Studium und dann?

Redaktion von "Studium und dann?"

Mit unserem Podcast „Studium und dann?“ möchten wir Studierenden, Schüler*innen und allen Bildungsinteressierten zeigen, wie vielfältig Berufs- und Lebenswege nach dem Studium sein können. Viele junge Menschen orientieren sich bei der Berufs- und Studienwahl in erster Linie an ihrem direkten Umfeld: Familie, Freundeskreis oder an der Region. Doch die Welt der Studien- und Berufsmöglichkeiten ist viel größer – und genau das wollen wir gemeinsam sichtbar machen. Uniabsolvent*innen und Forscher-Alumni aus ganz unterschiedlichen Bereichen und von verschiedenen Hochschulen berichten in authentischen Interviews mit Studierenden von ihren persönlichen Erfahrungen im Studium, beim Berufseinstieg oder auch bei der eigenen Unternehmensgründung. Offen sprechen wir über Herausforderungen, Wendepunkte und Chancen – und machen so Mut, den eigenen Weg zum und nach dem Studium zu finden.

  1. Schule von Grund auf neu denken: Judith Holle über Lernkulturwandel und ihren Weg zur Geschäftsführerin des Sozialunternehmens „beWirken“

    قبل يومين

    Schule von Grund auf neu denken: Judith Holle über Lernkulturwandel und ihren Weg zur Geschäftsführerin des Sozialunternehmens „beWirken“

    Ein Sozialunternehmen, das die Schule verändern will. Aber nicht nur mit einzelnen Workshops oder durch Einführung eines neuen Schulfachs – „das wären nur Pflaster“ für gegenwärtige Probleme im Schulsystem, wie unsere Gästin Judith Holle erklärt. Sie ist Geschäftsführerin von „beWirken“, einer gemeinnützigen Bildungsorganisation, die mit Schulen, Lehrkräften und Bildungsbehörden daran arbeitet, Lernangebote grundlegend, systematisch und dauerhaft zu reformieren. Judith ist in einem Elternhaus aufgewachsen, das in ihr schon früh ein Gefühl der sozialen Verantwortung geweckt hat. Nach der Schule machte sie so zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in Schottland, in einer Camphill-Einrichtung für junge Menschen mit Behinderung. Ein Jahr, in dem sie viel gelernt hat, das ihr aber auch gezeigt hat, dass Sonderpädagogik zwar ein interessantes und sinnstiftendes Feld, aber nicht der Bereich war, in den sie persönlich auch gehen wollte. Zurück in Deutschland suchte sie nach einem Studium, das gesellschaftliche Themen mit einer konkreten Berufsperspektive verband. Schließlich entschied sie sich für berufliche Bildung in der Sozialpädagogik mit dem Unterrichtsfach Politik an der Leuphana Universität Lüneburg und beendete das Studium 2019 mit dem Bachelor. Das Studium war auf die spätere Arbeit als Berufsschullehrerin für Erzieher:innen ausgerichtet und Judith beschreibt es als inhaltlich sehr weit gefächert: In den Jahren an der Leuphana lernte sie viel über Sozialpädagogik mit Fokus auf frühkindliche Bildung, Didaktik, Soziologie und Bildungstheorie. Das Thema Bildungsungleichheit und die Frage, warum sich soziale Ungleichheit im Bildungssystem so hartnäckig reproduziert, hat sie in diesem Rahmen damals intensiv beschäftigt und beschäftigt sie noch immer. So merkte Judith früh, dass sie vor allem fasziniert, was Bildung im Grundlegenden eigentlich ist und wie sie gestaltet werden könnte, auch über die konkrete Tätigkeit als Lehrerin hinaus. Mindestens genauso prägend wie die Inhalte war ihr Engagement neben dem Studium. In der Initiative „Policy Lab“ machte Judith politische Bildungsarbeit, moderierte Podiumsdiskussionen und stieg schnell in Leitungsrollen auf, bis hin zum Vereinsvorstand. Dort erlebte sie, wie viel Spaß es ihr macht, eine Organisation zu gestalten und voranzubringen. In diesem Rahmen lernte sie auch die Gründer:innen von „beWirken“ kennen, die damals noch eine Initiative waren. Judiths Einstieg hier war ein fließender Übergang: ehrenamtliches Engagement, dann erste bezahlte Aufgaben, schließlich eine Führungsrolle und die Geschäftsführung. So wurde sie zu einer „Mitbegründerin der zweiten Phase“ bei dem Sozialunternehmen. Heute leitet sie ein Team von vierzehn Personen und begleitet Schulen über zwei bis drei Jahre dabei, ihr gesamtes Lernkonzept zu überdenken, hin zu individuellerem, projektbasiertem Lernen. Außerdem entwickelt sie Fortbildungsformate, in denen Lehrkräfte die eigene Rolle evaluieren und neue Unterrichtsmethoden entdecken können. Im vergangenen Jahr hat „beWirken“ unter ihrer Mitverantwortung auch einen fünfteiligen Episodenfilm und ein Buch produziert, die zeigen, wie Lernen jenseits von Gleichschritt und strengen Vorgaben aussehen kann. Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Warum glaubt Judith, dass ein klares Berufsbild bei der Studienwahl manchmal eher bremst als hilft? Was steckt hinter dem Begriff Lernkulturwandel und welche Formate braucht es, um Schule langfristig wirklich zu verändern? Und welches Potenzial bietet das Engagement in Initiativen während des Studiums? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Januar 2024 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=27040

  2. Von Darmstadt nach New York und Mailand: Marius Jung über Industriedesign, künstliche Intelligenz und seinen Weg in die Welt der großen Modehäuser

    ٢٥ يونيو

    Von Darmstadt nach New York und Mailand: Marius Jung über Industriedesign, künstliche Intelligenz und seinen Weg in die Welt der großen Modehäuser

    Für sein kreatives Talent eingestellt zu werden und an Kollektionen für eines der bekanntesten Modelabels der Welt mitzuwirken: Was für viele ein Traum ist, ist für Marius Jung Realität. Als Head of Concept and AI Design bei Moncler in Mailand entwirft er Konzepte für Modekollektionen, Kampagnen und Projekte. Dabei setzt er auf künstliche Intelligenz, eine Technologie, mit der er sich schon beschäftigt hat, lange, bevor sie in aller Munde war. Für ihn ist KI kein einfaches Werkzeug unter vielen, sondern ein stets präsenter Assistent, der ihm hilft, Ideen in kürzester Zeit zu visualisieren. Sein Wissen über KI teilt er auch in Workshops mit Kolleg:innen. Er hilft Berufseinsteiger:innen sowie erfahrenen Designer:innen, Berührungsängste abzubauen und zeigt, wie jede:r die neue Technologie sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag integrieren kann. Marius' Weg in die italienische Modewelt begann an der Hochschule Darmstadt, wo er sowohl im Bachelor als auch im Master Industriedesign studiert hat. Dass er dort studieren konnte, hat ihm viel bedeutet, wie er im Gespräch betont. Der Weg zum Studienplatz war mit einigen Herausforderungen verbunden, doch in einem anspruchsvollen Aufnahmetest zeigte er den Professor:innen schließlich, dass sein kreatives Talent genau das war, wonach sie suchten. In Darmstadt wurde ihm ein breites Grundverständnis des Designs vermittelt, von der praktischen Arbeit in der Werkstatt bis hin zu den philosophischen Ideen, die hinter gutem Produktdesign stehen. Besonders schätzt er rückblickend, dass er sich hier in ganz unterschiedlichen Bereichen ausprobieren konnte.  Ergänzt wurde das Studium durch einen Auslandsaufenthalt an der Kyushu University in Japan. Diese Zeit hat Marius' Horizont auf eine Weise erweitert, die bei ihm bis heute nachwirkt: Er entdeckte, dass Design es ihm ermöglicht, mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren, unabhängig von Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden. Durch den Aufenthalt in Japan wuchs er so nicht nur persönlich, sondern erkannte auch, dass er sich beruflich international ausrichten wollte. Dieser Wunsch rückte noch während seiner Masterarbeit in greifbare Nähe. Marius hatte bereits während des Studiums begonnen, für den Sportartikelhersteller Adidas zu arbeiten, welcher ihm nun eine Festanstellung im Anschluss an sein Studium anbot. Als Teil eines Innovationsteams in New York entwickelte er Schuhe für Spitzensportler:innen, die bei Marathonläufen und Fußballspielen zum Einsatz kamen. Auch bei Moncler konnte er wieder im Sportsegment arbeiten: So berichtet Marius im Podcast von einem Projekt im Kontext der olympischen Winterspiele, das ihn besonders bewegt hat und bei dem KI eine zentrale Rolle spielte. Mit dem bevorstehenden Wechsel zum Modehaus Prada schließt sich für ihn ein Kreis: Sport und Mode, Kreativität und Technologie, globale Erfahrung und handwerkliches Können - alles, was bisher auf seinem Weg wichtig war, kommt dort zusammen. Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie wird KI zum Sparring-Partner, die den Arbeitsalltag bereichert, und was sollten Berufseinsteiger:innen mitbringen, damit das gelingt? Wie hat Marius die olympischen Winterspiele in Italien als Designer von Sportbekleidung erlebt? Inwiefern unterscheidet sich die Arbeitskultur in Japan, den USA und Italien, und wie hat sie Marius in seiner Arbeit als Designer, aber auch privat beeinflusst? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Mai 2026.  Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28162

    ٤١ د
  3. Fünf Minuten Yoga und eine Forschungsfrage: Dr. Eliane Engels über ihre Promotion an der Leuphana und den Weg zur selbstständigen Sportpsychologin

    ١٩ يونيو

    Fünf Minuten Yoga und eine Forschungsfrage: Dr. Eliane Engels über ihre Promotion an der Leuphana und den Weg zur selbstständigen Sportpsychologin

    Fünf Minuten Yoga am Morgen. Jeden Tag. Daraus wurden Routinen, Forschungsfragen und schließlich ein eigenes Business. Dr. Eliane Engels hat an der Leuphana Universität über Freude am Sport promoviert und arbeitet heute als selbstständige Sportpsychologin in Hamburg. Was sie antreibt: wissenschaftliche Erkenntnisse dorthin zu bringen, wo sie wirklich wirken, direkt in den Alltag der Menschen. Die Grundlage für Elianes beruflichen Weg legte das Psychologiestudium mit Fokus auf Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Göttingen sowie ein Praktikum im Bereich psychologische Eignungsdiagnostik. An der Leuphana Universität promovierte sie am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. In ihrer Doktorarbeit widmete sie sich einer Frage, die so naheliegend wie unerforscht war: Was beeinflusst eigentlich unsere Freude am Sport? Für ihre erste Studie entwickelte sie ein völlig neues Messinstrument und validierte es mit über 2.000 Schüler:innen. Eine zweite Studie untersuchte, inwieweit kooperative Spiele die Freude am Schulsport steigern können. Begleitet wurde ihre Promotion durch das strukturierte Promotionsstudium der Leuphana Universität, das ihr den Austausch mit Promovierenden aus anderen Fachbereichen ermöglichte. Auch nahm sie hier am Zertifikatsprogramm „Leadership in Gesellschaft und Wirtschaft“ teil. Im Rahmen dessen besuchte sie über 200 Unterrichtseinheiten über Projektmanagement, Netzwerken und Selbstmarketing, die in ihr erstmals ernsthaft den Wunsch aufkeimen ließen, sich selbstständig zu machen.  Eliane ist jemand, die lieber ausprobiert als zu lang abwägt. So machte sie sich im Herbst 2021 selbstständig. Über diesen Weg spricht sie in der heutigen Podcast-Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf die folgenden Fragen: Warum reichen rationale Gründe wie Gesundheit oft nicht aus, um sich für langfristig zum Sport zu motivieren? Wie sieht eine Promotion an der Leuphana Universität konkret aus, von der Themenfindung bis hin zur Verteidigung? Und was verbindet Stand-Up-Paddling mit wissenschaftlichem Durchhaltevermögen? Hört rein und lasst euch zeigen, wie aus fünf Minuten Yoga und einer Forschungsfrage ein ganz eigener Weg entstehen kann. Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im August 2022 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16814 Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

    ٤٤ د
  4. Von Rechtswissenschaften zu LinkedIn in Dublin: Kerim Sibert über Diversität, Umwege und einen grün gefärbten Fluss

    ١٢ يونيو

    Von Rechtswissenschaften zu LinkedIn in Dublin: Kerim Sibert über Diversität, Umwege und einen grün gefärbten Fluss

    Mittags Sterneküche in der Kantine, ringsum hört man viele Sprachen gleichzeitig, am St. Patrick’s Day leuchtet der Fluss mitten in der Stadt grün. Das ist das Arbeitsumfeld von Kerim Sibert bei LinkedIn in Dublin. Heute berät er dort als Senior Account Director Unternehmen aus dem gesamten DACH-Raum dabei, wie sie in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt erfolgreich rekrutieren. Was kaum jemand weiß: Er hätte als Kind eigentlich gar keine Gymnasialempfehlung bekommen — seine Mutter hat sich damals durchgesetzt. Und damit, wie Kerim selbst sagt, seinen gesamten weiteren Lebensweg bestimmt. Doch bevor es ihn nach Dublin verschlug, studierte Kerim bis 2014 Rechtswissenschaften im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg, ein Studiengang, den er selbst als „Jurastudium light“ beschreibt. Ursprünglich wollte er Wirtschaftspsychologie studieren, landete über Umwege bei den Rechtswissenschaften und kombinierte beides im Verlauf seines Studiums. Die Kenntnisse, die er im Studium erworben hat, nutzt er bis heute täglich, wenn es zum Beispiel um die rechtssichere Kommunikation mit Kunden oder die Formulierung von Vertragsklauseln geht. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm seine Bachelorarbeit über Inkassounternehmen, ein Thema, das auf den ersten Blick wenig glamourös erscheint, ihm aber gezeigt hat, wie ein ganzes Rechtsgebiet funktioniert, das die meisten Menschen falsch einschätzen. Auch blickt er gern auf das Leuphana-Semester zurück, in dem er zusammen mit Studierenden anderer Fachrichtungen ein spannendes Seminar über Rassismus belegte. Nach dem Studium folgten erste Berufsstationen, darunter ein entscheidender "Fuß in der Tür" bei Airbus, bevor er den Schritt nach Dublin wagte und bei LinkedIn einstieg. Sechs Jahre später hat er hier über tausend Unternehmen betreut, von kleinen Start-ups bis hin zu Konzernen wie Meta und Tesla. Im Sommer nach diesem Interview wird er mit einer Beförderung zum Enterprise Account Director nach Deutschland zurückkehren, um dort zu arbeiten. In diesem Interview erzählt Kerim von seinem ganz persönlichen Weg. Wie hat sein Studium der Rechtswissenschaften seine heutige Arbeitsweise geprägt? Was unterscheidet die Arbeitswelt in Dublin von der in Deutschland? Und was hat Basketball mit einer Karriere bei LinkedIn zu tun? Hört rein und lasst euch von Kerims Geschichte vor Augen führen, dass ein Umweg manchmal der direkteste Weg zum Ziel sein kann. Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im Juni 2022 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16809 Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

    ٥١ د
  5. Mehr finanzielle Wertschätzung für den Frauensport: Wie Laura Elbers mit "equalchamps" eine Sponsoring-Plattform für Leistungssportlerinnen gründete

    ٥ يونيو

    Mehr finanzielle Wertschätzung für den Frauensport: Wie Laura Elbers mit "equalchamps" eine Sponsoring-Plattform für Leistungssportlerinnen gründete

    Als Laura Elbers zum ersten Mal die Zahl liest, kann sie es kaum glauben: 93 Prozent des weltweiten Sponsoring-Volumens fließen in den Männersport, nur sieben Prozent der Förderung kommen weiblichen Sportlerinnen zugute. Was für viele nur Anlass zum frustrierten Kopfschütteln ist, war für sie zum Wendepunkt: Zusammen mit ihrer Studienfreundin Lina gründete Laura "equalchamps", eine Sponsoring-Matching-Plattform, die Leistungssportlerinnen und Frauenmannschaften mit Unternehmenspartnern zusammenbringt, die sie finanziell unterstützen wollen.  Die Plattform funktioniert ähnlich wie Online-Dating: Sportlerinnen legen ein Profil an, beschreiben ihre Stärken, Erfolge und auf welche Art sie gesponsert werden können. Unternehmen geben ihrerseits an, welche Werte ihnen wichtig sind und wen sie unterstützen möchten; auf dieser Basis entsteht ein Match. Seit dem Launch im September 2023 haben sich bereits rund 120 Sportlerinnen und Mannschaften bei Equal Champs registriert, die alle möglichen Sportarten von Fußball über Leichtathletik, Polo, Kanufahren oder auch Tischkicker ausüben.  Die Idee zur Unternehmensgründung hatte Laura bereits während ihres Masterstudiums Management und Entrepreneurship mit dem Schwerpunkt Human Resources an der Leuphana Universität Lüneburg: In einem Modul zur Gründungsplanung im dritten Semester arbeiteten Lina und sie den ersten Businessplan für "equalchamps" aus und pitchten ihn vor einer Jury. Ein Jurymitglied bestärkte die beiden ausdrücklich, die Idee weiterzuverfolgen, sodass Lina und Laura nach dem Studium schließlich den Schritt der eigenen Unternehmensgründung wagten. Zweifel, die sie diesbezüglich noch hatten, seien bereits während des Studiums durch bestimmte Angebote für Student:innen mit Gründungsideen ausgeräumt worden, wie Laura erklärt. Zudem erzählt sie, inwiefern auch der Aufbau des Studiums an sich sie darauf vorbereitet hat, sich selbstständig zu machen. Gründen bedeutet für Laura nicht Glamour. Es bedeutet Buchhaltung, Förderanträge, Messevorbereitung, Vertrieb, und in Verbindung mit all dem, dass man sehr viel Geduld haben muss- eine von Lauras größten persönlichen Herausforderungen, wie sie selbst sagt. Gleichzeitig beschreibt sie, wie schwer es am Anfang war, Kritik am Unternehmen nicht als Kritik an der eigenen Person zu verstehen, insbesondere, wenn man sich beruflich mit einem so emotional aufgeladenen Thema wie Geschlechtergerechtigkeit beschäftigt.  Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie sieht der Alltag einer jungen Gründerin und Geschäftsführerin eines kleinen Unternehmens aus? Was braucht es aus Lauras Sicht, damit ein Startup langfristig zum Erfolg wird? Und welches zufällige Gespräch mit einer Freundin gab letztendlich Ausschlag für die Gründung? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im November 2022 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26819 Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

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  6. Im öffentlichen Raum bauen, im eigenen Tempo wachsen: Caroline Gaube über ihren Weg vom Bauingenieurstudium zur technischen Projektleiterin bei HEAG Mobilo

    ٢٩ مايو

    Im öffentlichen Raum bauen, im eigenen Tempo wachsen: Caroline Gaube über ihren Weg vom Bauingenieurstudium zur technischen Projektleiterin bei HEAG Mobilo

    Planen und bauen- das sind die Tätigkeitsfelder einer Bauingenieurin, die zunächst simpler klingen, als sie in der Realität sind. Diese Erfahrung hat auch Caroline „Caro“ Gaube gemacht, die nach ihrem Studium an der Hochschule Darmstadt und einer kurzen Auszeit direkt bei ihrem heutigen Arbeitgeber HEAG Mobilo als technische Projektleiterin eingestiegen ist. Das Darmstädter Unternehmen arbeitet im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, und verantwortet unter anderem Neubaustrecken sowie Instandhaltungsmaßnahmen im Straßenbahnnetz. Die Entscheidung, Bauingenieurwesen zu studieren, traf Caro aufgrund ihrer persönlichen Begeisterung für Mathe und logisches Denken, die sie bereits in der Schule entdeckt hatte. An der Hochschule Darmstadt begann sie zunächst den Bachelor, später folgte der Master, ebenfalls dort. Ab dem dritten Semester wählte sie die Vertiefungsrichtung Verkehrswesen, mit dem kleinen Traum im Hinterkopf, eines Tages selbst in der Stadt Brücken planen und bauen zu können. Woran sie sich heute aus dem Studium am besten erinnert, sind nicht die Vorlesungen, sondern die Laborpraktika: Hier konnte Caro, wie sie es selbst mit einem Augenzwinkern ausdrückt, nach Herzenslust „im Dreck wühlen“ und in kleinen Gruppen selbstständig Versuche konzipieren und durchführen. Sie hebt lobend hervor, dass es hier dazugehört habe, sich die Situation in echten Städten anzusehen und zu überlegen, wo man den Verkehr verbessern könnte. Prägend war außerdem, was sie erst im Master wirklich verstand: Bauingenieurwesen, so technisch der Studiengang auch ist, hat auch immer mit Menschen und politischen Entscheidungen zu tun. Man baut nicht im luftleeren Raum, sondern für Menschen, im öffentlichen Raum, unter Beteiligung von Kommunen, Behörden und Öffentlichkeit.  Nach dem Masterabschluss war sie zunächst fünf Monate in Schweden und Norwegen unterwegs, eine Zeit, in der sie intensiv die Natur Skandinaviens genießen konnte und nur wenig vor dem Bildschirm saß. Den Einstieg in den Vollzeitjob, direkt in die Projektleitung, beschreibt sie als herausfordernde, aber gute Umstellung. Caro berichtet, wie sie ihre intensive Bewerbungsphase erlebt hat, worauf sie bei der Wahl ihres Arbeitgebers wertgelegt hat und warum sie nicht direkt nach der ersten Zusage aufgehört hat, nach einer Stelle zu suchen.  Außerdem sprechen wir über ihr spannendstes berufliches Projekt und ihre größten beruflichen Learnings, unter anderem darüber, warum Rückschläge und Verzögerungen im Projekt gerade im Feld des Bauingenieurwesens nicht unbedingt etwas darüber aussagen, ob die eigene Arbeit gut oder schlecht war. Auch verrät Caroline, warum es, anders als oft behauptet, gut sein kann, wie sie selbst streng mit sich selbst zu sein und auch zu bleiben. Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Warum ist Neugierde die wichtigste Eigenschaft für den Berufseinstieg, noch vor allem Fachlichen? Welche Erkenntnisse aus dem Studium haben Caroline am meisten überrascht? Und warum empfiehlt sie, sich während der Bewerbungsphase auch das Büro zeigen zu lassen? Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im März 2026 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26765 Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

    ٣٤ د
  7. Pleasure statt Pressure: Christine Sing über angewandte Kulturwissenschaften, Frauen in Führung und das Leben auf den Wellen

    ٢٢ مايو

    Pleasure statt Pressure: Christine Sing über angewandte Kulturwissenschaften, Frauen in Führung und das Leben auf den Wellen

    Christine Sing wusste bei ihrer Suche nach dem passenden Studiengang noch nicht genau, wohin sie ihr Weg führen würde. Was sie aber wusste: Sie wollte sich noch nicht entscheiden müssen. Nicht nur BWL, nicht nur Kultur, sondern beides. Und genau das fand sie an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie bis 2012 angewandte Kulturwissenschaften studierte. Ihr Studium mit den Schwerpunkten BWL, Sprache und Kommunikation sowie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gab ihr ein breites Fundament. Den BWL-Anteil schätzt sie rückblickend als handfestes Werkzeug. Der Bereich Sprache und Kommunikation fühlte sich damals manchmal „zu weich“ an. Heute sieht sie darin eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten: Meinungsvielfalt nicht nur zuzulassen, sondern auch auszuhalten. Neben dem Studium arbeitete Christine in der Pressearbeit der Leuphana und begleitete unter anderem den Besuch von Angela Merkel. Nach dem Studium folgten Berufsjahre in klassisch-hierarchischen Strukturen. Bei Volkswagen wurde sie mit 30 Jahren Pressesprecherin für neue Mobilität. Als sich die Kultur dort veränderte, kündigte sie ohne Plan und folgte einem inneren Ruf nach Teneriffa. Heute lebt und arbeitet sie teils dort, teils in Deutschland. Als selbstständiger Coach berät sie Studienabsolventinnen beim Berufseinstieg und unterstützt Firmen auf dem Weg hin zu einer inklusiveren, frauenfreundlichen Unternehmenskultur. Ein besonderes Herzensprojekt von ihr sind zudem Surfcamps für Frauen in Führungspositionen: Hier lernen die Teilnehmerinnen nicht nur zu surfen, sondern auch, wie sie beruflich weiterkommen und was man als erfolgreiche Führungskraft beachten muss.  Was bedeutet es, als Frau in der heutigen Arbeitswelt zu stehen? Warum reicht Kompetenz allein nicht aus? Und warum war für Christine das Hamsterrad auch dann noch da, als sie es längst verlassen hatte? Hört rein und lasst euch davon inspirieren, was möglich ist, wenn man anfängt, Erfüllung vor Erfolg zu stellen. Viel Spaß beim Hören! Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck Das Gespräch fand statt im März 2022 Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16794 Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

    ٤١ د
  8. Technologie gestalten statt nur nutzen: Doktorandin Josefine Hintz über das Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der nachhaltigen Umgestaltung unserer Städte

    ١٥ مايو

    Technologie gestalten statt nur nutzen: Doktorandin Josefine Hintz über das Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der nachhaltigen Umgestaltung unserer Städte

    Wie können Städte gleichzeitig intelligenter und nachhaltiger werden? Und welche Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich Josefine Hintz heute als Doktorandin an der Technischen Universität Berlin, zugleich ist sie als Gastwissenschaftlerin am Mercator Institute on Global Commons and Climate Change und der Hertie School tätig. In Josefines Forschung geht es weniger um technische Möglichkeiten als vielmehr um die Frage, wie Technologien sinnvoll umgesetzt werden können. So erforscht sie, wie Städte Daten nutzen können, um etwa Energieverbräuche besser zu verstehen oder gezielt Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu planen. Außerdem legt sie die Hürden offen, die aktuell diesbezüglich noch bestehen. Schon früh konnte sich Josefine für Fragestellungen begeistern, die über klassische Fachgrenzen hinaus gedacht und untersucht werden müssen. Ihr Studium Individuale mit dem Nebenfach Rechtswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, das sie bis 2016 als eine der ersten in diesem Studiengang absolvierte, hat genau das gefördert: Indem sie als „Indi“-Studentin aus dem gesamten Kursangebot der Leuphana auswählen und sich ihren Stundenplan mit wenig Vorgaben vonseiten der Universität selbst zusammenstellen durfte, konnte sie in ganz unterschiedliche Bereiche hineinschauen und neue Perspektiven entdecken. Auf die Zeit an der Leuphana folgten ein Auslandssemester in Seoul, Südkorea, ein Masterstudium in Sustainable Urbanism am University College London und Arbeit in einer internationalen NGO. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, dass Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung nicht getrennt voneinander gedacht werden sollten, sondern eng miteinander verwoben sind. In ihrer heutigen Forschung sieht Josefine großes Potenzial, aber auch Verantwortung. Künstliche Intelligenz versteht sie nicht als neutrale Technologie, sondern als Werkzeug, über dessen Einsatz wir uns aktiv Gedanken machen müssen. Aus ihrer Sicht entscheidet sich gerade, in welche Richtung sich diese Entwicklung bewegt: Wird KI bestehende systemische Probleme weiter verstärken oder dazu beitragen, unsere Gesellschaft nachhaltiger und gerechter zu gestalten? Was sie antreibt, ist die Möglichkeit, mit ihrer Arbeit einen konkreten Beitrag zu Letzterem zu leisten. Gleichzeitig betont sie, wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Menschen mit Themen wie KI und Klimaschutz auseinandersetzen und eigene Perspektiven einbringen, unabhängig davon, ob sie selbst in einem technischen Bereich arbeiten oder nicht. Davon und von vielem mehr berichtet Josefine Hintz in dieser Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Welche Chancen stecken in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz? Welche Rolle spielen Städte als Treiber nachhaltiger Transformation? Und warum ist es gerade jetzt so entscheidend, Technologien aktiv mitzugestalten? Moderiert wird diese Episode von Helena Minner. Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26757 Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com

    ٥٣ د

حول

Mit unserem Podcast „Studium und dann?“ möchten wir Studierenden, Schüler*innen und allen Bildungsinteressierten zeigen, wie vielfältig Berufs- und Lebenswege nach dem Studium sein können. Viele junge Menschen orientieren sich bei der Berufs- und Studienwahl in erster Linie an ihrem direkten Umfeld: Familie, Freundeskreis oder an der Region. Doch die Welt der Studien- und Berufsmöglichkeiten ist viel größer – und genau das wollen wir gemeinsam sichtbar machen. Uniabsolvent*innen und Forscher-Alumni aus ganz unterschiedlichen Bereichen und von verschiedenen Hochschulen berichten in authentischen Interviews mit Studierenden von ihren persönlichen Erfahrungen im Studium, beim Berufseinstieg oder auch bei der eigenen Unternehmensgründung. Offen sprechen wir über Herausforderungen, Wendepunkte und Chancen – und machen so Mut, den eigenen Weg zum und nach dem Studium zu finden.