Registergeknister

registergeknister

Der Linguistik-Podcast des Sonderforschungsbereichs 1412 der Humboldt-Universität zu Berlin.

Episodes

  1. 09/16/2025

    Blazer oder Hoodie: Wie soziale Signale unser Sprechen formen.

    Send us a text Was hat die Kleidung unserer Gesprächspartner*innen damit zu tun, wie wir mit ihnen reden?  In dieser Folge sprechen wir mit den Forscherinnen aus dem Projekt C02 des Sonderforschungsbereichs. Sie entwickeln ganz innovative Forschungsansätze im Bereich der experimentellen Phonetik. Wie immer bei uns im Podcast geht es um Register, genauer gesagt darum, wie außersprachliche Faktoren unsere Sprachproduktion beeinflussen. So etwas zu untersuchen, ist überhaupt keine Kleinigkeit, weil erst einmal eine Situation erschaffen werden muss, auf die Proband*innen reagieren können. Dabei ist das menschliche Gehirn äußerst empfindlich für allerlei Details, die einem im Leben begegnen, so wie die Kleidung und das Auftreten des Gegenübers.   Unsere Gäste sind Dr. Stefanie Jannedy (Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft), Dr. Miriam Oschkinat (Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft) und Dr. Melanie Weirich (Friedrich-Schiller-Universität Jena). Weiterführende Literatur: Thomas, E. (2017). Sociophonetics: an introduction. Bloomsbury Publishing.Pompino-Marschall, B. (2020). Einführung in die Phonetik. Walter de Gruyter GmbH & Co KG.Hay, J. (2018). Sociophonetics: The role of words, the role of context, and the role of words in context. Topics in cognitive science, 10(4), 696-706.*** Alles zum SFB 1412 unter https://sfb1412.hu-berlin.de/. Schreibt uns unter podcast.sfb1412@hu-berlin.de. Folgt uns als @sfb1412 oder @sfb1412@fediscience.org. Registergeknister sind: Jordan Chark, Sophia Döring und Peter Schmidt (@code_4_thought). Unser Jingle ist von Daniel Lindenblatt (https://daniellindenblatt.de/). Der SFB 1412 ist gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (416591334).

    48 min
  2. 04/17/2025

    Die slawische Mischsprachen Suržyk und Po naszymu: Abgrenzung oder über Grenzen hinweg?

    Send us a text Beim Thema "Register" denken wir zuerst an etwas, das innerhalb einer Sprache passiert. In Regionen, in denen Sprachen regelmäßig aufeinandertreffen, ist die Lage aber komplexer: Registerunterschiede gehen mit Sprachwechsel einher. In dieser Episode geht es um slawische Mischsprachen (Ukrainisch-Russisch und Polnisch-Tschechisch). Wir gehen der Frage nach, was Sprachwechsel mit Registerwechsel zu tun hat und wie u.a. die politische Situation einen Einfluss auf das Verhalten der Sprecher:innen und ihre Einstellung zur Sprache hat. Prof. Dr. Luka Szucsich, Prof. Dr. Roland Meyer und Olga Buchmüller gehen im Projekt A03 diese Fragen nach und haben auf einiges Antworten gefunden. Literatur zum Thema: Burkard, et al. Sprachmischung - Mischsprachen : Vom Nutzen Und Nachteil Gegenseitiger Sprachbeeinflussung. Berlin ; Bern ; Bruxelles ; New York ; Oxford ; Warszawa ; Wien, 2018. Print. Kieler Forschungen Zur Sprachwissenschaft BV035990663 Band 9. Müller, et al. Code-Switching. Tübingen, 2017. Print. Narr Starter. Flier, M.S., 1998. Surzhyk: The rules of engagement. Harvard Ukrainian Studies, 22, pp.113-136.Peter Trudgill. 2003. A Glossary of Sociolinguistics. Oxford: Oxford University Press, pp. 36, 95-96, 124-125.Trudgill, P., 1992. The Ausbau sociolinguistics of Greece. Plurilinguismes, 4(1), pp.167-191. (Die Formulierung "Kette der gegenseitigen Verständlichkeit" stammt aus Trudgill, 1992)*** Alles zum SFB 1412 unter https://sfb1412.hu-berlin.de/. Schreibt uns unter podcast.sfb1412@hu-berlin.de. Folgt uns als @sfb1412 oder @sfb1412@fediscience.org. Registergeknister sind: Jordan Chark, Sophia Döring und Peter Schmidt (@code_4_thought). Unser Jingle ist von Daniel Lindenblatt (https://daniellindenblatt.de/). Der SFB 1412 ist gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (416591334).

    38 min
  3. 03/30/2025

    Wann genau ist genau genug? Wie unser Weltwissen sprachliche Entscheidungen beeinflusst

    Send us a text In dieser Episode geht es um Bedeutung, um Höflichkeit und darum, dass wir oft variieren können, wie exakt wir etwas ausdrücken, z.B. wenn wir jemandem erzählen, wie viel etwas gekostet hat. Aber wovon hängt das ab, wie genau man das beantwortet? Entspricht die Genauigkeit unserer Aussagen auch immer der Genauigkeit unseres Wissens über die jeweilige Situation? Darüber sprechen wir mit Stephanie Solt, Uli Sauerland und Roland Mühlenbernd, die uns erklären, was für Experimente sie in ihrem Projekt durchführen und wie Modellierungen uns einen Eindruck davon vermitteln können, was im Gehirn passiert, wenn wir entscheiden, welchen sprachlichen Ausdruck wir wählen. Und auch, was man unter solchen Modellierungen überhaupt versteht. Bevor wir darauf eingehen, was die Forschung in diesem Projekt so innovativ macht, geben wir Euch einen Crashkurs in Semantik und Pragmatik - also in der Frage, was sprachliche Bedeutung ist und wie sie mit dem weiteren situativen Kontext zusammenhängt. Schnell wird klar, dass die Erforschung von Bedeutung unglaublich vielschichtig und untrennbar mit der Frage verbunden ist, warum und wie wir Sprache überhaupt verwenden - mit der sozialen Natur des Menschen. Weitere Informationen: Georg Meggle (Hrsg.): Handlung, Kommunikation, Bedeutung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993. https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/campus/sprache-praezise-ausdruck-sprachwissenschaft-solt-campus-talks-100.html (Stephanie Solt 2022 bei ARD Alpha Campustalks)*** Alles zum SFB 1412 unter https://sfb1412.hu-berlin.de/. Schreibt uns unter podcast.sfb1412@hu-berlin.de. Folgt uns als @sfb1412 oder @sfb1412@fediscience.org. Registergeknister sind: Jordan Chark, Sophia Döring und Peter Schmidt (@code_4_thought). Unser Jingle ist von Daniel Lindenblatt (https://daniellindenblatt.de/). Der SFB 1412 ist gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (416591334).

    40 min
  4. 05/21/2024

    Wie viele Deutsch-Register sprichst du? Registerkompetenz macht den Unterschied

    Send us a text Wenn man eine Sprache lernt, dann muss man nicht nur die Grammatik erwerben, sondern auch Wissen darüber, wie man in welcher Situation spricht - also Registerkompetenz. Trifft man hier nicht den richtigen Ton, kann es zu Situationen kommen, die erklärungsbedürftig sind. Das Projekt C04 des SFB 1412 hat sich mit diesem Thema beschäftigt und dafür Essays von Sprecher:innen, deren erste Sprache Deutsch ist, verglichen mit solchen von Deutschlernenden. Dabei haben sie zum Beispiel  die Verwendung von nominalen Strukturen betrachtet, aber auch unterschiedliche Arten argumentative Texte zu schreiben. Darüber sprechen wir mit den Projektmitgliedern im Interview.  Literatur: Bryant, Doreen, and Tanja Rinker. Der Erwerb Des Deutschen Im Kontext Von Mehrsprachigkeit. 1st ed. Tübingen: Narr Francke Attempto, 2021. Print. Narr STUDIENBÜCHER Miladinovic, D. (2014). "Deutsch ist meine Zweitsprache?" (Masterarbeit) https://doi.org/10.25365/THESIS.31244 Reznicek, Marc & Lüdeling, Anke & Krummes, Cedric & Schwantuschke, Franziska & Walter, Maik & Schmidt, Karin & Hirschmann, Hagen. (2012). Das Falko-Handbuch. Korpusaufbau und Annotationen. Version 2.01. Beispiele: dhw010_2007_06_L1v2.3 KRIMINALITÄT, dcs001_2007_10_L1v2.3 KRIMINALITÄT, cbs012_2006_09_L2v2.4 STUDIUM *** Alles zum SFB 1412 unter https://sfb1412.hu-berlin.de/. Schreibt uns unter podcast.sfb1412@hu-berlin.de. Folgt uns als @sfb1412 oder @sfb1412@fediscience.org. Registergeknister sind: Jordan Chark, Sophia Döring und Peter Schmidt (@code_4_thought). Unser Jingle ist von Daniel Lindenblatt (https://daniellindenblatt.de/). Der SFB 1412 ist gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (416591334).

    45 min
  5. 01/26/2024

    Von Rittern und Adjektiven: Wie untersuchen Linguist:innen Variation in historischen Texten?

    Send us a text "Funnier" oder "more funny"? Warum gibt es eigentlich bei manchen englischen Adjektiven zwei Möglichkeiten der Steigerung? Das werdet ihr in dieser Folge erfahren, in der wir in die Sprachstufe des Mittelenglischen springen! Mittelenglisch wurde etwa zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert gesprochen und das Projekt B01 unseres Sonderforschungsbereichs untersucht sprachliche Variation in dieser Zeit (unter anderem anhand der verschiedenen Formen der Adjektivsteigerung). Wir führen ein Gespräch mit Artemis Alexiadou und Tom McFadden über die Zeit des Mittelenglischen, die Adjektive und darüber, wie es überhaupt möglich ist, einen historischen Text, der handschriftlich auf Pergament vorliegt, in ein digitales Format zu überführen, das man systematisch nach verschiedenen linguistischen Fragestellungen durchsuchen kann. Hier könnt ihr euch noch mehr Tonbeispiele anhören, wie die früheren Sprachstufen des Englischen geklungen haben könnten: https://www.youtube.com/watch?v=Proc5FSRqeo (Alex Foreman) https://www.youtube.com/watch?v=eyc3q9vwhfQ (David Crystal) Literatur zum Thema Korpuslinguistik: "Korpuslinguistik, eine Einführung", Hagen Hirschmann, 2019, Verlag: J.B.Metzler "Korpuslinguistik", Carmen Scherer, 2014, Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg *** Alles zum SFB 1412 unter https://sfb1412.hu-berlin.de/. Schreibt uns unter podcast.sfb1412@hu-berlin.de. Folgt uns als @sfb1412 oder @sfb1412@fediscience.org. Registergeknister sind: Jordan Chark, Sophia Döring und Peter Schmidt (@code_4_thought). Unser Jingle ist von Daniel Lindenblatt (https://daniellindenblatt.de/). Der SFB 1412 ist gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (416591334).

    42 min
  6. 11/19/2023

    Sprachen aus dem Schnellkochtopf: Register in Kreols (Teil 1)

    Send us a text Kreolsprachen sind ein Wunder der Linguistik. Innerhalb weniger Generationen entstehen diese Sprachen dort, wo Menschen ohne gemeinsame Sprache miteinander kommunizieren müssen. Unser Projekt A02 "Speaker's choices in a creole context: Bislama and Morisien" untersucht zwei Kreolsprachen aus Melanesien und Mauritius. Wir sprechen mit Manfred Krifka und Tonjes Veenstra. Einige zusätzliche Informationen: Hier eine Zusammenfassung der "English as Creole"-Debatte.Paradisec, the "Pacific and Regional Archive for Digital Sources in Endangered Cultures" und ELAR, "The Endangered Languages Archive", die beiden Spracharchive, in denen die erstellten Korpora veröffentlicht werden.Literatur, die hilfreich für unsere Vorbereitung war: Kouwenberg, Silvia and John Victor Singler (2011). “Pidgins and creoles.” In: The Cambridge Handbook of Sociolinguistics. Ed. by Rajend Mesthrie. Cabridge University Press. Chap. 16, pp. 283–300.McWhorter, John (Mar. 2019). Pidgins and Creoles. doi: 10.1093/acrefore/9780199384655.013.261.Meyerhoff, Miriam (Nov. 2020). “Variation in Pidgin and Creole languages.” In: The Routledge Handbook of Pidgin and Creole Languages. Ed. by Umberto Ansaldo and Miriam Meyerhoff. Routledge. doi: 10.4324/9781003107224.Veenstra, Tonjes (2006). “Modelling Creole Genesis. headedness in morphology.” In: Structure and Variation in Language Contact. John Benjamins Publishing Company, pp. 61–83. doi: 10.1075/cll.29.05vee.Wal, Jenneke van der and Tonjes Veenstra (Nov. 2015). “The long and short of verb alternations in Mauritian Creole and Bantu languages.” In: Folia Linguistica 49.1. doi: 10.1515/flin-2015-0003.*** Alles zum SFB 1412 unter https://sfb1412.hu-berlin.de/. Schreibt uns unter podcast.sfb1412@hu-berlin.de. Folgt uns als @sfb1412 oder @sfb1412@fediscience.org. Registergeknister sind: Jordan Chark, Sophia Döring und Peter Schmidt (@code_4_thought). Unser Jingle ist von Daniel Lindenblatt (https://daniellindenblatt.de/). Der SFB 1412 ist gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (416591334).

    41 min

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