Der Zweite Gedanke

radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.

  1. Social Media für Kinder: verbieten oder regulieren?

    2 DAYS AGO

    Social Media für Kinder: verbieten oder regulieren?

    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Nina Kolleck und Mario Voigt "Die Plattformen müssen sich an Regeln halten." (Nina Kolleck) Deutschland diskutiert über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Im Verbotslager deutet sich ein parteiübergreifender Konsens an: Die Regierungskoalition aus CDU, SPD und auch die Grünen sind dafür. Wissenschaftler warnen seit Längerem vor den Gefahren der Sucht und Manipulation durch Soziale Medien. So hat etwa die Nationalakademie Leopoldina bereits im vergangenen Jahr Maßnahmen vorgelegt, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Der Ministerpräsident Thüringens, Mario Voigt (CDU) setzt sich für Verbotsmaßnahmen ein, die Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie Nina Kolleck spricht sich dagegen aus. Sie plädiert für eine stärkere Regulierung der Plattformen. Nina Kolleck ist Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam. Ihr Buch „Der Kampf in den Köpfen: Wie TikTok, Instagram und Co unsere Kinder manipulieren“ erscheint 2026 bei Rowohlt. Mario Voigt, geboren 1977 in Jena, ist seit Ende 2024 Ministerpräsident von Thüringen und seit 2022 Landesvorsitzender der CDU in Thüringen. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:02:35 Pro Verbot Mario Voigt 00:04:13 Contra Verbot Nina Kolleck 00:9:27 Kinder digital nicht alleine lassen 00:14:31 Social Media und Rollenbilder 00:23:57 Psychische Gesundheit als Netzphänomen 00:28:04 im Netz der Populisten 00:41:00 Es gibt auch gutes Seiten 00:47:38 Umsetzbarkeit eines Verbots 00:51:06 Tipps für Eltern 00:55:00 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    56 min
  2. Deutschlands Versagen, Europas Verteidigung

    26 FEB

    Deutschlands Versagen, Europas Verteidigung

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Katja Gloger und Jana Puglierin "Wir müssen uns vorbereiten." (Jana Puglierin) "Strategisches Versagen", so nennt die langjährige Russland-Journalistin Katja Gloger die deutsche Russlandpolitik spätestens ab dem Krim-Jahr 2014. Mit Georg Mascolo schreibt sie in ihrem jüngsten Buch: "Vieles wurde gesehen – und doch nicht ausreichend verstanden", etwa die frühen deutschen Geheimdienstinformationen über den russischen Präsidenten Putin. Als dieser vor 25 Jahren im Deutschen Bundestag sprach, hätten die Abgeordneten ihren Hoffnungen applaudiert: "Hoffnungen, die sich als Illusionen erwiesen." Und heute? Vier Jahre nach der Vollinvasion Russlands gegen die Ukraine fragt man sich in Deutschland: "Wer verteidigt Europa?" – so der Titel des neuen Buchs der Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin. Längst ist von neuen Kriegsgefahren die Rede, während die Ukraine im Verteidigungskampf weiterhin nur eingeschränkte, hoch umstrittene Unterstützung erhält. Versagt auch die europäische Ukraine-Politik?) Katja Gloger ist Journalistin und Autorin mit den Schwerpunkten Russland und Sicherheitspolitik. Ihr Bestseller (mit Georg Mascolo) „Das Versagen. Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik“ ist 2025 bei Ullstein erschienen) Jana Puglierin ist Politikwissenschaftlerin und Leiterin des Thinktanks „European Council on Foreign Relations“ (ECFR) in Berlin. Ihr neues Buch heißt „Wer verteidigt Europa? Die neuen Kriegsgefahren und was wir tun müssen, um uns zu schützen“ (Rowohlt, 2026). ) Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke: Versagt unsere Ukraine-Politik? 00:04:03 "Tschekist" Putin und Tschetschenienkrieg 00:08:17 Illusionen: Putins Rede im Bundestag 2001 (mit O-Ton Werner Schulz), 00:23:18 Euro-Maidan und Krim-Besetzung 2014 00:31:30 Fehlende Fehlerkultur in der deutschen Politik: SPD, Angela Merkel 00:37:02 Verteidigung Europas und der Ukraine (mit O-Ton Serhij Zhadan) 00:41:17 Friedrich Merz und der Taurus 00:51:38 Dystopie: Russischer Angriff auf Deutschland 2029? 01:00:49 Versagt die europäische Verteidigung in der Ukraine? 01:02:54 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    1h 4m
  3. Literatur als Selbsterhaltung (dt.-ukr. Fassung)

    19 FEB

    Literatur als Selbsterhaltung (dt.-ukr. Fassung)

    Der ukrainische Autor Serhij Zhadan im Gespräch mit Natascha Freundel Deutsch-Ukrainisch ohne Overvoice. Deutsche Fassung siehe Podcast "Im Krieg entsteht eine neue Literatur." (Serhij Zhadan ) „Die Dichtung ist und bleibt eine Form der Medizin. Nein, heilen kann sie nicht, aber sie kann die Hoffnung zurückgeben“, schreibt der ukrainische Schriftsteller, Musiker und Soldat Serhij Zhadan in seinem Gedichtband „Chronik des eigenen Atems“. In den zwölf Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine, der in den vergangenen vier Jahren zu einem Vernichtungskrieg gegen das ganze Land geworden ist, hat Zhadan eine neue literarische Sprache gefunden. Eine Literatur, die von den Kriegsfolgen und von der Resilienz der Ukrainer erzählt. Schreiben, Singen und Übersetzen sind Formen der Selbsterhaltung für den wohl wichtigsten ukrainischen Autor der Gegenwart. Auch der erste Armeesender der Ukraine, "Radio Chartija", spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Gedankenaustausch über Literatur im Krieg, über Paul Celan, Bruno Schulz und Bertolt Brecht, über Kinder und unsere Zukunft. Serhij Zhadan ist der derzeit erfolgreichste Schriftsteller, Übersetzer und Musiker der Ukraine. Im Frühjahr 2024 ist er der „Chartija“-Brigade der ukrainischen Nationalgarde beigetreten und leitet dort das von ihm aufgebaute „Radio Chartija“. Auf Deutsch erscheint sein Werk im Suhrkamp Verlag, zuletzt „Keiner wird um etwas bitten“ (2025). 2022 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2025 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:08 Literatur und Hoffnung im Krieg 00:06:26 Lage in Charkiw 00:10:53 Widerstandgeist und Armee in der Ukraine 00:14:04 Entstehung einer neuen Kultur und Literatur 00:21:00 Kinder, Konzerte und Zukunft 00:24:41 Paul Celan und Bruno Schulz 00:30:15 Von Russisch zu Ukrainisch 00:31:38 Bertolt Brecht und Rilke 00:35:23 Radio an der Front 00:39:23 Europas Unterstützung der Ukraine 00:42:34 Der zweite Gedanken von Serhij Zhadan 00:43:56 Outro Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    39 min
  4. Literatur als Selbsterhaltung

    19 FEB

    Literatur als Selbsterhaltung

    Der ukrainische Autor Serhij Zhadan im Gespräch mit Natascha Freundel Deutsche Fassung. Übersetzung und Overvoice: Sofija Onufriv "Im Krieg entsteht eine neue Literatur." (Serhij Zhadan ) „Die Dichtung ist und bleibt eine Form der Medizin. Nein, heilen kann sie nicht, aber sie kann die Hoffnung zurückgeben“, schreibt der ukrainische Schriftsteller, Musiker und Soldat Serhij Zhadan in seinem Gedichtband „Chronik des eigenen Atems“. In den zwölf Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine, der in den vergangenen vier Jahren zu einem Vernichtungskrieg gegen das ganze Land geworden ist, hat Zhadan eine neue literarische Sprache gefunden. Eine Literatur, die von den Kriegsfolgen und von der Resilienz der Ukrainer erzählt. Schreiben, Singen und Übersetzen sind Formen der Selbsterhaltung für den wohl wichtigsten ukrainischen Autor der Gegenwart. Auch der erste Armeesender der Ukraine, "Radio Chartija", spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Gedankenaustausch über Literatur im Krieg, über Paul Celan, Bruno Schulz und Bertolt Brecht, über Kinder und unsere Zukunft. Serhij Zhadan ist der derzeit erfolgreichste Schriftsteller, Übersetzer und Musiker der Ukraine. Im Frühjahr 2024 ist er der „Chartija“-Brigade der ukrainischen Nationalgarde beigetreten und leitet dort das von ihm aufgebaute „Radio Chartija“. Auf Deutsch erscheint sein Werk im Suhrkamp Verlag, zuletzt „Keiner wird um etwas bitten“ (2025). 2022 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2025 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:08 Literatur und Hoffnung im Krieg 00:06:26 Lage in Charkiw 00:10:53 Widerstandgeist und Armee in der Ukraine 00:14:04 Entstehung einer neuen Kultur und Literatur 00:21:00 Kinder, Konzerte und Zukunft 00:24:41 Paul Celan und Bruno Schulz 00:30:15 Von Russisch zu Ukrainisch 00:31:38 Bertolt Brecht und Rilke 00:35:23 Radio an der Front 00:39:23 Europas Unterstützung der Ukraine 00:42:34 Der zweite Gedanken von Serhij Zhadan 00:43:56 Outro Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    45 min
  5. Zwischen Protest und Autokratie - USA am Wendepunkt?

    12 FEB

    Zwischen Protest und Autokratie - USA am Wendepunkt?

    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Carolina Chimoy und Nell Zink "Das Musterland der Demokratie sehen wir so schnell nicht wieder." (Carolina Chimoy) Ein Jahr nach dem Amtsantritt von Donald Trump II kommt es zum ersten Aufbegehren der Zivilgesellschaft und der Kulturwelt gegen den immer autokratischer regierenden US-Präsidenten. Manche Beobachter sprechen jetzt von einem Wendepunkt. Spätestens seit den tödlichen Schüssen in Minneapolis scheint sich etwas gelöst zu haben: Zunächst demonstrierten Tausende auf den Straßen der Stadt, dann in über 40 Bundesstaaten und jetzt meldet sich auch die Kultur zu Wort. Auf den ganz großen Bühnen: Zuletzt in Person von Latin-Superstar Bad Bunny bei der Superbowl Halftime Show. Host Lukasz Tomaszewski spricht mit der Journalistin Carolina Chimoy und der Schriftstellerin Nell Zink über staatliche Repressionen und die zunehmende Angst im Land. Und über die ersten, die dagegen aufbegehren. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:03:43 Trump-Gegner Bad Bunny 00:12:42 Protesthymne von Bruce Springsteen 00:15:30 Repressionen und Angst im Land of the Free 00:26:20 Young Republicans und Dumpinglöhne 00:30:29 Alptraum für Migranten 00:35:23 Checks and Balances verloren? 00:42:06 Protestformen 00:44:57 Wendepunkt 00:47:38 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    49 min
  6. Zugang zum See? Heimsuchung heute

    29 JAN

    Zugang zum See? Heimsuchung heute

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Sabine Rennefanz und René Wilke Auf den ersten Blick hat sich Bad Saarow am Scharmützelsee zum Postkartenidyll entwickelt. Doch je länger der Abriss des Alten nach der DDR zurückliegt, desto lebendiger wirken die Gespenster der Vergangenheit – nicht nur im Osten Brandenburgs. Im Kontext der Inszenierung „Heimsuchung“ nach dem gleichnamigen Roman von Jenny Erpenbeck denken die in Beeskow geborene Autorin Sabine Rennefanz und der Innenminister des Landes Brandenburg, René Wilke, darüber nach, wer sich heute in der Idylle zu Hause fühlen darf und wie es politisch und gesellschaftlich weitergehen soll. Mit dabei: die in Bad Saarow lebende Architektin und Gemeinderätin Silke Wagenitz. Aufgezeichnet am 24. Januar 2026 im Deutschen Theater Berlin, in Kooperation mit DT Kontext. Sabine Rennefanz wurde in Beeskow geboren und arbeitet als Kolumnistin für Der Spiegel und Tagesspiegel. Zuletzt erschien der Roman „Kosakenberg“ (Aufbau). René Wilke ist Minister des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg. Von 2018 bis 2025 war er Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Frankfurt/Oder. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:58 Scharmützelsee als Heimat 00:09:00 Zugang zum See in der Vergangenheit Bad Saarows 00:19:25 Kolonisierung heute? 00:33:52 Warum AfD? 00:36:42 Parteilose Politiker 00:40:25 Brandmauer 00:44:48 Wie weiter in Brandenburg? 00:50:13 Publikumsfrage: Dritte Orte und Politik 00:57:22 Zugang zu gemeinsamer Realität 01:01:44 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de.

    1h 3m
  7. Iran und die Sehnsucht nach Freiheit

    22 JAN

    Iran und die Sehnsucht nach Freiheit

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Barbara Mittelhammer und Azadeh Zamirirad „Der Widerstand wird nicht nachlassen.“ (Azadeh Zamirirad) In der langen iranischen Revolutionstradition zeigen die aktuellen Proteste eine große Verzweiflung, zugleich ungeheuren Mut und Energie, meint die Politikwissenschaftlerin Azadeh Zamirirad. Den Protestierenden geht es um ein Leben in Freiheit, betont die Analystin Barbara Mittelhammer. Das Regime der Islamischen Republik reagiert mit extremer Gewalt und einem radikalen Internet-Shutdown. Doch der Widerstand im Land hat eine neue, landesweite Solidarität zwischen den Ethnien und Schichten entwickelt, und die diversen Oppositionskräfte – in den Gefängnissen, an Universitäten und auf Basaren - brauchen jetzt internationale Aufmerksamkeit und konkrete, humanitäre und technische Unterstützung. Azadeh Zamirirad ist Irananalystin und seit 2024 Leiterin der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin (SWP). Barbara Mittelhammer ist unabhängige politische Analystin. Sie berät Ministerien, Think Tanks, Stiftungen und zivilgesellschaftliche Organisationen zu feministischer Außenpolitik und Zivilgesellschaft in der Außen- und Sicherheitspolitik. Kapitel: 00:00:00 Intro / Der erste Gedanke 00:02:00 Breiter Protest, beispiellose Gewalt des Regimes 00:15:06 Internet-Shutdown 00:18:55 Machtstruktur der Islamischen Rep. 00:27:26 Rolle der Diaspora und des "Kronprinzen" Reza Pahlavi 00:33:05 Oppositionsgruppen und Solidarität in Iran 00:35:40 Ethnische Vielfalt 00:42:24 Rolle USA und Möglichkeiten der EU 00:49:48 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    50 min
  8. US-Interventionen: Völkerrecht adé?

    15 JAN

    US-Interventionen: Völkerrecht adé?

    Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Christoph Safferling und Bernd Greiner "Amerika groß zu machen, heißt andere klein zu machen." (Bernd Greiner) Die US-Regierung degradiert das Völkerrecht zu einer "internationalen Nettigkeit". Das Recht des Stärkeren soll durchgesetzt werden - Venezuela hat das zuerst zu spüren bekommen. In Deutschland und Europa reagiert man mit Unsicherheit und vagen Formulierungen: Die Lage sei "komplex". Müssen wir uns also vom Völkerrecht verabschieden? Mitnichten, sagen der Völkerrechts-Experte Christoph Safferling und der Historiker und US-Spezialist Bernd Greiner. Trotzdem stehe die Weltordnung am Scheideweg. Wie also das Völkerrecht verteidigen? Was verrät ein Blick in das Innere der USA über die Zukunft der regelbasierten Ordnung? Bernd Greiner ist Historiker, Politikwissenschaftler und Amerikanist.Sein Buch "Weißglut. Die inneren Kriege der USA." erschien 2025 bei C.H. Beck. Christoph Safferling ist Professor für Strafrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen. Im dtv-Verlag erschien zuletzt "Ohnmacht des Völkerrechts. Die Rückkehr des Kriegs und der Menschheitsverbrechen." (2025). Kapitel: 00:00:00 Intro 00:01:56 War der US-Angriff auf Venezuela vom Völkerrecht gedeckt? 00:06:50 Ein Bruch mit dem Völkerrecht? 00:08:54 Warum das Völkerrecht größer als Trump ist. 00:16:58 Wie sollten EU und Deutschland reagieren? 00:20:57 Ein Sieg für das „Recht des Stärkeren“? 00:27:00 Warum will Trump Grönland? 00:30:18 Was sagen die US-Wähler? 00:35:22 Welche Kraft haben die Proteste in den USA? 00:39:36 Zweite Gedanken 00:43:44 Outro Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    44 min

About

Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.

More From rbb

You Might Also Like