Weiberbildung

Nina Haffer

Frauen kommen in Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Arbeitswelt und Finanzen viel zu selten zu Wort. Weiberbildung ändert das: Wir werfen Licht auf vernachlässigte Themen und laden alle Geschlechter ein, Weiblichkeit, und auch Männlichkeit, neu zu entdecken.

  1. 1d ago

    Geburt ist keine Krankheit: Hebamme Jutta Wohlrab über Geburtsangst, Kaiserschnitt & Selbstbestimmung

    In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Hebamme, Trainerin und Autorin Jutta Wohlrab über Geburt, Weiblichkeit und die Frage, was es eigentlich bedeutet, eine Frau zu sein.Jutta Wohlrab begleitet seit über 40 Jahren Frauen durch Schwangerschaft und Geburt und hat dabei mehr als 3.000 Geburten miterlebt. Gemeinsam sprechen Nina und Jutta darüber, warum Geburt weit mehr ist als ein medizinischer Vorgang und warum sie für viele Frauen eine tiefgreifende körperliche, emotionale und mentale Transformation sein kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eng Geburt und Weiblichkeit miteinander verbunden sind. Jutta erzählt, warum Geburtsangst zwar verständlich ist, aber nicht die Entscheidung über den eigenen Geburtsweg bestimmen sollte. Sie spricht über die Bedeutung von Wissen, Vorbereitung, Vertrauen und guter Begleitung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die moderne Geburtshilfe. Gemeinsam diskutieren Nina und Jutta über Kaiserschnitte, Interventionen und die Frage, wie viel Medizin bei einer Geburt tatsächlich notwendig ist. Dabei macht Jutta deutlich: Ein Kaiserschnitt kann Leben retten und ist in vielen Situationen die richtige Entscheidung. Gleichzeitig sollte jede Frau die Möglichkeit haben, ihre Geburt informiert und selbstbestimmt zu erleben. Es geht nicht um „natürlich“ gegen „medizinisch“, sondern um die Frage, wie Frauen in ihren Entscheidungen besser unterstützt werden können.Auch das Thema Gewalt und Trauma in der Geburtshilfe kommt zur Sprache. Jutta erzählt von Frauen, deren Geburtserfahrungen sie nachhaltig geprägt haben und von Frauen, die ihre zweite Geburt bewusst anders erleben wollten. Dabei wird deutlich, welche Rolle Kommunikation, Sicherheit, Vertrauen und mentale Vorbereitung spielen können. Nina und Jutta sprechen außerdem über Oxytocin, Bindung und den sogenannten „Mutterinstinkt“. Was passiert hormonell während und nach der Geburt? Können auch Väter bzw. Partner:innen eine intensive Bindung zum Kind entwickeln? Und welche Rolle spielen unsere eigene Kindheit, unsere Beziehungen und früh erlernte Muster dabei, wie wir Mutterschaft und Fürsorge erleben? Ein weiterer spannender Teil des Gesprächs dreht sich um Geburtspositionen: Warum wird in vielen Kliniken noch immer überwiegend in Rückenlage geboren? Und warum können aufrechte Positionen, die Seitenlage, der Vierfüßlerstand oder die Geburt im Wasser Frauen mehr Kontrolle und Sicherheit geben? Darüber hinaus geht es um die Geschichte der Hebammen und das Wissen von Frauen: um traditionelle Geburtshilfe, über Generationen weitergegebenes Wissen und die Frage, was durch die Medikalisierung und Institutionalisierung von Geburt verloren gegangen sein könnte. Und schließlich wird es persönlich: Was bedeutet Weiblichkeit eigentlich? Weiblichkeit ist keine feste Rolle und Mutterschaft keine Voraussetzung dafür, eine „gute“ Frau oder eine gute Hebamme zu sein.Zum Abschluss sprechen Nina und Jutta darüber, warum Schwangerschaft und Geburt mehr Vorbereitung verdienen. Denn wie Jutta sagt: Wir vergessen Geburtstage, aber wir vergessen nie den Tag der Geburt. 🎧 Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt: Instagram: ⁠https://www.instagram.com/weiberbildung⁠TikTok: ⁠https://www.tiktok.com/@weiberbildung⁠Spotify: ⁠https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRN⁠Apple Podcasts: ⁠https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712⁠YouTube: ⁠https://www.youtube.com/@weiberbildung⁠LinkedIn: ⁠https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/⁠ Keywords: Weiblichkeit, Geburt, Hebamme, Geburtshilfe, Geburtsangst, Tokophobie, Geburtstrauma, Gewalt in der Geburtshilfe, Kaiserschnitt, natürliche Geburt, selbstbestimmte Geburt, Schwangerschaft, Mutterschaft, Oxytocin, Mutterinstinkt, Bindung, Geburtshilfe, Frauengesundheit, Frauenwissen, Hebammenwissen, mentale Gesundheit, Mindset, Selbstbestimmung, Geburtshaus, Hausgeburt, Schwangerschaft, Weiblichkeit, Frau sein

  2. Jul 27

    Friendzone, Incel, Manosphere: Wie Einsamkeit zur Ideologie wird

    Der Film Obsession hat über 200 Millionen Dollar eingespielt – produziert für unter eine Million. Und er hat mich zum Stocken gebracht. Denn er erzählt etwas, das ich nicht mehr ignorieren konnte: die Realität vieler junger Männer, die sich wünschen, dass jemand sie liebt, und was passiert, wenn dieses Gefühl keine gesunde Sprache findet. In dieser Folge spreche ich über Friendzone, Incels und die Manosphere. Nicht als Empörungsformat, sondern mit echter Neugier auf die Mechanismen dahinter. Denn wer verstehen will, wie aus Einsamkeit Ideologie wird, muss zuerst verstehen, wie sie entsteht. Ich spreche über den kognitiven Bias, der Männer systematisch dazu bringt, Freundlichkeit von Frauen als Romantik zu interpretieren. Über das Nice-Guy-Syndrom und was es mit unbewusstem Selbstwert zu tun hat. Über die Struktur der Manosphere – von den Men's Rights Activists über Pick-Up Artists bis zu Red Pill, Black Pill und Incels. Über die echten Einsamkeitszahlen junger Männer in Deutschland. Und über die Frage, warum sich eine Male Loneliness Epidemic entwickelt, obwohl Frauen statistisch häufiger einsam sind und was das mit Männlichkeitsbildern zu tun hat. 🎙️ Themen dieser Folge: – Friendzone: Wo der Begriff wirklich herkommt und wie er zur negativen Frauenbeschreibung wurde – Der kognitive Bias: Warum Männer Freundlichkeit systematisch falsch interpretieren (und warum das keine Charakterschwäche ist) – Das Nice-Guy-Syndrom: Wenn Nettigkeit unbewusst transaktional wird – Die Manosphere erklärt: MRAs, Pick-Up Artists, Red Pill, MGTOW, Incels und Black Pill – und was sie unterscheidet – Warum Online-Communities nicht die Ursache der Radikalisierung sind – sondern der Verstärker – Einsamkeitskrise junger Erwachsener: 42 % der 21- bis 30-Jährigen in Deutschland und was das mit Rollenbildern zu tun hat – Wirtschaftliche Angst als Treiber: Wenn das, was als Geschlechterkampf erscheint, eigentlich Existenzangst ist – The opposite of addiction is connection und was das für die Prävention bedeutet Für alle, die verstehen wollen, wie Einsamkeit zur Ideologie wird und warum wir als Gesellschaft früher anfangen müssen, diese Gespräche zu führen. 📢 Jetzt reinhören – überall dort, wo es Podcasts gibt: Instagram: https://www.instagram.com/weiberbildung TikTok: https://www.tiktok.com/weiberbildung Spotify: https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRN Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712 YouTube: https://www.youtube.com/@weiberbildung LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ Keywords: Friendzone, Incel, Manosphere, Männlichkeit, Einsamkeit, Red Pill, Black Pill, Nice Guy Syndrom, Gender Bias, Feminismus, Rollenbilder, Männlichkeitsbild, Obsession Film, Toxische Männlichkeit, Radikalisierung, Online Communities, junge Männer, Gen Z, Dating, Gesellschaft

  3. Jul 13

    Die elektronische Patientenakte und der Gender Data Gap mit Brenya Adjej von der gematik

    In dieser Folge spricht Nina Haffer mit Brenya Adjej, Geschäftsführerin der gematik, über digitale Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit und die Frage, wie Daten unser Gesundheitssystem gerechter – oder eben ungerechter – machen können. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der Gender Data Gap in der Medizin: Warum Frauen in Forschung und Gesundheitsdaten bis heute unterrepräsentiert sind, welche Folgen das für Diagnosen, Therapien und Versorgung hat und wie digitale Lösungen dazu beitragen können, diese Lücken langfristig zu schließen. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die elektronische Patientenakte (ePA) und diskutieren, welche Chancen sie für Patient:innen, Ärzt:innen und die Forschung bietet. Brenya erklärt, warum qualitativ hochwertige Gesundheitsdaten die Grundlage für bessere Medizin und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind. Und weshalb Europa bei digitalen Gesundheitsdaten eine wichtige Rolle spielen kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Diversität in Führung und Technologie. Brenya berichtet, warum die gematik gezielt Frauen in Führungspositionen fördert, weshalb sie heute eine überzeugte Befürworterin von Frauenquoten ist und wie vielfältige Teams dazu beitragen, Produkte, Standards und digitale Infrastrukturen gerechter zu gestalten. Dabei wird deutlich, dass Gender Bias nicht erst in Algorithmen entsteht, sondern sich durch die gesamte Daten- und Entwicklungsprozesskette ziehen kann. Außerdem sprechen die beiden über den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Gleichberechtigung: Wie können Videosprechstunden und digitale Gesundheitsangebote insbesondere Frauen entlasten? Warum reicht technischer Fortschritt allein nicht aus? Und weshalb müssen Diversität und Geschlechtergerechtigkeit von Anfang an in digitale Produkte und Standards integriert werden? Zum Abschluss richtet Brenya einen Appell an Unternehmen und Frauen gleichermaßen: Veränderung beginnt nicht erst mit neuen Gesetzen, sondern mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Perspektiven einzubeziehen und bestehende Strukturen aktiv zu hinterfragen. 🎧 Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt:Instagram: https://www.instagram.com/weiberbildungTikTok: https://www.tiktok.com/@weiberbildungSpotify: https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRNApple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712YouTube: https://www.youtube.com/@weiberbildungLinkedIn: https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ Keywords: Gender Data Gap, digitale Gesundheit, gematik, elektronische Patientenakte, ePA, Frauen in Führung, Frauenquote, Digitalisierung, Gesundheitsdaten, KI, Künstliche Intelligenz, Gender Bias, Medizin, Frauengesundheit, Diversität, Führung, Tech, European Health Data Space, EHDS, Gesundheitswesen, Gleichberechtigung, Forschung, Datenqualität, Women in Tech

  4. Jul 1

    Rasiert euch! Wie Rasierklingen und Marketingkampagnen entschieden haben, wie Frauenkörper auszusehen haben

    Werdet ihr euch rasieren für euren Strandurlaub oder lasst ihr es wachsen? Und habt ihr euch je gefragt, warum ihr diese Frage überhaupt stellt und die Männer um euch herum nicht? In dieser Folge von Weiberbildung geht Host Nina Haffer der Frage nach, warum Rasur so tief mit Weiblichkeit verknüpft ist – und wer eigentlich entschieden hat, dass das so ist. Von Ägypten bis zum Bikini, vom erstem Damenrasierer 1915 bis zur P****industrie der 2000er: Das Schönheitsideal des glatten Frauenkörpers hat eine Geschichte. Und sie ist keine natürliche. Wir sprechen über einen raffinierten Marketingplan, der 1915 einen Schönheitszwang aus dem Nichts erschuf, über Cellulite als brillante Erfindung einer Problemzone, über den Einfluss der P****industrie auf Intimrasur als Norm, über das biologische Schutzpotenzial von Schambehaarung – und über das sogenannte Kindchenschema, das erklärt, warum der enthaarte Frauenkörper so tief in unser Bild von Weiblichkeit eingebettet ist. 🎙️ Themen dieser Folge: – Warum 1915 nicht einen Rasierer verkauft wurde, sondern ein Problem erfunden – Achselhaare bei Miley Cyrus vs. Achselhaare bei Männern: die mediale Doppelmoral – Geschichte der Rasur: von der Antike bis zum Internet – Cellulite: Wie aus einem normalen Hautbild eine Milliardenindustrie wurde – Die Pornoindustrie und Intimrasur: Wie ein Medium die Norm veränderte – Körperbehaarung als physische Schutzbarriere: Was die Biologie sagt – Das Kindchenschema: Warum glatte Haut und Weiblichkeit strukturell verknüpft sind – Männer und Manscaping: Warum Beine die einzige Ausnahme bleiben – Welche Fantasie haben wir eigentlich internalisiert? Für alle, die sich fragen, ob ihre Entscheidung zur Rasur wirklich ihre eigene ist und warum diese Frage bei Frauen so viel mehr Gewicht hat als bei Männern. 📢 Jetzt reinhören – überall dort, wo es Podcasts gibt: Instagram: https://www.instagram.com/weiberbildung TikTok: https://www.tiktok.com/weiberbildung Spotify: https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRN Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712 YouTube: https://www.youtube.com/@weiberbildung LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ Keywords: Rasur, Frauen, Körperbehaarung, Intimrasur, Weiblichkeit, Schönheitsideal, Pornoindustrie, Kindchenschema, Gender Bias, Cellulite, Feminismus, Achselhaare, Beinrasur, Schamhaare, Körpernorm, Patriarchat, Selbstbestimmung, Marketing, Beauty-Industrie

  5. Jun 15

    Intersektionalität verstehen: Warum Diskriminierung so viele betrifft – mit Melanelle Beryl Hémêfa

    In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Autorin, Poetin und Beraterin Melanelle Beryl Hémêfa über Intersektionalität, Diskriminierung und die Frage, wie gesellschaftliche Strukturen Menschen gleichzeitig auf ganz unterschiedlichen Ebenen betreffen können. Im Zentrum des Gesprächs steht die Idee der Intersektionalität: Warum Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus oder Altersdiskriminierung nicht isoliert wirken, sondern sich überschneiden und gegenseitig verstärken können. Melanelle erklärt anschaulich, wie diese „Überschneidungen“ im Alltag sichtbar werden – oft dort, wo sie zunächst gar nicht als Diskriminierung erkannt werden.Gemeinsam wird außerdem beleuchtet, wie Antidiskriminierungskompetenz in Organisationen aufgebaut werden kann: von Weiterbildung und Bewusstseinsarbeit über klare Kommunikationsregeln bis hin zu strukturellen Maßnahmen wie Code of Conducts und Beschwerdestellen. Dabei wird deutlich, dass echte Veränderung nicht nur individuelles Verhalten betrifft, sondern vor allem institutionelle Verantwortung und Führung erfordert.Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie solidarisches Handeln aussehen kann, ohne dabei übergriffig zu werden. Das Gespräch bewegt sich zwischen Unsicherheit, guten Absichten und der Herausforderung, richtig zuzuhören, Grenzen zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen, wenn Fehler passieren. Auch kritische Perspektiven auf „White Feminism“, Care-Arbeit und Machtverhältnisse innerhalb von Aktivismus werden offen angesprochen: Wer spricht eigentlich für wen? Und welche Stimmen bleiben dabei ungehört? Trotz der Schwere der Themen öffnet die Folge auch Räume für Empowerment: Melanelle spricht darüber, wie wichtig kreative Selbstentfaltung, Community und Fürsorge sind – und warum Weiblichkeit für sie vor allem Selbstbestimmung bedeutet. Außerdem erzählt sie, wie sie über Rap-Texte zur Poesie gefunden hat und wie Schreiben für sie zu einem Raum von Ausdruck, Heilung und Sichtbarkeit geworden ist. Am Ende bleibt ein vielschichtiges Gespräch über Verantwortung, Solidarität und die Frage, wie wir lernen können, Diskriminierung nicht nur zu verstehen, sondern ihr im Alltag konkret entgegenzuwirken – ohne die eigenen Grenzen und die der anderen aus dem Blick zu verlieren. 🎧 Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt: Instagram: ⁠https://www.instagram.com/weiberbildung⁠TikTok: ⁠https://www.tiktok.com/weiberbildung⁠Spotify: ⁠https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRNApple Podcasts: ⁠https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712⁠YouTube: ⁠https://www.youtube.com/@weiberbildung/LinkedIn: ⁠https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ Keywords: Intersektionalität, Diskriminierung, Antidiskriminierung, Empowerment, Feminismus, White Feminism, Allyship, Machtverhältnisse, Diversität, Inklusion, Ableismus, Rassismus, Klassismus, Sexismus, Care-Arbeit, Kommunikationskultur, Organisationsentwicklung, Führungskultur, gesellschaftlicher Wandel, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Barrierefreiheit, Neurodiversität, Poesie, Kreativität, Selbstbestimmung, Identität

  6. Jun 1

    Was ist Mikrofeminismus? Was hat das mit Mikroaggressionen zutun? Feminismus in kleinen Schritten

    In dieser Solofolge spricht Host Nina Haffer über ein aktuell viel diskutiertes Phänomen aus der Social-Media-Welt: Microfeminism. Sie zeigt, wie sich hinter scheinbar kleinen, alltäglichen Gesten – etwa in Sprache, Kommunikation oder Verhalten – der Versuch verbirgt, geschlechtliche Ungleichheiten im Alltag sichtbar zu machen und ihnen punktuell entgegenzuwirken. Ausgehend von viralen Beispielen auf TikTok und Instagram erklärt Nina, woher der Begriff stammt und warum er zwar neu wirkt, aber tief in feministischen Theorien der zweiten Welle verankert ist. Besonders prägend war die Idee, dass „das Persönliche politisch ist“ – geprägt u. a. von Carol Hanisch – und dass selbst kleine Interaktionen im Job, in der Familie oder im öffentlichen Raum Ausdruck struktureller Machtverhältnisse sein können. Die Folge beleuchtet, wie Microfeminism als Reaktion auf alltägliche Mikroaggressionen verstanden werden kann: Unterbrechungen in Meetings, das Absprechen von Kompetenz, stereotype Aufgabenverteilung oder sprachliche Unsichtbarmachung. Studien zeigen, dass solche Erfahrungen für viele Frauen nicht nur einzelne Momente sind, sondern sich langfristig auf Selbstwahrnehmung, Karrierewege und psychische Belastung auswirken können. Gleichzeitig diskutiert Nina kritisch, ob einzelne Handlungen – etwa bewusst weibliche Reihenfolgen in E-Mails oder sprachliche Umkehrungen – tatsächlich strukturelle Veränderungen bewirken können oder eher symbolisch bleiben. Sie zeigt, wie schnell solche Gesten in den Bereich des „Activism“-Gefühls rutschen können, ohne dass sich die zugrunde liegenden Machtstrukturen wirklich verschieben. Am Ende steht die zentrale Frage: Sind Microfeminism-Praktiken ein sinnvoller Hebel für Veränderung im Alltag – oder riskieren sie, größere strukturelle Probleme zu individualisieren? Was ist Microfeminism? Ursprung, Social Media & DefinitionFeministische Wurzeln: „Das Persönliche ist politisch“Mikroaggressionen im Alltag: Unsichtbare Ungleichheiten in Arbeit & KommunikationStudienlage: Auswirkungen auf Karriere, Wahrnehmung & psychische BelastungBeispiele für Microfeminism im Alltag: Sprache, Arbeitskontext, öffentliche Räume (Was sind Manbumping, Manspreading, etc. eigentlich?)Chancen & Grenzen: Kleine Gesten vs. strukturelle VeränderungKritik: Individualisierung von Ungleichheit & „Slacktivism“-EffektEine Folge für alle, die verstehen wollen, wie sich Geschlechterungleichheiten im Kleinen zeigen – und warum die Debatte um Microfeminism so viel über größere gesellschaftliche Strukturen verrät. 🎧 Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt: Instagram: https://www.instagram.com/weiberbildungTikTok: https://www.tiktok.com/weiberbildungSpotify: https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRNApple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712YouTube: https://www.youtube.com/@weiberbildung/LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ Keywords: Microfeminism, Micro Feminism, was ist Microfeminism, Microfeminism Bedeutung, Feminismus im Alltag, Gendergerechtigkeit Alltag, Mikroaggressionen Geschlecht, Sexismus Arbeitswelt, Frauen Karriere Hindernisse, strukturelle Ungleichheit Frauen, Carearbeit Gender, Carol Hanisch Feminismus, das Persönliche ist politisch, Mansplaining Definition, Manspreading Bedeutung, Unterbrechungen Meetings Frauen, Gender Bias Sprache, generisches Maskulinum Kritik, weibliche Sichtbarkeit Sprache, Feminismus Social Media TikTok, digitale Feminismus Trends, Alltagssexismus Beispiele, Bystander Effekt Interventionen, Workplace Equality Frauen, feministische Theorie Alltag, Mikrointerventionen Feminismus, Activism Kritik Feminismus, strukturelle Diskriminierung Geschlecht, Podcast Feminismus Deutschland, Nina Haffer Podcast Weiberbildung

  7. May 18

    Warum Nachhaltigkeit bei uns selbst beginnt mit Prof. Dr. Anabel Ternes-von Hattburg

    In dieser Folge spricht Nina Haffer mit der Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscherin Prof. Dr. Anabel Ternes-von Hattburg über die Frage, wie wir als Gesellschaft Zukunft wirklich gestalten, und was Nachhaltigkeit jenseits von Schlagworten, Trends und Greenwashing tatsächlich bedeutet. Wir gehen der Frage nach, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verwoben sind und warum nachhaltiges Denken nicht nur ökologisch, sondern immer auch ökonomisch und sozial gedacht werden muss. Dabei wird deutlich, wie sehr unsere Entscheidungen von Bequemlichkeit, kurzfristigen Anreizen und tief verankerten gesellschaftlichen Mustern geprägt sind. Außerdem gibt sie sehr persönliche Einblicke in ihre eigene Biografie, von prägenden Erfahrungen im Leistungssport bis hin zu einer Situation, in der ihr sogar vermittelt wurde, sie solle „Watte essen“, und zeigt damit eindrücklich, wie stark Fremdsteuerung, Leistungsdruck und Körperwahrnehmung unser Verhalten und unser Verständnis von Verantwortung prägen können. Im Gespräch wird außerdem sichtbar: warum radikale neue Führungsansätze Mitarbeitende schnell überfordern können,wie stark psychische Gesundheit, Hochsensibilität und Reizüberflutung unsere Zeit prägen,weshalb Social Media und Influencer-Kultur Identität und Berufswünsche verändern,was Watte mit Modeln und Körperwahrnehmung zutun hat,und warum Kommunikation im Arbeitsleben noch immer stark von Geschlechterbildern beeinflusst ist. Anabel gibt dabei tiefe Einblicke in ihre Arbeit als Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscherin, spricht über strukturelle Biases in Organisationen und zeigt auf, warum echte Veränderung nur dann gelingt, wenn wir Verantwortung nicht nur an Systeme, sondern auch an uns selbst zurückgeben. Gemeinsam wird klar: Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das „irgendwann“ erreicht wird, sondern eine tägliche Praxis aus Bewusstsein, Haltung und Entscheidungen im Hier und Jetzt. 🎧 Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt: Instagram: https://www.instagram.com/weiberbildungTikTok: https://www.tiktok.com/weiberbildungSpotify: https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRNApple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712YouTube: https://www.youtube.com/@weiberbildung/LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ Keywords: Nachhaltigkeit, Zukunftsforschung, Nachhaltigkeitsforschung, Geschlechterrollen, Gleichberechtigung, Bias, Machtverhältnisse, gesellschaftlicher Wandel, Führungskultur, Work-Life-Balance, mentale Gesundheit, Hochsensibilität, Social Media, Influencer-Kultur, Arbeitswelt der Zukunft, Kommunikation, Frauen in Führung, Diversität, Systemwandel, Verantwortung, Zukunft gestalten, Transformation, Bildung, gesellschaftliche Innovation

  8. May 4

    Deepfakes: Eine neue Form digitaler Gewalt gegen Frauen, die weder vor Perez Hilton und Collien Fernandez noch vor Schulen Halt macht

    In dieser Solofolge spricht Host Nina Haffer über ein schnell wachsendes und hochgefährliches digitales Gewaltphänomen: sexualisierte DeepFakes. Sie zeigt, wie Künstliche Intelligenz genutzt wird, um Frauen ohne ihre Einwilligung in pornografische Szenen zu montieren, und wie diese Form der bildbasierten Gewalt Macht, Kontrolle und strukturellen Sexismus im digitalen Raum sichtbar macht. Ausgehend von aktuellen Fällen aus Deutschland und dem internationalen Kontext erklärt Nina, warum DeepFakes kein Technikproblem sind, sondern ein gesellschaftliches: Frauen werden gezielt beschämt, bedroht und mundtot gemacht, weil Sichtbarkeit im Netz für sie ein Risiko darstellt. Besonders alarmierend: 98 % aller DeepFakes sind pornografisch, 99 % zeigen weibliche Personen. Und inzwischen sind auch Schulen massiv betroffen. Die Folge beleuchtet, wie niedrigschwellige KI-Tools Täter empowern, warum Mädchen und Frauen ungleich stärker betroffen sind und weshalb Plattformen und Gesetzgeber beim Schutz Betroffener hinterherhinken. Nina zeigt auf, wie antifeministische Dynamiken, fehlende Empathie und internalisierte Machtstrukturen diese Form der Gewalt ermöglichen – und warum die Verantwortung nicht bei den Opfern liegen darf. Dabei taucht sie tief in psychologische, politische und rechtliche Dimensionen ein: Welche Rolle spielen Scham, Täter-Strategien und gesellschaftliche Normen? Warum werden Betroffene retraumatisiert, während Täter anonym bleiben? Und was braucht es, um Schulen, Arbeitsplätze und digitale Räume wirklich sicherer zu machen? DeepFakes als digitale sexualisierte Gewalt: Warum fast ausschließlich Frauen betroffen sindAktuelle Fälle in Medien, Politik & Schulen: Wie schnell sich DeepFakes verbreiten – und wie zerstörerisch die Folgen sindMacht, Kontrolle & Misogynie: Warum DeepFakes patriarchale Strukturen reproduzierenTäterprofile & Motivationen: Warum nicht die Technologie das Problem ist, sondern gesellschaftliche DenkmusterRechtslage in Deutschland, EU & USA: Was bereits geregelt ist und welche Lücken Betroffene weiterhin ungeschützt lassenJugend & Prävention: Warum Schulen ein Brennpunkt sind und weshalb Aufklärung nicht bei Technik, sondern bei Geschlechterbildern ansetzen mussPlattformverantwortung & Schutzmechanismen: Warum Löschprozesse nicht ausreichen und welche Maßnahmen dringend notwendig sindEine Folge für alle, die verstehen wollen, warum digitale Gewalt gegen Frauen eskaliert, wie DeepFakes patriarchale Muster fortführen, und weshalb wir dringend bessere Schutzmechanismen, Empathie und gesellschaftliche Verantwortung brauchen. 🎧 Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt: Instagram: https://www.instagram.com/weiberbildung TikTok: https://www.tiktok.com/weiberbildung Spotify: https://open.spotify.com/show/6LsnojqEBU0p9Opo3lyoRN Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/weiberbildung/id1809566712 YouTube: https://www.youtube.com/@weiberbildung/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/weiberbildung/ In der Folge geht es unter anderem um: DeepFakes, digitale Gewalt, sexualisierte Gewalt online, KI-Missbrauch, bildbasierte Gewalt, Frauen im Netz, Online-Sicherheit, Social Media, Cybergewalt, feministische Analyse, Machtstrukturen, Misogynie, digitale Selbstbestimmung, Deepfake Gesetzgebung, Online-Hass, Prävention Schulen, KI-Ethik, nicht einvernehmliche DeepFakes, Collien Fernandez, Paris Hilton, Alexandria Ocasio-Cortez, Sebastian Lechner, Stefanie Hubig

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Frauen kommen in Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Arbeitswelt und Finanzen viel zu selten zu Wort. Weiberbildung ändert das: Wir werfen Licht auf vernachlässigte Themen und laden alle Geschlechter ein, Weiblichkeit, und auch Männlichkeit, neu zu entdecken.

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