Sachlich richtig

Alexander Teske, Annekathrin Mücke, Ole Skambraks, Peter Welchering

Einmal in der Woche schauen die vier etablierten Redakteure Annekatrin Mücke, Alexander Teske, Ole Skambraks und Peter Welchering auf einen aktuellen Aufreger in der Medienbranche und fragen, was sich aus dem Einzelfall lernen lässt und was dahinter steckt.Die Medien-Insider berichten Internas aus dem Maschinenraum des Journalismus - egal ob Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Privat-TV oder Alternativmedien.

  1. vor 6 Std.

    Ist Ulrich Siegmund der gefährlichste Mann Deutschlands?

    In dieser Folge von "Sachlich Richtig" diskutieren Annekatrin Mücke, Alexander Teske und Peter Welchering den medialen Umgang mit der AfD, ausgelöst durch das umstrittene Spiegel-Titelbild über Ulrich Siegmund. Sie sprechen über Grenzfälle zwischen Meinungsjournalismus, Verdachtsberichterstattung und Aktivismus sowie darüber, wie stark Medien in einer eigenen Blase arbeiten. Ein zweiter Schwerpunkt ist die MDR-Wahlarena zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Runde kritisiert Transparenzprobleme, suggestive Fragen, die Bildregie und die Auswahl der Fragesteller, zugleich aber auch die politische und mediale Doppelmoral beim Umgang mit der AfD, der CDU und dem Verfassungsschutz. Am Anfang geht es um das Spiegel-Cover mit der Formulierung „der gefährlichste Mann Deutschlands“ und warum die Runde es als unzulässige Wertung statt als journalistische Einordnung sieht. Später um die Frage, ob Medien bei AfD-Themen ihre Maßstäbe verschieben und damit selbst zur politischen Akteurin werden und warum Hamburg und andere urbane Medienzentren aus Sicht der Runde eine andere politische Realität abbilden als Sachsen-Anhalt. Der Erfolgspodcast Ben ungeskriptet mit Ulrich Siegmund und die überraschende Absage des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze wird genauso thematisiert wie die Debatte um Medienkompetenz, Brandmauer und die Frage, ob sich die CDU in eine politische Sackgasse manövriert. Es geht um die Kritik an Schlagzeilen über Siegmunds Aussagen zu NGOs, Rundfunkstaatsverträgen und Verfassungsschutz, die nach Ansicht der Runde Aussagen verkürzen oder verzerren. ⁠00:00⁠ - Spiegel-Cover als Auslöser der Debatte ⁠01:13⁠ - Erste Reaktionen auf das Titelbild von Ulrich Siegmund⁠ 02:31⁠ - Ist „der gefährlichste Mann Deutschlands“ noch Berichterstattung?⁠ 04:06⁠ - Warum eine Frage legitim wäre, eine Tatsachenbehauptung aber nicht ⁠07:08⁠ - Frühere Spiegel-Cover und der Vorwurf des wiederkehrenden Populismus⁠ 09:25⁠ - MDR-Faktencheck und die Grenze zwischen Meinung und Prüfung⁠ 10:27⁠ - Ostdeutsche Medienrealität versus Hamburger Blase⁠ 13:59⁠ - Gibt es in Redaktionen überhaupt Widerspruch?⁠ 14:50⁠ - Ben ungeskriptet, Siegmund und die politische Wirkung von Reichweite ⁠17:38⁠ - Warum CDU-Kandidat Sven Schulze das Format nicht nutzt⁠ 19:17⁠ - Medienberatung, schlechtes Bildmaterial und politische Zurückhaltung ⁠23:58⁠ - Die Schlagzeile über angeblich „abzuschaffende NGOs“⁠ 27:13⁠ - Streit um den Verfassungsschutz und seine demokratische Rolle⁠ 29:06⁠ - Kritik an der Frankfurter Rundschau und zugespitzten Überschriften⁠ 31:53⁠ - Historische Beispiele: Thüringen, NSU und Verfassungsschutzkritik⁠ 36:53⁠ - Einstieg in die MDR-Wahlarena und ihre Auffälligkeiten⁠ 40:02⁠ - Parteimitgliedschaft der Fragesteller wird aus dem Schnitt entfernt⁠ 44:18⁠ - Warum Transparenz bei Publikum und Fragestellern entscheidend ist⁠ 46:14⁠ - Suggestive Fragen statt echter Nachfragen⁠ 51:16⁠ - Themen der Sendung: Inklusion statt Wahlkernfragen⁠ 57:12⁠ - Bildregie, Spiegel-Cover und inszenierte Reaktionen im Studio⁠ 59:15⁠ - MDR-Selbstlob über Inklusion und barrierefreie Angebote 61:35 - Der MDR-Kommentar in den Tagesthemen und die Kritik an dessen Ton 66:44 - Normalisierung von Parteien als demokratische Aufgabe 68:12 - Doppelmoral beim Umgang mit der Linken und der AfD 73:20 - Politologe Christian Strecker fordert Pragmatismus und flexible Mehrheiten Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, nur so ist es uns auch weiterhin möglich, diese Arbeit zu leisten. So geht´s: per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken). Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare. Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns unter:  annekatrin.muecke@gmx.de peter@welchering.de kontakt@alexander-teske.de Support the show

    Ist Ulrich Siegmund der gefährlichste Mann Deutschlands?
  2. 7. Aug.

    Wir wurden zensiert!

    Die langjährige Justiziarin des RBB hat uns geschrieben: Wir sollen eine Folge ändern! Ihr Vorgehen hat sie mit dem RBB abgesprochen. Was wir getan haben und warum, was die Justiziarin überhaupt gestört hat - das ist Teil 1 dieser aktuellen Folge von "Sachlich richtig", dem Medien-Podcast mit Annekatrin Mücke, Peter Welchering und Alexander Teske. In Teil 2 reden wir über die Programmbeschwerden. Die nehmen zu. 5000 waren es in 2025. Dabei ist es schwierig, sich über ARD, ZDF oder Funk zu beschweren. Warum und welche Wege es gibt, das erklären im Detail. Und wir begründen auch, warum wir das ganze Verfahren eigentlich für abgeschafft und ersetzt halten. In Teil unseren Gesprächs geht es um die anstehende Programmreform bei Deutschlandradio und Deutschlandfunk. Diese beiden vielleicht letzten Säulen im ÖRR, wo noch Fachjournalismus möglich war, sollen nun geschliffen werden. Die Sender sollen jünger und durchhörbarer werden. Wir haben Informationen dazu aus erster Hand. Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, nur so ist es uns auch weiterhin möglich, diese Arbeit zu leisten. So geht´s: per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).  Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare. Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns unter: annekatrin.muecke@gmx.de  peter@welchering.de  kontakt@alexander-teske.de Support the show

  3. 25. Juli

    Danger Dan, das ZDF und die Meinungsfreiheit

    ACHTUNG: Da sich in die ursprüngliche Fassung ein längeres Schwarzbild 'eingeschlichen' hat, laden wir diese zweite, korrigierte Fassung hoch und bitten um Entschuldigung. Das ZDF hat kurzfristig den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit Song "Keine Angst“ in der 100. Jubiläumsausgabe von "Die Anstalt" verboten – mit Verweis auf mögliche Gewaltaufrufe im Text. Die beiden Künstler kritisierten die Entscheidung öffentlich als Eingriff in die Kunst- und Meinungsfreiheit.  Annekatrin Mücke und Peter Welchering rekonstruieren den Ablauf: die unprofessionell späte Entscheidung des ZDF, die Rolle des Justiziariats dabei und mögliche "Verantwortungsdiffusion" beim Sender.   Es geht dabei neben der juristischen Einordnung des Songtextes (Aufruf zum Doxing von ‚Rechten‘, zu Sachbeschädigung durch Graffiti, die Grüße an die sogenannte "Hammerbande") und den daraus resultierenden Ereignissen auch um Fragen, wie die Instrumentalisierung des Begriffes Antifaschismus, Parallelen zur DDR-Rhetorik und den Aspekt, wem der Hype um Danger Dan nützt – und ob dahinter auch ein wohlkalkuliertes Geschäftsmodell stecken könnte.   Eine meinungsstarke Debatte über Kunstfreiheit, öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und die Grenzen zwischen Satire und Agitprop.    Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).     Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare.   Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns unter: annekatrin.muecke@gmx.de   peter@welchering.de   kontakt@alexander-teske.de  Support the show

  4. 24. Juli

    Keine Angst – Danger Dan, das ZDF und die Meinungsfreiheit

    HINWEIS: Ab Minute 23:11 hat sich ein ca. 7minütiges Schwarzbild 'eingeschlichen'. Desgalb gibt es eine 2. korrigierte Version ("Danger Dan, das ZDF und die Meinungsfreiheit"). Wir bitten um Entschuldigung. Das ZDF hat kurzfristig den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit Song "Keine Angst“ in der 100. Jubiläumsausgabe von "Die Anstalt" verboten – mit Verweis auf mögliche Gewaltaufrufe im Text. Die beiden Künstler kritisierten die Entscheidung öffentlich als Eingriff in die Kunst- und Meinungsfreiheit.  Annekatrin Mücke und Peter Welchering rekonstruieren den Ablauf: die unprofessionell späte Entscheidung des ZDF, die Rolle des Justiziariats dabei und mögliche "Verantwortungsdiffusion" beim Sender.   Es geht dabei neben der juristischen Einordnung des Songtextes (Aufruf zum Doxing von ‚Rechten‘, zu Sachbeschädigung durch Graffiti, die Grüße an die sogenannte "Hammerbande") und den daraus resultierenden Ereignissen auch um Fragen, wie die Instrumentalisierung des Begriffes Antifaschismus, Parallelen zur DDR-Rhetorik und den Aspekt, wem der Hype um Danger Dan nützt – und ob dahinter auch ein wohlkalkuliertes Geschäftsmodell stecken könnte.   Eine meinungsstarke Debatte über Kunstfreiheit, öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und die Grenzen zwischen Satire und Agitprop.    Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).     Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare.   Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns unter: annekatrin.muecke@gmx.de   peter@welchering.de   kontakt@alexander-teske.de  Support the show

    Keine Angst – Danger Dan, das ZDF und die Meinungsfreiheit
  5. 17. Juli

    Gibt es einen Zwang zum Gendern?

    Das Thema Gendern sorgt für hitzige Debatten. In unserem ersten Gespräch mit gleich zwei Experten klären wir Missverständnisse auf und fragen: Gibt es überhaupt einen Zwang zum Gendern – oder ist das nur eine ideologische Scheindebatte? Wenn Sie sich fragen, ob Sprache unsere Gesellschaft wirklich verändert oder nur politisch instrumentalisiert wird, sollten Sie diese Folge nicht verpassen. Hier bekommen Sie konkrete Einblicke in die sprachpolitische Hintergründe: Was bedeutet das generische Maskulinum wirklich, und warum ist die Diskussion darüber so emotional aufgeladen? Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Gefahr geht, dass öffentlich-rechtliche Medien ihre Glaubwürdigkeit durch ideologisch getriebene Sprachvorschriften aufs Spiel setzen. Es geht um die Freiheit der Sprache, um gesellschaftlichen Zusammenhalt und um den Kampf um Diskursmacht. Dr. Dagmar Lorenz, Literaturwissenschaftlerin, und Fabian Payer, Germanist und Musiker, bringen klare Perspektiven in diesen emotionalen Schlagabtausch. Erfahren Sie, warum wissenschaftliche Studien oft missverstanden werden, welche politischen Interessen hinter der Bewegung stecken und wie man in der sprachlichen Vielfalt wieder Ruhe gewinnen kann. Nicht nur für Sprachinteressierte. Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).  Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare.  Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns unter:  annekatrin.muecke@gmx.de  peter@welchering.de  kontakt@alexander-teske.de Support the show

    Gibt es einen Zwang zum Gendern?
  6. 10. Juli

    Hütet euch vor Faktencheckern - ein Informatikprofessor warnt

    Florian Gallwitz ist Professor für Informatik und Medien – Muster- und Spracherkennung, Deep Learning und KI. Er spricht über Fehlinformationen im digitalen Zeitalter und sogenannte Faktenchecks, darüber, wie soziale Medien und KI-Fakes unsere Wahrnehmung manipulieren und warum die technologischen Fortschritte uns vor große Herausforderungen stellen.   Gallwitz erzählt von seinen Erfahrungen mit gefälschten PDFs und der Russland-Verschwörungstheorie – Themen, die zeigen, wie leicht Faktenverdrehung und Digitalverschwörungen voranschreiten und gibt konkrete Tipps, wie Journalisten und Bürger KI sinnvoll einsetzen können, ohne dabei auf Fehler hereinzufallen.   Außerdem warnt er vor einer drohenden Monopolisierung von KI-Technologien und erläutert die Gefahren einer unkontrollierten, weltweiten Konzentration auf wenige Firmen.   Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).     Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare.   Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns unter: annekatrin.muecke@gmx.de   peter@welchering.de   kontakt@alexander-teske.de  Support the show

Bewertungen und Rezensionen

5
von 5
5 Bewertungen

Info

Einmal in der Woche schauen die vier etablierten Redakteure Annekatrin Mücke, Alexander Teske, Ole Skambraks und Peter Welchering auf einen aktuellen Aufreger in der Medienbranche und fragen, was sich aus dem Einzelfall lernen lässt und was dahinter steckt.Die Medien-Insider berichten Internas aus dem Maschinenraum des Journalismus - egal ob Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Privat-TV oder Alternativmedien.

Das gefällt dir vielleicht auch