Samstagsrundschau

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Das kontroverse Interview mit dem Gast der Woche. Oder die Sendung, die BundesrätInnen und ManagerInnen, Kulturschaffenden und PolitikerInnen die Gelegenheit gibt, ihre Position in mehr als einem kurzen Statement darzulegen.

  1. 1 DAY AGO

    Wohin fliegt die Swiss, Herr Fehlinger?

    Die aktuellen Kriege verursachen grosse Verwerfungen im Flugverkehr. Was heisst das für die Swiss nach einem mässigen 2025? Hat sie die Anziehungskraft der USA überschätzt? Wie will sie das Personal wieder gewinnen? Und, was sind ihre Klima-Ziele wert? Kritische Fragen an Swiss-Chef, Jens Fehlinger. Den Flugbetrieb ans wichtige Drehkreuz Dubai und ins israelische Tel Aviv muss die Schweizer Fluggesellschaft vorläufig aussetzen. Der neue Krieg im Nahen Osten erschwert aber auch den Flugverkehr nach Asien, weil nur noch schmale Korridore in der Luft zur Verfügung stehen. Bisher hat die Swiss erst einen Flug durchgeführt, um feststeckende Schweizer Passagiere zurückzuholen. Warum nicht mehr? Wie wird sich die aktuelle Situation in den Zahlen niederschlagen? Der Blick auf die Geschäftszahlen zeigt, dass der Gewinn im letzten Jahr um gut ein Viertel eingebrochen ist und das obschon die Zahl der Flüge und der Passagiere gestiegen ist und die Treibstoffpreise deutlich gesunken sind. Wie will die Schweiz ihre Resultate verbessern angesichts der eher noch weniger stabilen Weltlage und der wieder steigenden Treibstoffpreise? Ein Grund für das finanzielle Schwächeln im letzten Jahr, waren Probleme bei der Rekrutierung von Personal. Hat die Swiss bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu viel gespart? Mit welchen Argumenten will die Führung das Personal wieder gewinnen, jetzt wo neue Verhandlungen über den Gesamtarbeitsvertrag anstehen? Und, die Swiss gibt sich nicht nur das Image einer qualitativ hochstehenden Fluggesellschaft, sondern auch das einer nachhaltigen. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent reduziert werden im Vergleich zu 2019, bis 2050 will die Swiss – wie die Schweiz als Land – bei Netto-Null sein. Die Hoffnungen liegen auf nachhaltigen Treibstoffen SAF. Doch noch sind die verfügbaren Mengen verschwindend klein und die SAF sehr teuer. Wie realistisch sind die Klima-Ziele der Swiss angesichts der Tatsache, dass nicht nur in der Schweiz immer mehr geflogen wird? Jens Fehlinger, der Chef der Fluggesellschaft Swiss, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.

    30 min
  2. 31 JAN

    Kann Deutschland auf die Schweiz zählen, Herr Brupbacher?

    Trotz Gesetzesanpassungen fürchtet Deutschland, dass die Schweiz die Wiederausfuhr von Waffen behindern könnte. «Völlig falsch!», heisst es von der Schweizer Industrie. Warum? Und, wie sollen Waffenkäufer wieder in die Schweiz vertrauen? Kritische Fragen an Swissmem-Direktor, Stefan Brupbacher. Als Deutschland Schweizer Munition für Panzer des Typs Gepard an die Ukraine weitergeben wollte, untersagte dies der Bundesrat mit Verweis auf das Verbot von Wiederausfuhren an Krieg führende Länder. In der Folge kündigte Deutschland an, keine Rüstungsgüter mehr in der Schweiz zu bestellen. Die Schweizer Rüstungsindustrie machte Druck. Das Parlament lockerte Ende letzten Jahres das Kriegsmaterialgesetz. Doch aus Sicht des deutschen Botschafters in der Schweiz bleibt Unsicherheit, weil der Bundesrat Ausfuhren weiterhin verhindern könnte. Der Branchenverband Swissmem hat sich für die Rüstungsindustrie stark gemacht und die Gesetzgebung massgeblich geprägt. Was sagt der Direktor zu den Zweifeln des deutschen Botschafters? Was, wenn der Bundesrat tatsächlich wieder Wiederausfuhren verhindern würde? Und wie steht’s um die Ukraine? Dorthin dürfen Schweizer Waffen weiterhin nicht weitergegeben werden – alles für nichts, also? Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie wartet diese Woche auch gespannt auf ein Zeichen aus Italien. Passiert nichts, so treten ab Februar in Italien neue Haushaltsregeln in Kraft, die es Unternehmen erlauben Hyperabschreibungen zu machen auf Maschinen, die sie in der EU oder im EWR kaufen, nicht aber auf solche aus der Schweiz. Aufträge an Schweizer Firmen im Umfang von einer Milliarde Franken sind laut Swissmem bedroht. Sind die neuen Regeln tatsächlich entscheidend? Warum schlägt der Verband erst jetzt Alarm? Und, spricht diese Situation nun für oder gegen den Abschluss neuer Bilateraler Verträge mit der EU? Und, die exportorientierte Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie scheint zu stagnieren. Sie klagt über den starken Franken und fordert mehr Freihandel und weniger Bürokratie. Macht es sich die Industrie da nicht zu einfach? Stefan Brupbacher, der Direktor des Branchenverbands Swissmem nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.

    29 min
  3. 24 JAN

    Hätten Sie gegenüber Trump auch geschwiegen, Frau Calmy-Rey?

    Am WEF in Davos hat US-Präsident Trump seinen Machtpoker um Grönland fortgesetzt - und über die Schweiz gelästert. Der Bundesrat blieb bei all dem ziemlich leise. Zu leise, findet die frühere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Doch wäre ein lauter Protest tatsächlich im Interesse des Landes? Micheline Calmy-Rey hält sich für gewöhnlich nicht zurück mit Kritik. Auch jetzt nicht. "In dieser turbulenten Situation hätte ich erwartet, dass sich der Bundesrat äussert und den Respekt des Völkerrechts fordert", sagt die frühere SP-Bundesrätin und Aussenministerin. Auch sie weiss: Ein entschiedeneres Auftreten wäre riskant gewesen in der Ära Trump, in der jedes Wort negative Folgen haben kann. Denn noch ist der Zolldeal zwischen Washington und Bern nicht unter Dach und Fach. Ein Dilemma also: Einstehen fürs Völkerrecht, für Werte - oder zurückstehen im Sinne der wirtschaftlichen Landesinteressen? Klar ist Calmy-Rey beim sogenannten Friedensrat, zu dem Trump die Schweiz eingeladen hat: Auf keinen Fall dürfe die Schweiz diese Einladung annehmen, sagt sie. Es drohe eine Schwächung der UNO, des internationalen Genfs und der Schweiz. Die neue Weltordnung, die offen zur Schau getragene Abkehr der USA vom Völkerrecht und von Europa, scheint den Bundesrat zurzeit etwas sprachlos zu machen. Wo ist der Platz der Schweiz? Wie viel bringt eine engere Anbindung an Europa, wenn dies die Souveränität schmälert? Kritische Fragen an Micheline Calmy-Rey.

    29 min
  4. 17 JAN

    Wird das WEF von den USA gekapert, Herr Hoffmann?

    Das 56. WEF steht ganz im Zeichen des Besuchs von US-Präsident Donald Trump. Dabei steht Trump für das Gegenteil des «Geistes von Davos», also globale Zusammenarbeit. Lässt sich das WEF kapern? Übertüncht der Besuch die internen Probleme? Kritische Fragen an den WEF-Co-Präsidenten, André Hoffmann. André Hoffmann gehört zur Familie der Roche-Erben, ist Vize-Präsident des Pharmakonzerns und seit dem letzten August präsidiert er zusammen mit Blackrock-Chef, Larry Fink, den WEF-Stiftungsrat. Und, André Hoffmann, der sich selbst als Umweltaktivist bezeichnet und sich für Nachhaltigkeit engagiert, zeigte sich bei der Wahl Donald Trumps vor einem Jahr schockiert, dass eine Mehrheit in den USA einen «alten, korrupten Mann» gewählt habe. Nun ist just dieser Mann Star-Gast am WEF in Davos. Warum also die Einladung? Was unternimmt das WEF gegen die immer grösser werdende Präsenz der USA in Davos? Und setzt sich der Schweizer WEF-Co-Präsident für Schweizer Interessen ein? Der Besuch des US-Präsidenten macht vergessen, dass das WEF im vergangenen Jahr kräftig durchgeschüttelt wurde. Whistleblower hatten dem Gründer und langjährigen Mister WEF, Klaus Schwab, vorgeworfen, er habe u.a. bei den Spesen getrickst und Studien des WEF zu beeinflussen versucht. Zwar hat eine externe Untersuchung die Vorwürfe entkräftet, der Nachfolger von Schwab, ex-Nestlé-Chef, Peter Brabeck nahm trotzdem Knall auf Fall den Hut. Sind die Wogen intern wirklich geglättet? Was macht das neue Co-Präsidium anders? Und hat das WEF überhaupt eine Zukunft? André Hoffmann, Co-Präsident des WEF-Stiftungsrats, Roche-Erbe und Vize-Präsident und Autor eines Buches zu nachhaltigem Wirtschaften nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.

    29 min

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Das kontroverse Interview mit dem Gast der Woche. Oder die Sendung, die BundesrätInnen und ManagerInnen, Kulturschaffenden und PolitikerInnen die Gelegenheit gibt, ihre Position in mehr als einem kurzen Statement darzulegen.

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