re:trace Podcast

re:trace

Das ist der Podcast zur Augmented Reality App "re:trace - Koloniale Spuren im Rheinland." Wir sprechen über Kolonialismus, Erinnerungskultur und Augmented Reality (AR). Wie prägen koloniale Spuren unsere Städte und unser Leben bis heute? Welche Möglichkeiten und Herausforderungen bietet AR, um die koloniale Vergangenheit sichtbar zu machen? Mit Gästen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Stadtverwaltung schaffen wir Raum für unterschiedliche Perspektiven. Folge uns hier und auf Instagram unter retrace_colonialism, um keine Folge zu verpassen.

Episodes

  1. Koloniale Netzwerke der Wirtschaftselite in NRW mit Historiker Lukas Sievert

    FEB 12

    Koloniale Netzwerke der Wirtschaftselite in NRW mit Historiker Lukas Sievert

    #10: Warum gründete sich 1881 in Düsseldorf der „Westdeutsche Verein für Kolonisation und Export“? Welche Rolle spielten einflussreiche Unternehmer, Politiker und Kirchenvertreter bei der Verbreitung kolonialer Propaganda – und welche Spuren hinterließen ihre Unternehmungen und Ideologien? In dieser Folge spricht Lukas Sievert über sein Forschungsprojekt „Düsseldorfer Kolonialgeschichte“: Frühe Netzwerke: Wie die rheinische Wirtschaftselite im 19. Jahrhundert, schon vor dem Start der deutschen Kolonialherrschaft 1884, kolonialpolitischen Einfluss nahm.Ideologien & Interessen: Welche Hoffnungen, ökonomischen Ziele und rassistischen Narrative hinter den Bestrebungen standen.Langfristige Folgen: Warum die Auswirkungen des Kolonialismus weit über die offizielle deutsche Kolonialzeit (1884–1919) hinausreichen.Quellen  Lukas Sievert: „Düsseldorfer Kolonialgeschichte – Ein Projekt zur Erforschung der kolonialen Vergangenheit vor Ort“ inkl. Mitgliedsliste des Westdeutschen Vereins für Colonisation und Export. https://www.philo.hhu.de/fakultaet-1/wissenschaftskommunikation/duesseldorfer-kolonialgeschichteHistorischer Zeitungsbericht „Die Bildung des Westdeutschen Vereins für Colonisation und Export“, Kölnische Zeitung 30.1.1881 https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/10932275?query=Verein+für+ColonisationForschungsprojekt „Koloniale Verbindungen. Düsseldorf / Dschang – Rheinland / Grasland“ der Abteilung Globalgeschichte, HHU Düsseldorf http://deutschland-postkolonial.deAngelka Epple: „Globale Machtverhältnisse, lokale Verflechtungen. Die Berliner Kongokonferenz, Solingen und das Hinterland des kolonialen Waffenhandels“. In: Dejung C, Lengwiler M, eds. Ränder der Moderne. Köln: Böhlau Verlag GmbH & Cie; 2015: 65-91.

    47 min
  2. Kunstwerk „Rest“ als Zeichen des Widerstands – mit Nando Nkrumah

    06/15/2025

    Kunstwerk „Rest“ als Zeichen des Widerstands – mit Nando Nkrumah

    #9: Der Künstler Nando Nkrumah spricht mit uns über seine digitale Intervention Rest, die als Beitrag zum re:trace Projekt entstanden ist. Gemeinsam diskutieren wir, wie Kunst, Augmented Reality und Erinnerungskultur zusammenwirken – als Mittel des Empowerments, der Dekolonisierung und der politischen Intervention. Nando Nkrumah berichtet außerdem von seinen früheren Projekten, darunter ARbotage und Our Story, einer künstlerischen Intervention am Schloss Charlottenburg in Berlin. Kapitel (00:00:00) Begrüßung und Vorstellung (00:03:43) Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl (00:12:16) Das Kunstwerk „Rest“ (00:17:16 Elemente und Symbolik der AR-Intervention (00:23:16) Die Deutzer Werft als Erinnerungsort (00:37:44) Weitere Projekte: Our Story und ARbotage (01:10:45) Kunstwerk Conversations im Rautenstrauch Joest Museum (01:13:30) Wünsche und Visionen für die Zukunft Hinweise & Links Nando Nkrumah’s Website: https://nkrumah.de/Ausstellung Heute schon Morgen, Max Ernst Museum Brühl: https://maxernstmuseum.lvr.de/de/ausstellungen_1/rueckblick/leonora_carrington_saal.htmlTricia Hersey – Rest is Resistance: http://www.triciahersey.com/Intervention Our Story am Reiterdenkmal Charlottenburg: https://www.spsg.de/blog/article/2023/07/21/ich-nutze-meine-kunst-um-mauern-und-barrieren-zu-durchbrechenARbotage Projekt: https://nkrumah.de/project/arbotageConversations im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln: https://nkrumah.de/project/conversationsEdouard Manet: Olympia Credits Der re:trace Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: Kairi von Audiorezout.

    1h 18m
  3. Living Monument – mit Muningandu Hoveka und Gift Uzera

    06/04/2025

    Living Monument – mit Muningandu Hoveka und Gift Uzera

    #8: Multidisciplinary artist Muningandu Hoveka and performer Gift Uzera discuss their work in exploring cultural heritage and social change through performance, theater, music, poetry and film. The conversation delves into their collaborative performance for re:trace, which uses Augmented Reality to address decolonial resistance, cultural traditions and the concept of “Living Monuments”. They share inspiration from past performances, such as 'Man of War: Leave My House,' and reflect on the role of oral history, the impact of patriarchal structures, and the complexities of translating live performances into virtual spaces. The episode ends with a look at how their art bridges contemporary sociopolitical and environmental concerns in Namibia. (00:00) Introduction(03:40) The Performance MO(NU)MENT for re:trace(04:11) Exploring Cultural Resistance and Identity(07:31) The Concept of Living Monuments(09:58) Traditions and Contemporary Influences in Namibia(14:16) Challenging Patriarchal Structures(15:11) The "Man of War: Leave My House" Performance(25:43) Namibian Identity and Diversity(28:46) Translating Live Performance to Virtual 3D Space(32:06) Namibia's Colonial Past and Oral History(37:14) The Role of German Memory Culture(44:50) Tourism and Cultural Exploitation(49:45) Queer and Feminist Approaches in Art(52:54) Future Outlook for “The [ ] Project” Links & Notes: Artist Collective: The [ ] Project - https://www.instagram.com/the_project_nam/?hl=de“Man of War: Leave my House” - https://www.nicolabrandt.com/man-of-war-leave-my-house/“Unbound”, Berlin global village competition entry - https://www.berlin-global-village.de/de/dekoloniales-denkzeichen/digitale-ausstellung/unbound/Reiterdenkmal Windhoek - https://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Zeller-Reiterdenkmal-1912.htmHoffmann, Anette: “Listening to Colonial History. Echoes of coercive knowledge production in historical sound recordings from Southern Africa”Namibia’s first president, Sam Nujoma, is often referred to as the “Founding Father“.Curt von Francois - https://de.wikipedia.org/wiki/Curt_von_François This podcast is sponsored by the Ministry of Culture and Science of the State of North Rhine-Westphalia. Music: "Kairi" by Audiorezout

    56 min
  4. Völkerschauen: Aufarbeitung und Kontinuitäten - mit Hilke Thode-Arora

    03/30/2025

    Völkerschauen: Aufarbeitung und Kontinuitäten - mit Hilke Thode-Arora

    #7: In dieser Folge des re:trace Podcasts sprechen wir mit Dr. Hilke Thode-Arora, Wissenschaftlerin und Kuratorin des Museums Fünf Kontinente in München, über das historische Phänomen der Völkerschauen. Diese Veranstaltungen, die Menschen aus kolonisierten Ländern oft unter fragwürdigen Bedingungen nach Europa holten, um dort zur Schau gestellt zu werden, beleuchtet Frau Thode-Arora aus einer wissenschaftlichen und persönlichen Perspektive. Sie diskutiert die unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmenden, ihre eigenen Forschungen und Begegnungen mit Nachfahren sowie die Parallelen zu heutigen kulturellen Darstellungen im Tourismus. Besonderes Augenmerk wird auf die Agency und die individuellen Geschichten der Völkerschau-Darsteller*innen gelegt. Abschließend behandelt sie ihre Erfahrung mit Objekten, die von Völkerschauen in Museen verblieben sind. (00:20) Einführung und Vorstellung(03:18) Abraham Ulrikab(09:24) Hersi Ege Gorsi(13:06) Samoa Völkerschauen und ‘From Samoa with Love?’(19:15) Agency(24:30) Provenienz von Objekten aus Völkerschauen(27:11) Nachfahren von Völkerschaudarsteller*innen(33:18) Völkerschauen und ihre Aufarbeitung heute(39:33) Schlussworte Quellen: Hilke Thode-Arora (Hrsg.): From Samoa with Love?: Samoa-Völkerschauen im Deutschen Kaiserreich – eine Spurensuche. 2014 München Foto von Hilke Thode-Arora: Nicolai Kästner, Museum Fünf Kontinente Musik: "Kairi" von Audiorezout Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

    41 min
  5. Völkerschauen: Exotisierende Unterhaltungskultur - mit Clemens Radauer

    03/02/2025

    Völkerschauen: Exotisierende Unterhaltungskultur - mit Clemens Radauer

    #6: Fabian Lipki spricht mit Clemens Radauer über das Phänomen der Völkerschauen, eine Form exotisierender Unterhaltung während der Kolonialzeit. Clemens Radauer, ein Kulturanthropologe mit einer der größten Sammlungen von Materialien zu Völkerschauen, erläutert die historischen Hintergründe, den kommerziellen und kolonialen Kontext sowie die vielschichtigen Erfahrungen der Darsteller*innen, sowohl negativ, als auch positiv. (00:00) Einleitung und Vorstellung (01:08) Was sind Völkerschauen? (03:51) Die Sammlung Radauer (05:33) Was wurde bei Völkerschauen gezeigt? (07:21) Wer organisierte Völkerschauen? (08:40) Rekrutierung und Behandlung der Darsteller*innen (11:27) Die Beziehung zwischen Darsteller*innen und Publikum (14:32) Ungleiche Machtverhältnisse (17:58) Was machte Völkerschauen so populär? (24:06) Veranstaltungsorte (26:10) Entertainer*innen oder Alltagsmenschen? (27:14) Erfahrungsberichte der Darsteller*innen (29:51) Das Ende der Völkerschauen (36:32) Subalterne als Darstellerinnen (42:29) Abschließende Gedanken Quellen und Verweise: Clemens Radauers Sammlung zum Phänomen der Völkerschauen: https://humanzoos.net/ Das erwähnte Interview mit Samatar Hirsi, einem Nachfahren des Völkerschau-Darstellers Hersi Egeh Gorseh aus Somalia, kann in “Menschen anSchauen. Selbst- und Fremdinszenierung in Dresdner Menschenausstellungen” von Christina Ludwig, Andrea Rudolph, Thomas Steller und Volker Strähle nachgelesen werden. Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: "Kairi" von Audiorezout

    47 min
  6. Deutsche Kolonialverbrechen und antikolonialer Widerstand in Kamerun mit Dr. Richard Tsogang Fossi

    02/09/2025

    Deutsche Kolonialverbrechen und antikolonialer Widerstand in Kamerun mit Dr. Richard Tsogang Fossi

    #5 In dieser Folge des re:trace-Podcasts unterhält sich Jens Fehrenbacher mit Dr. Richard Tsogang Fossi, der an der TU Berlin und der Universität Dschang zu kamerunisch-deutscher Kolonialgeschichte forscht. Sie diskutieren über die koloniale Ausbeutung der Kolonie Kamerun, den Widerstand der lokalen Bevölkerung und heutige Nachwirkungen der Kolonialzeit. Der Podcast befasst sich mit Richards Arbeit zur Dokumentation des kolonialen Erbes in deutschen Museen, den unterschiedlichen Darstellungen der Kolonialgeschichte in globalen Schulbüchern und der anhaltenden wirtschaftlichen Ausbeutung.   (00:22) Vorstellung von Richard Tsogang Fossi (02:01) Deutsche Kolonialgeschichte in Lehrbüchern der ehemaligen Kolonien (06:15) Widerstand gegen die koloniale Unterdrückung (13:47) Kolonialkriege als Expeditionen getarnt: Die Rolle von Eugen Zintgraff  (22:57) Geplante Dehumanisierung und Proletarisierung der Bevölkerung (33:10) Heutige Kontinuitäten der wirtschaftlichen Ausbeutung (43:36) Bedeutung von Forschung und Erinnerungsarbeit (50:31) Aktuelle Forschung in Kamerun  Quellen: Assilkinga, Mikaél/Breuer, Lindiwe/Mc. Cornilius Refem, Fogha/Gouaffo, Albert/Hoang, Dieu Ly/LeGall, Yann/Matchinda, Yrine/Meyer, Andrea/Ndumbe III, Prince Kum‘A/Rekacewicz, Philippe/Savoy, Bénédicte/Sprute, Sebastian-Manès/Tsogang Fossi, Richard/Vonderau, Eyke (2023): Atlas der Abwesenheit, arthistoricum.net. doi:10.11588/ARTHISTORICUM.1219.Buchner, Max (1887): Kamerun: Skizzen und Betrachtungen, Leipzig: Duncker & Humblot.Gouaffo, Albert/Tsogang Fossi, Richard (2021): »Kamerun: Ein deutsches Kapitel des globalen Imperialismus«, In: Geiger, Wolfgang/Melber, Henning (Hrsg.): Kritik des deutschen Kolonialismus: postkoloniale Sicht auf Erinnerung und Geschichtsvermittlung, Frankfurt a. M: Brandes & Apsel Weiterführende Literatur: Richard Tsogang Fossi: „Eugen Zintgraff ´s Diary as a Document of Theft and  Destruction of Art Treasures in the Colonial Context”. https://boasblogs.org/dcntr/eugen-zintgraffs-diary/#commentsRichard Tsogang Fossi: « ‚Du bist wie ein Küchlein in mein Haus gekommen, Weißer…‘ Intermediale Erinnerung an eine Männerfreundschaft des deutschen Kolonialismus in Kamerun », in Albert Gouaffo; Stefanie Michels (ed.): Koloniale Verbindungen – Transkulturelle Erinnerungstopografien. Das Rheinland in Deutschland und das Grasland in Kamerun. Bielefeld: Transcript Verlag, 2019, p. 111-130.Jesko von Puttkamer: Gouverneursjahre in KAmerun. Berlin 1912Eugen Zintgraff: Nord-Kamerun. Schilderung der im Auftrage des Auswärtigen Amtes zur Erschließung des nördlichen Hinterlandes von Kamerun während der Jahre 1886–1892 unternommenen Reisen. Berlin, 1895Adolf Rüger, 1968. « Die Duala und die Kolonialmacht 1884-1914. Eine Studie über die historischen Ursprünge des afrikanischen Antikolonialismus », in : Stoecker, Helmuth (ed.), Kamerun unter deutscher Kolonialherrschaft, Bd. 2, Berlin, Verlag der Wissenschaften, 181-257.Eckert, Andreas, 1991. Die Duala und die Kolonialmächte in Kamerun vor dem zweiten Weltkrieg, Münster / Hamburg, Lit-Verlag. Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: Kairi von Audiorezout.

    51 min
  7. Kolonialkriegerdenkmal und Straßenumbenennung in Düsseldorf - mit Tina Adomako und Uwe Kleinert

    12/04/2024

    Kolonialkriegerdenkmal und Straßenumbenennung in Düsseldorf - mit Tina Adomako und Uwe Kleinert

    #4: Jens Fehrenbacher spricht mit Tina Adomako und Uwe Kleinert vom Arbeitskreis "Düsseldorf Postkolonial" über Düsseldorfs koloniales Erbe. Die Diskussionen beinhalten die Umbenennungen von Straßennamen, die Kolonialverbrecher ehrten, den Umgang mit dem Kolonialkriegerdenkmal und die Notwendigkeit eines Erinnerungskonzepts für die postkoloniale Gedächtnisarbeit in der Stadt. Die Gäste betonen, wie koloniale Ideologien und wirtschaftliche Ungleichheiten bis heute nachwirken und stellen Initiativen des Arbeitskreises Düsseldorf Postkolonial vor. (00:00) Intro (00:58) Entstehung des Arbeitskreis Düsseldorf Postkolonial (03:26) Umbenennung von belasteten Straßennamen (11:28) Umgang mit dem Kolonialkriegerdenkmal in Düsseldorf (14:43) Gründung des "Westdeutscher Verein für Colonisation und Export" in Düsseldorf und heutige wirtschaftliche Asymmetrien (20:40) Forderung eines städtischen Erinnerungskonzeptes zur Aufarbeitung der Düsseldorfer Kolonialvergangenheit (23:58) Zusammenfassung und Einladung zur Mitwirkung Weiterführende Links: Zum Arbeitskreis Düsseldorf Postkolonial: https://diasporanrw.net/akteur/arbeitskreisduesseldorf-postkolonial/ https://www.facebook.com/ddorfpostkolonial/?locale=de_DE https://www.instagram.com/duesseldorf.postkolonial/ Zum Projekt der Globalgeschichte der HHU mit zahlreichen Hintergründen zu Kolonialismus in Düsseldorf: http://deutschland-postkolonial.de Infos zu den Straßenumbennungen in Düsseldorf: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt41-203/stadtarchiv/aktuell/200123Abschlussbericht_Strassennamen.pdf#page=193 Davon mit Kolonialem Hintergrund: Hermann-Smeets-Straße, ehem. Wissmannstraße: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung/umbenennung-historisch-belasteter-strassennamen/bv-03-01 Am Auwald, ehem. Woermannstraße: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung/umbenennung-historisch-belasteter-strassennamen/bv-09-05 Auenblick, ehem. Leutweinstraße: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung/umbenennung-historisch-belasteter-strassennamen/bv-09-01 Eisvogelweg, ehem. Petersstraße: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung/umbenennung-historisch-belasteter-strassennamen/bv-09-03 Radschlägerweg, ehem. Schlieffenstraße: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung/umbenennung-historisch-belasteter-strassennamen/bv-06-01 An der Kämpe, ehem. Lüderitzstraße: https://www.duesseldorf.de/vermessung/strassenbenennung/umbenennung-historisch-belasteter-strassennamen/bv-09-02 Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: "Kairi" von Audiorezout

    25 min
  8. Ehemalige Kolonialmetropole Köln – mit Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst

    11/20/2024

    Ehemalige Kolonialmetropole Köln – mit Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst

    #3 In dieser Folge sprechen Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst, Expertin für Kolonialismus im Rheinland, und Darío Morazán über die koloniale Geschichte Kölns und ihre Nachwirkungen. Es geht um die Bedeutung Kölns im deutschen Kolonialismus und Kölns koloniale Spuren, die heute noch sichtbar sind, z.B. der Bismarck-Turm. Wir sprechen außerdem über kolonial belastete Straßennamen und Herausforderungen für deren Umbenennung. Weitere Themen sind die Völkerschauen im 19. Jahrhundert und die Lebensgeschichten, die in der deutschen Geschichtsschreibung wenig Erwähnung finden, z.B. von Henry Smith und Wilhelm Elo Sambo. Abschließend diskutieren sie die Möglichkeiten der Aufarbeitung und Bewusstseinsförderung durch Geschichtspfade und neue Arten von Denkmälern. (00:00) Begrüßung und Vorstellung(01:36) Kölns Kolonialvergangenheit(05:37) Bismarckturm(11:50) Straßennamen mit Kolonialbezug(22:02) “Völkerschauen” in Köln(24:04) Biographien von Jambga und Nayo Bruce(29:58) Henry Smith und Wilhelm Elo Sambo(41:53) Aktivismus und Beteiligungsmöglichkeiten(42:37) Zukünftige Aufarbeitung Hinweis: Die Entscheidung für die Umbenennung der Kölner Gustav-Nachtigal-Straße ist inzwischen gefallen. Bis auf die CDU stimmten alle Parteien für die Umbenennung. Quellenverweise: "Köln und der deutsche Kolonialismus" (2013) von Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst und Anne-Kathrin Horstmann Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: Kairi von Audiorezout.

    47 min
  9. Wie Kolonialismus unsere Wirtschaft bis heute prägt - mit Serge Palasie

    10/17/2024

    Wie Kolonialismus unsere Wirtschaft bis heute prägt - mit Serge Palasie

    #2.2: Im zweiten Teil dieser Folge des re:trace Podcasts spricht Jens Fehrenbacher mit Serge Palasie über die andauernden wirtschaftlichen Auswirkungen des Kolonialismus. Sie beleuchten die Verbindungen zwischen Rassismus und wirtschaftlicher Ausbeutung und diskutieren, wie diese kolonialen Kontinuitäten unsere heutige Gesellschaft und Wirtschaft prägen. Es geht auch um die Kritik an umstrittenen Denkmälern, Vorschläge zur Umbenennung von Straßen sowie die Herausforderungen und Chancen der Dekolonialisierung aus verschiedenen Perspektiven. Dabei wird auf die Möglichkeiten einer gerechteren Welt durch Bewusstseinsbildung und künstlerische Interventionen hingewiesen. Ergänzender Hinweis von Serge Palasie: Rassifizierte Menschen im sogenannten Globalen Norden werden strukturell nach wie vor benachteiligt, etwa im Bereich der Ausbildung oder des Berufes. Die daraus resultierenden Nachteile haben oftmals eine finanzielle Dimension, die auch Auswirkungen auf die durchschnittliche Kaufkraft dieser heterogenen Personengruppe haben kann. Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: "Kairi" von Audiorezout (00:00) Einführung in Teil 2 dieser Folge (00:28) Koloniale Kontinuitäten in der Wirtschaft (00:41) Rassismus und wirtschaftliche Ausbeutung (01:54) Dynamiken zwischen globalem Norden und Süden (04:04) Auswirkungen des Kolonialismus auf die heutige Wirtschaft (07:01) Industrialisierung und Handel mit versklavten Menschen (09:17) Heutige Handelspolitik und Ungleichheit (13:47) Erinnerungskultur und Denkmäler (18:07) Das Fortbestehen von Antisemitismus (18:34) Denkmäler in der deutschen Erinnerungskultur (18:59) Öffentlicher Diskurs und historische Kontextualisierung (20:33) Koloniale Denkmäler und ihre Kontroversen (23:47) Vorschläge zur Kontextualisierung von Denkmälern (27:34) Künstlerischer Kommentar und öffentliche Wahrnehmung (29:49) Herausforderungen bei der Umsetzung von Veränderungen (31:40) Abschließende Gedanken und Ausblicke

    36 min
  10. Kolonialismus und Rassismus in der Bildung - mit Serge Palasie

    10/08/2024

    Kolonialismus und Rassismus in der Bildung - mit Serge Palasie

    #2.1: In dieser zweiteiligen Folge des re:trace Podcasts spricht Jens Fehrenbacher mit Serge Palasie, Fachpromotor für entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit Fokus Afrika, über den Umgang mit Rassismus und Kolonialismus in der Bildungsarbeit. Serge Palasie erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen und seiner Arbeit in Schulen, wo er Schüler*innen für diese wichtigen Themen sensibilisiert. Außerdem geht es darum, wie Kolonialismus und Rassismus historisch zusammenhängen und warum es wichtig ist, den Geschichtsunterricht inhaltlich zu hinterfragen. Die Folge gibt Einblicke, wie ein tieferes Verständnis für die Wurzeln des Rassismus geschaffen werden kann. Hinweis: Nach dem Gespräch hat Serge Palasie angemerkt, dass es wichtig ist, noch einmal zu betonen, dass es aus wissenschaftlicher Sicht keine menschlichen Rassen gibt und race lediglich als soziale Kategorie der Diskriminierung zu Verstehen ist. Wir bemühen uns um eine möglichst diskriminierungsarme Sprache und freuen uns über Hinweise und Feedback. Statt der Formulierung “migrantischer Personengruppen” in Minute 8 wäre etwa “migrantisch-gelesener Personengruppen” angemessener. Quellen und Verweise: Wolfgang Geiger, Henning Melber: Kritik des deutschen Kolonialismus Postkoloniale Sicht auf Erinnerung und Geschichtsvermittlung. https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/56272487-9783955583071-kritik-des-deutschen-kolonialismus Saidyia Hartman: Lose Your Mother. A Journey Along the Atlantic Slave Route. https://us.macmillan.com/books/9780374531157/loseyourmother Bismarck Neu Denken. Ideenwettbewerb zur Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals im Alten Elbpark in Hamburg Broschüre der Vorschläge: https://issuu.com/shmh/docs/230810_1416_brosch_re_neu_digital Urteil der Jury: https://www.shmh.de/wettbewerb-bismarck-denkmal/ Der Vermessene Mensch, Spielfilm von Lars Kraume 2023: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_vermessene_Mensch Schwarze Filmschaffende e.V.: Stellungnahme Schwarze Filmschaffende zu den Anti-Schwarzen Filmen Der vermessene Mensch, Seneca und Helt Super! (17.04.2023) https://www.docdroid.net/lcT0HXj/stellungnahme-schwarze-filmschaffende-deutsch-pdf#page=2 (Abruf 14.06.2024). Arte Doku: Rottet die Bestien aus (2021): https://www.youtube.com/watch?v=eojZW6xo3T8 Dieser Podcast wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Musik: "Kairi" von Audiorezout

    32 min

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