Taiwan entdecken

Redaktion,Rti

In „Taiwan entdecken“ dürfen sich unsere talentierten Praktikannten und Praktikantinnen verwirklichen. Sie gehen auf Entdeckungsreise und widmen sich den kleinsten Kuriositäten, interessanten Porträts, Veranstaltungen oder Orte, aktuelle Themen bis hin zu großen geschichtlichen Fragestellungen. Entdecken Sie verschiedene Facetten Taiwans mittels verschiedenen Entdeckeraugen!

Episodes

  1. 12/07/2025

    Der „Weiße Terror“ auf Taiwan in der Nachkriegszeit bis zur Aufhebung des Kriegsrechts 1987

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Taiwan der Republik China angegliedert. Nach dem Sieg der Kommunistischen Partei im chinesischen Bürgerkrieg zog sich die Regierung der Republik China unter der Führung von Chiang Kai-shek und seiner Partei, der Kuomintang nach Taiwan zurück und setzte dort ihre Herrschaft fort. Taiwan wurde bis 1987 unter Kriegsrecht autoritär regiert. Die stark militarisierte und diskriminierende Fremdherrschaft der KMT während des sogenannten „Weißen Terrors“ wird von vielen Forschenden als kolonial eingestuft und prägt Taiwan bis heute, insbesondere in Debatten über Identität, Sprache und Politik. Gemeinsam mit Yang Fang-chih, Professorin für Literaturwissenschaft an der National Cheng Kung University in Tainan, sprechen wir über die Auswirkungen des „Weißen Terrors“ auf das heutige Taiwan und gehen insbesondere der Frage nach, inwiefern diese Periode als kolonial betrachtet werden kann. Zur Sendereihe "Von Formosa zu Taiwan - Eine Geschichte des Kolonialismus": Um das Taiwan von heute zu verstehen, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen. Die Insel war über 400 Jahre lang verschiedenen Formen der Fremdherrschaft ausgesetzt: von den niederländischen und spanischen Kolonialmächten im 17. Jahrhundert, über den Siedlerkolonialismus der Qing-Dynastie, bis hin zur imperialen Expansion Japans und der autoritären Herrschaft der Kuomintang nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines wird dabei deutlich: Kolonialismus ist ein zentrales Element in der Geschichte Taiwans. In dieser Sendereihe gehen wir den Spuren dieser kolonialen Regime nach. Wir beleuchten ihre Merkmale, ihre Auswirkungen und fragen, wie sie das heutige Taiwan geprägt haben. Eine Sendereihe Praktikant von Tobias Kraller Eine Blick hinter die Kulissen zu dieser Sendereihe gibt es hier zu erhaschen: https://www.rti.org.tw/de/programnews?uid=4&pid=81842 (Leben in Taiwan: Tobias Kraller im Interview: Von der Idee bis zur fertigen Sendereihe - Kolonialgeschichte und Identität Taiwans im Fokus)

  2. 11/30/2025

    Die japanische Kolonialzeit auf Taiwan

    Im Jahr 1895 wurde Taiwan zur ersten Kolonie des aufstrebenden japanischen Kaiserreichs. Es folgten fünfzig Jahre autoritärer Kolonialherrschaft, in denen sich Taiwan zur sogenannten „Modellkolonie“ entwickeln und die Errungenschaften des Kaiserreichs durch Modernisierung und Bildung demonstrieren sollte. Die japanische Kolonialzeit war jedoch geprägt von kolonialer Gewalt, erzwungener Assimilation und der Unterdrückung der taiwanischen Gesellschaft und Identität, mit Auswirkungen, die im heutigen Taiwan noch immer spürbar sind. Gemeinsam mit meinem Kollegen Ilon Huang thematisieren wir in dieser Folge diese Phase der Geschichte und sprechen über die persönlichen Erfahrungen seiner Familie: über seinen Vater und seinen Großvater, die beide unter japanischer Herrschaft lebten.  Zur Sendereihe "Von Formosa zu Taiwan: Eine Geschichte des Kolonialismus": Um das Taiwan von heute zu verstehen, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen. Die Insel war über 400 Jahre lang verschiedenen Formen der Fremdherrschaft ausgesetzt: von den niederländischen und spanischen Kolonialmächten im 17. Jahrhundert, über den Siedlerkolonialismus der Qing-Dynastie, bis hin zur imperialen Expansion Japans und der autoritären Herrschaft der Kuomintang nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines wird dabei deutlich: Kolonialismus ist ein zentrales Element in der Geschichte Taiwans. In dieser Sendereihe gehen wir den Spuren dieser kolonialen Regime nach. Wir beleuchten ihre Merkmale, ihre Auswirkungen und fragen, wie sie das heutige Taiwan geprägt haben. Eine Sendereihe Praktikant von Tobias Kraller Eine Blick hinter die Kulissen zu dieser Sendereihe gibt es hier zu erhaschen: https://www.rti.org.tw/de/programnews?uid=4&pid=81842 (Leben in Taiwan: Tobias Kraller im Interview: Von der Idee bis zur fertigen Sendereihe - Kolonialgeschichte und Identität Taiwans im Fokus)

  3. 11/23/2025

    Siedlerkolonialismus während der Qing-Dynastie auf Taiwan

    Heute gehören über 98 % der Bevölkerung Taiwans zur ethnischen Gruppe der Han – den sogenannten Han-Taiwaner und -Taiwanerinnen. Die heutige Han-Mehrheitsgesellschaft ist das Ergebnis eines langen historischen Prozesses. Denn bevor im 17. Jahrhundert Han-Siedler und europäische Kolonialmächte auf der Insel eintrafen, war Taiwan vor allem von indigenen austronesischen Völkern bewohnt. Stämme wie die Atayal, Amis oder Siraya lebten über Jahrhunderte hinweg in eigenen gesellschaftlichen Strukturen, mit eigenen Sprachen und Traditionen. Erst mit dem Beginn der niederländischen Kolonialzeit und vor allem unter der Qing-Dynastie veränderte sich das gesellschaftliche Gefüge der Insel grundlegend – und markiert den Beginn einer Form von Kolonialismus, die zunehmend in den Fokus der Forschung rückt: der Siedlerkolonialismus. Gemeinsam mit Dr. Chang Lung-chih, Historiker an der Academia Sinica und Direktor des National Taiwan History Museum in Tainan, sprechen wir über die Transformation Taiwans im 17. bis 19. Jahrhundert, über Migration, die Politik der Qing und vor allem über den Siedlerkolonialismus.   Zur Sendereihe "Von Formosa zu Taiwan - Eine Geschichte des Kolonialismus": Um das Taiwan von heute zu verstehen, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen. Die Insel war über 400 Jahre lang verschiedenen Formen der Fremdherrschaft ausgesetzt: von den niederländischen und spanischen Kolonialmächten im 17. Jahrhundert, über den Siedlerkolonialismus der Qing-Dynastie, bis hin zur imperialen Expansion Japans und der autoritären Herrschaft der Kuomintang nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines wird dabei deutlich: Kolonialismus ist ein zentrales Element in der Geschichte Taiwans. In dieser Sendereihe gehen wir den Spuren dieser kolonialen Regime nach. Wir beleuchten ihre Merkmale, ihre Auswirkungen und fragen, wie sie das heutige Taiwan geprägt haben. Eine Sendereihe Praktikant von Tobias Kraller Eine Blick hinter die Kulissen zu dieser Sendereihe gibt es hier zu erhaschen: https://www.rti.org.tw/de/programnews?uid=4&pid=81842 (Leben in Taiwan: Tobias Kraller im Interview: Von der Idee bis zur fertigen Sendereihe - Kolonialgeschichte und Identität Taiwans im Fokus)

  4. 11/16/2025

    Die niederländische Kolonialzeit auf Taiwan

    Die Ostindien-Kompanie (VOC) war eine der mächtigsten Handelsmächte der Welt – und zunehmend an einer kleinen Insel östlich des chinesischen Festlands interessiert, um von dort aus den Handel mit China und Japan auszubauen. Diese Insel war Taiwan – damals bekannt als Formosa. Bis dahin war Taiwan von indigenen austronesischen Völkern bewohnt. Obwohl die Insel China bekannt war, lag sie außerhalb der politischen Interessen der Ming-Dynastie auf dem Festland. 1624 errichtete die VOC daher einen Handelsstützpunkt im Südwesten Taiwans – im heutigen Tainan. Das markiert eine bedeutende Zäsur in der Geschichte Taiwans. Gemeinsam mit Tonio Andrade, Professor für Geschichte an der Emory University in Georgia, USA, sprechen wir über die Auswirkungen der niederländischen Kolonialzeit: über die Migration von Han-Taiwanerinnen und -Taiwanern, die Beziehungen zwischen der VOC und der indigenen Bevölkerung – und über die erste Niederlage einer europäischen Kolonialmacht in Ostasien. Zur Sendereihe "Von Formosa zu Taiwan - Eine Geschichte des Kolonialismus": Um das Taiwan von heute zu verstehen, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen. Die Insel war über 400 Jahre lang verschiedenen Formen der Fremdherrschaft ausgesetzt: von den niederländischen und spanischen Kolonialmächten im 17. Jahrhundert, über den Siedlerkolonialismus der Qing-Dynastie, bis hin zur imperialen Expansion Japans und der autoritären Herrschaft der Kuomintang nach dem Zweiten Weltkrieg. Eines wird dabei deutlich: Kolonialismus ist ein zentrales Element in der Geschichte Taiwans. In dieser Sendereihe gehen wir den Spuren dieser kolonialen Regime nach. Wir beleuchten ihre Merkmale, ihre Auswirkungen und fragen, wie sie das heutige Taiwan geprägt haben. Eine Sendereihe Praktikant von Tobias Kraller Eine Blick hinter die Kulissen zu dieser Sendereihe gibt es hier zu erhaschen: https://www.rti.org.tw/de/programnews?uid=4&pid=81842 (Leben in Taiwan: Tobias Kraller im Interview: Von der Idee bis zur fertigen Sendereihe - Kolonialgeschichte und Identität Taiwans im Fokus)

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