Frauenstimmen - Interviewpodcast mit Anita Pitsch

Anita Pitsch

In diesem Podcast geht es um die Sichtbarkeit von Frauen, um Gleichstellung, um Expert*innenwissen und um Themen die inspirieren, Mut machen und zeigen, was möglich ist.

  1. 9. APR.

    Podcastfolge 72 - Wenn es besser für die Welt ist ... das Leben von Dr. Erika Freeman

    In der neuen Podcastfolge spreche ich mit Dr. Freeman im Hotel Imperial. Die Idee dazu entstand ganz spontan: Am 8. März war ich mit einer Freundin vor einer Veranstaltung im Musikverein in der Hotelbar, als ich Dr. Freeman dort sah. Ich habe sie einfach angesprochen und sie hat tatsächlich Ja gesagt. Die jüdische Geschichte hat mich immer sehr betroffen gemacht. Dr. Freeman steht als Jüdin in der Öffentlichkeit und teilt ihre „Überlebensgeschichte“. Es ist mir eine große Ehre, dass sie in meinem Podcast erzählt, wie sie diese Zeit erlebt hat und wie sie es geschafft hat, trotz allem ein erfülltes Leben zu führen. Besonders interessant fand ich, dass sie schauspielerische Ambitionen hatte und welche Rolle ihr Mann dabei gespielt hat, dass sie diesen Weg nicht weiterverfolgt hat. Trotz ihrer feministischen Einstellung. Spannend ist auch, warum sie Psychoanalytikerin geworden ist, obwohl sie ursprünglich Politik studieren wollte. Was ich diesmal auch sehr genossen habe: Meine Tochter Julia hat mich unterstützt. Sie hat die Fotos gemacht und darauf geachtet, dass die Hintergrundgeräusche nicht allzu laut wurden. Ein weiterer schöner Moment ist der, wenn sie eine Stelle von Shakespeare rezitiert. Besonders berührt hat mich Dr. Freemans Art zu leben. Ihr Leitsatz: „Wenn es besser für die Welt ist, dann tu es für die Welt.“ Vieles hat Dr. Freeman schon an anderer Stelle erzählt. In diesem Podcast teilt sie Themen, die ihr noch nicht kennt.

    59 Min.
  2. 26. MÄRZ

    Podcastfolge 71 - Frauen im Sport brauchen Sichtbarkeit

    Frauen im Sport brauchen Sichtbarkeit und genau dafür setzt sich Katharina Leder ein. Sie ist die Gründerin von „leMove“, der ersten Sportagentur in Österreich, die sich ausschließlich für Sportlerinnen einsetzt. Im Podcast sprechen wir darüber, warum Frauen im Sport trotz großartiger Leistungen oft unsichtbar bleiben. Katharina erzählt, wie ihr emanzipierter Hintergrund sie geprägt hat. Sie berichtet, wie sie ihre Begeisterung für Sport entdeckte und warum sie sich entschied, Sportmanagement zu studieren. Außerdem erzählt sie von ihren Erfahrungen mit Nachwuchs-Teams, ehrenamtlicher Arbeit und Projekten, die ihr die Augen geöffnet haben. „Ich habe erkannt: Sportlerinnen werden oft unsichtbar gemacht und das wollte ich ändern.“ In der Folge geht es um die Herausforderungen von Sportlerinnen: Finanzierung, Sponsoring, Medienpräsenz und wie man diese Hürden erfolgreich meistert. Katharina erzählt uns, wie sie Athletinnen coacht, ihnen Selbstbewusstsein und Tools für Personal Branding vermittelt und sie so befähigt, langfristig unabhängig und sichtbar zu sein. Ein inspirierendes Gespräch über Frauenpower im Sport, die Bedeutung von Medien und Sponsoren und die Vision, dass jede Sportlerin die Chancen bekommt, die sie verdient. Für alle, die hinter die Kulissen des Frauensports blicken wollen und neugierig sind, wie man Gleichstellung in der Praxis umsetzt, ist diese Folge ein Muss.

    45 Min.
  3. 06.08.2025

    Podcastfolge 69 - Farbe, Haltung, Selbstbestimmung: Monika Herschbergers Weg als Malerin

    Schon als Kind malte Monika Göttinnen an ihre Kinderzimmerwand. Sie suchte nach weiblicher Kraft, nach etwas, das in Schulbüchern nicht vorkam. Frau sein bedeutet für sie heute: „Meinem inneren Ruf folgen und meiner Seele Freiraum geben.“ Monika ist Künstlerin, Jazzsängerin, Mutter und Feministin. Sie hat Jazz studiert, ist autodidaktische Malerin, Workshopgeberin und geht ihren eigenen Weg. Seit über 20 Jahren erschafft sie Kunst, die berührt, aufrüttelt und Raum gibt für Stille und Rausch. Feminismus ist für sie ein Lebensprinzip: „Wenn einen etwas stört, nicht ruhig bleiben.“ Sie spricht offen über die Unsichtbarkeit von Müttern im Kunstsystem: „Ohne Kinderbetreuung können Künstlerinnen nicht sichtbar sein.“ Einen Markt, der Männer bevorzugt und über fehlende Netzwerke für Frauen. Trotz aller Erwartungen blieb Monika sichtbar. Ob es der Satz „Du brauchst dein Atelier eh nicht mehr“ in der Familie war, oder Galerien die lieber auf vermeintliche Sicherheit setzen, sie bleibt unbeirrt und sagt klar und selbstbewusst: „Ich will Künstlerin sein.“ In ihrer Kunst thematisiert sie nicht nur Ungleichheit, sondern lebt kreative Selbstbestimmung. „Ich mache keine Porträts. Ich bleibe mir treu.“ Zwischen Jazz und Farbe, zwischen Struktur und Freiheit hat sie immer Musik im Kopf und singt manchmal beim Malen. Ihr Ziel: „Ich möchte mit meiner Kunst Resonanz erzeugen. Kunst für ganz normale Menschen machen.“ Ihre Botschaft an andere Frauen: „Such dir Mentorinnen. Lass dich nicht stressen von Social Media. Frag dich: Was für eine Künstlerin willst du sein?“ Und wenn sie Kulturministerin wäre? „Ich würde die unabhängige Szene fördern und bei den Großen sparen.“ Neugierig, wie man mit Farbe und Haltung selbstbestimmt den eigenen Weg geht? Hör rein in die neue Folge.

    35 Min.
  4. 22.05.2025

    Podcastfolge 66 - Hochsensibel durch den Alltag. Interview mit Julia Hesse

    Viele Menschen fühlen sich oft „zu viel“, zu sensibel, zu emotional, zu empfindlich. Julia Hesse kennt dieses Gefühl nur zu gut. Als Coach für hochsensible Menschen begleitet sie andere dabei, ihre besondere Wahrnehmung nicht nur anzunehmen, sondern sie als Stärke zu leben. In diesem Interview erfährst du, wie du deine Hochsensibilität erkennst, besser verstehst und selbstbestimmt im Alltag damit umgehen kannst. Julia ist selbst hochsensibel. Lange wusste sie das nicht, nur, dass sie sich anders fühlte als andere. „Ich habe schon als Kind gemerkt, dass ich anders bin, hatte aber keinen Begriff dafür“, erzählt sie. Erst während Corona stößt sie auf den Begriff „Hochsensibilität“ und erkennt sich: „Wow, das beschreibt genau mich.“ Doch was heißt das eigentlich genau? Hochsensibilität ist ein Persönlichkeitsmerkmal, keine Diagnose. Hochsensible nehmen Sinneseindrücke, Emotionen und soziale Dynamiken intensiver wahr. Licht, Geräusche, Gerüche, Stimmungen, all das kann schnell zu Reizüberflutung führen. Julia sagt: „Es ist wie ein Fass, das sich füllt, irgendwann ist es zu viel. Dann brauche ich Rückzug.“ Hochsensibilität bringt viele Herausforderungen mit sich: Overthinking, kreisende Gedanken um ein bestimmtes Thema oder People Pleasing, also das Bedürfnis, es allen recht machen zu wollen. Julia sagt: „Ich habe oft meine eigenen Grenzen übergangen, um nicht anzuecken.“ Besonders Frauen haben gelernt, für andere da zu sein, aber nicht, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Für hochsensible Menschen ist es entscheidend, sich selbst gut zu kennen, klare Grenzen zu setzen, den Alltag reizärmer zu gestalten. Heute begleitet Julia als Coachin andere mit Wissen, Erfahrung und viel Verständnis. Im Interview erzählt sie, wie sie ihre Hochsensibilität erkannt hat. Welche Tools ihr helfen. Was Hochsensibilität von gelernten Mustern unterscheidet und welche Vorurteile es gibt. Abschließend beantwortet sie Fragen aus der Instagram-Community.

    58 Min.
  5. 20.03.2025

    Podcastfolge 65 - Brigitte Guschlbauer über Hoffnung, Heilung und Engagement im Pflegebereich

    Ein Gespräch über Hoffnung, Heilung und Engagement im Pflegebereich „Der Moment, als mir klar wurde, dass das, was ich erlebt habe, für immer Teil meines Lebens sein würde, kam erst viel später.“ Brigitte war nach einer schweren Krankheit dreimal im künstlichen Koma. Sie nennt es „Koma“, weil das Wort „Tiefschlaf“ zu sehr an den alltäglichen Schlaf erinnert. Ihre beiden Kinder waren noch klein, und sie und ihr Mann wollten ihnen keine Angst machen. In der ersten Komaphase erlebte Brigitte eine Nahtoderfahrung: „Ich war in einer anderen Dimension, umgeben von Unendlichkeit und intensiven Farben. Ich badete in Rosa und Gelb.“ Drei Tage lang war unklar, ob Brigitte überleben würde, bis die Ärzte endlich ein Zeichen der Hoffnung sahen. In ihrer zweiten Koma-Phase hatte sie Alpträume, im Traum kämpft sie ums Überleben: „Ich wurde entführt, flüchtete, musst Zwangsarbeit verrichten und sprang schließlich durch einen Rauchfang in ein Flugzeug, wie mit Superheldinnenkräften. Von Familie und Freunden unterstützt, fühlte sie sich trotzdem oft einsam im Krankenhaus: „Ich lag da, konnte nicht sprechen oder schreien und fühlte mich wie ein Baby, wenn jemand den Raum verließ, war die Einsamkeit sofort da.“ Brigitte kämpfte sich zurück ins Leben, Schritt für Schritt. Vom ersten Drehen, zum Sitzen bis hin zu Rückschlägen und Schmerzen. Aber jeder Fortschritt war ein Erfolg. Der Moment, als sie das erste Mal wieder in den Spiegel sah und ihren eigenen Körper berührte, war für sie ein zentraler Moment. Brigitte ist unendlich dankbar für die Pflege, die für sie mehr als nur eine mechanische Handlung war: „Pflege bedeutet Fürsorge und Zuwendung. Pflege kann heilen.“ Heute teilt Brigitte ihre Erfahrungen in Vorträgen und in ihrem Buch. Ihre unglaubliche Reise gibt uns allen Mut und Hoffnung.

    1 Std. 37 Min.

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In diesem Podcast geht es um die Sichtbarkeit von Frauen, um Gleichstellung, um Expert*innenwissen und um Themen die inspirieren, Mut machen und zeigen, was möglich ist.

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