In der heutigen Folge von Social Anxiety geht es um den Übergang in den Schlaf, ein oft unterschätzter, aber kritischer Teil unseres nächtlichen Rituals. Herr Berger spricht über seine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse, die er auf seinem Weg zur Überwindung sozialer Ängste gesammelt habe. Er hat gelernt, wie wichtig es ist, Gedanken zu parken, seinen Körper zu beruhigen, den inneren Kritiker zu relativieren und Vermeidung zu reduzieren. Doch es gibt Nächte, an denen er sich, obwohl er müde ist, einfach nicht zur Ruhe kommt. Es ist, als ob sein Körper den Tag noch nicht ganz hinter sich gelassen hat, was zu einem inneren Konflikt führt, der den Schlaf beeinträchtigt. Der Schlüssel hierzu ist der Übergang. Schlaf beginnt nicht erst im Bett, sondern bereits vorher. Er beschreibt seine abendlichen Rituale, in denen er versucht, die ständige Reizüberflutung durch Nachrichten, Gespräche und Informationen hinter sich zu lassen. An einem typischen Abend sitzt er auf der Couch, scrollt durch verschiedene Inhalte, bis er feststellt, dass es Zeit zum Schlafen ist. Doch dann steht er auf, putzt sich die Zähne und geht ins Bett, in der Erwartung, dass er sofort schlafen kann. Sein Nervensystem jedoch bringt ihn in einen Konflikt, denn es ist nicht in der Lage, solche abrupten "Stops" zu verarbeiten. Er betont, dass unser System Muster benötigt. Wenn der Übergang zu unterschiedlich ist, wird es für das Gehirn schwer zu verstehen, ob jetzt wirklich Ruhe einkehrt. Vor allem, wenn man soziale Ängste hat, ist die Struktur und der Ablauf besonders wichtig. Nachdem er die Herausforderungen des Tages hinter sich gelassen hat, ist es entscheidend, sich strategisch zu beruhigen, damit er nicht nur ins Bett geht, sondern auch wirklich abschaltet und zur Ruhe kommt. Ein Beispiel seiner neuen Herangehensweise ist das Etablieren einer „30-Minuten-Insel“ vor dem Schlafengehen. Hierbei verzichtet er auf Handy, Nachrichten und Diskussionen. Stattdessen widmet er sich einem ruhigen Buch, genießt einen Tee und dimmt das Licht. Anfänglich fühlt er sich in dieser Zeit vielleicht gelangweilt, doch er beginnt zu erkennen, dass Langeweile ein wichtiger Schritt hin zur Entspannung ist. Die Reduktion von Reizen ist notwendig, um sein Gehirn auf den Schlaf vorzubereiten. Er hat auch ein kleines Ritual eingeführt, dass er jeden Abend wiederholt, um sein Gehirn zu konditionieren und ihm zu signalisieren, dass es bald Zeit für den Schlaf ist. Diese Routine kann so einfach sein wie das Zubereiten eines Tees und fünf Minuten ruhiges Atmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass er sich vor dem Schlafengehen die Frage stellt, was an diesem Tag genug war, anstatt sich auf das Negative zu konzentrieren. Dies hilft ihm, das Gefühl zu vermitteln, dass der Tag abgeschlossen ist, was ein wichtiges Signal für sein Gehirn darstellt. Nach dem Experimentieren mit diesen neuen Methoden stellt er fest, dass er allmählich in einen Zustand der Schläfrigkeit übergeht. Der Wendepunkt ist erreicht, wenn er ins Bett geht und es keinen inneren Sprint mehr gibt, sondern einen sanften Übergang. Er erfährt, dass Schlaf ein Prozess ist und er diesen Prozess unterstützen kann, indem er seinem Gehirn hilft, diese Übergangszeit zu verstehen. Anstatt sich zu zwingen zu schlafen, hat er gelernt, langsamer zu werden und die Reize zu reduzieren.