Versorgungslücke

Paul Wiesheu und Neele Kufeld

Wir sind Neele und Paul und möchten mit Euch über Allgemeinmedizin und Wissenschaft sprechen. Als Medizinstudent:innen stellen wir uns die Fragen: Ist die Allgemeinmedizin wirklich uncool? Wie sieht Forschung in der Allgemeinmedizin aus? Welchen Beitrag kann Forschung zur Schließung der Versorgungslücke leisten? Dazu laden wir uns Forscher:innen und Ärzt:innen ein, die uns Ihre Projekte vorstellen und versuchen, unsere Fragen zu beantworten. Das Projekt wird gefördert durch die Wittener Universitätsgesellschaft (WUG).

Episodes

  1. #6 Versorgung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine

    07/12/2024

    #6 Versorgung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine

    Versorgung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine Seit dem russischen Angriffskrieg 24.02.2022 sind mehr als 5,8 Millionen Menschen aus der Ukraine als Flüchtlinge in europäischen Ländern registriert worden. In Deutschland wird die Zahl 2023 auf mehr als eine Millionen geschätzt. Diese Menschen haben ein Anrecht auf eine medizinische Versorgung im deutschen Gesundheitssystem. Doch wie läuft das konkret ab? Welche Herausforderungen gab es kurz nach dem Eintreffen der Ukrainischen Geflüchteten in Deutschland? Wie ist der Stand heute? Mit welchen Problemen wenden sich die Geflüchteten an das Gesundheitssystem? Diese Fragen stellen wir in unserer aktuellen Folge Expert*innen aus dem Gesundheitswesen, Forschenden und Dolmetschenden. Hört rein und lasst uns ein Feedback da! Korrektur: 00:00:42 Neele spricht vom Beginn des russischen Angriffskriegs 2024, das ist ein Versprecher und der Beginn war natürlich 2022. Interviewpartner:innen: Dr. Nils Thiessen Dr. Olena Perepadya Dr. Judith Tillmann Quellen: Rolke, K., Walter, J., Weckbecker, K., Münster, E., & Tillmann, J. (2024). Identifying gaps in healthcare: a qualitative study of Ukrainian refugee experiences in the German system, uncovering differences, information and support needs. BMC health services research, 24(1), 585. https://doi.org/10.1186/s12913-024-11052-6 Tillmann, J., Weckbecker, K., Wiesheu, P., Bleckwenn, M., Deutsch, T., & Münster, E. (2023). Hausärztliche Versorgung ukrainischer Geflüchteter: Evaluation von Herausforderungen und Informationsbedarfen (RefUGe-Studie) [Primary care of Ukrainian refugees]. ZFA. Zeitschrift fur Allgemeinmedizin, 99(1), 28--33. https://doi.org/10.1007/s44266-022-00001-3 Bundesverband der Dometscher und Übersetzter (2021). Positionspapier zur im Koalitionsvertrag vereinbarten Aufnahme der Sprachmittlung im Gesundheitswesen ins Sozialgesetzbuch V. Kapitel: 00:00:18 Einführung 00:02:45 Erfahrungen aus der Hausarztpraxis 00:27:28 Interview Judith Tillmann (Projekt REFUGE) 01:04:38 Abschluss und Zusammenfassung Instagram Twitter versorgungsluecke.podcast@gmail.com Gefördert durch die Wittener Universitätsgesellschaft (WUG)

    1h 7m
  2. 11/22/2023

    #4 Versorgung von Menschen mit höherem Körpergewicht

    Zwischen Diskrimierung und Unterversorgung, eine multiprofessionelle Perspektive. Gibt es eine medizinische Unterversorgung von Menschen mit höherem Gewicht? Wie wirken sich stigmatisierende gesellschaftlich institutionalisierte Vorstellungen über Dicke Körper aus und welche Rolle spielt die Medizin hier? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, sprechen Neele und Paul in der aktuellen Folge mit Expert:innen und Betroffenen. Dabei erfahren sie auch, wie wir uns in der (allgemeinmedizinischen) Praxis besser verhalten können. Literatur Interview Lotte Rose: Luck-Sikorski, C. (2017). Stigmatisierung und internalisiertes Stigma bel Adipositas. Interventionsmöglichkeiten. In L. Rose & F. Schorb (Hrsg.) Fat Studies in Deutschland. (S. 86-96). Beltz. Fischer, S. (2017). „Gute Dicke -- schlechte Dicke"? Wie die Haltung und das Verhalten professioneller Helfer zu Gewichtsdiskriminierung im Gesundheitswesen beitragen. In L. Rose & F. Schorb (Hrsg.) Fat Studies in Deutschland. (S. 219-229). Beltz. Fat Studies ein Glossar bei transcript Verlag Literatur Interview Till Hasenberg: Keys, A., Fidanza, F., Karvonen, M. J., Kimura, N., & Taylor, H. L. (1972). Indices of relative weight and obesity. Journal of chronic diseases, 25(6), 329--343. Sharma, A. M., & Kushner, R. F. (2009). A proposed clinical staging system for obesity. International journal of obesity (2005), 33(3), 289--295. Raglan, O. et al. (2019), Risk factors for endometrial cancer: An umbrella review of the literature. Int. J. Cancer, 145: 1719-1730. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) Interviewpartner:innen: Hausarzt Prof'in Lotte Rose Prof. Till Hasenberg Betroffene Person (gesprochen von Hannes X) Kapitel: 00:00:21 Einführung und Sprache 00:02:26 Interview mit Prof'in Lotte Rose zu Fat Studies 00:19:17 Interview mit einer betroffenen Person zu Erfahrungen 00:23:23 Interview mit Prof. Till Hasenberg 00:46:20 Interview mit einer betroffenen Person zu Versorgungsproblemen 00:49:10 Abschluss und Fazit Instagram Twitter versorgungsluecke.podcast@gmail.com Gefördert durch die Wittener Universitätsgesellschaft (WUG)

    52 min
  3. #2 Geschlechtssensible Versorgung in der Allgemeinmedizin

    06/08/2023

    #2 Geschlechtssensible Versorgung in der Allgemeinmedizin

    Spannenden Perspektiven auf Geschlecht und geschlechtssensible Versorgung durch Expert:innen. Was hat das Geschlecht mit medizinischer Versorgung zu tun? Behandeln wir Menschen unterschiedlich je nach Geschlecht und wenn ja, ist das gut so? In der aktuellen Folge sprechen wir über GESCO, ein Pilotprojekt zur Entwicklung einer geschlechtessensiblen Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen in der Allgemeinmedizin. Dazu haben wir mit Expert:innen aus dem Projekt, sowie aus den Bereichen Geschlechterforschung, Gender-Medizin und zum Thema Schmerz gesprochen. Das Akronym LGBTQIAP+ stellt eine mögliche Sammelbezeichnung für Lebens- und Liebensweisen dar, die nicht der Heteronormativität entsprechen. Die Buchstaben stehen für lesbian, gay, bisexual, transsexual, queer, intersexual, asexual und pansexual. Das Plus ist als Platzhalter für weitere Geschlechtsidentitäten zu verstehen, um keine Personen zu exkludieren. Quellen Gender-Wissenschaftlerin Anna Kirchner: Baltes-Löhr, C. (2014). Immer wieder Geschlecht -- immer wieder anders. Versuch einer Begriffsbestimmung. transcript. Fausto-Sterling, A. (2000). Sexing the Body. Gender Politics and the Construction of Sexuality. Maihofer, A. (2008). Sozialisation und Geschlecht. Belz. Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (DGTI) Zertifizierungsprogramm Wortmann, Laura (2023). Probleme und Potenziale gendermedizinischer Operationalisierung von Geschlecht, GENDER. Quellen zum Thema Definitionen und Operationalisierung von Geschlecht und Geschlechtssensibler Medizin: Oertelt-Prigione, S. (2020). Putting gender into sex- and gender-sensitive medicine. EClinicalMedicine. Heidari, Shirin et al. (2016): Sex and Gender Equity in Research: rationale for the SAGER guidelines and recommended use. Research integrity and peer. European Commission. (2021) Directorate General for Research and Innovation. Horizon Europe Guidance on Gender Equality Plans. Horstmann, Sophie et al. (2022): The Operationalisation of Sex and Gender in Quantitative Health-Related Research: A Scoping Review.J Environ Public Health. Nielsen, Mathias W. et al. (2021): Gender-relatedvariables for health research. Biol. Sex Differ. Kindler-Röhrborn, Andrea; Pfleiderer, Bettina (2012): Gendermedizin -- Modewort oder Notwendigkeit? -- Die Rolle des Geschlechts in der Medizin. XX 1 (03), S. 146--152. Interviewpartner:innen: Anna Kirchner Prof. Dr. Gabriele Kaczmarczyk Betroffene Alexandra Piotrowski Kapitel: 00:00:42 Gendermedizin mit Prof.'in Gabriele Kaczwmarczy 00:07:05 Genderstudies mit Anna Kirchner 00:20:00 Chronische Schmerzen mit Betroffner 00:29:20 Interview mit Alexandra Piotrowski (Thema GESCO) 00:49:51 Zusammenfassung und Abschluss Instagram Twitter versorgungsluecke.podcast@gmail.com Gefördert durch die Wittener Universitätsgesellschaft (WUG)

    52 min

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