal zum Tode verurteilt wurde – und dreizehn Jahre später mit dem dafür verantwortlichen Tyrannen ein Interview führen konnte.“ Der Täter war Mobutu Sese Seko, der ehemalige Präsident des Kongo. Follath hat Muammar al-Gaddafi in seinem Wüstenzelt besucht, er lauschte einer privaten Gesangseinlage von Imelda Marcos, spielte Schach mit Menachem Begin und erlebte einen Blackout mit Jassir Arafat. Pol Pots Privatsekretär erzählte ihm beim Tee, warum er die Witwe des Massenmörders ehelichte und dessen Tochter großzog. Aber „Alle meine Mörder“ ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von verblüffenden Treffen. Der Autor hat sich auch intensiv mit den Auswirkungen der Tyrannen beschäftigt und hat sich auf die Spuren von Angehörigen der Täter, Weggefährten und Opfern begeben.   Erich Follath war Journalist beim Stern, erlebte als Reporter 1979 den Umsturz im Iran. 1994 wechselte er zum Spiegel, hat 20 Jahre beim STERN und 22 Jahre für den SPIEGEL gearbeitet, seit 2017 schreibt er für DIE ZEIT. Der promovierte Politologe ist Autor zahlreicher Sachbücher, die zu Bestsellern wurden, so „Das Vermächtnis des Dalai Lama“, „Die neuen Großmächte“ und „Jenseits aller Grenzen“. Sein Buch „Alle meine Mörder“ ist soeben im Picus Verlag erschienen. Tessa Szyszkowitz ist Journalistin und Autorin, sie schreibt aus London für den Falter, Tagesspiegel and NZZ am Sonntag. Ihr jüngstes Buch: “Echte Engländer – Britannien und der Brexit” (Picus Verlag, 2018). Sie ist Distinguished Fellow of Rusi, the Royal United Services Institute. Sie wurde mit dem FPA Media Award for Best Story of the Year 2025 ausgezeichnet.

    1h 4m

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Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit. Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften. Der Podcast zur Stunde. Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/

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