Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

Jan Schulte-Kellinghaus

Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.

  1. 31M AGO

    #48 Die Welt ohne Amerika - Der Behaimglobus

    Mit Daniel Hess:Wer verstehen will, wie die Menschen am Beginn der Neuzeit auf die Welt geblickt haben, der sollte sich den Behaim-Globus anschauen. 1493 holte sich der Nürnberger Kaufmann Martin Behaim den Auftrag der Stadt Nürnberg, eine Weltkugel herzustellen. Der Globus hat einen Durchmesser von 51 cm. Darauf bildeten Nürnberger Experten die Geografie der damals bekannten Welt ab. In dem Jahr, in dem der Behaim-Globus der Öffentlichkeit präsentiert wurde, teilten Portugal und Spanien die damals bekannte Welt unter sich auf. Der Papst protokollierte 1494 im Vertrag von Tordesillas die Aufteilung der Welt. Die Welt links eines bestimmten Längengrades stand Spanien zu (das war im Wesentlichen der amerikanische Kontinent) und die Welt rechts davon (Afrika, Asien und Indien) fiel an Portugal. Da hatte die Kolonialzeit schon begonnen. Der Behaimglobus zeigt, dass auch die deutschen Händler ihren Anteil daran hatten. Minutiös sind die Waren eingezeichnet, die man an den verschiedenen Orten der Welt kaufen erwerben kann. Über die Anfangszeiten der europäischen Expansion und die Rolle Nürnbergs als europäischer Handelstadt spreche ich mit Prof. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Die handelnden Personen in dieser Folge: Martin Behaim (1449-1507), Nürnberger Kaufmann, der am portugiesischen Hof Karriere machte, holte sich 1493 von der Stadt Nürnberg den Auftrag, einen Globus herstellen zu lassen und die Waren der Welt darain zu verzeichnen. Der Behaimglobus ist der Werke aus der Wiege des Buchdrucksälteste erhaltene Globus der Welt. Heinrich der Seefahrer (1394-1460), portugiesischer Prinz, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Westküse Afrikas mit Segelschiffen zu erkunden. Er selbst blieb immer am Land, war aber ein wichtiger Initiator der europäischen Expansion. Bartholomeu Dias (1450-1500), portugiesischer Kapitän, der als erster Europäer die Südspitze Afrikas unsegelte und damit den Seeweg nach Indien entdeckte. Hartmann Schedel (1440-1514), deutscher Arzt und Gelehrter, der 1493 in Nürnberg eine Weltchronik publizierte. Sie erzählte die damals bekannte Geschichte der Welt bis in die Gegenwart. Die 700 Seiten starke illustrierte Weltgeschichte ist eines der bedeutensten Werke aus der Wiege des Buchdrucks. Albrecht Dürer (1471-1528), der berühmteste deutsche Renaissance-Künstler lebte in Nürnberg. Dort fertigte er den berühmten Holzschnitt eines Rhinozeros an, ohne ein solches Tier je gesehen zu haben. Christoph Columbus (1451-1506), im Auftrag der spanischen Krone entdeckte der Seefahrer 1492 Amerika. Bis zu seinem Tod wußte er nicht, dass es sich um einen unbekannten Kontinent handelte. Er starb in dem Glauben, den Seeweg nach Indien entdeckt zu haben. Amerigo Vespucci (1454-1512), der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt. Marco Polo (1254-1326), venezianischer Reisekaufmann. Zwei Jahrzehnte lang bereiste er Asien. Seine Lebenserinnerungen inspirierten Kartographen und Entdecker noch viele Jahrhunderte später. Batholomé de las Casas (1484-1566), spanischer Theologe, der als erster die Misshandlung der indigenen Völker in den spanischen Kolonien anprangerte. Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Philosoph und Schriftsteller. Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    47 min
  2. FEB 25

    #47 Schlafmütze oder Kaiser der Superlative - Wer war Friedrich III.

    Mit Tobias Daniels:a.e.i.o.u. war sein rätselhaftes Markenzeichen. Kaiser Friedrich III. von Habsburg ließ die Buchstabenkombination überall anbringen. Schon seine Zeitgenossen rätselten warum. Bis heute weiß keiner, was sie genau bedeuten. Auch der Charakter des Kaisers bleibt rätselhaft. Jahrhundertelang schimpften ihn die Historiker die "Erzschlafmütze" des Heiligen Römischen Reiches, weil er sich selten blicken ließ. Tobias Daniels hält ihn dagegen für den Kaiser der Superlative. 53 Jahre lang hat er das römisch-deutsche Reich regiert. Die Rekordamtszeit in der deutschen Geschichte. Und obwohl die Kurfürsten unzufrieden mit ihm waren, wählten sie seinen Sohn Maximilian zu seinem Nachfolger. Damit legte Friedrich den Grundstein für die über 380 Jahre lange Herrschaft der Habsburger. Über den rätselhaften Kaiser und die Frage, warum gerade unter seiner Herrschaft das Heilige Römische Reich den Namenszusatz "deutscher Nation" bekam, spreche ich mit Tobias Daniels von der Uni Heidelberg. Seine Reisetipps und viele Bilder findet Ihr auf www.99xgeschichte.de Das "Personal" dieser Folge: Friedrich III. (1415-1493) aus dem Haus Habsburg, römisch-deutscher König seit 1440 und römisch-deutscher Kaiser seit 1452, hält mit seinen 53 Regierungsjahren den Rekord auf dem römisch-deutschen Thron. Eleonore von Portugal (1436-1467) heiratete Friedrich III. 1452 und wurde selbst zur Kaiserin gekrönt. Mutter von Maximilian I. Maximilian I. (1459-1519) Sohn von Friedrich III., römisch-deutscher König seit 1486 und Kaiser ab 1508. Durch die Heirat mit Maria von Burgund gewann er zusätzlich zu Österreich die Herrschaft über die Niederlande für das Haus Habsburg. Karl der Kühne (1433-1477), seit 1467 Herzog von Burgund. Einer der reichsten europäischen Herrscher seiner Zeit. Vater von Maria von Burgund. Forderte für die Eheschließung seiner Tochter mit Maximilian I. die Kaiserkrone von Friedrich III. Erfolglos. Karl starb in der Schlacht von Nancy 1477 und hinterließ seine Tochter Maria als Alleinerbin. Maria von Burgund (1457-1482), seit 1477 Herzogin von Burgund. Heiratete nach dem Tod ihres Vaters Maximilian I. Zusammen bewahrten sie das Herzogtum Burgund vor dem Zugriff des französischen Königs. Fünf Jahre nach der Hochzeit starb Maria an den Folgen eines Reitunfalls. Sigismund (1368-1437) aus dem Haus Luxemburg war der Vorvorgänger von Friedrich III. als römisch-deutscher König und Kaiser. Jan Hus (1370-1415) tschechischer Prediger und Universitätsprofessor, der Missstände in der Kirche anprangerte. Er wurde 1415 als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz verbrannt. Nach seinem Tod revoltierten seine Anhänger, die Hussiten, in Böhmen. Die Hussitenkriege hielten Osteuropa und König Sigismund zwei Jahrzehnte in Atem. Matthias Corvinus (1443-1490), König von Ungarn seit 1458. Eroberte 1485 Wiener Neustadt und Wien und vertrieb Friedrich III. zeitweise. In der Hofburg residierte er fünf Jahre bis zu seinem Tod. Enea Silvio Piccolomini (1405-1464), seit 1458 Papst Pius II. Berühmter Humanist und Dichter, der als Papst die Herrscher Europas erfolglos zu einem Kreuzug zur Befreiung Konstantinopels, Jerusalems und gegen die osmanische Invasion drängte Amerigo Vespucci (1454-1512), der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt. Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    1h 3m
  3. FEB 18

    #Was wäre Gutenberg ohne Papier? Die Medienrevolution

    Mit Carla Meyer-Schlenkrich:Wir sind in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Mainzer Johannes Gutenberg hatte einen revolutionären Einfall. Er stellte einzelne Buchstaben aus Metall her, die er für jeden Text beliebig zu Wörtern, Sätzen und Absätzen zusammensetzen und wieder auseinandernehmen konnte. Von den Weinbauern seiner Gegend schaute er sich die Spindelpresse ab und mixte aus Leinöl und Ruß Druckerschwärze. Schon in seinen ersten Druckwerken entwickelte er eine Präzision, die noch heute bewundert wird. Um den Blocksatz akkurat herzustellen, goss er jeden Druckbuchstaben des Alphabets in zehn unterschiedlichen Breiten. Damit jede Zeile exakt gleichlang war, konnte er mit den unterschiedlich breiten Metallbuchstaben die Abstände haargenau anpassen. Sein erstes gedrucktes Buch war die Bibel mit einer Auflage von 180 Stück. 49 sind davon noch heute erhalten unter anderem in Berlin, New York oder Tokio. Kurze Zeit später schossen in ganz Europa Druckerpressen aus dem Boden und die Medienrevolution begann... Aber stimmt die Geschichte der Medienrevolution aus Mainz eigentlich? Was hätte Gutenberg ohne Papier gemacht? Oder ohne Leser? Die Revolution, sagt Carla Meyer Schlenkrich, hat mindestens 100 Jahre früher eingesetzt, als immer mehr Menschen lesen und schreiben lernten und sich die Erfindung des Papiers langsam verbreitete. Ohne Papier kein Druck und ohne Leser keine Bücher. Die eigentliche Medienrevolution schlich auf leisen Sohlen durchs Spätmittelalter. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    1h 14m
  4. FEB 11

    #45 Sigismund, Jan Hus und das Konzil von Konstanz

    Mit Julia Burkhardt:Als Sigismund 1411 König wurde, war er 43 Jahre alt. Ein bewegtes Leben lag bereits hinter ihm. Seit 24 Jahren war er König von Ungarn und hatte gelernt sich machtpolitisch durchzusetzen. Als römisch-deutscher König stellte er sich der Aufgabe, das große Schisma, also die Teilung der Kirche unter drei Päpste, zu überwinden. Sigismund lud im November 1414 Vertreter der gesamten Christenheit zum Konzil nach Konstanz. Schätzungsweise waren es mehr als 50.000 Konzilsteilnehmer, die in die kleine Stadt am Bodensee strömten. 33 Kardinäle, 300 Bischöfe, 500 Äbte, Heerscharen von Gelehrten, Unterhändlern und Bodyguards. Sogar 700 Prostituierte wurden offiziell registriert. Die 50.000 Menschen blieben jahrelang. Konstanz war für diesen Andrang gar nicht geschaffen.  4 Jahre dauerte der Ausnahmezustand am Bodensee. Eine bewegte Verhandlungszeit. Der Papst aus Pisa floh nach 5 Monaten verkleidet als Stallknecht nach Freiburg. Der Papst aus Rom trat freiwillig zurück und der aus Avignon wurde abgesetzt. Damit war der Weg für eine neue Papstwahl frei. Die fand gleich in Konstanz am Hafen statt. Das Gebäude steht heute immer noch. Ein Warenlager funktionierte man zum Konklave um und einigte sich endlich auf nur einen Papst: Martin V. Das große Schisma war beendet. 7 Jahre nach seiner Königswahl hatte Sigismund sein Ziel erreicht. Er war auf dem Höhepunkt seiner Macht. Umso erstaunlicher, dass das Schicksal eines einfachen tschechischen Predigers, das restliche Leben von Sigismund dominieren sollte. Die Kirche machte dem Reformgelehrten Jan Hus während des Konzils in Konstanz den Prozeß. Jan Hus starb auf dem Scheiterhaufen, obwohl König Sigismund ihm freies Geleit zugesichert hatte. Daraufhin brachen in Böhmen die Hussitenkriege aus, die Sigismund und die Reichspolitik Jahrzehnte in Atem hielten. Ich spreche mit der Julia Brukhardt, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, über den zupackenden König- und Kaiser und die Voraussehbarkeit der Revolte in Böhmen. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    59 min
  5. FEB 4

    # 44 Wie faul war Wenzel der Faule?

    Mit Christian OertelDer römisch deutsche König Wenzel hält den Rekord an übler Nachrede unter den Königen und Kaisern in der deutschen Geschichte. Wenzel, der Sohn von Karl IV., regierte 22 Jahre lang das römisch-deutsche Reich. Zumindest sah er das so. Die Kurfürsten waren anderer Meinung und setzen Wenzel nach 22 Jahren ab. Wegen Untätigkeit. Sie nannten ihn „unwürdig“ und „unnütz“. Eine beispiellose Demütigung. Zusätzlich verunglimpfte ihn der Papst. Wenzel hätte nicht nur einen verdorbenen Charakter, sondern sei weitgehend untätig geblieben, schrieb er 50 Jahre nach Wenzels Tod. Mit dem vernichtenden Urteil des Papstes bekam Wenzel in der Geschichtsschreibung den Beinnamen: „der Faule“. Schon zu seinen Lebzeiten häuften sich Horrogeschichten von Peitschen und Kampfhunden mit denen er auf Untergebene losgegangen sein soll. Er habe Löwen zur Einschüchterung seiner Gegner gehalten, Reliquien zerstört und Prag angezündet. Dabei wäre er der Völlerei und der Trunksucht verfallen. Doch was ist dran an den Vorwürfen? Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stammen von seinen Gegnern. Der Papst verachtete ihn, weil Wenzel als König von Böhmen den Reformator Jan Hus unterstützte. Wenzel selber kümmerte sich nicht um breitenwirksame Gegen-PR sondern ließ erlesene Prachthandschriften herstellen, die seine Königswürde beweisen sollten. Vielleicht war er kein "natural born leader" sagt der Historiker Christian Oertel, aber ganz so schlimm, wie ihn seine Gegner zeichneten, wird er wohl nicht gewesen sein. Im Gegenteil: Vielleicht war er seinen Zeitgenossen in manchen Punkten seiner Herrschaftspraxis einfach weit voraus... Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    49 min
  6. JAN 28

    #43 Die Vitalienbrüder - Wer war Klaus Störtebeker?

    Mit Gregor Rohmann:Was bleibt von Klaus Störtebeker und der Seeräuberromantik des Mittelalters, wenn man zeitgenössische Quellen erforscht? Darüber sprechen wir heute. Die Vitalienbrüder waren Gewaltunternehmer zur See und keine sozialromantischen Freibeuter sagt Gregor Rohmann, Professor für die regionale Kulturgeschichte Mecklenburgs in Rostock. Jede Konfliktpartei auf der Ostesee konnte sie engagieren. Die dänische Königin genauso, wie die Meckelnburger Herzöge oder die Hanse. Die Vitalienbrüder wechselten oft die Seiten. In einer Zeit ohne wirksames Gewaltmonopol waren sie legitime Unterstützer zur Durchsetzung des privaten Rechts. So jedenfalls, sah der jeweilige Auftraggeber seine Mitkombattanten. Für die jeweiligen Gegner waren die Vitalienbrüder meistens die "Piraten". Erst durch die Geschichtsschreibung entsteht die Legende von Klaus Störtebeker, dem legendären Anführer. Gregor Rohmann erforscht seit Jahrzehnten die zeitgenössischen Quellen und fand keinen Hinweis auf einen "Klaus" Störtebeker im Zusammenhang mit den Söldnern zur See. Vielleicht war "Johannes" Störtebeker aus Danzig gemeint. Der wurde allerdings nie hingerichtet sondern am Ende seines Lebens, friedlich in Rostock eingebürgert. Über die Fahndung nach Klaus Störtebker und was wir heute gesichert über die Vitalienbrüder wissen, darüber spreche ich mit dem Historiker Gregor Rohmann in dieser Episode. Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    1h 2m
  7. JAN 21

    #42 Die Hanse

    Mit Angela Huang:Die Hanse war das größte Europäische Handelsnetzwerk im Mittelalter. Es erstreckte sich über den ganzen Ostseeraum und darüber hinaus. Die Hanse hatte Niederlassungen in Russland, Norwegen, London und Brügge. Den ersten Hansetag, das Treffen aller aktuellen Mitglieder der Hanse, datieren wir ins Jahr 1358. Auch nach 668 Jahren ist sie bis heute in vielen Fragen eine Black Box. Die Hanse führte kein Mitgliederverzeichnis. Es war nie ganz klar, wer außer Lübeck, Köln und Hamburg gerade mit an Bord war.  Auch Paderborn, Soest oder Magdeburg gehörten ihr zeitweise an. Aber seit wann und wie lange? Kein Mitgliederverzeichnis, keine Angestellten und sowieso kein Organigramm...Und trotzdem wurde sie die Hanse die mächtigste Handelsorganisation des Mittelalters. Ich spreche mit Dr. Angela Huang, der Leiterin der Forschungsstelle zur Geschichte der Hanse und des Ostseeraums am Europäischen Hansemuseum in Lübeck. Was war das Erfolgsrezept der verschwiegenen Kaufleute und warum hielt ihr Ostseemonopol 300 Jahre lang? Das alles und wie jeder von uns sich an der aktuellen Hanseforschung beteiligen kann, hört ihr in dieser Folge. Den link zum citizen science Projekt, die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    1h 10m
  8. JAN 14

    #41 Die Goldene Bulle

    Mit Eva Schlotheuber: Karl IV. war hoch arlamiert:"Besonders Du, Mißgunst, hast das christliche Kaisertum (…) mit dem altbösen Gift, das Du wie eine Schlange in verbrecherischer Untat auf die Zweige des Reiches und seine nächsten Glieder gespritzt hast, um nach Einsturz der Säulen das ganze Gebäude als Ruine zusammenstürzen zu lassen - so hast Du also mannigfach Spaltung unter die sieben Kurfürsten des Heiligen Reiches gebracht (…) durch die das Heilige Reich erleuchtet werden soll.“ So beginnt der Text der Goldenen Bulle. Karl IV. fürchtete den Kollaps des römisch-deutschen Reiches. Zerrieben zwischen den Interessen der Päpste und der Kurfürsten. Deshalb verhandelte und verfasste er die "Goldene Bulle". Das erste Grundgesetz des römisch-deutschen Reiches. Karl IV. schaffte es, die Mitspracheansprüche der Päpste bei Königswahlen zurückzudrängen und die Kurfürsten zur Einigkeit zu verpflichten. Ein Meisterstück der Diplomatie. Ich spreche mit Eva Schlotheuber, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Uni Düsseldorf, über Karls hartnäckige Verhandlungen zur Entstehung der Goldenen Bulle und ihre jahrhundertelange Bedeutung für das Reich. Ihre Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa

    56 min

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