👉 The complete speaking system for the digital TestDaF: dafprep.com AUFGABE: In einer Arbeitsgruppe an Ihrer Hochschule behandeln Sie gerade das Thema „Reden mit den Händen". Sie haben dazu einen interessanten Artikel gelesen und wollen ihn für Ihre Mitstudierenden zusammenfassen. Lesen Sie den Text. Der Text ist 4 Minuten lang zu sehen. Fassen Sie danach die wesentlichen Informationen zusammen. Lesezeit / Vorbereitungszeit: 04:00Sprechzeit: 02:00 Hinweis: In der echten Prüfung ist der Text nur während der 4 Minuten Lese- und Vorbereitungszeit sichtbar. Üben Sie genauso — danach ohne Blick auf den Text sprechen. LESETEXT: Warum wir mit den Händen reden Wer telefoniert, bewegt oft die Hände — obwohl niemand am anderen Ende sie sehen kann. Noch erstaunlicher ist eine Beobachtung aus der Forschung: Auch Menschen, die von Geburt an blind sind, gestikulieren beim Sprechen, und zwar selbst dann, wenn sie mit jemandem sprechen, von dem sie wissen, dass er ebenfalls nichts sieht. Wären Gesten nur ein Mittel für das Gegenüber, dürfte es das eigentlich nicht geben. Die Sprachforschung erklärt das so: Gesten helfen nicht nur beim Verstehen, sondern auch beim Sprechen selbst. Wer eine räumliche Vorstellung im Kopf hat — einen Weg, eine Form, eine Bewegung —, muss sie in Wörter übersetzen. Die Hände greifen dabei sozusagen vor: Sie zeichnen die Form schon nach, während der passende Ausdruck noch gesucht wird. Das entlastet das Denken und macht das Sprechen flüssiger. Ein Forschungsteam einer europäischen Universität hat diese Annahme in einer Untersuchung mit rund 60 Teilnehmenden geprüft. Sie sollten einer anderen Person einen Weg durch ihre eigene Stadt beschreiben, vom Bahnhof bis zu einem bekannten Platz. Die eine Gruppe durfte dabei frei gestikulieren, die andere hielt die Hände während des Sprechens an der Stuhlkante fest. Alle Beschreibungen wurden aufgezeichnet und anschließend miteinander verglichen. Wer die Hände nicht benutzen durfte, sprach deutlich langsamer, machte mehr und längere Pausen und suchte häufiger nach Wörtern — besonders bei Ortsangaben wie „gegenüber" oder „um die Ecke". Für die Forschenden ist das ein Hinweis darauf, dass Gesten kein schmückendes Beiwerk sind, sondern zum Sprechen selbst dazugehören. Praktische Folgen sieht die Forschung überall dort, wo die Hände gerade nicht frei sind — beim Autofahren, beim Tragen einer schweren Tasche oder beim Kochen. Wer dann ins Stocken gerät oder umständlicher formuliert, hat nach dieser Deutung nicht plötzlich ein Sprachproblem, sondern spricht ohne ein Werkzeug, das sonst ganz selbstverständlich mitläuft. . . . . . . . . LÖSUNG: Eine mögliche Antwort (von vielen): In dem Artikel geht es um die Frage, warum Menschen beim Sprechen mit den Händen gestikulieren. Auffällig ist, dass sie das auch dann tun, wenn niemand sie sieht — am Telefon zum Beispiel, und sogar blinde Menschen im Gespräch mit anderen Blinden. Die Forscher wollten deshalb wissen, ob Gesten nicht nur dem Zuhörer helfen, sondern auch dem Sprecher selbst. Dafür mussten rund 60 Personen einen Weg beschreiben; die eine Gruppe durfte sich dabei frei bewegen, die andere musste die Hände stillhalten. Es stellte sich heraus, dass die Gruppe ohne Gesten langsamer sprach, mehr Pausen machte und öfter nach Wörtern suchte, besonders bei Ortsangaben. Die Forscher erklären das damit, dass die Hände beim Formulieren mithelfen und das Denken entlasten. Gesten sind also kein Schmuck, sondern gehören zum Sprechen dazu — was vor allem dann auffällt, wenn man die Hände einmal nicht frei hat.