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WerteInitiative - jüdisch-deutsche Positionen e.V.

Was bewegt Jüdinnen und Juden in Deutschland? Freiheit, Sicherheit, Gesellschaft, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Bildung und der Widerstand gegen Hass - darüber und weitere Themen der freiheitlichen Demokratie sprechen wir im WI-Talk aus jüdischer Perspektive mit unseren Gästen.

  1. Aug 31

    Stefan Dietl: Wir antisemitisch ist die AfD?

    Die AfD präsentiert sich gerne als besonders israelfreundlich und als entschiedene Gegnerin von Antisemitismus. Gleichzeitig finden sich in der Partei immer wieder Geschichtsrevisionismus, Verschwörungserzählungen über „Globalisten“ und Eliten sowie antisemitische Denkfiguren in modernisierter Sprache. Wie passt das zusammen? Und woran erkennt man Antisemitismus, wenn er nicht offen als solcher auftritt? Darüber sprechen wir mit dem Gewerkschafter, Journalisten und Autor Stefan Dietl. In seinem Buch „Antisemitismus und die AfD“ untersucht er die ideologischen Muster hinter einzelnen Äußerungen und Skandalen. Im Gespräch geht es darum, wie die AfD ihre vermeintliche Israelfreundlichkeit politisch nutzt und wie sich berechtigte Kritik an islamistischem Antisemitismus von dessen Instrumentalisierung unterscheiden lässt. Außerdem werfen wir einen Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen rechtem und linkem Antisemitismus: Warum begegnen uns trotz verschiedener Ideologien ähnliche Muster von Verschwörungsdenken, Freund-Feind-Logik und kollektiven Zuschreibungen? Und schließlich geht es um eine grundsätzliche Frage: Verläuft die entscheidende Grenze vielleicht weniger zwischen rechts und links – sondern zwischen demokratischem und autoritärem Denken? Zum Buch: https://www.verbrecherverlag.de/shop/antisemitismus-und-die-afd/ Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de

    Stefan Dietl: Wir antisemitisch ist die AfD?
  2. Apr 29

    Luai Ahmed: Vom Islamisten zum Brückenbauer. Ein Aussteiger erklärt blinde Flecken des Westens

    Islamismus tritt im Westen selten mit offenem Machtanspruch auf. Häufig wirkt er über Narrative, Milieus, Organisationen und digitale Öffentlichkeiten – und nutzt dabei genau jene Freiheiten aus, die demokratische Gesellschaften ausmachen. Gleichzeitig beobachten wir eine Normalisierung von Judenhass und Israelhass, die sich mit islamistischen Weltbildern verbindet und in unterschiedlichen Milieus anschlussfähig wird. Das führt zu falschen Begriffen, falschen Abgrenzungen – und zu einer Unterschätzung einer Ideologie, die auf Unfreiheit, Einschüchterung und Feindbilder angewiesen ist. Was genau unterscheidet Islam von Islamismus – und woran erkennt man den politischen Anspruch, bevor er offen zutage tritt? Welche Missverständnisse, Tabus und Verklärungen prägen westliche Debatten über den Islam und über “kulturelle Sensibilität”? Warum sind Juden und Israel so zentrale Feindbilder islamistischer Bewegungen – und wie wird dieser Antisemitismus sprachlich getarnt, moralisch aufgeladen oder politisch legitimiert? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Politik, Medien, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft in Deutschland? Diese und weitere Fragen besprechen wir mit Luai Ahmed. Ahmed wurde 1993 in Sana’a, der Hauptstadt des Jemen, geboren, ist Journalist, Kolumnist und Content Creator, der heute in Schweden lebt. Aufgewachsen mit Judenhass und dem Glauben an die Vernichtung Israels hat er sich in einem langjährigen Prozess davon gelöst. Heute nutzt er seine Reichweite, um islamistischen Extremismus, Antisemitismus und Hassideologien zu bekämpfen. Er ist Teil der Online-Bewegung „Builders of the Middle East“, in der arabische und jüdische Teammitglieder gemeinsam Inhalte produzieren, um Online-Extremismus entgegenzutreten und ein „drittes Narrativ“ sichtbar zu machen: Geschichten von Menschlichkeit, Koexistenz und einem Ausstieg aus Feindbildern. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de

    Luai Ahmed: Vom Islamisten zum Brückenbauer. Ein Aussteiger erklärt blinde Flecken des Westens

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