Orgasmus im Schlaf — Shownotes Episode 012 Ich bin nachts aufgewacht, mitten in einem Orgasmus. Kein Spielzeug, keine Hand, kein Sex. Er lag neben mir und schlief tief und fest. Mein Körper hat das ganz allein gemacht, und ich lag da und dachte nur: Wo kommt das denn her? In dieser Folge erzähle ich von zwei Abenden, an denen mein Körper etwas gemacht hat, mit dem ich nicht gerechnet habe. Der erste war unspektakulär: Ich lag im Bett, der Tag war anstrengend gewesen, und auf einmal fing es an zu kribbeln. Nicht am Kitzler, sondern ein ganzes Stück weiter innen, und es wanderte weiter und weiter, bis hinten Richtung Muttermund. Der zweite war der mit dem Orgasmus im Schlaf. Und dann geht es um das, was danach kommt und wovon ich viel länger etwas habe, als ich früher gedacht hätte. Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen Blick Ich bin mitten in der Phase, in der man eigentlich meint, es hört jetzt alles auf. Umso mehr hat mich das kalt erwischt. Beim ersten Mal habe ich einfach ganz still gehalten und beobachtet, wo dieses Kribbeln hinwandert. Beim zweiten Mal bin ich aus einem Traum aufgewacht, und mein ganzer Körper hat vibriert, ohne dass jemand irgendetwas getan hätte. Ich habe kurz überlegt, ihn zu wecken, und mich dagegen entschieden. Am nächsten Tag habe ich es ihm erzählt, und er war ehrlich überrascht und hat gesagt, ich soll ihn das nächste Mal wecken. Ich war zu perplex, um das im Moment schon einzuordnen. Und ich habe gemerkt: Ich zehre tagelang davon. Nicht von der Erinnerung an eine große Nacht, sondern von der Lust selbst, die einfach nicht sofort wieder weggeht. Mein Körper macht das ohne mich — kein Spielzeug, keine Hand, nicht mal wach sein. Ich habe nichts richtig gemacht und nichts falsch, und trotzdem war es das intensivste Gefühl seit langem. Kribbeln ist kein Nebengeräusch — wenn ich still halte statt es wegzuatmen, wandert es weiter. Ich atme heute bewusst, wenn ich das Gefühl behalten will, und nicht, um es loszuwerden. Es gibt nicht nur den einen Peak — die flacheren Momente kann ich über Tage ziehen, und manchmal wächst daraus mehr, als ich am ersten Abend erwartet hätte. Hinhören statt drübergehen — ich frage mich inzwischen mitten im Gefühl, ob das noch intensiver wird und ob ich es greifen kann, oder ob es flüchtig ist. Manchmal ist die Antwort: flüchtig. Auch das ist eine Antwort. Erzählen war schwerer als erleben — ich habe erst auf den richtigen Moment gewartet, bevor ich es ihm gesagt habe. Vor der eigenen Lust steht bei mir oft noch die Frage, wie sie beim anderen ankommt. Und was mich dabei am meisten beschäftigt hat, war nicht der Orgasmus selbst, sondern dass ich in dem Moment gar nichts dafür getan habe. Ich musste nicht in Stimmung kommen, mich nicht überreden, nichts vorbereiten. Es war einfach da. Genau das habe ich in den letzten Monaten für unmöglich gehalten. Ich habe daraus keine Technik gemacht und keinen Vorsatz. Ich habe nur gemerkt, dass mein Körper offenbar noch Dinge kann, die er mir nicht angekündigt hat. Shownotes und Episodendetails Ich liege abends im Bett, und normalerweise passiert da genau nichts. Ich bin müde, ich lese noch was, ich schlafe ein. An diesem Abend war das anders, und ich habe eine Weile gebraucht, um zu begreifen, was mein Körper da gerade veranstaltet. Das Kribbeln, das wandert Es fing im Unterleib an, ganz leicht, überhaupt nicht unangenehm. Vom Bauchnabel abwärts, irgendwo an der Blase entlang. Und dann eben nicht am Kitzler, wo ich es erwartet hätte, sondern ein Stück weiter innen. Wenn ich ganz ruhig halte und einfach zuschaue, wandert es weiter nach innen, bis hinten Richtung Muttermund. Früher hätte ich das weggeatmet. So ein Gefühl kommt zwischen zwei Terminen, es passiert mir auch tagsüber, und dann ist es eher lästig als schön. Inzwischen atme ich in solchen Momenten bewusst, langsam, weil ich das Gefühl behalten will und nicht loswerden. Ich befinde mich in einer Phase, in der man den Eindruck bekommt, demnächst hört alles auf. Dass da noch so ein intensives Gefühl entsteht, aus dem Nichts, an einem völlig unspektakulären Abend, finde ich schwer zu glauben und großartig zugleich. Aufgewacht, mitten drin Die zweite Geschichte ist die, bei der ich immer noch geflasht bin, wenn ich davon erzähle. Es gibt diese Träume, aus denen man aufschreckt, weil man fällt, oder weil man Durst hat. Dieses Aufwachen war anders. Ich bin in einem extrem intensiven Orgasmus aufgewacht. Mein ganzer Körper hat vibriert. Er lag neben mir und hat tief und fest geschlafen. Kein Vibrator, kein Dildo, kein Zubehör. Er hat mich nicht angefasst, wir hatten keinen Sex. Mein Körper hat das im Schlaf allein produziert, und ich lag danach wach und habe gedacht: Das gibt es doch gar nicht, dass man so etwas erleben kann. Kurz habe ich überlegt, ihn zu wecken, und mich dann entschieden, ihn schlafen zu lassen. Am nächsten Morgen stand die nächste Frage im Raum: erzähle ich es ihm überhaupt? Ich habe auf einen guten Moment gewartet, damit er sich nicht übergangen fühlt. Erzählt habe ich es am nächsten Tag, und er war überrascht und hat gesagt, ich soll ihn nächstes Mal wecken, das wolle er mitbekommen. Wie lange man davon zehrt Der Teil, über den kaum jemand spricht, kommt danach. Es gibt bei mir den Peak, bei dem ich sehr laut bin, und es gibt die flacheren Orgasmen. Und gerade von den flacheren kann ich die Lust über Tage hinweg ziehen. Ich spüre etwas, und dann habe ich tagelang was davon, ohne dass ich noch einmal etwas tun müsste. Was ich seitdem versuche, ist hinzuhören. Wird das intensiver? Kann ich das festhalten, kann ich die Lust greifen, die gerade da ist, kann ich sie in mehr Lust verwandeln? Oder ist das flüchtig und gleich wieder weg? Manchmal weiß ich es erst hinterher. Manchmal ist die Antwort: flüchtig, gleich wieder weg. Und trotzdem endet diese Folge da, wo ich in dieser Nacht im Bett gelandet bin: Da war noch was. Da ist immer noch was. Wenn du eine Frau kennst, die im Moment glaubt, bei ihr sei diese Baustelle geschlossen: schick ihr diese Folge. Mehr braucht es nicht.