derfinanzplaner

derfinanzplaner, sponsored by Caveo AG

Wir meckern gerne, wenn’s im Restaurant zu teuer war, über die eigene Vorsorge schweigen wir lieber. Dabei ist Geld ist ein hochinteressantes Thema. Man kann es aus wirtschaftlichen, psychologischen oder philosophischen Aspekten betrachten. Zu fast jeder Meinung gibt es eine Gegenmeinung. Höchste Zeit für einen Podcast, der allen Ansichten und Tipps eine Bühne bietet. Hier ist er: derfinanzplaner aka Philippe Muntwyler lädt ab sofort interessante Köpfe ein und fragt ihnen Löcher in den Bauch, aber nicht ins Portemonnaie.

  1. VOR 6 TAGEN

    39| ETF, AI und die Illusion von Wissen – mit Dr. Patrick Eugster

    Investieren war noch nie so einfach. Und genau das könnte das grösste Problem sein. ETF-Sparpläne, AI und unendlich viel Finanz-Content haben den Zugang zu Wissen demokratisiert. Doch mehr Information bedeutet nicht automatisch mehr Verständnis. Gemeinsam mit Dr. Patrick Eugster gehen wir unter die Oberfläche. Wir sprechen darüber, warum ETF-Sparpläne oft als Allheilmittel verkauft werden, obwohl sie zentrale Risiken ausblenden. Warum Währungsrisiken für Schweizer Anleger massiv unterschätzt werden – und weshalb es eben nicht egal ist, in welcher Währung man investiert, wenn man später in CHF konsumiert. Wir beleuchten steuerliche Feinheiten wie das ETF-Domizil, sprechen über versteckte Kosten und die Differenz zwischen theoretischer und realer Rendite. Gleichzeitig stellen wir die grössere Frage: Was passiert, wenn Wissen zur Commodity wird? Wenn AI beginnt, Portfolios zu bauen – braucht es dann noch einen Dr. oec.? Oder verschiebt sich der Vorteil hin zur Urteilsfähigkeit? Und dann ist da noch die Parallele zum Sport: Patrick ist Crossfitter. Im Training wie im Investieren geht es nicht um den perfekten Plan, sondern um Konsistenz. Fortschritt entsteht durch Wiederholung – nicht durch den einen perfekten Move. Zum Schluss bleibt eine unbequeme Frage: Ist finanzielle Freiheit, wie sie oft propagiert wird, überhaupt realistisch – oder basiert vieles davon auf Annahmen, die mit der Schweizer Realität wenig zu tun haben? Wie immer im derfinanzplaner gilt: Geld ist nicht der Ausgangspunkt, sondern das Resultat von Klarheit und Entscheidungen.

    1 Std. 36 Min.
  2. 20. MÄRZ

    38| Erfolg ist kein Zufall: Warum Disziplin unterschätzt wird – mit Siria Berli

    Im derfinanzplaner geht es selten um klassische Lebensläufe. Mich interessiert mehr, was passiert, wenn jemand früh entscheidet, nicht auf den „richtigen Moment“ zu warten, sondern einfach zu starten. Siria Berli schreibt mit 17 ein Ziel auf: 1’000’000 CHF Umsatz. Nicht, weil sie schon wusste, wie sie dorthin kommt, sondern weil sie herausfinden wollte, ob es überhaupt möglich ist. Während viele noch planen, probiert sie aus. Während andere Sicherheit suchen, baut sie Erfahrung auf. Drei Jahre nach der Gründung ist das Ziel erreicht. Und genau da wird es interessant, denn Erfolg zeigt sich selten als einzelner grosser Moment, sondern vielmehr als Summe vieler kleiner, konsequenter Entscheidungen. Wir sprechen darüber, was passiert, wenn Motivation nicht jeden Tag vorbeischaut und Disziplin übernimmt. Über Fehler, die dazugehören und sich im Rückblick oft als die wertvollsten Abkürzungen entpuppen. Und über die Erkenntnis, dass Wachstum meist genau dort beginnt, wo es kurz unbequem wird. Siria ist das Gesicht ihrer Firma. Sichtbarkeit bringt Chancen, aber auch Verantwortung. Und vielleicht liegt genau darin der spannendste Punkt: Man baut nicht nur ein Unternehmen auf, sondern entwickelt sich zwangsläufig selbst mit. Und ganz nebenbei stellen wir eine Frage, die viele beschäftigt: Ist Unternehmertum wirklich so kompliziert – oder machen wir es uns manchmal einfach komplizierter, als es sein müsste? Wie immer im derfinanzplaner gilt: Geld ist nicht der Ausgangspunkt, sondern das Resultat von Klarheit, von Entscheidungen und vom Mut, Dinge einfach mal zu machen.

    56 Min.
  3. 6. MÄRZ

    37| Mut oder Kalkül: Sicherheit, Migration und die Ökonomie der Angst – mit Vivienne Huber

    Im Podcast derfinanzplaner geht es selten um Schlagzeilen. Mich interessiert, welche Mechaniken unter der Oberfläche wirken – Anreize, Narrative und Machtstrukturen. Diese Folge beginnt deshalb nicht mit Politik als Ideologie, sondern mit Politik als System. Vivienne Huber polarisiert. Für die einen steht sie für Sicherheit, Ordnung und eine selbstbewusste Schweiz. Für andere ist sie Teil eines politischen Klimas, das spaltet. Sie wurde kritisiert, bedroht und mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Doch die eigentliche Frage ist nicht, ob man ihrer Politik zustimmt. Die spannendere Frage ist: Warum lösen Themen wie Migration, Sicherheit und kulturelle Identität in einem der wohlhabendsten Länder der Welt so starke Reaktionen aus? Wir sprechen über den Preis politischer Sichtbarkeit, über Empörung als politisches Kapital und über die feine Grenze zwischen legitimer Kritik und moralischer Delegitimierung. Von dort gehen wir dorthin, wo politische Debatten selten nüchtern geführt werden: zu den ökonomischen Konsequenzen. Migration wird meist moralisch diskutiert – selten als ökonomisches System. Doch Zuwanderung verändert Arbeitsmärkte, Wohnungsangebote, Sozialwerke und Vermögenspreise. Wer profitiert tatsächlich vom Bevölkerungswachstum? Unternehmen? Immobilienbesitzer? Der Staat? Und wer trägt die Kosten? Am Ende bleibt eine unbequeme Frage: Ist die Migrationsdebatte eine kulturelle Debatte – oder eine Verteilungsdebatte über Wohlstand und Ressourcen? Diese Folge ist kein politisches Manifest und kein Schlagabtausch. Sie ist ein Gespräch über Anreize, Wahrnehmung und die Mechanik politischer Konflikte. Wie immer gilt im derfinanzplaner: Geld ist die Oberfläche. Darunter liegen Interessen, Macht – und Entscheidungen über die Zukunft eines Landes.

    1 Std. 6 Min.
  4. 20. FEB.

    36| Sparen ohne Illusionen: Kosten, Konsolidierung und was FinTech wirklich kann – mit Matthias Bryner

    Im derfinanzplaner geht es nicht um Produktfeatures und schon gar nicht um Vergleichstabellen. Es geht um Mechanik. Um Anreize. Um die Frage, warum wir investieren, wie wir investieren – und was wir uns dabei vormachen. Diese Folge beginnt nicht mit Renditeversprechen, sondern mit Unternehmertum. Matthias Bryner ist kein Theoretiker, sondern Gründer. Produkt, Team, Skalierung, Marge, Realität. Kein Startup-Theater, sondern tägliche Entscheidungen mit Konsequenzen. Wir sprechen über die Momente, in denen es keinen Rückwärtsgang mehr gibt. Über Fehlannahmen, die man erst erkennt, wenn sie Geld kosten. Und über die Illusion, dass Gründen in der Schweiz ein romantisches Experiment sei. Von dort aus gehen wir dorthin, wo es unbequem wird: in den Schweizer FinTech-Markt. Zu viele Anbieter. Zu wenig Differenzierung. Alle „einfach“. Alle „transparent“. Alle „günstig“. Doch wenn man das Marketing abzieht, bleibt die Frage: Was unterscheidet sich wirklich? Was ist Substanz – und was nur Narrativ? Wir sprechen über Kosten, das heilige Dogma des Schweizer Anlegens. 0.4 Prozent als Mantra. TER als Feigenblatt. Stempelsteuer, Spread, Währungsumrechnung – alles da, nur selten ausgesprochen. Ist das Intransparenz? Oder Bequemlichkeit? Und wie kommuniziert man Kosten ehrlich, ohne Menschen zu verlieren? Es geht um Konsolidierung in einer Branche, die zu fragmentiert ist, um wirklich Wirkung zu entfalten. Warum tun sich Anbieter so schwer, zusammenzugehen? Ego? Cap Table? Kultur? Oder fehlt schlicht der Mut zur Klarheit? Wir diskutieren Private Markets im Retail-Bereich – Diversifikation oder Marketing? Diese Folge ist kein Produktpitch und kein Branchenranking. Sie ist ein Gespräch über Struktur, Anreizsysteme, Ehrlichkeit im Pricing und die Verantwortung von Anbietern in einem Markt, der gerne Einfachheit verkauft, obwohl die Realität komplex ist. Wie immer gilt: Geld ist die Oberfläche. Darunter liegen Verhalten, Entscheidungen und Machtstrukturen. Klar. Direkt. Ohne Illusionen.

    1 Std. 19 Min.
  5. 6. FEB.

    35| Vom Saisonnier-Kind zum Stapi-Kandidaten: Leistung, Macht und die Frage, wem diese Stadt gehört – mit Perparim Avdili

    Im Podcast derfinanzplaner geht es selten um Schlagzeilen und nie um Parolen, sondern um die leisen Mechaniken hinter Erfolg, Geld und Verantwortung. Diese Folge beginnt nicht im Bundeshaus und nicht im Sitzungszimmer, sondern in einer Familie, die früh lernt, was es heisst, als Gast geduldet zu sein in einem Land, das längst Heimat ist. Perparim Avdili wächst als Saisonnier-Kind auf, mit unausgesprochenen Regeln, mit dem Gefühl, mehr leisten zu müssen als andere, und mit der frühen Erkenntnis, dass Sicherheit nichts Selbstverständliches ist. Eine gescheiterte Lehre wird zum ersten Bruch im Lebenslauf, vielleicht auch zum wichtigsten, denn Scheitern hat nichts Romantisches, es kratzt am Stolz, am Selbstbild, am Blick des eigenen Vaters. Aus dieser Erfahrung entsteht kein Trotz, sondern Disziplin, kein Pathos, sondern Arbeit. Wir sprechen über Fleiss, der nicht auf LinkedIn stattfindet, über lange Tage, über Verantwortung für sich selbst und später für andere, über die Frage, ob Leistung in der Schweiz noch zählt oder ob wir uns lieber hinter wohlklingenden Narrativen verstecken. Das Gespräch führt von der Berufsbildung zu jungen Menschen, denen man vieles verspricht, aber wenig zutraut, von dort in die Politik, nicht als Karriereziel, sondern als Konsequenz: Wenn man ständig über Probleme spricht, muss man irgendwann anfangen, sie zu lösen. Es geht um Steuern ohne Ideologie, um Regulierung ohne Moraltheater, um KMU statt Schlagworte, um Wohnraum, der politisch gefordert und praktisch verhindert wird. Und über allem steht eine einfache, fast unbequeme Frage: Wem gehört Zürich eigentlich – denen, die sie verwalten, denen, die sie gestalten, oder denen, die jeden Morgen aufstehen und sie am Laufen halten? Diese Folge ist kein Wahlkampf und kein Porträt in Hochglanz, sondern ein präziser, manchmal unbequemer Austausch über Herkunft, Verantwortung, Aufstieg und die Kosten von Freiheit in einem System, das nichts schenkt. Wie immer gilt: Geld ist nur die Oberfläche, darunter liegen Haltung und Entscheidungen. Klar, direkt, ohne Illusionen.

    42 Min.

Bewertungen und Rezensionen

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Wir meckern gerne, wenn’s im Restaurant zu teuer war, über die eigene Vorsorge schweigen wir lieber. Dabei ist Geld ist ein hochinteressantes Thema. Man kann es aus wirtschaftlichen, psychologischen oder philosophischen Aspekten betrachten. Zu fast jeder Meinung gibt es eine Gegenmeinung. Höchste Zeit für einen Podcast, der allen Ansichten und Tipps eine Bühne bietet. Hier ist er: derfinanzplaner aka Philippe Muntwyler lädt ab sofort interessante Köpfe ein und fragt ihnen Löcher in den Bauch, aber nicht ins Portemonnaie.

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