KWMIB

Dr. Frank-Holger Acker

KWMIB ist ein Podcast rund ums Bodybuilding, Kraft- und Hybridtraining. Der Host, Dr. Frank-Holger Acker, blickt auf über 25 Trainingsjahre zurück, nahm an einer Vielzahl an Wettkämpfen im Bodybuilding, Powerlifting und Strongman erfolgreich teil und rannte mehrere Dutzend Marathon-Wettkämpfe. Er war über 15 Jahre auf der Plattform Team-Andro für die Artikel zuständig, betreute im Rahmen der Gruppencoachings mehr als tausend Männer und Frauen und verfasste mehrere Bücher zu den Themen Training und Ernährung. Nachdem er zwischen 2018 und 2023 einen Patreon-exklusiven Podcast betrieben hatte, stellt KWMIB das Anschlussprojekt dar, in dem es neben fachbezogenen Podcasts auch um die neusten Entwicklungen im Profi-Bodybuilding geht.

  1. KWMIB-49: Erschöpfungsmanagement, Barfuss Krafttraining als Hack fürs Laufen, Nasenatmung und mehr...

    24. Juni

    KWMIB-49: Erschöpfungsmanagement, Barfuss Krafttraining als Hack fürs Laufen, Nasenatmung und mehr...

    00:00 Das "Fatigue-Management" im Alltag: muskulärer Erschöpfung und einer systemischen Ermüdung unterscheiden 07:45 Morgens Laufen, abends Heben: Was muss ich zwischen den Einheiten essen? 13:24 Macht es Sinn barfuß zu Beugen, um beim Laufen zu profitieren? 17:03 Laufen mit Nasenatmung: Vorteil für die CO2-Toleranz oder unnötige Limitierung? 19:32 Warum fühlt sich die gleiche Übung an unterschiedlichen Maschinen so anders an? 21:25 Outro ________ Patreon mit exklusive Folgen: https://www.patreon.com/thecoachcoachcorner Mein Instagram: https://instagram.com/hybridathlet Individuelle Coachings: http://www.become-fit.de Meine Bücher: https://www.amazon.de/kindle-dbs/entity/author/B01MG4H6WB Die Podcast-Folge behandelt zentrale Fragen rund um Regeneration, Ernährung, Training und Atmung. Zunächst wird zwischen lokaler muskulärer Erschöpfung und systemischer Ermüdung des zentralen Nervensystems unterschieden. Während sich Muskeln nach Belastung oft relativ schnell erholen, zeigt sich ZNS-Ermüdung eher in anhaltender mentaler Müdigkeit, Antriebslosigkeit und sinkender Leistungsbereitschaft. Um die Erholung besser einzuschätzen, werden mehrere Marker empfohlen: der morgendliche Ruhepuls, Veränderungen der Körpertemperatur, eine subjektive tägliche Skala zu Stimmung, Schlaf und Trainingslust, objektive Leistungsmarker wie Sprungkraft oder Handkraft sowie langfristig auch Blutwerte wie Harnstoff, Testosteron, Ferritin oder CK. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ernährung zwischen zwei Trainingseinheiten an einem Tag. Direkt nach der ersten Einheit sollte der Fokus auf Rehydratation und Kohlenhydraten liegen, da in dieser Phase die Auffüllung der Speicher besonders günstig ist. Als einfache Lösung wird etwa Milchprotein mit Banane genannt, weil so Kohlenhydrate, Eiweiß, Elektrolyte und Flüssigkeit kombiniert werden. Fett sollte in dieser Phase eher gering gehalten werden, um die Verdauung nicht zu bremsen. Auch Natrium kann die Aufnahme von Glucose und Aminosäuren unterstützen. Vor der zweiten Einheit wird eine moderate Flüssigkeitszufuhr empfohlen. Beim Thema Schuhe wird zwischen Barfußschuhen und Gewichtheberschuhen differenziert. Barfußschuhe verbessern Propriozeption und Fußmuskulatur, sind aber bei schweren Grundübungen oft zu instabil. Gewichtheberschuhe bieten hier durch harte Sohle und erhöhte Ferse mehr Stabilität und können Mobilitätsdefizite ausgleichen. Für Maschinen, Conditioning oder Yoga können Barfußschuhe dennoch sinnvoll sein. Außerdem wird Nasenatmung beim Laufen als Methode zur Verbesserung der CO2-Toleranz und Atemökonomie besprochen. Anfangs begrenzt sie zwar die Intensität, kann langfristig aber Vorteile bringen. Abschließend geht es um Widerstandskurven verschiedener Trainingsgeräte: Maschinen, Kabel und freie Gewichte setzen unterschiedliche Reize, weshalb eine Übungsrotation für den Muskelaufbau sinnvoll sein kann.

  2. KWMIB-48: Muskelverlust im Alter

    27. Mai

    KWMIB-48: Muskelverlust im Alter

    00:00 Einführung: Sarcopenie als Problem 01:24 Der Müll wird nicht mehr abgeholt 04:08 Wenn der Muskel vernarbt 06:26 Stammzellen: Ursache oder Folge? 08:01 Das Nervensystem – der vergessene Faktor 09:13 Hormone – komplizierter als gedacht 10:41 Was das alles bedeutet 12:22 Outro ________ Patreon mit exklusive Folgen: https://www.patreon.com/thecoachcoachcorner Mein Instagram: https://instagram.com/hybridathlet Individuelle Coachings: http://www.become-fit.de Meine Bücher: https://www.amazon.de/kindle-dbs/entity/author/B01MG4H6WB Die Untersuchung: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41837678/ In der Podcast-Folge von KWMIB geht es um Sarkopenie, also den altersbedingten Verlust von Muskelmasse und Kraft. Dabei wird deutlich gemacht, dass es sich nicht um ein Randproblem handelt, sondern um einen Prozess, der nahezu jeden Menschen im Alter betrifft, wenn nicht aktiv gegengesteuert wird. Da bislang kein zugelassenes Medikament existiert, richtet sich der Blick auf die biologischen Ursachen und auf praktikable Gegenmaßnahmen. Im Mittelpunkt steht zunächst der gestörte Muskelstoffwechsel im Alter. Ein zentrales Problem ist das dauerhaft überaktive Signalprotein mTORC1. Obwohl es grundsätzlich am Muskelaufbau beteiligt ist, verhindert seine chronische Aktivierung wichtige Selbstreinigungsprozesse der Zelle, insbesondere die Autophagie. Die Folge ist, dass sich beschädigte Proteine und Zellbestandteile ansammeln. Gleichzeitig verändert sich die extrazelluläre Matrix des Muskels: Das Gewebe wird steifer, lagert mehr Kollagen ein und vernarbt zunehmend. Diese Fibrose verschlechtert nicht nur die Muskelkontraktion, sondern beeinträchtigt auch die Funktion von Stammzellen, die für Reparatur und Regeneration wichtig wären. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter motorische Nervenzellen verloren gehen. Dadurch werden Muskelfasern schlechter angesteuert, was zu Atrophie führt. Auch die Muskelstammzellen selbst verlieren an Funktionsfähigkeit, weil sie im Alter oft zu früh aktiviert werden und bei echtem Reparaturbedarf bereits erschöpft sind. Zusätzlich spielt ein gestörter Aminosäurestoffwechsel eine Rolle: Aminosäuren werden nicht mehr effizient verarbeitet, was das ohnehin überaktive mTORC1-System weiter antreibt. Bei den Hormonen wird zwischen Männern und Frauen unterschieden. Testosteron spielt für Männer eine wichtige Rolle, bei Frauen ist eher Östrogen relevant. Allerdings zeigen Hormonersatztherapien nicht automatisch eine Verbesserung der alltagsrelevanten Muskelfunktion. Als wirksamste Strategie gegen Sarkopenie nennt der Podcast weiterhin klassisches Krafttraining kombiniert mit einer ausreichenden Proteinzufuhr von etwa 1,2 bis 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ergänzend werden Kreatin, Urolithin A und experimentell auch Rapamycin diskutiert. Das Fazit: Sarkopenie ist komplex, lässt sich aber durch Training und Ernährung deutlich bremsen.

    13 Min.

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KWMIB ist ein Podcast rund ums Bodybuilding, Kraft- und Hybridtraining. Der Host, Dr. Frank-Holger Acker, blickt auf über 25 Trainingsjahre zurück, nahm an einer Vielzahl an Wettkämpfen im Bodybuilding, Powerlifting und Strongman erfolgreich teil und rannte mehrere Dutzend Marathon-Wettkämpfe. Er war über 15 Jahre auf der Plattform Team-Andro für die Artikel zuständig, betreute im Rahmen der Gruppencoachings mehr als tausend Männer und Frauen und verfasste mehrere Bücher zu den Themen Training und Ernährung. Nachdem er zwischen 2018 und 2023 einen Patreon-exklusiven Podcast betrieben hatte, stellt KWMIB das Anschlussprojekt dar, in dem es neben fachbezogenen Podcasts auch um die neusten Entwicklungen im Profi-Bodybuilding geht.

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