Radio Evolve Global- German

  1. Sep 17

    Die Kraft der Einfühlung – Wie können wir uns als Menschen wirklich begegnen?

    Dr. Helga Ehrmann-Falkenau ist Philosophin und arbeitet als Psychotherapeutin mit Schwerpunkt als Traumatherapeutin von Kriegsüberlebenden. Aus dieser Tätigkeit eröffnet sich ihr ein eigener Zugang zu Edith Steins Gedanken zur Einfühlung und zum zwischenmenschlichen Sein. Helga Ehrmann-Falkenau ist eine der Impulsgeberin bei unserer Veranstaltung „Leben mit Licht und Schatten: Grundlagen einer neuen Bewusstseinskultur“ vom 2. bis 4. Oktober in Linz. In diesem Gespräch vertiefen wir das Verständnis der Einfühlung und der Liebe in der Mystik Edith Steins, in der konkreten therapeutischen Praxis und in tieferen Möglichkeiten der Gemeinschaftsbildung. Über die Vertiefung unseres zwischenmenschlichen Seins schreibt Helga Ehrmann-Falkenau: „Für Edith Stein ist klar: Als Menschen brauchen wir die Beziehung zueinander, um uns in unserer Personalität zu entfalten. Einfühlung als direkter ganzheitlicher Zugang zum anderen ist dabei der Weg. Im wechselseitigen Verstehen in den Dimensionen zwischen Ich und Du sind wir als Individuen in der Lage, wahrhaft Gemeinschaft zu bilden. Edith Steins Blick auf das zwischenmenschliche Sein hat sich im Laufe ihres Lebens und Denkens erweitert und vertieft: von ihrer frühen Phänomenologie der Einfühlung, über ihr Verständnis von Gemeinschaft als Abbild der inneren Liebe Gottes, bis hin zur christlichen Nächstenliebe und Kreuzesliebe, dem freien Sein für andere in ihrem Spätwerk. Es zeigt sich auch, dass für Stein das phänomenologische Hinschauen auf das Wesen dessen, was sich uns zur Erkenntnis gibt, Fortsetzung und Vertiefung in der religiösen Kontemplation der Mystik findet.“

  2. Sep 3

    Wir sind auf Göttliches angelegt – Edith Steins philosophische Mystik

    Edith Stein war Philosophin und Mystikerin, und ihr Lebensweg, der gewaltsam in Auschwitz endete, zeugt vom Licht und Dunkel ihrer Zeit. In ihrem Denken und ihren mystischen Schriften hat sie sich intensiv mit Licht und Dunkel auf dem Weg der Gottessuche befasst. Prof. Dr. Hanna Barbara Gerl-Falkovitz ist eine profilierte Kennerin des Lebens und Denkens von Edith Stein. In diesem Gespräch, das wir für die evolve Ausgabe zum Thema „Leben mit Licht und Schatten: Grundlagen einer neuen Bewusstseinskultur“ geführt haben, vertiefen wir Edith Steins Gedanken und Erfahrungen zur dunklen Nacht, der Bedeutung der Person und dem ewigen Sein. Dieses ewige Sein fasst Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz so: „Was ich an mir und bei anderen als vergänglich, vordergründig, unausgereift erlebe, misst sich an einem vollen, in sich erfüllten Sein. Edith Stein spricht von einem Dasein aus Fülle, das uns mit dem Göttlichen verbindet: Wir sind auf Göttliches angelegt. Das öffnet zur lebendigen Erfahrung: Nicht nur wir, nicht nur die anderen, nicht nur die Welt, nicht nur die Schönheit einer Kultur ergreifen uns, sondern ein Du im Sinne von ‚Ich bin, der ich bin.‘“ evolve Ausgabe zum Thema „Leben mit Licht und Schatten: Grundlagen einer neuen Bewusstseinskultur“: www.evolve-world.org/ausgabe/leben-mit-licht-und-schatten Herbstakademie zum Thema „Leben mit Licht und Schatten: Grundlagen einer neuen Bewusstseinskultur“: www.evolve-world.org/programs/herbstakademie-2026

  3. Aug 13

    Zwischen Missbrauch und Wiederverzauberung

    Spiritualität als Frage der Unterscheidungskraft Im Nationalsozialismus wurden Mythen und Spiritualität vielfach missbraucht und auch heute können findet sich dieser Missbrauch in manchen Formen der New-Age-Szene. Gleichzeitig verhindert ein reduktionistischer Rationalismus einen positiven Bezug zu spirituellen Erfahrungen und Mythen. Der Filmemacher Rüdiger Sünner bewegt sich mit seinen Filmen forschend in diesem Spannungsfeld. Darüber reflektiert er in seinem neuen autobiografischen Buch „Nach der Schwarzen Sonne: Vom dunklen Mythos zur Wiederverzauberung der Welt“. Für Rüdiger Sünner ist deshalb im Umgang mit Spiritualität und Mythen die Entwicklung unserer Unterscheidungskraft besonders wichtig. In einem Interview für de aktuelle Ausgabe von evolve zum Thema „Leben mit Licht und Schatten: Grundlagen einer neuen Bewusstseinskultur“ sagt er: „Was aber fehlt, ist ein Differenzierungsvermögen. Wo entgleisen Esoterik, Spiritualität und Mythologie? Wo entsteht aus einem positiven Wissen, aus einer Weisheitstradition eine krude Verstörungstheorie oder eine politische Ideologie mit Rassismus oder Antisemitismus? Wir haben als Gesellschaft dafür keine Instrumente, deshalb haben wir Angst vor der emotionalen Kraft der Spiritualität, die den Verstand unterwandern könnte. Uns fehlen diese feinen Instrumente, um zu unterscheiden, wo das Kostbare ist, das Wertvolle, das Emanzipatorische, und wo es in Gefahrenzonen kippt. Das wird nicht an der Schule, nicht an Unis, nicht in den Medien gelehrt.“ In Radio evolve sprechen wir mit Rüdiger Sünner über seine Auseinandersetzung mit den dunkeln und lichten Aspekten von Spiritualität, den Werdegang seiner Filme und darüber, wie wir unsere Unterscheidungskraft im Umgang mit Spiritualität und Mythologie schulen und schärfen können. Die aktuelle Ausgabe von evolve zum Thema „Leben mit Licht und Schatten: Grundlagen einer neuen Bewusstseinskultur“: www.evolve-world.org/de/ausgabe/leben-mit-licht-und-schatten

  4. Aug 6

    Die Kraft der Demut

    In dieser Woche bringen wir in Radio evolve ein Gespräch mit dem Benediktinerpater und Autor Anselm Grün, das bei der Arbeit an unserer evolve-Ausgabe 49 „Die Kraft der Demut“ entstanden ist. Für Anselm Grün umfasst die Demut den Mut zu dienen und den Mut, in die Tiefen unserer Menschlichkeit hinabzusteigen, und uns nicht über andere zu erheben: „Das deutsche Wort Demut kommt von Dienmut, also dem Mut zu dienen. Dienen heißt für mich nicht, sich klein zu machen, sondern zu dienen im Sinne des griechischen Wortes diakonein, was meint, dem Leben zu dienen, Leben hervorzulocken bei den Menschen, im anderen das Leben sehen und fördern. Das lateinische Wort humilitas kommt von Humus, Erde. Demut ist also auch der Mut, hinabzusteigen in die eigene Erdhaftigkeit und Menschlichkeit. Das bedeutet, dass ich mit beiden Füßen auf der Erde stehe und nicht abhebe. Viele Menschen sind heute in Gefahr, nach außen ein großes Selbstbild zu zelebrieren. Demut ist in der Beziehung zu Gott wichtig, weil manche Menschen in Gefahr sind, Spiritualität zu missbrauchen, um sich über andere Menschen zu stellen. Psychologen sagen, die große Gefahr der Spiritualität ist die Flucht in die Grandiosität, sich also als etwas Besonderes zu fühlen: »Ich habe ganz tiefe spirituelle Erfahrungen.« In der Demut kann ich nüchtern reflektieren, wo meine eigenen Projektionen sind und wo ich eine wirkliche Erfahrung mache. Über eine wirkliche Gotteserfahrung kann man nur ganz leise und vorsichtig sprechen, man sollte sie nicht herausposaunen. Deswegen ist die Demut ein wichtiges Korrektiv bei tiefen spirituellen Erfahrungen. Wenn man solche Erfahrungen für sich selber benutzt und sich als etwas Besonderes fühlt, dann ist das keine wirkliche Spiritualität.“ evolve-Ausgabe „Die Kraft der Demut“: https://www.evolve-world.org/ausgabe/die-kraft-der-demut Unser Radio evolve Archiv mit über 600 Sendungen: www.evolve-world.org/radio-evolve www.youtube.com/@radioevolve7543

  5. Jul 16

    Leben, Sterben und Neugeburt

    Am 12. Juli feierte Bruder David Steindl-Rast seinen 100. Geburtstag. Er blickt auf ein Leben spiritueller Versenkung und unermüdlicher Vermittlung der Essenz des Göttlichen zurück. Darin schöpft er aus der Kraft des Lebens, die für ihn auch das Sterben umfasst. Aus Anlass seines Geburtstages bringen wir diese Woche in Radio evolve ein Gespräch zwischen Thomas Steninger und Bruder David, das 2024 bei der Arbeit an unserer evolve-Ausgabe 41 zum Thema „Leben, Tod und Transformation“ entstand. Darin spricht Bruder David unter anderem über den Unterschied zwischen Tod und dem Sterben, das zu unserem Leben im umfassenderen Sinne dazugehört: „Auf persönlicher Ebene sterben wir nicht nur einmal im Leben, es ist ein Prozess, den wir immer wieder vollziehen müssen. Je älter man wird, umso öfter ist man schon gestorben. Und das ist keine blumige Formulierung, sondern schmerzliche Wirklichkeit. Du bist sicher auch schon oft gestorben. Durch diese vielen Prozesse des Sterbens lernen wir etwas sehr Wichtiges, um eine richtige Haltung zum allgemeinen Sterben zu finden. Jedes Mal, wenn solch ein Sterben bevorsteht, sträuben wir uns dagegen. Wenn ich in meinem Leben mit dem Sterben konfrontiert bin, stoße ich zunächst auf einen Widerstand. Ich erfahre aber auch, dass ich diesen Widerstand lösen kann, indem ich dem Leben in mir vertraue – zu dem auch das Sterben gehört. Es hat sich unzählige Male in meinem Leben erwiesen, dass dieses Sterben zu einer Neugeburt führt. Erst sieht es aus, als ob es das Ende wäre. Wenn ich aber dem Leben vertraue und mitgehe mit diesem Prozess des Sterbens, dann habe ich immer wieder eine Neugeburt erlebt. Etwas ganz Neues ist entstanden, das besser und lebendiger war als das Alte.“ evolve 41 zum Thema „Leben, Tod und Transformation“: https://www.evolve-world.org/ausgabe/leben-tod

  6. Jun 25

    Auf dem Weg zu einer globalen Identität

    Wie kann Achtsamkeit unseren Umgang mit der Erde verändern? Die Psychologin Dr. Laura Loy arbeitet mit im Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/Schulkultur“ an der Uni Leipzig. Ein Aspekt ihrer Forschung ist die Frage wie sich Übungen der Achtsamkeit auf unser ökologisches Bewusstsein und Verhalten auswirken. Dabei spricht sie von der Möglichkeit, auch durch solche meditativen Praxisformen eine globale Identität zu kultivieren. Darüber sagt sie: „Eine globale Identität bedeutet Identifikation, Verbundenheit und Solidarität mit Menschen auf der ganzen Welt. Mein Gedanke war folgender: Da der Klimawandel eine globale Krise ist, die die ganze Menschheit betrifft und nur durch weltweite gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden kann, braucht es vielleicht eine solche globale Identität, um dieser Krise engagiert zu begegnen. In meinen Befragungen hat sich dann gezeigt, dass Menschen sich mehr für Klimaschutz einsetzen, je stärker ihre globale Identität ausgeprägt ist. Daher wollte ich im nächsten Schritt herausfinden, wie eine globale Identität entsteht oder gestärkt werden kann. Ich habe überlegt, wo mir im Alltag die Idee einer globalen Verbundenheit begegnet. Und da fielen mir Yogastunden ein (ich praktiziere schon seit vielen Jahren begeistert Yoga!). Darin sprachen Lehrer:innen manchmal über die buddhistische Philosophie, in der alles mit allem verbunden ist. Außerdem lernte ich die sogenannte Metta-Meditation kennen, in der man explizit übt, Mitgefühl und Verbundenheit mit allen Menschen zu empfinden.“ In Radio evolve sprechen wir mit Laura Loy darüber, wie wir auch durch Achtsamkeit und Meditation eine solche globale Identität entwickeln können und warum das heute dringend notwendig ist. Am 10./11. September wird Laura Loy ihre Forschungen bei der Konferenz „Achtsamkeit in der Bildung“ an der Uni Leipzig präsenteren: https://www.zls.uni-leipzig.de/konferenz-abik

  7. Jun 11

    Die relationale Wende in der Wissenschaft

    Im Beziehungsgeflecht des Lebens Was können wir von der Welt wissen und wie wird uns Wissen eigentlich zugänglich? Der Religionswissenschaftler Kocku von Stuckrad sieht eine dringend notwendige relationale Wende in den Wissenschaften, die auf Teilhabe und einem neuen Miteinander beruht, es könnte gar eine „poetische Wissenschaft“ sein. In seinem Buch „Nach der Ausbeutung“ schreibt er: „Immer häufiger stehen Wissenschaftler vor dem Problem, dass sich in den wissenschaftlichen Theoriebildungen selber der Schwerpunkt von Objektivität zu Intersubjektivität bewegt, von Beobachtung zu Teilhabe und von Isolation zu Relationalität, also einem Beziehungsgeflecht. Zunehmend setzt sich die Einsicht durch, dass unser Wissen nur möglich ist, weil wir von der Welt sind. Unser Sein und unsere Erkenntnis gehören untrennbar zusammen, und deshalb haben auch unsere Emotionen einen festen Platz im Gefüge des Wissens.“ Für Stuckrad eröffnet sich hier ein „Mitweltwissen“ – „ein Wissen, das relational ist und mit der Welt entsteht. Es gibt hier kein Zentrum, sondern Knotenpunkte von Teilhabenden, die nur zusammen Wissen entstehen lassen.“ Nach Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bremen, Erfurt, Bayreuth und Amsterdam ist Kocku von Stuckrad seit 2009 Professor für Religionswissenschaft an der Universität Groningen. In Radio evolve sprechen wir über erweiterte Formen des Wissens und deren Relevanz für eine Antwort auf die gegenwärtigen Krisen. Unser Radio evolve Archiv mit über 600 Sendungen: www.evolve-world.org/radio-evolve www.youtube.com/@radioevolve7543

  8. May 28

    Aus dem Herzen leben - Eine Ökologie der Liebe

    „Leben ist das, was Leben spendet. Das gilt für die Natur, aber ebenso für uns selbst. Wir tragen den Schlüssel zur lebendigen Wirklichkeit immer in uns, weil wir selbst aus ihr gemacht sind. Während ökologisches Denken oft versucht, Strukturen und Beziehungen rational zu verstehen, existieren wir bereits im Zentrum des Lebens. In uns gibt es einen Ort, an dem wir wissen, was gut für dieses Leben ist – für unser eigenes und für das aller Wesen in der Biosphäre. Dieser Ort ist das Herz“, so beschreibt der Biologe und Philosoph Andreas Weber das Herz als Erkenntnisorgan der Liebe und Lebendigkeit. In diesem Gespräch, das wir während des Heiligenfeld-Kongresses im Mai 2026 in Bad Kissingen aufgenommen haben, erforscht Andreas Weber, wie sich die Wahrnehmung der allumfassenden Lebendigkeit mit der Liebesmystik der Sufi-Tradition verbindet: „Das Herz ist die Quelle, aus der sich Leben ausschenkt, und zugleich unser intimstes Selbst. Aus Sicht einer poetischen Ökologie ist das biologische Organ untrennbar mit seiner innerlich erfahrbaren Bedeutung verknüpft. Biologisch versorgt das Herz autonom, ohne äußere Steuerung, unseren Körper sechzig Mal in der Minute mit Blut und Sauerstoff. Es gibt de facto beständig das Geschenk des Lebens. Innerlich ist es der Ort, an dem wir die Liebe kennen, die immer ein Geschenk des Lebens ist. Darum begegnet uns das Herz auch in jeder Blume. Die Sufis sagen: ‚Es ist so groß wie das Universum.‘“ Info: www.autor-andreas-weber.de Unser Radio evolve Archiv mit über 600 Sendungen: www.evolve-world.org/radio-evolve www.youtube.com/@radioevolve7543

  9. Apr 2

    Auf die Dinge warten können

    Einblicke in den Daoismus und das chinesische Denken „Zunächst einmal müssen wir unser Herz, unsere Intentionen, unser Bewusstsein, auch unsere vorgefassten Meinungen leeren, um auf Dinge, wie sie auftreten, wie sie hervorkommen, wie sie sich zeigen, warten zu können. Also nicht die Dinge überfallen, sondern auf die Dinge warten zu können, um sie hervortreten zu lassen.“ So beschreibt Fabian Heubel die Bedeutung des Atems im daoistischen Denken. In seinem Buch „Schlucht und Atemwandel“ erforscht er die Denkbewegungen und die Seinsweise des Daoismus im Spannungsfeld mit der westlichen Philosophie.  Fabian Heubel studierte Sinologie und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der TU Darmstadt. Seit 2001 forscht er am Institut für chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica in Taipeh. Seit 2012 lehrt er klassische und moderne chinesische Philosophie an deutschen Universitäten, zuletzt als Gastprofessor am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. Seine Veröffentlichungen kreisen um daoistische und konfuzianische Philosophie, chinesische Gegenwartsphilosophie, kritische Theorie, Ästhetik und interkulturelle Philosophie mit einem Schwerpunkt auf dem Verhältnis von Antike und Moderne in China und Griechenland. In Radio evolve sprechen wir über Kernelemente des Daoismus auch in ihrer lebenspraktischen Bedeutung und ihre Relevanz für unsere heutige Zeit. Unser Radio evolve Archiv mit über 600 Sendungen: www.evolve-world.org/radio-evolve www.youtube.com/@radioevolve7543

  10. Mar 5

    Zwischen Meditationskissen und Sitzblockade

    Wie kommen innerer und äußerer Wandel zusammen? Timo Kassel interessierte sich schon früh für Spiritualität und inneren Wandel, engagierte sich aber auch für die Transformation unserer Gesellschaft. In seiner Arbeit bringt er Spiritualität und Aktivismus zusammen. Timo begleitet Menschen aus sozialen Bewegungen mit Coaching und Moderation. Als Facilitator gibt er Seminare & Workshops, wie z. B. beim „Weltschmerz Lab“. Über sein Engagement zwischen innerem und äußerem Wandel sagt er: „Manchmal fühlt es sich an, dass ich in zwei Welten lebe. Die Welt der Meditationskissen und die Welt des politischen Aktivseins sind häufig voneinander getrennt und mit Klischees und Vorurteilen behaftet. Es ist ein Weg für mich geworden, diese Welten und die Menschen, die damit verbunden sind, in Kontakt zu bringen, um Brücken zu schlagen. Beide Teile sind wichtig und haben so viel Wertvolles, aber auch ihre Schattenseiten, wenn sie voneinander getrennt bleiben.“ In Radio evolve sprechen wir mit Timo Kassel über die wichtigen Beiträge und die Schattenseiten von Spiritualität und Aktivismus und wie beides integriert werden kann. Wir untersuchen, was ein regenerativer Ansatz von Aktivismus sein kann und wie wir alle zum Wandel beitragen können. Und wir sprechen über das Anliegen des Emerge Festivals vom 19. bis 26. Juni, das Timo mitorganisiert. Mehr Info: www.timokassel.de https://livingfuture.community/ https://livingfuture.community/emerge-festival/ Unser Radio evolve Archiv mit über 600 Sendungen: www.evolve-world.org/radio-evolve www.youtube.com/@radioevolve7543

  11. 12/11/2025

    Aufstand der Jugend Wie wir einander zum Leuchten bringen

    Mike Kauschke im Dialog mit Simon Marian Hoffmann (Simon Courtier)   Als Künstler und Aktivist setzt sich Simon Marian Hoffmann dafür ein, dass die Bildung junger Menschen neu gedacht und gestaltet wird. Er fordert Räume des Mitgestaltens für junge Menschen und schafft Orte des schöpferischen Miteinanders für junge Menschen und im Dialog der Generationen. Und er plädiert für einen Aufstand der Jugend. Dazu erklärt er im Gespräch für Radio evolve: „Die Jugend kommt neu in die Gesellschaft. Sie kommt mit einem unverbrauchten Blick. Die Jugend sieht von außen Dinge, die wir nicht mehr sehen: Warum gibt es Obdachlose? Warum gibt es die Armen und die Reichen? Warum gibt es den Klimawandel, warum zerstören wir unsere Erde, warum gibt es Kriege? Aus diesen Fragen setzen sich junge Menschen dafür ein, dass es anders wird. Die Jugend bringt das Neue auf die Welt, neue Ideen und Inspirationen. Wir als Gesellschaft könnten die Jugend als Transformationsquelle nutzen und erkennen, dass sie eine bestimmte Aufgabe hat. Ein junger Mensch hat die Aufgabe, die Gesellschaft zu verändern.“ In unserem Radio evolve Gespräch erforschen wir diese Kraft der Jugend und wie wir ihr Raum geben können, egal wie alt wir sind. Und wir sprechen darüber, wie die Generationen in einem ko-kreativen Dialog lernen können, einander zum Leuchten zu bringen.   Die evolve Ausgabe zum Thema „Die Flamme weitergeben: Kultureller Wandel zwischen den Generationen“:  www.evolve-world.org/de/ausgabe/die-flamme-weitergeben Mehr über Simon Marian Hoffmann: www.simon-marian-hoffmann.com www.bildungsgang.de www.bildungsbrief.de www.Uniartcity.org www.courtier-art.com