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Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

Tagesgespräch Schweizer Radio und Fernsehen

    • Daily News

Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

    Wie geht es für Hongkong weiter, Kristin Shi-Kupfer?

    Wie geht es für Hongkong weiter, Kristin Shi-Kupfer?

    Erstmals darf auch in Hongkong nicht öffentlich an die Niederschlagung der Tiananmen-Proteste heute vor 31 Jahren erinnert werden. Wie bedroht ist die Freiheit in Hongkong? Im «Tagesgespräch» ist China-Expertin Kristin Shi-Kupfer. Auf dem chinesischen Festland sind Gedenkveranstaltungen anlässlich der Niederschlagung der Tiananmen-Bewegung heute vor 31 Jahren verboten. Das ist nicht neu. Neu dagegen ist: Auch in der Sonderverwaltungszone Hongkong dürfen die Menschen heute nicht öffentlich an die Niederschlagung erinnern. Das offizielle Versammlungsverbot wegen Corona ist verlängert worden. Anhänger der prodemokratischen Bewegung in Hongkong vermuten politische Motive hinter dem Verbot. Ein Vorgeschmack auf die Zukunft Hongkongs?

    Vergangene Woche hatte der chinesische Volkskongress ein umstrittenes Sicherheitsgesetz für Hongkong beschlossen. Das Gesetz soll nun ausgearbeitet werden. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die von Peking als «subversiv oder separatistisch» angesehen werden. Sind Freiheitsrechte und Demokratie in Hongkong noch zu retten? Die Sinologin Kristin Shi-Kupfer ist Gast im «Tagesgespräch». Sie leitet den Forschungsbereich Politik, Gesellschaft und Medien am Mercator Institute for China Studies in Berlin. Barbara Peter stellt die Fragen.

    • 23 min
    Britta Waldschmidt-Nelson über Rassismus in Amerika

    Britta Waldschmidt-Nelson über Rassismus in Amerika

    Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd löst Entsetzen, Empörung und heftige Proteste gegen Polizeigewalt aus. Diese hat jedoch eine lange Geschichte. Im «Tagesgespräch» reden wir mit Britta Waldschmidt-Nelson über den tiefverwurzelten Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft. Die USA sind in Aufruhr – wieder einmal. Proteste gegen Polizeigewalt sind kein neues Phänomen, denn die Polizei geht sehr häufig und oft brutal gegen Schwarze vor. Experten sprechen von systematischer Diskriminierung.
    Wo liegen die Ursprünge dieser Gewalt? Und warum schafft es die amerikanische Gesellschaft auch bald 60 Jahre nach Aufhebung der Rassendiskriminierung nicht, den tiefverankerten Rassismus zu überwinden?

    Britta Waldschmidt-Nelson gilt als eine der führenden Expertinnen für afroamerikanische Geschichte. Sie lehrt seit 2016 als Professorin an der Universität Augsburg. Zuvor war sie einige Jahre stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Washington. Die Autorin mehrerer Bücher zur schwarzen Bürgerrechtsbewegung ist Gast von Marc Lehmann.

    • 24 min
    Claude Longchamp: Ohne Fliege, aber mit scharfem Blick

    Claude Longchamp: Ohne Fliege, aber mit scharfem Blick

    Mit der Sommersession der Eidgenössischen Räte normalisiert sich der Politbetrieb zusehends. Corona hat den Blick auf die Politik verändert. Haben sich auch die Haltungen der Politikerinnen und Politiker in den Geschäften verändert? Politologe Claude Longchamp gibt Antworten im «Tagesgespräch». Jahrzehntelang versuchte Claude Longchamp mit Umfragen seines Forschungsinstituts GfS Bern herauszufinden, wie sich politische Meinungen bilden und was die Haltung der Bürgerinnen und Bürger beeinflusst. Heute sitzt er ohne Fliege und Jackett im Studio, denn er hat sich aus dem Institut zurückgezogen. Trotzdem verfolgt er weiterhin akribisch den Politikbetrieb – er kritisierte den Abbruch der Frühjahrssession, verlangt nun ein Korrektiv des Bundesrats in Krisenzeiten. Wir fragen: Wie stark wirkt sich die Krisenzeit auch auf die politischen Geschäfte aus? Beeinflusst sie auch den Super-Abstimmungssonntag vom 27. September mit fünf verschiedenen Vorlagen? Claude Longchamp ist Gast im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn.

    • 27 min
    Swiss-Chef Thomas Klühr und die Zukunft des Flugverkehrs

    Swiss-Chef Thomas Klühr und die Zukunft des Flugverkehrs

    Die Jets am Boden, der Flugverkehr auf ein Minimum reduziert: Die Airline-Branche geht durch dramatische Zeiten während der Corona-Pandemie. Kann die Luftfahrt wieder genesen? Auch die staatlich gestützte Swiss? Swiss-CEO Thomas Klühr steht im «Tagesgespräch» Marc Lehmann Red und Antwort. Nach drei Monaten des Lockdowns, soll auch der Flugverkehr langsam wieder hochgefahren werden. Dank den zunehmenden Grenzöffnungen, können auch die Flugzeuge wieder abheben und zumindest einige Destinationen anfliegen. Doch es wird nicht mehr sein wie vorher: An den Flughäfen und an Bord gelten strenge Sicherheits- und Hygienemassnahmen, und viele Leute dürften die Lust am Fliegen verlieren. Was heisst das für die Airlines, von denen einige die Krise nicht übersehen dürften?
    Auch die Swiss, unser nationaler Carrier, muss Staatshilfe beantragen. Das eben noch kerngesunde Unternehmen, ist zum Bittsteller geworden. Und es verärgert viele Kunden, weil die Rückerstattungen der Flugtickets sehr lange auf sich warten lassen. Wie geht es weiter mit der Swiss, die vom Hub Zürich aus eine für die Wirtschaft wichtige Anbindung an die Welt sicherstellt?
    Marc Lehmann befragt Thomas Klühr am Hauptsitz der Swiss in Kloten: Der 58-jährige Nürnberger leitet die Fluggesellschaft seit vier Jahren. Zuvor war er 25 Jahre in verschiedenen Funktionen für die Lufthansa tätig.

    • 27 min
    Men J. Schmidt über die Privatisierung der Raumfahrt

    Men J. Schmidt über die Privatisierung der Raumfahrt

    Gestern Abend hätte der erste private bemannte Raumflug des Raumfahrtunternehmens SpaceX starten sollen. Wegen schlechten Wetters musste der Start jedoch verschoben werden. Im «Tagesgespräch» sprechen wir mit dem Raumfahrtspezialisten Men J. Schmidt über die Folgen der Privatisierung der Raumfahrt. Vielleicht tüftelt Tesla-Chef Elon Musk bereits an einer Maschine, mit der er das Wetter kontrollieren kann. Denn vergangene Nacht haben Gewitter über Florida den Start seiner ersten bemannten Rakete in letzter Minute verhindert. Nächstes Startfenster ist für Samstag vorgesehen. Zwei Astronauten sollen mit dem Raumschiff von Musks Unternehmens SpaceX zur Raumstation ISS fliegen. Es wäre der erste bemannte Flug eines kommerziellen Raumschiffs. Mit SpaceX will Elon Musk die neue Ära der privaten Raumfahrtfirmen im Weltall einläuten. Durchgeführt wird der Flug allerdings im Auftrag der US-Weltraumbehörde Nasa. Wie sieht das Zukunftsmodell der Raumfahrt aus und welche Ziele werden künftig im Weltall verfolgt? Darüber sprechen wir mit dem Engadiner Raumfahrt- und Astronomie-Experten Men J. Schmidt, der sich seit der Mondlandung 1969 intensiv mit der bemannten Raumfahrt beschäftigt und dazu publiziert. Barbara Peter hat mit Men J. Schmidt gesprochen.

    • 26 min
    Gabor Polyak über den Corona-Ausnahmezustand in Ungarn

    Gabor Polyak über den Corona-Ausnahmezustand in Ungarn

    Ein Traum für jeden Machthaber: Ungarns Premierminister Viktor Orban kann dank weitgehenden Sondervollmachten nach Belieben durchregieren – unbefristet. Doch nun lässt er den Ausnahmezustand aufheben. Was bedeutet das? Der Jurist Gabor Polyak analysiert die Lage im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann. Das Ende März in Ungarn eingeführte Ermächtigungsgesetz hatte international für heftige Kritik gesorgt, da es zeitlich unbegrenzt und vage formuliert war. Würde Ungarn nun definitiv in die Autokratie abdriften? Klar ist: Die Regierung hat von den Vollmachten ausgiebig Gebrauch gemacht und viele Dekrete erlassen. Nun soll nach zwei Monaten das wegen der Corona-Krise installierte Sonderregime aber wieder aufgehoben werden.

    Was heisst das für die ungarische Demokratie, die von ihrem mächtigen Regierungschef seit Jahren bis an die Grenze strapaziert wird? Der Rechtswissenschaftler Gabor Polyak lehrt Jura an der Universität Pecs und hat sich international einen Namen gemacht als aufmerksamer Beobachter und Kritiker der Zustände in seinem Land. Sein Engagement insbesondere für die Medienfreiheit hat ihm kürzlich den Voltaire-Preis für Völkerverständigung der Uni Potsdam eingetragen. Polyak ist Gast von Marc Lehmann.

    • 26 min

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